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Weihnachten „Zeitgeschichte“

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Des Armen Christbäumchen

Kind:
O Mutter, was hab’ ich ein Bäumchen gesehn,
War voll von Kerzen, die brannte so schön;
Da glänzten von Gold und von Silber so viel,
Zum Essen so vieles, so Schönes zum Spiel.

Sie sagten das habe zur heiligen Nacht
Christkindchen herab vom Himmel gebracht;
Christkindchen hat uns doch alle so wert,
Warum hat’s mir kein Bäumchen beschert?

Mutter:
Dein Bäumchen steht im Himmel noch
Und hast du’s auch nicht, es gehört dir doch;
Und kommst dereinst zu des Himmels Höh’n,
Dann ist ein Baum gar groß und schön.

Heinrich Bone 1813 – 1893
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Weihnachten
Ludwig Tieck

Wenn herüber zu meinem Garten
Die alten Lieder tönen
Der Pfeifer, die, aus dem Gebirge kommend,
Jeglich Marienbild mit Weisen grüßen,
So dünk‘ ich mich in seltsame, ferne
Wunderzeiten entrückt,
Und alte Legenden, und himmlische Sehnsucht
Zarte Lieb‘ und große Erinnerung
Quellen aus den rauhen, einfachen Tönen.
Tiefer, und inniger
Spricht der Frömmigkeit Wort
Die wunderliche Melodie,
Als in den Kirchen
Der neuen Künstler Wirrwarr,
Die alle Töne keck aufbieten
Um zu heucheln und zu grimmassiren,
Und mit weltlichem Prunk
Das Heilige höhnen.

**************************************

zur Geschichtsforschung:

EINE WEIHNACHTSGESCHICHTE
Ein Holzfäller, der mutterseelenallein in seiner Hütt im tiefen Walde wohnte, hatte seinen letzten Bissen Brot
aufgegessen, und dazu war ihm das Feuer auf dem Herde ausgegangen, so daß ihm Hunger und Kälte arg zusetzten, Da
machte er sich auf, obschon die Dunkelheit hereinbrach, Weg und Steg verschneit waren und dichte Wolken bis an die
Wipfel der Tannen hingen.
Zur gleichen Stunde war ein Soldat auf den Beinen. Er kam gerade aus dem Kriege. Noch trug er die blutigen Bilder der
Schlacht in den Augen und den Lärm des Kampfes in den Ohren. Jahrelang hatte er unter freiem Himmel geschlafen und
auf der nackten Erde getafelt. Sein Herz war hart geworden, und er kannte kaum eine andere Musik als die Trommel, die
zur Schlacht rief.
Vnd wiederum war an dem gleichen Abend ein König zur Jagd geritten und hatte, im Jagdeifer hinter einer Hinde
herbetzend, sein Gefolge aus den Augen verloren, so daß er sich verirrt im nebelverhangenen Walde fand, All sein
Blasen auf dem Hifthorn war umsonst, der Nebel verschluckte jeden Laut, Da der Wald dichter und dichter wurde, stieg
er vom Roß, stapfte durch den Schnee, das dampfende Pferd an den Zügeln führend und suchte nach einem Weg, der zu
seiner Burg führte.
An einem Kreuzweg trafen sich die drei Männer, der Holzfäller, der Soldat und der König, und fragten einander nach
dem rechten Weg, aber keiner konnte dem anderen Bescheid sagen.
Der Holzfäller war wortkarg, der Soldat stieß schreckliche Flüche aus und der König war stolz und hochfahrend, also,
daß einer dem anderen nicht über den Weg traute und sie nur eines Sinnes waren darüber, daß dieses die dunkelste
Nacht und das böseste Wetter der Welt sei, Der Holzfäller ging voran und die beiden anderen folgten seinen Spuren.
Nach langer, langerWanderung sahen sie Licht durch die Baumstämme schimmern. Sie gingen darauf zu und ihre
Schritte wurden rascher.
Sie standen vor einem kleinen Häuschen mit bellen Fenstern, die wie fröhliche Augen in die Nebelnacht binaussaben
und einen warmen Schein auf den kalten Schnee warfen.
Sie hörten ein leises Singen; da vergaß der Holzfäller seinen Hunger, der Soldatdachte nicht mehr an Trommel und
Krieg und das Herz des Königs wurde lind.
Dazu kam noch, daß der graue Wolkenhimmel aufriß und alle Sterne klar und hell wie Wächter um das kleine Haus
standen.
Als sie die Tür auftaten, da saß am Ofen eine Mutter, die hielt ein Kind auf dern Schoß. Sie sah auf und nickte den drei
Männern zu. Rasch traten sie ein und schlossen die Türe, damit die Kälte dem Kinde nichts tue.
Andächtig standen sie vor der Mutter, die mit holdseligern Lächeln ihr Kind ansah und dann die drei Fremdlinge grüßte.
Der König meinte, sie müsse aufstehen vor ihm und ihm untertänig entgegener s e wandte sich an den Holzfäller, der an
das Herdfeuer getreten war, um sich die Hände zu wärmen.
„Zünde Dir die Laterne an, die dort hängt, und nimm Dir auch das Stück Brot mit vom Schrank. Licht und Wärme habe
ich im Uberfluß, denn wo könnte es lichter und wärmer sein als dort, wo ein kleines Kind geboren ist?“
Der Holzfäller tat wie ihm geheißen. Das Kind griff mit seinen kleinen Händen nach dem Licht in der Laterne, dann sah
die Frau den Soldaten an, der verlegen dastand: „Tapferer Soldat, ich danke Dir, daß Du Schildwache gestanden hast für
mich und mein Kind und für alle Kinder unseres Volkes, damit kein Feind über die Grenzen käme, Auf der Erde hast Du
geschlafen und unter den Sternen gewohnt und Dein Leben gewagt in aberhundert Schlachten. Du und Deine
Kameraden, Ihr seid Hüter gewesen der Heimat, und die Mütter und Kinder werden es euch danken, am tiefsten aber
jenen, die ihr Leben gaben, die im fremden Land in kalter Erde ruhen und erst wieder heimkehren in den Fahnen des
Sieges.“ Da leuchtete es in den Augen des Soldaten, er legte seine große Hand auf den Scheitel des Kindes und alle
durchwachten Nächte, durchhungerten Tage und durchstandenen blutigen Schlachten wurden gering vor dem hellen
Schein, der in des Kindleins Augen stand.
Nun erst sah die Frau den König an, der unwillig zur Seite gewartet hatte, vermeinend, daß er der erste hätte sein
müssen. „Wir alle müssen warten, In diesem Knäblein hat mein Warten Erfüllung gefunden, Auch Du, mein König, hast
auf dieses Kindlein warten müssen. Kinder sind Deines Reiches edelstes Gut. Was nützen Dir alle Länder und alle
Schätze der Weit, was alle Wälder und Felder, wenn keine Kinder wären, die dermaleinst den Pflug in den Acker
tauchen, Brot zu schaffen, die Äxte in den Wäldern schwingen, Balken zu hauen für Hütten und Häuser und Hallen, den
Hammer auf den Amboß schlagen, Schwerter zu schmieden, und sie führen gegen Deines Reiches Feinde, wenn keine
Kinder wären, die dermaleinst als Mütter Deines Reiches Zukunft auf dem Schoß hielten.“
Da sahen die drei Männer ehrfürchtig auf das Kindlein, denn die Worte seiner Mutter hatten an ihre Herzen gerührt. Der
Holzfäller schenkte ihm einen Tannenzapfen, der Soldat pfiff ihm ein Lied und der König nahm die goldene Kette von
seinem Hals, gab sie der Mutter und neigte sich vor dem Kind.
Als die drei Männer nun den rechten Weg wußten, gingen sie fröhlich davon. Der Holzfäller leuchtete mit der Laterne
voran, der Soldat pfiff ein Lied nach dem anderen, dem König aber, der sein Pferd, das er draußen angebunden hatte,
wieder am Zügel führte, zersprang mit hellem Klang der Ring, der bislang sein Herz ulnklammert hatte, dergestalt, daß
er um das Herz seines Volkes nichts gewußt hatte.
Als sie sich trennen mußten, da gaben sie sich fest die Hand. Sie waren einander keine Fremdlinge mehr-. der Holzfäller,
der Soldat und der König.
Es leuchteten auf allen Tannenspitzen goldene Sterne; denn es war ja der Weihnachtsabend.
THILO SCHELLER

aus (herunterzuladen dort): archive.org
Deutsche Kriegsweihnacht 1944 – NS-Verlag



………………………….


http://de.metapedia.org/wiki/Deutsche_Weihnacht

Weihnachten 1940 gefilmt von Arthur Knoblich Produktion und Realisierung Burkhard Henze

Der folgende, kleine Film ist betitelt mit “ 1937 A Nazi Christmas – Germany, with Hermann Goering, Josef Goebbels and Adolf Hitler. Original soundtrack. Editing by ROMANO-ARCHIVES.“


……………………………………………………
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und hier ist dann noch ein Propaganda-Streifen: Was die Propaganda den Amerikanern erzählte über Deutschland:

Christianity,Christmas Forbidden (Verboten) in Nazi Germany

So war es aber nicht.

Written by einedeutscheweise

22. Dezember 2010 um 06:23

Veröffentlicht in Geschichte, Video, Volkstum

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7 Antworten

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  1. Cajus Pupus möchte allen mit einem Gedicht von Joseph von Eichendorff ein gutes, gesundes neues Jahr wünschen.

    Was du gestern frisch gesungen,
    Ist doch heute schon verklungen,
    Und beim letzten Klange schreit
    Alle Welt nach Neuigkeit.

    War ein Held, der legt’ verwegen
    Einstmals seinen blutgen Degen
    Als wie Gottes schwere Hand
    Über das erschrockne Land.

    Musst’s doch blühn und rauschen lassen,
    Und den toten Löwen fassen
    Knaben nun nach Jungenart
    Ungestraft an Mähn und Bart.

    So viel Gipfel als da funkeln
    Sahn wir abendlich verdunkeln;
    Und es hat die alte Nacht
    Alles wieder gleichgemacht.

    Wie im Turm der Uhr Gewichte
    Rucket fort die Weltgeschichte,
    Und der Zeiger schweigend kreist;
    Keiner rät, wohin er weist.

    Aber wenn die ehrnen Zungen
    Nun zum letztenmal erklungen,
    Auf den Turm der Herr sich stellt,
    Um zu richten diese Welt.

    Und der Herr hat nichts vergessen,
    Was geschehen wird er messen
    Nach dem Mass der Ewigkeit –
    O wie klein ist doch die Zeit!

    (Joseph von Eichendorff)

    Cajus Pupus

    31. Dezember 2010 at 17:18

    • hab herzlichen Dank für das schöne Gedicht, Cajus
      das ist mir immer noch rätselhaft mit der Zeit, nicht nur theoretisch. Ich glaub das Klügste ist, sie vernünftig einzuteilen, aber trotzdem.. weiß nicht. Denn, wenn die Zeit so dahingeht, dann wäre ja einfach das vergangene Jahr spurlos weg, das kann nicht sein. Und die Castaneda- Leute sagten, die Zeit wäre nicht linear. Klingt auch gut.
      Übrigens gratuliere zu Deiner guten Seite alteundneuezeiten, ich werd da noch lesen.
      Heil und Segen wünsch ich auch Dir fürs Neue Jahr
      Otto Netzband

      einedeutscheweise

      1. Januar 2011 at 02:51

  2. Meine best german melodies ist Ich hatt, einen Kameraden..euch wunschen wir diesen tagen viel kraft..wir sind in gedanken bie Euch..Entschuldigen bitte meine Deusch ist zehr venig..aber ich liebe die Deuch Melodies ..weitnachten melodies ist zehr shone.. Gutes neues jahre und herlich Weitnachten..J.F.Garrouste

    Garrouste Jean - Francois

    24. Dezember 2011 at 18:22

  3. Gesegnete Weihnachten auch wieder dieses Jahr, Jean-Francois, ja so denk ich auch, merci

    Netzband

    26. Dezember 2011 at 02:01

  4. Das Jahr neigt sich dem Ende zu, das Christkind geht bald auch zur Ruh.
    Auch dieses Jahr möchte ich Euch ein frohes Weihnachtsfest wünschen und alles Gute im neuen Jahr.

    Cajus Pupus

    Das Kind

    Zuerst haben es Seher und Sybillen in glückseligen Gesichten geschaut, das Kind – so als sei es das Einziggeborene, und als würde es in alle Ewigkeit nur dieses eine Kind geben. Sie zeichneten es mit mancherlei Namen, menschlichen und göttlichen. Sie ehrten es mit Beinamen, die man den Söhnen der Herrscher der Welt gibt, nannten es Fürst und Herr und ließen erkennen, dass solche Worte dafür nicht passten noch irgend ein anderes, das man aus finden könnte. Nichts treffe schließlich so zu als: das Kind. Sie nannten es in ihrer Ungewissheit auch: das Wunderbare, die Weisheit, den Frieden des Weltalls, die goldene Zeit, den Morgenstern des Lichttages und das Lächeln des himmlischen Vaters.

    Aber deutlicher als alle Namen wurden uns ihre Geschichte kund durch das wenige, was sie von seinem Tun aussagten: So arglos und ohne Harm sei das Kind, dass es die Natter zu seinem Spielgefährten mache und spielend mit seiner Hand in die Höhle des Basilisken greife. Und so machtvoll und gebieterisch sei in seiner schutzlosen Nacktheit, dass es die Löwen und Gazellen, den Wolf und die Zicklein in eine Herde und auf einen Weideplatz zusammen zwinge. Dann werde die Pranke des Löwen nicht mehr schlagen und der Zahn der Wölfe werde nicht mehr vermögen zu reißen.

    Auch dies erhabene Gesicht haben in Urzeiten die Seher verkündet. So groß werde das Staunen des Weltalls über die Geburt des Kindes sein, dass das Sternengewölbe für Augenblicke vergesse, weiterzuwandern.

    Unsagbar tief war die Freude der Geschlechter, die solche Worte über das Kind vernahmen und die Sehnsucht nach ihm tröstete sie inmitten aller Finsternis und bösen Gewalten dieses Zeitalters.

    Aber das Kind erschien und erschien wieder. Es war plötzlich da und wandelte über die Erde. Es war so arglos und ohne Harm, wie die Seher es verkündet hatten, es war so aller Liebe voll und kühn, dass es unter die wilden Tiere ging. Aber ihre Pranken schlugen es, ihr mörderischer Zahn zerriss es, der Basilisk stach es tödlich und die Natter bespritzte es mit ihrem Gift.

    Gleichwohl, das Kind war da und blieb da. Urgewaltige Tierarten starben dahin und liegen nur noch als eine Saat von Gebeinen unter der Erde. Aber das kleine Kind erhob sich, tausendmal zerrissen und verletzt, wie unverletzlich, und Lieder und Runen der Seher wurden den Geschlechtern erhalten und entzündeten ihren Glauben, dass sich seinem Stabe die wilden und feindseligen Mächte beugen würden.

    Und sieh da, da ist wieder die Zeit der langen Nächte gekommen und der Tag der winterlichen Sonnenwende. Dem Kind soll in alter Weise das hohe Fest gefeiert werden seiner Geburt und seiner in Hoffnung erwarteten Erscheinung. Schon webt der sachte Wind die Fäden der Schneeflocken zu Teppichen auf allen Strassen und Gassen seines Einzuges. Und wie die begeisterte Menge damals, als der Herr auf dem Füllen einer Eselin in die von Völkern und Sprachen brausende Stadt einzog, Palmzweige auf dem Weg breitete und mit Ölzweigen sich und ihre Häuser zierten, so hatten sie auf dem halben Erdkreis immergrüne Bäumchen oder wie Perlen glimmernde Mistelzweige bereit. Die Städte dufteten nach Lebkuchen und Honigzelten, nach Würzwein und nach all dem, was Backöfen und Herdfeuer für die großen Feste zu reifen pflegten. Schon waren die Kaufgeschäfte fast leer an Waren und geheime Kammern und Tische überladen mit all den Kostbarkeiten und dem Flitter, die Gaben werden sollten zu Ehren des Kindes. Die Kinder aber schienen zu Herren und Königen geworden zu sein, denen aufgewartet werden musste, weil die Großen glaubten, auf diese Weise dem Geheimnis des Kindes zu dienen.

    Es war in einer Stadt, hoch oben im Norden. Früh, bevor die Glocken ihr Abendlied sangen, war die bitterkalte Nacht herein gebrochen. Wie Sternensplitter funkelten Eisflocken auf den bereits verödeten Strassen. Aber das Kind kann lautlos mit seinem Hirtenstab, kam zu weiden in e i n e r Herde die Löwen und Gazellen, die Wölfe und das Zicklein, auf dass keine Tatze mehr schlage und kein Zahn mehr Wunden reiße. Es traf in einer Ecke ein kauerndes Mädchen, das Streichhölzer anzündete, eines nach dem anderen, um seine erstarrten Glieder zu wärmen und endlich seinen ganzen Vorrat zu einer einzigen jähen – Flamme machte. Als diese ebenso jäh erloschen war, erlosch auch das Mädchen, das sie vom Fest des Kindes ausgeschlossen hatten, und auch das Kind erlosch im selber Augenblick.

    Aber es war dennoch da und blieb in der Stadt und wanderte an seinem Stabe und schwebte weiter. Es kam an Türen, hinter denen es Tränen und zorniges Weinen gab, an Türen, hinter denen Musik aus blechernen Röhren schmetterte, an Türen der dürftigen Freude und Genüsse. Aber immerhin: man aß auch und trank, weil nun einmal Festzeit war und auch die Armut für diese Stunden etwas bereit gehalten hatte. Doch dem Stabe des Kindes taten sie nicht auf: sie schmähten und höhnten es, weil nur die Glücklichen und Reichen seine Freunde und Auserwählten seien. Aber es fand doch einen Schlupf durch die Türen und setzte sich an ihren Tisch und schaute sie an und lächelte ihnen zu und wartete. Es setzte sich zu ihnen an das Bett und flüsterte den Verbitterten und Verstörten zu und wartete. Und erlosch endlich wie draußen die Streichhölzer des Mädchen und wie das Mädchen selbst. Und war dennoch da und blieb und kam auch in die vielen Häuser, wo die immergrünen Bäumchen dufteten und die Mistelzweige glimmten und die Kostbarkeiten der Kaufläden auf den Tischen prangten. Und alles was da lag, wurde als seine Gabe gepriesen und sein Name wurde gepriesen und gehätschelt. Aber bei all der Fülle und Festfreude, bei all dem Glückschwelgen des Abends blieb das Kind unerkannt und fremd. Niemand sah seine großen Sternenaugen. Niemand sprach es wirklich an und nannte seinen wahren Namen. Nicht eine einzige seiner Gaben konnte es verschenken und keiner folgte seinem Hirtenstabe. Ein Mädchen huschte und koste eine kostbare Puppe mit echtem Haar und beweglichen Schlafaugen. Dann setzte es sie unter den Baum, und da saß sie wie auf einem Festthron. Der Hirte, der Seher, der die Löwen und Gazellen, die Wölfe und Zicklein zusammen auf eine Weide treiben wollte und Gewalt hatte, dass die Tatzen nicht mehr schlugen und die scharfen Zähne nicht mehr reißen konnte, war ihnen zur Puppe geworden, die man schlafen lassen konnte.

    Aber das Kind war da und blieb da und wartete und wanderte. Die Jahre kamen und gingen, die jungen Geschlechter alterten, das Kind aber blieb in allen Zeitenwandel das Kind. Es wurde zerstampft von der Kriegsmaschine, verschlungen von den eisernen Drachen, begraben unter den Trümmern der Städte und ihrer Tempel. Es wurde vergessen über den Schätzen, die eine gebändigte und in all ihren Atomen dienstbar gewordene Natur den Völkern ausliefern musste. Es schien endlich überflüssig über all den Kräften, die der Welt Leiden und Übel bekämpften und überwanden.

    Aber die Übel und Leiden sind da, heute und morgen, und das Kind ist da und bleibt unter uns.

    Gut ist es, das Jahr um Jahr ein Fest des Kindes gefeiert wird, gut und tröstlich, ein Fest der Erfüllung und des Hoffens.

    Die hohen Seher haben sich nicht getäuscht. Sie wurden im Ablauf der Zeiten bis in unsere Tage immer und immer wieder von zeugen bestätigt, denen das Geheimnis offenbart wurde. Und Zeichen geschahen, übermächtige, gerade dort, wo das Tier alles Göttliche und Menschliche überwältigt zu haben schien, Zeichen, die der Welt eine Zuversicht gaben, dass Himmel und Erde vergehen möge, nicht aber das Kind. Ist seine Stunde nahe? Ob nah oder fern – einmal wird sie kommen. Glückseliges Geschlecht, das erleben darf, auf welche Weise es geschieht, dass das Verheißene mit der Natter an der Höhle des Basilisken spielt, und das Löwen und die Gazelle, den Wolf und das Zicklein mit seinem Stabe leicht wie ein Sonnenstrahl in den Frieden führt!

    Von Peter Dörfler

    Cajus Pupus

    26. Dezember 2011 at 14:22

    • Herzlichen Dank von mir für die wundersame Geschichte wieder ein mal zu dieser Zeit; hab nur im Moment selbst ganz wenig Freizeit. Werde aber bald hier noch mindestens den Trifels-Artikel fertigschreiben.
      Gruß und ein gutes Neues Jahr wünsch ich Dir auch

      Netzband

      27. Dezember 2011 at 05:17

  5. 22. Dezember 2012 um 22:15

    Deutsche Weihenacht in deutschen Notzeiten

    FEINDPROPAGANDA:

    http://www.welt.de/kultur/history/article13782421/Als-Briten-und-Deutsche-Weihnachtsfrieden-schlossen.html

    KOMMENTAR DAZU:

    Weihnachten 1914 an der Westfront – Ein Bißchen Frieden mitten im Gemetzel – An fast jedem Weihnachtsfest wird diese alte Geschichte aufgewärmt. Und jedes Jahr wird sie ein Stückchen unwahrer, äh verlogener. – Es fehlt nur noch, daß man auf Quellen stößt, aus denen hervorgeht, daß Hitler die Weihnachtsfeíer sabotierte und damit den spontan geplanten Frieden der ganzen Welt von 1915 für immer unmöglich gemacht haben könnte!

    Vorsicht! Feindpropaganda! Hier wird mal wieder gelogen, daß die Balken sich biegen: Die meisten Zeitzeugen sind sich einig, daß die Initiative von deutscher Seite ausging. Das 133.Sächsische Infanterieregiment begann damit, am 24.12.1914 geschmückte Weihnachtsbäume im Niemandsland aufzustellen. Die den sächsischen Truppen gegenüber liegenden Soldaten der Intrigeninsel waren von der deutschen Aktion sehr irritiert. Allerdings einigten sich dann Offiziere des 2.Schottische Gardebatallion und des Westfählischen Infanterieregementes Nr.15 auf eine Kampfpause, in der man das Schlachtfeld gemeinsam nach Verwundeten absuchte. Es soll sogar noch zu einen deutsch/schottischen Fußballspiel gekommen sein, aber dann war endgültig Schluß mit lustig. Als nämlich die unter Britischer Flagge kämpfenden Hindus angesichts der vielen erleuchteten deutschen Weihnachtsbäume begannen, mit dem 16.Westfählischen Regiment das Lichterfest „Divali“ zu feiern uns sich fortan weigerten auf die Deutschen zu schießen, betrachtete die Intrigeninsel dies als Meuterei. Inwieweit die angedrohten Sanktionen durchgeführt wurden, ist nicht bekannt. Sehr wohl bekannt ist aber die Tatsache, daß die Franzosen ihre Truppen mehrfach wegen Feigheit vor dem Feind dezimieren ließen. (Das heißt man ließ antreten, abzählen und erschoß jeden zehnten Soldaten.) Franzosen und Belgier haben übrigens gar nichts mit diesen weihnachtlichen Ereignissen zu tun. Und je älter die Berichte sind, um so mehr wird nur von Deutschen und Hindus berichtet. Die allmächtigen Briten haben sich später nur aus Propagandagründen als Initiator dieser weihnachtlichen Frontfeier in den Vordergrund gedrängt. Ich bin mal gespannt, wann die Amis und natürlich die Auserwählten behaupten, auch dabei gewesen zu sein. Mir erzählten die Großväter immer nur von einer Weihnachtsfeier zwischen Hindus und Deutschen und einer kurzen Waffenruhe. Auch in der Berliner Zeitung vom 24/25 Dezember 1998 zum Thema kommen die Hindus noch vor. Übrigens, sollte man gerade jetzt mal die Bombenangriffe auflisten, welche die Intrigeninsel anno 1944 gerade an den Weihnachtstagen gegen die deutsche Zivilbevölkerung flog.

    NACHTRAG: (Ohne Juden geht es nicht)

    Es ist nicht zu fassen: durch einen Persischen Kameraden wurde ich nachträglich darauf aufmerksam gemacht, daß der spontane Weihnachtsfrieden doch durch die Auserwählten zustande kam: Denn französisch Wikipedia weiß nämlich ganz genau, daß Horstmayer (a Jewish German Lieutenant of the 93rd Infantry) der Initiator war. Darüber wurde sogar sogar einen großartigen Film gedreht. Allerdings hat man diesen den unkultivierten fanzösischen Gegnern von 1914/1945 bisher noch nicht zumuten wollen. So weit ist die Umerziehung anscheinend immer noch nicht gediehen, daß Deutsche den Film kommentarlos hinnehmen. Aber er wird sicher schon bald an einem der nächsten BRDDR-Weihnachtsabende mehrmals wiederholt werden!

    Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/Joyeux_No%C3%ABl

    Waffenstudent

    22. Dezember 2012 at 22:15


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