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……….Neues…….

NEUE ARTIKEL
(befinden sich unter anderem Datum etwas weiter unten in der Liste)
— Bombenkrieg-Heim zur Hölle
— Friedensangebote Hitlers – wesentlich erweitert: Fälschungen im britischen Archiv betr.: Martin Allen und neues Buch von Padfield Besprechung deutsch-engl.
— Die Belagerung von Leningrad
— den Artikel: Aufrüstung zum 2.Weltkrieg -nochmal-erweitert und in der seitlichen Liste hoch-verlegt,
— Umerziehung der Deutschen Arbeiter nach 1945 (weiter unten 2012 eingefügt)
— Inhaltsverzeichnis hinzugefügt, siehe rechte Seite >>
— Gaza – Open-Air Gulag
von Ralph Nader englisch- deutsche Übersetzung noch in Arbeit

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26. April 2012 at 04:02

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Der Trifels

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Burg Trifels, schon von den Saliern auf gewaltigem Felsstock über dem Annweilerer Tal in der Pfalz, angelegt,
wurde unter den Staufern des Reiches sicherster Hort.

(westlich von Landau)

August Becker
..

Der Trifels und seine Nebenburgen:
Anebos und Münz (Scharfenberg), von Josef Victor von Scheffel
als „Burgendreifaltigkeit“ besungen.

Noch schwellt kein Grün der Buchen Kronen,
Doch singt die Drossel schon vom Ast,
Und mit dem Weiß der Anemonen
Mischt sich der Primel gelber Glast;
Annweilers Berge seh’ ich wieder
Und ihre Burgdreifaltigkeit,
In Ehren alt, vernarbt und bieder,
Kriegszeugen deutscher Kaiserzeit….

………………………………

August Becker in „Die Pfalz und die Pfälzer“ 1858 :
…hat kein anderes Bergschloß diese große Geschichte; es ist ja die Geschichte des deutschen Reiches selber, der untergegangenen Größe und Macht unseres Volkes, das wenig mehr von seiner einstigen Herrlichkeit hat, wie den Trifels, der in Trümmern liegt. Doch es sind gewaltige Trümmer und Ehrfurcht erweckend noch in ihrem Fall, und aus ihrem Schutt erhebt sich die Poesie und der Geist der alten Zeit und wir lullen uns ein in die Träume von der großen Vergangenheit und von der schönen Zukunft, die kommen wird, wenn der alte Barbarossa im unterirdischen Gewölbe der Burg erwacht aus seinem langen Zauberschlaf. Dann wird sein Volk wieder einig und stark werden vor den Völkern der Erde und das Reich wird mächtig sein, wie damals, als der Kaiser hier auf seiner Lieblingsburg wohnte und Europa sich vor ihm beugte. Aber wann wird das sein? wann kommt die rechte Stunde des Erwachens?

……………..
( Der ganze Abschnitt aus August Becker: Die Pfalz und die Pfälzer – Der Trifels
befindet sich hier: einedeutscheweise2 als ausgebesserter „Text“ oder dort auch ein Hinweis zu dem Buch in Fraktur-Schrift und unter „Bücher“)

……………………………………………………………….

Hans von Malottki schreibt im Merianheft 1953 (Heft 6):

Geht man die deutschen Lande ab, dann bleiben unter den überragenden Geschichtsmonumenten von gesamtdeutscher Bedeutung nicht viele, die an den Trifels heranreichen. Das Bild der Marienburg im deutschen Osten etwa stellt sich ein oder das der Wartburg in der grünen Mitte Deutschlands. Und hier schon gibt es eine Merkwürdigkeit: von dem ehrwürdigen Ordens-Bollwerk am Nogat-Ufer , von der Stätte des Sängerkrieges und Luthers, weiß jeder etwas; vom Trifels hingegen nicht. Die ragende Schicksalsburg in der Südwestecke unseres Vaterlandes ist nicht in den volkstümlichen Vorstellungsbesitz eingegangen.
(Anmerkung: inzwischen ist der Trifels ein viel besuchter Anziehungspunkt geworden.) Eine der Ursachen dieser Vergessenheit mag im Gang der geschichtlichen Entwicklung selbst begründet sein. Von der Plattform des Kapellenturms fliegt der Blick hinüber zum Runenzug der Hochvogesen. Das ist schon Frankreich, und die Landschaft des Trifels, der Wasgau – der alte Wasichenwald des Walthari-Lieds, das Vorland der Vogesen – ist heute Grenzland. Das Schicksal der Abseitigkeit hat ein Stück deutscher Erde getroffen, das im Mittelalter einmal Herzland und Mitte des Reiches war.So schwand auch der Trifels aus dem allgemeinen Bewußtsein, obschon die Himmel der Vergangenheit , die sich über ihm wölbten, zu den größten und höchsten gehören, unter denen unsere Nation jemals gewandert ist.
In seinen Darlegungen über „Das deutsche Königtum und sein Wirkungsbereich“ hat Th.Mayer deutlich gemacht, wie der Wechsel der deutschen Königsfamilien zugleich immer auch die Verschiebung des politischen und kulturellen Schwergewichts zur Folge hatte. Das merowingische Frankenreich hatte seinen Schwerpunkt noch völlig im Westen, im mittleren Gallien. Zwar finden wir aus Karolingertagen manches castrum in der Pfalz. Aber unter den folgenden sächsischen Kaisern verschiebt sich das Gewicht nach dem deutschen Norden. Erst nach den Ottonen, um die Jahrtausendwende, kehrt mit dem neuen Herrscherhaus der Salier die Bedeutung des Mittelrheins und der Pfalz für die großen Fragen der Reichspolitik zurück. Unter den Saliern und ihren Erben im Geist und im Gut, den Staufern, wird die Pfalz das, was sie fast drei Jahrhunderte bleiben sollte und was ihr Gesicht unauslöschlich geprägt hat: Palatia regis, Königslandschaft, in der die zum Schutz des Königsgutes errichteten Reichsburgen so dicht und so stolz stehen, wie sonst nirgends in deutschen Landen. Die Adelsburgen am Rhein, die um Stolzenfels, mögen bekannter sein, – die Magie des Reichsschicksals haben sie ncht.


Der viekantige mächtige Bergfrit,
der die Zeiten überdauerte, und
dahinter der hohe Pallas,
Professor Esterers Nachgestaltung
staufischer Bauideen.

In der Krypta des Kaiserdomes zu Speyer liegen die Salier begraben. Rheinfranken von Herkunft, Grafen im Worms-, Nahe,- und Speyergau, saßen sie auf der Salierfeste Limburg bei Bad Dürkheim. Der erste Salier, Konrad II., der 1030 den Grundstein zum Speyrer Dom legte, baute auch die erste Steinburg auf dem Trifels. Der letzte dieses Geschlechts, Heinrich V., gab auf seinem Sterbebett den Befehl, die Reichskleinodien, die zum großen Teil wahrscheinlich im Speyerer Dom waren, auf die kaiserliche Burg Trifels zu bringen. Rund 150 Jahre, von 1125 bis 1275, sind die Symbole der höchsten Macht des Reiches dort oben in den beiden Turmkapellen verwahrt gewesen, mit kurzen Unterbrechungen: so als Friedrich Barbarossa sie vorübergehend in die von ihm erbaute Kaiserpfalz Hagenau, die heutige elsässische Stadt, verbringen ließ.

Am Bergfried des Trifels
der staufische Erker der Kapelle,
in der die Reichskleinodien untergebracht waren.

Unter den Staufern erlebte der Trifels seine große Zeit: Sie hatten mit der Königskrone auch das salische Hausgut in der Pfalz gewonnen, die nun – neben dem Elsaß und Schwaben – staufisches Hausland wurde und damit blieb, was sie unter den Saliern geworden war: die Königslandschaft, in der die Reichsburgen sich um den Trifels scharen wie dienende Trabanten; einmal mit der Funktion, die östlichen Zugangswege vom Rhein her durch die Täler zu decken (wie Meisterseel, Ramburg und Scharfeneck über dem Dernbacher Tal, oder Neukastel über dem Leinsweilerer Tal, oder die Madenburg über dem Kaiserbachtal), zum anderen als Sicherung der rückwärtigen westlichen Verbindungen vom Trifels zu den Kaiserpfalzen Kaiserslautern und Hagenau, (wie etwa Lindelbrunn oder Berwartstein).

…………………………….
Der ganze Artikel ist hier zu lesen:
einedeutscheweise2
Merian-heft 1953 Hans von Malottki
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4. März 2012 at 01:33

Wach auf wach auf du deutsches Land!

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Wach auf wach auf du deutsches Land!

Ein Lied aus dem Evangelischen Gesangbuch EG 145
Der Thüringer Johann Walter (1496-1570), Hofkomponist Friedrichs des Weisen, Gründer der ersten stadtbürgerlichen Kantorei Deutschlands (1525, Torgau) und Mitarbeiter Luthers an der „Deutschen Messe“, schuf in diesem Sinne den auf einem fliegenden Blatt des Jahres 1561 erstmals schriftlich bezeugten nationalen Aufruf „Wach auf, wach auf, du deutsches Land“.
Text und Musik: Johann Walter 1496 – 1570
in: Die weiße Trommel (1934, nur erste Strophe)

Im Mittelalter war das „Reich der Deutschen“ die Vormacht des Abendlandes. Im 16. Und 17. Jahrhundert entstanden Lieder und Choräle, die sowohl der geistig-geistlichen als auch der politischen Erneuerung, des innerlich geschwächten Deutschlands dienen sollten.

1. Wach auf, wach auf, du deutsches Land!
Du hast genug geschlafen,
bedenk, was Gott an dich gewandt,
wozu er dich erschaffen.
Bedenk, was Gott dir hat gesandt
und dir vertraut sein höchstes Pfand,
drum magst du wohl aufwachen.

2. Gott hat dich, Deutschland, hoch geehrt
mit seinem Wort der Gnaden,
ein großes Licht dir auch beschert
und hat dich lassen laden
zu seinem Reich, welchs ewig ist,
dazu du denn geladen bist,
will heilen deinen Schaden.

3. Gott hat dir Christum, seinen Sohn,
die Wahrheit und das Leben,
sein liebes Evangelium
aus lauter Gnad gegeben;
denn Christus ist allein der Mann,
der für der Welt Sünd gnug getan,
kein Werk hilft sonst daneben.

4. Für solche Gnad und Güte groß
sollst du Gott billig danken,
nicht laufen aus seim Gnadenschoß,
von seinem Wort nicht wanken,
dich halten, wie sein Wort dich lehrt,
dadurch wird Gottes Reich gemehrt,
geholfen auch den Kranken.

5. Du solltest bringen gute Frucht,
so du recht gläubig wärest,
in Lieb und Treu, in Scham und Zucht,
wie du solchs selbst begehrest,
in Gottes Furcht dich halten fein
und suchen Gottes Ehr allein,
daß du niemand beschwerest.

6. Die Wahrheit wird jetzt unterdrückt,
will niemand Wahrheit hören;
die Lüge wird gar fein geschmückt,
man hilft ihr oft mit Schwören;
dadurch wird Gottes Wort veracht‘,
die Wahrheit höhnisch auch verlacht,
die Lüge tut man ehren.

7. Wach auf, Deutschland, ’s ist hohe Zeit,
du wirst sonst übereilet,
die Straf dir auf dem Halse leit,
ob sich’s gleich jetzt verweilet.
Fürwahr, die Axt ist angesetzt
und auch zum Hieb sehr scharf gewetzt,
was gilt’s, ob sie dein fehlet.

8. Gott warnet täglich für und für,
das zeugen seine Zeichen,
denn Gottes Straf ist vor der Tür;
Deutschland, laß dich erweichen,
tu rechte Buße in der Zeit,
weil Gott dir noch sein Gnad anbeut
und tut sein Hand dir reichen.

9. Das helfe Gott uns allen gleich,
daß wir von Sünden lassen,
und führe uns zu seinem Reich,
daß wir das Unrecht hassen.
Herr Jesu Christe, hilf uns nu‘
und gib uns deinen Geist dazu,
daß wir dein Warnung fassen.
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glaubensstimme.de
Volksliederarchiv
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Kein KultiMulti ! Kein Kommunismus !
——-x——————–x————

Von
deutscheslied.com

folgende Zitate, danke auch vielmals:

Das deutsche Volkslied, der treuste Spiegel deutschen Seelenlebens, deutscher Bildung und Gesittung, war vor der Zeit der Kunstpoesie die alleinige Poesie und das schönste Gemeingut der Deutschen, war in den Zeiten der Not und Zerrissenheit die reichste Quelle des Trostes und der Hoffnung, und in den Tagen einmütiger Erhebung Deutschlands bewies es seine ermutigende und begeisternde Allgewalt. Es war und ist und bleibt unsere schönster Nationalschatz, unser Hort – das deutsche Lied.
Franz Magnus Böhme (1827-1898)

Es ist wohl das erstemal, daß ich dem, was von mir ausgeht, mit Zärtlichkeit nachsehe. Es ist eine Sammlung deutscher Volkslieder mit Klavier.
Johannes Brahms (1833-1897)

Volkslieder
Sie singen von Lenz und Liebe, von sel’ger, goldner Zeit,
Von Freiheit, Männerwürde, von Treu und Heiligkeit;
Sie singen von allem Süßen, was Menschheitsbrust durchbebt,
Sie singen von allem Hohen, was Menschenherz erhebt.
Ludwig Uhland

Neulich als ich bei einer namhaften amerikanischen fast-food-Kette (…), wiedermal Archivarbeit per laptop machte, kam ein ’song‘ über die Musikanlage der sich um ’suicide‘ (Selbstmord) drehte. Solches und Ähnliches serviert die Popkultur in Liedern, Filmen und Computerspielen rund um die Uhr. Die Folgen sind bekannt aber keine Wende ist voraussehbar denn damit werden Unsummen verdient und die Jugend, und damit unsere Gesellschaft, verdirbt.
Melodie ist bekanntlich seit langem aus den allermeisten Popliedern verschwunden. Nur noch primitiver Rhythmus, der sich nicht im geringsten vom Preßlufthammerlärm unterscheidet, nebst Gejaule und Geschrei in den höchsten Tonlagen. Die Spaßgesellschaft hat heute eindeutig gesiegt. Vorwärts – nicht nur in den musikalischen Abgrund!
Und da sitze ich nun versunken in eine andere Welt inmitten dieses Popmusikmülls in der Hochburg der Wegwerfkultur, umgeben von Übergewichtlern die ihre ‚burgers’ reihenweise verschlingen, und den Abfall auf Tischen und sonstwo liegenlassen.
Im Kopfhörer, der den Audiomüll bestens ausblendet, erklingen zünftige oder klassische Klänge – wobei ich mich immer beherrschen muß nicht laut mitzusingen – und die Augen und das Hirn auf musikalischer Großfahrt in alten Liederbüchern! Schön ist’s. Ich genieße die Ironie vollends!
Hubertus Schendel, Juli 2007, Kanada

Wie zu einem erfrischenden Waldquell kehrt der Deutsche immer wieder gern zum Volkslied zurück und erfreut sich trotz der fortgeschrittenen Weltanschauung an solcher Naturquelle, wenn er das hastige, herzlose Alltagstreiben und die Überkunst einmal gründlich satt hat.
Franz Magnus Böhme in ‚Deutscher Liederhort‘

Viele Volksweisen sind wahre Perlen der Tonkunst. Soll doch Beethoven einmal erklärt haben, er gebe seinen ganzen Komponistenruhm um die Erfindung der Volksweise ‚Innsbruck, ich muß dich lassen‘ (Nun ruhen alle Wälder)! Und wahrlich, auch unsere heutigen Tonmeister könnten manchmal mit Nutzen bei dem Volksliede in die Lehre gehn.
Dr. J.W. Bruinier in ‚Das deutsche Volkslied‘. Leipzig, B.G. Teubner, 1914

„Höre fleißig auf alle Volkslieder; sie sind eine Fundgrube der schönsten Melodien und öffnen dir den Blick in den Charakter der verschiedenen Nationen.“
Robert Schumann

Wort und Ton des Volksliedes singen und sagen von guter, echter deutscher Art, von Freiheit und Kraft, von Wahrheit und Recht, von Liebe und Treue. Das alles scheint verloren. Allein es hieße dies alles auch verloren geben, wollte man nicht die Erinnerung daran als Hoffnung und Ansporn halten und pflegen.
Hubertus Schendel, in ‚Zur Pflege des Volksliedes und Volksgesanges.‘ 1920

Es muß etwas in diesen Liedern stecken, was ihnen Stärke gibt, dem Zahn der Zeit zu trotzen, der so schnell an unseren schönsten Opernarien nagt.
Eiwert, A., Ungedr. Rest alten Gesanges, Gießen, 1784

Hubertus Schendel in Canada hat ein großes Musikarchiv.
Und noch folgende Bilder zu „Wach auf du deutsches Land“ – um den Eindruck zu zerstreuen, in „jener“ Zeit sei nichts Christliches erlaubt gewesen oder nicht gesungen worden; es wurden aber manchmal nicht alle Strophen gedruckt. In folgenden Büchern war das Lied auch (unter vielen anderen vor und nach dem Krieg, siehe die Liste von H. Schendel Liste ):

Mädels
Klingendes Leben, Teil 3 – Singebuch für Mädchen, 1941 A81d Seite 16 TextNoten, Satz, 3 stimmig, 3 Strophen, Tonart:F
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HJHJ
Liederblatt der Hitlerjugend 4. Jahresband 1938 (56-76) G SV85 Seite 5 Geistlich, SoldVaterl, TextNoten
…………..
WehrmachtWehrmacht
heinz tiessen, 1940 Chorliederbuch für die Wehrmacht, 1940 SV150 Seite 110 Geistlich, SoldVaterl, TextNoten, Satz, 4-stimmig

Das Volkslied lebt zu allen Zeiten und in allen Landen, so lange Musik erklingt und Menschen singen. In ihm spiegelt sich der Charakter von Völkern und Volksschichten, der Wechsel von Jahres- und Tageszeiten, der Wandel des Lebens von der Jugend bis ins Alter.
Im Volkslied sind Wort und Weise eng miteinander verbunden. Bei der Weitergabe von Mund zu Mund werden bisweilen Text und Melodie verändert. Manche Lieder erscheinen in den verschiedensten Fassungen, ein Beweis dafür, wie sehr sie dem Volke eigen sind.
Viele deutsche Volkslieder wurden im Laufe der Jahrhunderte aufgezeichnet. Wie die Kultur allgemein, so wandelte sich auch der dichterische und musikalische Ausdruck. Es gibt wesentliche Unterschiede zwischen dem älteren und jüngeren Volsklied, wie auch zwischen der älteren und jüngeren Malerei.
Aus der Zeit um 1450 stammt die wertvolle Liederhandschrift ‚Das Lochamer Gesangbuch’. In ihm sind so herrliche Weisen zu finden wie ‚All mein Gedanken’ und ‚Ich fahr dahin’. Besonders viele Lieder sind aus dem 16. Jahrhundert überliefert. Es ist die Blütezeit des alten deutschen Volksliedes, die Zeit, in der Hans Sachs lebte (‚Der Maie, der bringt uns Blümlein viel’). Zu den schönsten Liedern gehören ferner ‚Es sungen drei Engel’, ‚Innsbruck, ich muß dich lassen’, ‚Ach Elslein, liebes Elselein’, und ‚Die beste Zeit im Jahr ist mein’.
Der Dreißigjährige Krieg hat viel vernichtet, und die Überlieferungen werden in der Folgezeit spärlicher. Der Liedermund des Volkes ist aber nie verstummt. So konnte der Dichter Johann Gottfried Herder in der zweiten Hälfe des 18. Jahrhunderts viele Volkslieder aufzeichnen und der Nachwelt erhalten. Auch andere Dichter, wie Goethe, Uhland und Hoffmann von Fallersleben, haben auf die Schönheit des Volksliedes hingewiesen.
Einige ihrer eigenen Gedichte wurden in Vedbindung mit Melodien so bekannt und beliebt, daß sie wie Volkslieder weiterleben., z.B. ‚Sah ein Knab ein Röslein stehn’, Es gingen drei Jäger wohl auf die Pirsch’, und ‚Alle Vögel sind schon da’.

Eine Wiederbelebung namentlich des älteren Volksliedes und des Volkstanzes erfolgte durch die Jugendgewegung zu Anfang des 20. Jahrhunderts. Die Jugend zog, die Laute umgehängt, hinaus in die freie Natur und sang und spielte Weisen, die allgemein längst vergessen waren. Man sammelte sie in einem Liederbuch, dem ‚Zupfgeigenhansel’. Volkstänze, wie unsere Großeltern und Urgroßeltern sie tanzten, kamen auf grünem Anger wieder zu Ehren. Viele Komponisten der Gegenwart, z.B. Paul Hindemith, Paul Höffer, Armin Knab, haben den Jugend mit Liedsätzen und Spielmusik nach Volksliedern reiches Musiziergut geschenkt.

Aus dem Liederbuch ‚Singt und spielt’ Velhagen & Klasing, 1966, ohne Autorenangabe

Written by einedeutscheweise

4. März 2012 at 01:29

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Agnes Miegel

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Agnes Miegel

Agnes Miegel
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Hörproben:
Mainacht
Mainacht
Trost
Trost
(um Abspielen der Audio-Dateien benötigen Sie eine MP3-Player-Software. Unter der Adresse http://software.mp3.com/software/ können Sie die benötigte Software für Ihr jeweiliges Betriebssystem kostenlos downloaden.)
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Es war ein Land (Auszug)

Es war ein Land, – wo bliebst Du, Zeit?
Da wogte der Roggen wie See so weit,
Da klang aus den Erlen der Sprosser Singen
Wenn Herde und Fohlen zur Tränke gingen,
Hof auf, Hof ab, wie ein Herz so sacht,
Klang das Klopfen der Sensen in heller Nacht.
Und Heukahn an Heukahn lag still auf dem Strom
Und geborgen schlief Stadt und Ordensdom,-
In der hellen Nacht , – der Johannisnacht!

Es war ein Land, – im Abendbrand
Garbe an Garbe im Felde stand.
Hügel auf, Hügel ab, bis zum Hünengrab
Standen die Hocken, brotduftend und hoch,
Und drüber der Storch seine Kreise zog.
So blau war die See, so weiß der Strand
Und mohnrot der Mond am Waldesrand
In der warmen Nacht, – der Erntenacht!

Es war ein Land, – der Nebel zog
Wie Spinnweb, das um den Wacholder flog,
Die Birken leuchteten weiß und golden,
Und korallen die schweren Quitschendolden,
Die Eicheln knirschten bei Deinem Gehen
In den harten Furchen der Alleen.
Ein Stern nur blinkte, fern und allein,
Und Du hörtest im Forst die Hirsche schrein
In der kalten Nacht, – der Septembernacht

Es war ein Land, – der Ostwind pfiff,
Da lag es still wie im Eis das Schiff.
Wie Daunen deckte der Schnee die Saat
Und deckte des Elchs verschwiegenen Pfad,
Grau fror die See an vereister Buhne.

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Agnes Miegel wurde am 9. März 1879 in Königsberg als Tochter einer angesehenen ostpreußischen Kaufmannsfamilie geboren. Zunächst wollte sie Lehrerin werden, reiste dann oft und war von 1920-1926 an der Königsberger „Ostpreußischen Zeitung“ tätig. Seither lebte sie nur noch ihrem dichterischen Schaffen.

Ihre ersten Balladen veröffentlichte Börries von Münchhausen in seinem „Göttinger Musenalmanach“ von 1898. Herb und eindringlich ist der Grundton aller ihrer Dichtungen, ob sie nun zarte Empfindungen des Herzens oder die erschütternde Wucht schwerer Schicksale schildert. Jedes ihrer Werke wurzelt in Gegenwart und Vergangenheit ihrer ostpreußischen Heimat. Die Veröffentlichung der „Gedichte“ (1901), der „Balladen und Lieder“ (1907) sowie der „Gedichte und Spiele“ (1920) hatten ihren literarischen Ruhm begründet. Auch wurde sie durch die Reihe von Erzählungen „Spaziergänge einer Ostpreußin“ bekannt. Im Jahre 1916 erhielt sie den Kleist-Preis.

Als die Universität Königsberg (Albertina) Agnes Miegel im Jahre 1924 die Ehrendoktorwürde anläßlich des 200jährigen Geburtstages von Immanuel Kant verlieh, befand sich die Dichterin bereits auf einem ersten Höhepunkt ihres Schaffens. Im selben Jahr war Agnes Miegel in Wien der Mejstrik-Preis zuerkannt worden und die Literaturkritik feierte sie schon damals als größte deutsche Balladendichterin oder als die größte lebende deutsche Lyrikerin überhaupt. Einige ihrer Gedichte wurden von Herbert Brust vertont. In Elbing erhielt die Agnes-Miegel-Schule ihren Ehrennamen.

Während der Zeit des Nationalsozialismus war Miegel eine bekennende Verehrerin Adolf Hitlers. Sie wurde bereits 1933 Mitglied in der Deutschen Akademie der Dichtung und war seit 1937 Mitglied der NS-Frauenschaft und seit 1940 Mitglied der NSDAP.

Miegel war auf Vortrags- und Lesereisen, bekam Ehrenbürgerschaften verliehen und publizierte eine Anzahl ihrer Werke. Im Jahre 1938 erschien auch ihr Gedicht: An den Führer. Dieses Gedicht entstammt dem erstmals 1940 im Eugen-Diederichs-Verlag erschienenen Gedichtband „Ostland“

Am 27.Februar 1945 mußte Agnes Miegel ihr geliebtes Königsberg für immer verlassen. Die beschwehrliche Flucht endete zunächst in Dänemark. Dort wurde die mittlerweile 66 jährige Miegel im Internierungslager Oksböl gemeinsam mit 36.000 weiteren Deutschen interniert. Knapp 2 Jahre nachdem ihre Flucht aus Königsberg begonnen hatte, durfte sie das Lager Oksböl verlassen und wurde am 14. November 1946 im niedersächsischen Apelern bei der befreundeten Familie von Münchhausen aufgenommen. Gemeinsam mit ihrer späteren Adoptivtochter Elise Schmidt und ihrer Freundin Heimgart von Hingst zog sie 1948 nach Bad Nenndorf. Nach der Währungsreform verdiente sich die mittellose Miegel ihr erstes Nachkriegsgeld mit handschriftlichen Abschriften ihrer Gedichte.

Keine andere Literatin vermochte ihre Heimat Ostpreußen und das Schicksal der Millionen Vertriebenen so eindrucksvoll darzustellen wie sie. Auch ihre Erzählungen, vorzugsweise über ostpreußische Schicksale und Menschen, haben einen hohen künstlerischen Stellenwert. Aus dem eigenen Erleben der Flucht und Vertreibung heraus schenkte sie nach dem Zweiten Weltkrieg vielen Ostdeutschen Trost und Hoffnung auf eine Rückkehr in die Heimat.

„Abschied von Königsberg“. (Auszug):

Wir wandern fort aus den zerstörten Gassen,
Doch wissen wir, die weinend Dich verlassen:
Wenn unsre Augen Dich nie wiedersehn,
Wenn wir vergehn mit unsrem Blut,
Mit unserm Hab und Gut,
Daß noch in Dir, o Mutter, Leben ist,
Und daß Du, Königsberg, nicht sterblich bist!

In Niedersachsen fand Agnes Miegel eine neue Heimat und schrieb voller Dankbarkeit an Prof. Steinacker nach Innsbruck: „Viel Gutes und Gütiges ist mir hier in Niedersachsen noch zuteil geworden.“ Doch besonders in Niedersachsen wird Agnes Miegel heute im Zuge der gegenwärtigen, immer hysterischer anmutenden, politischen Korrektheit verfemt und verfolgt. Namensumbenennungen von Straßen und Schulen sind „im Gespräch“ oder bereits erfolgt.

Als Grund für die Ächtung von Agnes Miegel in der heutigen BRD wird in der Hauptsache das von Miegel und weiteren 87 Künstlern unterzeichnete Gelöbnis treuester Gefolgschaft genannt. Doch das Gelöbnis wurde als Reaktion auf den kurz zuvor erfolgten Austritt Deutschlands aus dem Völkerbund unterzeichnet. Daß die Künstler um Miegel mit ihrer Treuebekundung nicht allein standen, beweist eine am 12. November 1933 erfolgte Volksabstimmung in der 95,1 % der Deutschen ebenfalls den Austritt aus dem Völkerbund befürworteten.
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Flüchtlingstreck
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Wagen an Wagen

Um Allerseelen
In der dunklen Nacht,
Wenn vor uns stehen,
Die immer neu unserem Herzen fehlen, –
Erinnrung erwacht
An die alten Kirchen, die Hügel im Feld,
Wo sie schlafen, Vätern und Nachbarn gesellt,
In verlorener Heimat über der See, –
Und an alle, die hilflos und einsam starben,
An alle, die sinkend im Eis verdarben,
die keiner begrub, nur Wasser und Schnee,
Auf dem Weg unsrer Flucht, – dem Weg ohne Gnade!

Und wir ziehen im Traum verwehte Pfade
Wagen an Wagen, endloser Zug –
Der ein Volk von der Heimat trug!

Von Norden, von Osten kamen wir,
Über Heide und Ströme zogen wir,
Nach Westen wandernd, Greis, Frau und Kind.
Wir kamen gegangen, wir kamen gefahren,
Mit Schlitten und Bündel, mit Hund und Karren,
Gepeitscht vom Wind, vom Schneelicht blind, –
Und Wagen an Wagen.

Zuckend wie Nordlicht am Himmel stand
Verlassner Dörfer und Städte Brand.
Und um uns heulte und pfiff der Tod,
Auf glühendem Ball durch die Luft getragen.
Und der Schnee wurde rot.
Und es sanken wie Garben, die hilflos starben.
Und wir zogen weiter,
Wagen an Wagen, – –

Und kamen noch einmal, trügrisches Hoffen,
Durch friedliches Land.
Tür stand uns offen
Bei jenen, die nicht unser Leiden gekannt.
Sie kamen, sie winkten, sie reichten uns Brot, –
Sie luden die Not
Am warmen Herde zu sich als Gast.
Scheune und Stroh rief Müde zur Rast.
Doch wir konnten nicht bleiben.
Wir zogen vorüber,
Wagen an Wagen.

Und hörten durch Sturm und Flockentreiben
Das Glockenlied ihrer Türme noch
Und hörten doch
Das Dröhnen des Krieges, der hinter uns zog.
Und vom Wegkreuz bog,
Blutend, mit ausgebreiteten Armen,
Sich dorngekrönter Liebe Erbarmen.

Wir konnten nicht halten, wir konnten nicht knien.
Sie kamen hinter uns, Wagen an Wagen, –
Unsre Herzen nur schrien:
O blick nach uns hin!
Wir wandern, wir wandern, endloser Zug,
Volk, das die Geißel des Krieges schlug ,
Entwurzelter Wald, von der Flut getragen, –
Wohin?
Wohin? – – –

Agnes Miegel (1949)

Bekenntnis

Ich stieg, mein Volk, aus Dir wie Halm aus Acker steigt,
Du hast Dich, Heimat mir wie Mutter hold geneigt,
Ich ward – und sieh, Dein Hauch belebte meinen Geist
Ich wuchs in Deiner Haut von Deiner Hand gespeist
Ich durfte dienen Dir, wie Biene dient dem Schwarm,
Das macht mich reich und stolz – vertrieben noch und arm.

Wie hab ich mich gesehnt als Du noch frei von Ketten,
Heimat in Deinem Schoß zur Ruhe mich zu betten !
Nun muß ich fern von Dir und meinen Vätern sterben –
O laß mich Herr, ein Grab in deutscher Erde erben,
Und laß ein Lied von mir in unsrer Jugend leben,
Hab meine Hülle ich Dir längst zurückgegeben!

Kinderlied (1903)

Die Kinder gehn im Reigen,
Sie singen ihren alten Sang:
„Wir traten auf die Kette.
und die Kette klang.“

Die Kinder gehn im Reigen,
Wir stehen still dabei,
So sangen tausend Male
Daheim wir zwei.

Du trugst ein Kittelschürzchen,
Du warst so blond, du warst so fein,-
Mir ist, als war es heute
Früh im Morgenschein.

Mir ist, als gingen Stunden,-
Und gingen lange Jahre doch,-
Blick her, du hast die lieben unschuldgen Augen noch!

Ich halte deine Hände,
O lieber Kindersang:
Wir traten auf die Kette,
Und die Kette klang….
…………………………….

Und zwei Artikel und Gedichte „Es war ein Land“ „Die Nibelungen“
http://einedeutscheweise2.wordpress.com/2012/03/05/agnes-miegel-2/

Weiteres natürlich hier:
Agnes Miegel Gesellschaft
Text zu ihrem Lebenslauf aus: Metapedia
Gedichte,Bilder aus: kehrusker.net

Written by einedeutscheweise

4. März 2012 at 01:00

Werner Maser: Der Wortbruch

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(anschließend ein Artikel von Walter Post: Die Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg – Armee zwischen Regime und totalem Krieg)

Der Wortbruch

Hitler, Stalin und die Legende vom »Überfall«

VON WERNER MASER

(Ein Artikel zu seinem gleichnamigen Buch aus: „Joachim F. Weber (Hrsg.) Armee im Kreuzfeuer, Universitas, gewidmet dem ehrenden Andenken der gefallenen Soldaten Deutschlands)

Im Zusammenhang mit der pauschalen Verurteilung der Wehrmacht als »Mord- und Terrororganisation« wird immer wieder auf deren Beteiligung an Hitlers Ostkrieg als solchem verwiesen. Die Deutschen haben begonnen, also trugen sie alle Schuld an den Zerstörungen und Exzessen des Krieges. Zur Rechtfertigung dieses Geschichtsbildes wird dann ebenso regelmäßig auf die alte stalinistische Propagandathese vom »Überfall« auf eine ahnungslose Sowjetunion Bezug genommen. Wie unhaltbar dieses alte, gleichwohl in der gegenwärtigen Wehrmachtsdebatte erneut erfolgreich instrumentalisierte Geschichtsbild angesichts der neueren Forschungen geworden ist, wird aus dem Beitrag von Prof. Werner Maser deutlich. Er weist nach, daß der Angriff des einen Diktators dem lange geplanten des anderen Gegenspielers nur um Haaresbreite zuvorkam.

Der Zusammenbruch des Sowjetimperiums mit seiner ideologisch instrumentalisierten Geschichtsdarstellung verhalf der Geschichtsschreibung – vorübergehend – zu Quellen, die zur Neubewertung nicht nur bestimmter Details, sondern ganzer Phasen der Geschichte zwingen.

Falsch ist, was Jahrzehnte hindurch in der gesamten Fachliteratur stand, deren Autoren nämlich behaupteten, daß die Deutschen der Sowjetunion den Hitler-Stalin-Pakt und das Geheimabkommen zum Beispiel über die Aufteilung Polens angeboten und die Sowjets letztlich nur zugestimmt hatten, weil sie Deutschland fürchteten – oder 1939 objektiv gar hatten furchten müssen.

Nachweisbar ist: Pakt und Geheimabkommen wurden von Molotow in Stalins Auftrag formuliert, den Deutschen angeboten und von ihnen nahezu wortwörtlich akzeptiert.

Falsch ist, daß Hitler Stalin vorgeschlagen habe, Polen restlos aufzuteilen. Stalin war es, der Hitler vorschlug, Polen untereinander restlos aufzuteilen und den polnischen Staat auszulöschen.

Falsch ist, daß Stalin die Rote Armee erst 17 Tage nach Kriegsbeginn in Polen eingreifen ließ, weil »die Rote Armee nicht fertig gewesen« sei. Zutreffend ist: Im August hatte Stalin Frankreich und England vorgeschlagen, sofort 136 Divisionen, ein Heer von 2.584.000 Mann mit 10.000 Panzern, für einen gemeinsamen Krieg gegen Deutschland zur Verfügung zu stellen. Stalin wollte im September 1939 lediglich verhindern, daß die Westmächte auch ihm wie Hitler – den Krieg erklärten. Er blieb statt dessen ständig mit den Briten in Kontakt und schloß mit ihnen (bereits am 10. Oktober 1939) einen sowjetisch-britischen Vertrag.

Unbestreitbar ist: Sowohl Deutschland als auch die Sowjetunion bereiteten synchron einen Angriff gegen den Vertragspartner vor. Hitler kam Stalin lediglich zuvor, der Deutschland bereits im Herbst 1938 – während des Münchener Abkommens – und dann nochmals im bzw. nach dem sowjetischen Angriffskrieg gegen Finnland im Frühjahr 1940 mit einem Angriffskrieg überziehen wollte.

Da Stalin, der insgesamt 84mal vor einem deutschen Angriff im Sommer 1941 gewarnt wurde, Hitlers »Weisung Nr. 21: Fall Barbarossa« vom 18. September 1940 für einen Angriffskrieg gegen die Sowjetunion bereits seit Ende Dezember 1940 – durch Verrat des einstigen Zentrumsabgeordneten und Hitler-Gegners Erwin Respondek – kannte, kann die stalinistisch bestimmte Version vom »verbrecherischen deutschen Überfall« auf die auf einen Krieg nicht vorbereitete friedliche Sowjetunion und vom »Grollen Vaterländischen Krieg« der Sowjetunion nicht nachvollzogen werden.

Daß die Rote Armee sich seit 1938 zudem auf einen Angriffskrieg gegen Deutschland vorbereitet hatte, ist inzwischen lückenlos bewiesen. Im September 1938, zur Zeit des Münchener Abkommens zwischen Deutschland, England und Frankreich, das die Sowjets als »Kulminationspunkt der Forderung der imperialistischen Politik« charakterisierten, machte die UdSSR in der Ukraine und im belorussischen Militärbezirk gegen Deutschland mobil. Doch dabei blieb es auch. Allein wollte Stalin es nicht auf sich nehmen, das von ihm zum gigantischen »Aggressor« stilisierte Deutschland anzugreifen.

Die Erklärung der Sowjets nach 1945, 1938 Deutschland nicht angegriffen zu haben, weil die Tschechoslowakei sich nicht mit der Bitte an Moskau gewandt habe, Deutschland entgegenzutreten, ist allzu durchsichtig. Allerdings ist nicht zu übersehen, daß die Sowjetunion sich nach der Entscheidung Frankreichs, Prag nicht zu unterstützen, in keiner einfachen Lage befand, zumal Polen und Rumänien sich weigerten, der Roten Armee Durchmarschrechte einzuräumen. Doch selbst wenn Rumänien sich anders verhalten hatte, Ware es den Russen infolge des total desolaten und primitiven rumänischen Eisenbahnnetzes kaum möglich gewesen, ihre erste Division in weniger als drei Monaten über Rumänien in die Slowakei zu befördern.

……………..weiter bitte hierhin Werner Maser: Der Wortbruch

…………………….
und dort auch anschließend der Artikel von Walter Post: Die Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg
Armee zwischen Regime und totalem Krieg
…………………….

siehe auch:
Stalins verhinderter Erstschlag-Suworow,WolfgangStrauss,Milstein
in diesem Block

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25. Februar 2012 at 01:21

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Die Belagerung von Leningrad

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Die Belagerung von Leningrad
im zweiten Weltkrieg

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Aus Der Große Wendig, Band 5: 1019 „Warum Leningrad im September 1941 nicht eingenommen werden durfte“ • 447

Die Belagerung von Leningrad durch deutsche Truppen dauerte vom 8. September 1941 bis zum 27. Januar 1944. Dabei ereignete sich eines der schlimmsten sowjetischen Verbrechen gegen das russische Volk im Zweiten Weltkrieg.

Ereignis

Am 8. September 1941 wurde Leningrad durch die Armeen des Generalfeldmarschalls Wilhelm Ritter von Leeb eingeschlossen und es begannen die Vorbereitungen zum Sturm. Besetzt war die Stadt von 30 Divisionen der Roten Armee. Die Stadt war jedoch vollständig mit fernzündbaren Sprengladungen ausgestattet, so daß aus Rücksicht auf die zu erwartenden Todesopfer auch unter der Zivilbevölkerung von einer direkten Besetzung Abstand genommen wurde. Daß die Bolschewisten auch vor derartigen Verbrechen nicht zurückschreckten hatte die Tatsache bewiesen, daß halb Kiew nach der Befreiung durch deutsche Truppen am 19. September 1941 von den Sowjet-Bolschewisten mitttels ferngezündeter Sprengsätze in die Luft gesprengt wurde. Tausende Zivilisten kamen dabei ums Leben.

„Wenn heute jemand da wäre, um Leningrad zu entsetzen, dann würde ich den Befehl geben, es zu stürmen, und wir würden es brechen. Denn wer von der ostpreußischen Grenze bis zehn Kilometer vor Leningrad marschiert ist, der kann auch noch die zehn Kilometer vor Leningrad bis in die Stadt hineinmarschieren. Das kann man uns schon glauben.Aber das ist nicht notwendig. Die Stadt ist umklammert, niemand wird sie mehr befreien, und sie fällt in unsere Hand. Und wenn man sagt: „Nur als Trümmerhaufen“ – ich habe gar kein Interesse an irgendeiner Stadt Leningrad, sondern nur an der Vernichtung des Industriezentrums Leningrads. Wenn es den Russen gefällt, ihre Städte in die Luft zu sprengen, ersparen sie uns vielleicht die Aufgabe.“
– Adolf Hitler, Rede in München, Rede in München, 9. November 1941

Verminungen von Gebäuden

Die F-10-Funkgroßmine war auch einer der Hauptgründe, warum Hitler Leningrad nicht von deutschen Truppen besetzen, sondern nur belagern ließ, und im Falle der erhofften Einnahme von Moskau den deutschen Truppen verbat, die sowjetische Hauptstadt zu betreten. Hitler hatten hier genaue Informationen vor allem des finnischen Geheimdienstes vorgelegen, die über sowjetische Vorbereitungen zur systematischen Fernsprengung der Stadt Leningrad berichteten. Da gegen diese unheimliche Vernichtungswaffe kein Gegenmittel zur Verfügung stand, war der Verzicht auf die leicht mögliche Einnahme Leningrads am 24. September 1941 nur folgerichtig. Die Einnahme der Stadt wäre nur noch eine Frage von Tagen gewesen. So mußte eine ganze deutsche Armee als Wachposten vor einer einzigen Stadt liegen bleiben, die für die Sprengung aller wichtigen Gebäude, Brücken, Unterführungen und Bahnhöfe vorbereitet war.[1]

Zu den Beweggründen der Entscheidung für eine Belagerung und nicht des ursprünglich geplanten Einmarsches in die Stadt sagte Alfred Jodl später vor dem Nürnberger Tribunal:

„Nicht Repressalien, sondern die berechtigte Sorge, daß dasselbe, was uns in Kiew passierte, sich auch in Leningrad ereignen würde; und der dritte Grund war die Ankündigung des sowjetischen Rundfunks, daß sich das ereignen würde.[2]“

Umerziehungslügen und Geschichtsfälschungen

Entgegen den Verlautbarungen im Zuge der gegenwärtigen antideutschen politischen Korrektheit wollte die Wehrmacht Leningrad somit gerade nicht einnehmen. Die Belagerung sollte auch nicht den schleichenden Tod der Zivilbevölkerung herbeiführen. Kein Zivilist wurde von deutscher Seite daran gehindert, die Stadt zu verlassen. Es wurde für Zivilisten auf ausdrücklichen Befehl Adolf Hitlers ein schmaler Landstreifen zur Flucht nach Innerrußland freigehalten[3]. Allerdings hinderte Stalin die russische Bevölkerung bei Todesstrafe daran, die Stadt zu verlassen. Bolschewistische Angaben gehen von etwa 1,1 Millionen zivilen Bewohnern der Stadt aus, die infolge Stalins Befehl ihr Leben verloren. Die meisten dieser Opfer verhungerten. Der Massentod durch Verhungern wurde von den Bolschewisten gezielt herbeigeführt und ist in diesem Ausmaß weltweit beispiellos. Eine inoffizielle Straße über den zugefrorenen Ladogasee diente fast ausschließlich der alleinigen Versorgung der Roten Armee. Das Leiden der Bevölkerung interessierte Stalin nicht, sondern die russischen Einwohner sollten als menschliche Schutzschilde dienen. Die des öfteren postulierten angeblichen Evakuierungen betrafen Deportationen von Deutschen aus Leningrad in die bolschewistischen Vernichtungslager. Russische Zivilisten, die den Weg über die einzige offene Straße dennoch zur Flucht nutzten, wurden von den Bolschewisten erschossen.

Die erst nach dem Krieg gegen Deutschland von Sowjet-Seite postulierten Opferzahlen von mehr als einer Million sind, wie üblich, weit überhöht. Realistisch dürften etwa 500.000 Opfer sein, was in etwa auch der Zahl der in der Stadt eingekesselten Rotarmisten entspricht. Zerstörungen, die in der Stadt zu beobachten waren, gehen zu einem großen Teil auf das Konto der beim Beschuß von militärischen Einrichtungen und Industrieanlagen mit explodierten und zuvor scharf gemachten sowjet-bolschewistischen Minen.

Tatsachen über Leningrad

Die Freiburger Zeitung vom 13. September 1941:

Leningrad-FrZeitung.1941-9-13-

Das verlorene Rüstungszentrum

Die deutsche Wehrmacht hat zusammen mit ihren finnischen Waffenbrüdern Leningrad eingeschlossen. Die Sowjetunion verliert dadurch eines ihrer größten Industriezentren. Leningrad besitzt etwa 800 Fabrikbetriebe mit fast 300.000 Mann Belegschaft, das sind 12 Prozent der gesamten Sowjetindustrie. Werften, Maschinen- und mechanische sowie chemische Werke stehen im Vordergrund.
Nimmt man die Industrie der näheren und weiteren Umgebung Leningrads hinzu, was ohne weiteres angängig ist, da auch die Umgebung in deutsch-finnischer Hand oder von der Sowjetunion abgeschnitten ist, so sind durch die Besetzung der Umgebung bzw. Einschließung von Leningrad rund 25 Prozent der elektrotechnischen und rund 75 Prozent des Schiffbaus der Sowjetunion lahmgelegt.
Die Leningrader Industrie fertigt im übrigen komplizierte Maschinen an, wie Textil- und Druckereimaschinen, Verbrennungsmotore, Dampfturbinen, Hochspannungskessel u. a. m., die einen hochqualifizierten Arbeiterstamm notwendig machen.
Eine Industriestadt wie Leningrad stellt natürlich auch ein wichtiges Rüstungszentrum dar, dessen Verlust die Sowjets nicht verschmerzen können. Die Elektromaschinenfabrik „Elektrosil“ hat 10.000, die Kirow-Werke, bekannter unter dem alten Namen Putilow, 30.000, die Newsky-Maschinenfabrik Lenin (Kanal- und Turbinenbau) mehrere Tausend Arbeiter. Die Telephonfabrik Kraswaka Saria 5.000, die baltische Werft und Gummiwerft Krasneye 82.000, die Textilmaschinenfabrik Karl Marx 5.000 Arbeiter.
So geht es weiter mit den Fabriken für Elektrowesen und Schweißmaschinen, Dieselmotoren und Schleifmaschinen, Preßluftwerkzeuge und Schleifsteine, Draht, Nägel und Kleineisenzeug. Dazu kommen mehrere Schiffswerften, Schwermaschinenbauanstalten, Rüstungsbetriebe aller Art, Superphosphat- und sonstige chemische Werke. Sie alle fallen für die Sowjetrüstung nicht erst jetzt durch die Einschließung aus, sondern schon seit Wochen, da der deutsch-finnische Vormarsch die Zufuhr von Rohstoffen und die Versorgung mit Kraftstrom unterbrach, das Wasser. und Wärmekraftwerk am Wolchow und die Swir-Kraftwerke abschnitt. Die Sowjets erleiden also eine Lücke in ihrer Rüstungsindustrie, die sie nicht mehr ausfüllen können.

Richtigstellungen

Ein anderes „Verbrechen“ war, daß Jodl angeblich dem Oberbefehlshaber des Heeres mitgeteilt haben sollte, Hitler habe einen schon erlassenen Befehl wiederholt, daß ein Übergabeangebot der Stadt Leningrad nicht angenommen werden dürfe. Wie so viele andere angebliche deutsche Verbrechen blieb auch dieses eine Idee ohne Ergebnis, da man nie ein Übergabeangebot bekam. Die Absicht des Befehls sei gewesen, die Bevölkerung zum Rückzug zu zwingen, da es nicht möglich gewesen wäre, Millionen von Zivilisten oder Gefangenen zu ernähren, oder Seuchen zu verhindern. In den deutschen Linien östlich der Stadt seien Lücken offengelassen worden, um der Bevölkerung einen solchen Rückzug zu ermöglichen. Kiew, Odessa, und Charkow hätten kapituliert, seien aber miniert gewesen, und Tausende von deutschen Soldaten seien durch Bomben mit Zeitzündung getötet worden. Die Hafenanlagen seien für militärische Zwecke benötigt gewesen; die russischen Eisenbahnen hätten eine andere Spurweite als die deutschen. Man hätte nicht genügend Lebensmittel vorbringen können, um Millionen von halbverhungerten Gefangenen oder Juden zu ernähren. Die sowjetische Propagandalüge, die Deutschen hätten Millionen von russischen Gefangenen getötet, wurde von vielen Historikern geglaubt, ohne daß sie die Ursachen der Sterblichkeit kannten. Der Befehl, der Leningrad betraf, Dokument C-123, trägt keine Unterschrift.[4]

Bolschewistische Nachkriegspropaganda

Vor dem Nürnberger Tribunal wurde von sowjet-bolschewistischer Seite dreist behauptet, daß Leningrad dem Erdboden gleichgemacht werden sollte, da das Gebiet angeblich an Finnland fallen sollte und dieses für die Stadt dabei keine Verwendung mehr hätte. So wurde Alfred Jodl gefragt:

„Würden Sie sich vielleicht daran erinnern, wann Hitler zum erstenmal geäußert hatte, man solle Leningrad dem Erdboden gleichmachen?“[5]

Fraglich ist, weshalb dann die Wehrmacht in immerhin dreijähriger Belagerung nicht in der Lage gewesen sein soll, diesen Plan auch durchzuführen. Offenbar diente diese Ausrede dazu, die nachfolgende völkerrechtswidrige Annexion von Teilen Kareliens durch die Sowjetunion zu legitimieren, die bis heute (2013) durch Rußland andauert. Die Wendung „dem Erdboden gleichgemacht“ war allerdings Teil der bolschewistischen Drohung bei einem Einmarsch in die Stadt. Angeblich sollen deutsche Truppen Flugblätter folgenden Inhalts abgeworfen haben:

……Gehet zu den Bädern. Zieht eure weißen Kleider an. Eßt das Totenmahl. Legt euch in die Särge und macht euch zum Sterben bereit. Am 7. November wird der Himmel blau sein – blau von den Detonationen deutscher Bomben.[6]…….

Die blumige Sprache deutet auf einen nicht-russischen Urheber hin. Es erscheint wohl mehr als unglaubwürdig, daß die Wehrmacht Flugblätter mit derartigen Formulierungen verwendet haben soll.

Schuldkult

Im Jahre 2008 zahlte das BRD-Regime an „jüdische Überlebende“ der Belagerung Geld, wobei die linksextreme Frankfurter Rundschau die Zahl der schon von bolschewistischer Seite verdoppelten Gesamtopfer auch noch flugs gegenüber diesen auf drei Millionen verdreifachte.[7] Es dürfte somit nur eine Frage der Zeit sein, bis auch hier die magische Zahl von 6 Millionen erreicht sein wird. Eine Erklärung, weshalb Juden von der BRD bevorzugt werden und russische Opfer des Stalin-Terrors somit nur als Opfer zweiter Klasse gelten und weshalb überhaupt und wofür Gelder gezahlt werden, blieb das BRD-Regime allerdings schuldig.

Fußnoten

1 Der Große Wendig, Band 5: 1019 „Warum Leningrad im September 1941 nicht eingenommen werden durfte“ • 447
2 Nürnberger Tribunal: Einhundertneunundvierzigster Tag. Freitag, 7. Juni 1946, Vormittagssitzung
3 siehe: Christian Zentner: Der Zweite Weltkrieg, Libero-Verlag 1979
4 Quelle/Nicht schuldig in Nürnberg
5 Nürnberger Tribunal: Einhundertneunundvierzigster Tag. Freitag, 7. Juni 1946, Vormittagssitzung
6 Harrison E. Salisbury: 900 Tage. Die Belagerung von Leningrad, 1989 (zitiert auf: fluchschrift.net zweifelhafte Quelle
7 2556 Euro Entschädigung für jüdische Überlebende Vorsicht! (Umerziehungsliteratur)

Quelle Der Große Wendig nach: Metapedia

Written by einedeutscheweise

24. Februar 2012 at 19:00

Veröffentlicht in Geschichte

Friedensangebote Hitlers, peace offers

with 2 comments

— Vorgeschichte
1. ein Vortrag von Dr.Olaf Rose
hier nur der Anfang des Vortrags – vollständig und 2. – 6. bei
www.einedeutscheweise2.wordpress.com
2. Ausschnitt von: Martin Allen: Churchills Friedensfalle
3. Friedensangebote an Polen
4.neu: Neues Buch des renommierten englischen Marine-Historikers Peter Padfield
5. weitere Link Adressen
………………………
6.) Peace offers: • Adolf Hitler’s 1941 peace offer finally confirmed
By Michael Collins Piper
book by Peter Padfield and the fate of Rudolf Hess
—————————

zur Vorgeschichte von deutschen Friedensangeboten:

Das deutsche Friedensangebot an die Alliierten vom 12.12.1916
»Deutschland und seine Verbündeten, Österreich-Ungarn, Bulgarien und die Türkei, haben in diesem Kampf ihre unüberwindliche Kraft erwiesen. Sie haben über ihre an Zahl und Kriegsmaterial überlegenen Gegner gewaltige Erfolge errungen. Getragen von dem Bewusstsein ihrer militärischen und wirtschaftlichen Kraft, und bereit, den Kampf nötigenfalls bis zum Äußersten fortzusetzen, zugleich aber auch von dem Wunsch beseelt, weiteres Blutvergießen zu verhüten und den Gräueln des Krieges ein Ende zu machen, schlagen die vier verbündeten Mächte vor, alsbald in Friedensverhandlungen einzutreten. Die Vorschläge, die sie zu diesen Verhandlungen mitbringen werden und die darauf gerichtet sind, Dasein, Ehre und Entwicklungsfreiheit ihrer Völker zu sichern, bilden … eine geeignete Grundlage für die Herstellung eines dauerhaften Frieden…«
(aus: Tormin, Die Weimarer Republik, S.23f. u. 25)

Die Antwortnote der Alliierten vom 30.12.1916
»…Eine Anregung ohne Bedingungen für die Eröffnung von Verhandlungen ist kein Friedensangebot. Der angebliche Vorschlag … erscheint weniger als ein Friedensangebot denn als Kriegsmanöver. Er beruht auf der systematischen Verkennung des Charakters des Streites in der Vergangenheit, in der Gegenwart und in der Zukunft. Für die Vergangenheit übersieht die deutsche Note die Tatsachen, die Daten und die Zahlen, die feststellen, dass der Krieg gewollt, hervorgerufen und erklärt worden ist durch Deutschland und Österreich-Ungarn…
Für die Gegenwart stützt sich das angebliche Angebot Deutschlands auf eine ausschließlich europäische „Kriegskarte“, die nur den äußeren und vorübergehenden Schein der Lage und nicht die wirkliche Stärke der Gegner ausdrückt, Eine Friede, der unter solchen Voraussetzungen geschlossen wird, würde einzig den Angreifern zum Vorteil gereichen, die geglaubt hatten, ihr Ziel in zwei Monaten erreichen zu können, und nun nach zwei Jahren merken, dass sie es niemals erreichen werden.
Für die Zukunft verlangen die durch die Kriegserklärung Deutschlands verursachten Verwüstungen, die unzähligen Attentate, die Deutschland und seine Verbündeten gegen die Kriegführenden und gegen die Neutralen verübt haben, Sühne, Wiedergutmachung und Bürgschaften … Deutschland weicht listig dem einen wie dem anderen aus…«
(aus: GiQ V, Nr.62)
teachsam.de

— da hatten die Alliierten schon die Beteiligung der USA in der Tasche- seit damals wird gelogen auf dieser Ebene. Wer etwas für Andere tut wäre dumm, heißt es, und Frieden wäre Kriegstaktik usw.

….dann weiter von der Heimatseite Saaz:…………………

Im Vorfriedensvertrag vom 5.11.1918 – gingen die Alliierten feste Verpflichtungen ein (u.a. 14 Punkte Wilsons). Nach dem Waffenstillstand vom 11.11.1918 wollten sie davon nichts mehr wissen. Dies qualifizierte Lloyd George und Woodrow Wilson schon 1919 als Wortbruch.

(..)    Die Unterzeichnung des Versailler Vertrages am 28.6.1919 erfolgte unter Zwang. Niemand ist aber zur Einhaltung dessen verpflichtet, wozu er unter Gewaltandrohung genötigt wurde. Manche Vertragsteile beruhten, Lloyd George am 7.10.1928 in London bestätigte, auf Täuschung.  Auch das entbindet von der Einhaltung des Vertrages. Eine Revisionsklausel enthielt der Vertrag in Teil I, § 19. Um deren Anwendung bemühten sich nicht nur Hitler, sondern alle deutschen Politiker seit 1919. Die KPD wollte im Falle der Machtübernahme„alle aus dem Versailler Vertrag ergebenden Verpflichtungen für null und nichtig erklären“ („Rote Fahne“, 24.8.1930). Die USPD befürchtete, dass die deutschen Proletarier zu Sklaven ausländischer Kapitalisten würden.

(..)    Drei Wochen nach der Unterzeichnung des Versailler Vertrages äußerte Clemenceau vor französischen Offizierschülern: „Meine jungen Freunde, seien Sie unbesorgt um ihre berufliche Zukunft. Der Friede, den wir soeben geschlossen haben, garantiert ihnen zehn Jahre des Konfliktes in Europa“. Ein Wiederaufflammen des Krieges war also einkalkuliert. Für Churchill gehörte der Versailler Vertrag zu den „Torheiten der Sieger“. Die wirtschaftlichen Auflagen nannte er „bösartig“.

(..)   Der Versailler Vertrag zwang Deutschland, sein Landheer auf 100.000 und seine Marine auf 15.000 Mann zu verringern, um „die Einleitung einer allgemeinen Rüstungsbeschränkung aller Nationen zu ermöglichen“. Deutschland musste also eine  Vorleistung für eine spätere allgemeine Abrüstung erbringen. Eine vorbereitete Abrüstungskommission wurde vom Völkerbund aber erst am 25. September 1925 eingesetzt und führte endlich am 2. Februar 1932 zu einer Abrüstungskonferenz mit 62 Staaten. Außer den USA war keiner von ihnen zu konkreten Abrüstungsschritten bereit. Lloyd George  erklärte 1932, „dass die Siegernationen schamlos die Treue in der Rüstungsfrage gebrochen haben“.    

(..)    Die sicherheitspolitischen Ziele Deutschlands in der Weimarer Zeit waren: Einbettung des Reiches in ein System kollektiver Sicherheit; Verringerung der Streitkräfte der Sieger oderVerstärkung der deutschen Armee auf 300.000 Mann, wobei auf Offensivwaffen verzichtet werden sollte. Diese Ziele übernahm Hitler. Seine zahlreichen Abrüstungsvorschläge blieben jedoch ohne Resonanz. Als Mussolini 1933 einen Viermächtepakt zwischen Italien, Frankreich, England und Deutschland unterbreitete, ließ ihn Frankreich scheitern. Deutschland schloss daraufhin 1934 einen Nichtangriffspakt mit Polen, der sich mit Gebietsfragen nicht befasste.

(..)
Heimatseite Saaz: Kriegsbeginn vor 60 Jahren
Weiteres auch bei http://www.vorkriegsgeschichte.de/

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1. Den Vortrag hat Dr.Olaf Rose gehalten während der vom 4. bis 5. November 2006 stattgefundenen 19. (ordentlichen) Tagung der Nationalversammlung des Deutschen Ostens (NDO) und er ist als www.vodr.net/dokumente/frieden39-41.pdf herunter zu laden.
wiederentdeckt und geschrieben von Maria Lourdes bei: http://lupocattivoblog.com

Birger Dahlerus

Friedensbemühungen der deutschen Reichsregierung 1939-1941- Aufsatz 2007 – Dr.Olaf Rose
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Deutsche Friedensbemühungen nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges? Das klingt zunächst befremdlich. Das paßt nicht in das uns vermittelte Bild von den Plänen der NS-Machthaber. Wir hören seit 1945 permanent, daß Hitler den Krieg gegen den Osten als Kampf um Lebensraum bereits 1923 in seinem Buch „Mein Kampf“ propagiert habe.

Wir hören nie, daß er Mitte der dreißiger Jahre, auf so manches Zitat daraus angesprochen, gestöhnt hat: „Hätte ich damals gewußt, daß ich einmal Reichskanzler werden würde, ich hätte das Buch niemals veröffentlicht.”

Wir hören immer, daß er den Angriff auf Polen unter Inkaufnahme der britischen und französischen Kriegserklärung „vom Zaun brach“ und dann mit einer Kette von Überfällen und Kriegserklärungen die Weltherrschaft erringen wollte, deren unverständliche Höhepunkte der Angriff auf die UdSSR am 22. Juni 1941 und die Kriegserklärung an die Adresse der Vereinigten Staaten vom 11. Dezember 1941 waren.

Eine Frage muß sich hier allerdings aufdrängen: Wie verblendet muß der bis dahin zwar konfliktbereite, aber doch höchst rational vorgehende und über seine militärischen Möglichkeiten sehr genau unterrichtete Hitler gewesen sein, daß er die beiden ressourcenstärksten, aber bis dahin nicht am Konflikt beteiligten, dafür ganze Kontinente umfassenden Großmächte Rußland und Amerika angriff?

Und das, obwohl er 1940 in Europa zwar 7 Staaten, darunter die stärkste Kontinentalmacht Frankreich, besiegt hatte, das seit Jahrhunderten aber am hartnäckigsten jeder europäischen Hegemonialmacht im Wege stehende England in keiner Weise einem Waffenstillstand oder gar einem Frieden nahegebracht hatte.

(…..)

Dokumente, die unser Wissen über die wahren Sachverhalte hinter den Vordergründigkeiten der Kriegshandlungen und der späteren Geschichtsschreibung erweitern – und korrigieren – können, liegen allesamt in den Archiven der ehemaligen Kriegsgegner. Die deutschen Dokumente wurden in weiten Teilen erbeutet, von den Siegermächten in vielen Fällen gesäubert und in Auswahl mit unzweideutiger Tendenz in großen Akteneditionen der Mit- und Nachwelt zur Verfügung gestellt. So ist es fast symptomatisch, daß die das Dritte Reich betreffenden „Serien C und D” der „Akten zur Deutschen Auswärtigen Politik 1918-1945″ von britischen und amerikanischen Historikern, vom Gegner also, ab 1957 herausgegeben wurden. Was eine Quellenedition an Auswahl und vor allem an Auslassungen aufweisen kann, weiß jeder, der einmal eine solche Edition mit den Originalquellen vergleichen konnte. Und selbst da gab es noch Veröffentlichungen, von denen sich die Siegermächte distanzierten, gegen die sie in den späten fünfziger Jahren diplomatischen Protest einlegten, zum Beispiel, als in Deutschland aufgefundene Akten nachwiesen, daß der Herzog von Windsor, der vormalige König Edward VIII., mit Hitler 1940 Friedensverhandlungen führte.

Mein Thema lautet: die deutschen Friedensbemühungen 1939 bis 1941, nicht etwa 1939 -1945, und das hat einen guten Grund.

Wer auf der Verliererseite steht, versucht fast immer, vor der endgültigen militärischen Niederlage durch Verhandlungen einen Frieden zu erzielen und damit sein politisches Überleben zu sichern. Das Aussenden von Friedensfühlern zu einem solchen Zeitpunkt hat nicht unbedingt etwas mit dem wirklichen Wunsch nach Frieden zu tun, es entspricht eher einer Zwangslage. Wer aber zu Beginn eines Konflikts oder gar auf dem Höhepunkt seiner Erfolge Friedensfühler ausstreckt, sollte in seinem Bemühen um den Frieden ernst genommen werden. Seine Begründungen sollten ernsthaft abgewogen werden, anstatt sie einfach zu verwerfen.

Genug Zündstoff ist aber bereits in dem 2006 unter der Signatur PRO (Public Record Office) FO (Foreign Office) 371/24408 freigegebenen Memorandum enthalten, das 1941 als geheim klassifiziert in Kleinstauflage von einigen wenigen Exemplaren für einen internen Entscheidungszirkel gedruckt wurde. Es enthält eine „Zusammenfassung der wichtigsten Friedensfühler von September 1939 bis März 1941″. Sechzehn bedeutende Friedensanläufe werden darin geschildert, von den handelnden Personen über Motive und Verlauf bis hin zu den inhaltlichen Angeboten; die Prominenz der Friedensfühler ist dabei ebenso beeindruckend wie ihre Internationalität und Reputation: von Göring über den Prinzen von Hohenlohe und Goebbels bis zu von Papen, von schwedischen Industriellen wie Birger Dahlerus oder Baron Bonde bis hin zum schwedischen und spanischen König, ja sogar dem Papst, von britischen, holländischen und amerikanischen Ölmagnaten und Geschäftsleuten, vom finnischen Ministerpräsidenten und nicht zuletzt von Adolf Hitler selbst, der seinen Rechtsberater Dr. Ludwig Weißauer mit Vollmachten entsandt hatte. Und dies waren nur die „Hauptfriedensfühler”. Eine weitere Akte enthüllt, daß, zählen die Briten auch die untergeordneten Bemühungen mit, der Flug von Rudolf Heß am 10. Mai 1941 als die 42. Friedensinitiative gerechnet werden muß. Hans Meiser zählt in seinem Buch „Gescheiterte Friedensinitiativen” ohne die Kenntnis dieses zentralen Dokuments fast 70 solcher Versuche bis zum Jahre 1943, von denen sich eine ganze Reihe mit der englischen Zählung nicht überschneiden, so daß die Zahl der deutschen Bemühungen, den europäischen und später den Weltfrieden wiederherzustellen, weit höher liegen muß.

Wichtig, vom politischen wie auch vom moralischen Standpunkt, ist dabei, daß all diese Versuche zu einem Zeitpunkt unternommen wurden, als Deutschland auf dem Höhepunkt seiner militärischen Machtentfaltung stand, also nicht um Frieden betteln mußte.

(….)
der ganze Vortrag und die weiteren Punkte sind wie oben angegeben oder nochmal hier zu lesen.

Written by einedeutscheweise

24. Februar 2012 at 18:53