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Archive for April 2011

Weimar-Inflation-3.Reich,Ellen Brown

with 3 comments

1.) Weimarer Inflation – 3.Reich, Ellen Brown
2.) Wie wurde Hitler fianziert ?
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1.) Denken außerhalb des Kastens
WIE EIN BANKROTTES DEUTSCHLAND SEINE INFRASTRUKTURPROBLEME LÖSTE – Ellen Brown

„Wir waren nicht so dumm, den Versuch zu wagen, unsere Währung mit Gold zu decken, das wir nicht hatten. Denn für jede ausgegebene Mark verlangten wir den Gegenwert von Arbeit oder Produkten. Wir lachen über die Zeiten, da unsere nationalen Bankiers glaubten, daß der Wert einer Währung durch Gold in den Tresoren der Staatsbank gedeckt werden müsse.“

– Adolf Hitler, zitiert nach „Hitler’s Monetary System“, rense.com, der aus: C. C. Veith „Citadels of Chaos“ (Meador 1949) zitiert.

Der kleine Inselstaat Guernsey war nicht der einzige, der sein eigenes Geld ausgab, um die Probleme in der Infrastruktur zu lösen. Ein viel berühmteres Modell dazu finden wir im Deutschland nach dem ersten Weltkrieg. Als Hitler an die Macht kam war das Land absolut pleite und hoffnungslos überschuldet. Die Versailler Verträge belegten das deutsche Volk mit erdrückenden Reparationslasten, indem es dazu gezwungen wurde für alle im Krieg entstandenen Kosten aller Kriegsteilnehmer aufzukommen. Die zu zahlenden Kosten betrugen dreimal soviel, wie der Wert des gesamten Eigentums im Lande. Spekulationen mit der Deutschen Mark hatten diese zum Zusammenbruch gebracht und in eine der verheerendsten Hyperinflationen der modernen Geschichte gestürzt. Auf ihrem Höhepunkt kostete ein Brotlaib mehr als eine Schubkarre voll 100-Milliarden Mark-Noten.
Die Staatskasse war leer und unzählige Häuser und Höfe gingen an Banken und Spekulanten verloren. Viele Menschen lebten in armseligen Baracken und hungerten.

Nichts Vergleichbares war jemals zuvor geschehen: Die nationale Währung kollabierte total und mit ihr wurden Ersparnisse vieler Menschen ausgelöscht, ihre Geschäfte, und die Wirtschaft insgesamt. Und zu allem Übel kam am Ende des Jahrzehnts auch noch die Große Depression. Deutschland hatte keine andere Wahl und musste sich schließlich in die Schuldknechtschaft der internationalen Geldverleiher ergeben.

Jedenfalls sah es danach aus! Als Hitler und die National-Sozialisten 1933 an die Macht kamen, machten sie einen Strich durch die Rechnung des Bankenkartells, indem sie ihr eigenes Geld druckten. Die Idee dazu nahmen sie bei Abraham Lincoln auf, der den Amerikanischen Bürgerkrieg mit von der Regierung ausgegebenem Papiergeld finanzierte: dem sogenannten „Greenback“. Hitler begann sein nationales Kreditprogramm, indem er einen Plan für öffentliche Arbeiten entwarf; gefördert wurden Hochwasserschutz, Renovierung öffentlicher Gebäude und privater Häuser, bzw. Bau neuer Gebäude, Straßen, Brücken, Kanäle und Häfen. Die Grenze der so geplanten Ausgaben wurde auf eine Milliarde Mark der nationalen Währung festgelegt. Eine Milliarde Mark nicht-inflationärer Tausch-scheine, genannt: Arbeits-Wertpapiere wurden dann zur Deckung dieser Kosten ausgegeben. Millionen von Menschen bekamen durch diese Projekte Arbeit und die Arbeiter wurden mit den Wertpapieren bezahlt.
Dieses vom Staat ausgegebene Geld war nicht goldgedeckt, aber es war gedeckt durch etwas von wirklichem Wert. Hitler sagte „für jede ausgegebene Mark verlangten wir den Gegenwert einer Mark in geleisteter Arbeit oder hergestellten Produkten“. Die Arbeiter konnten dieses Geld wieder für andere Produkte und Dienstleistungen ausgeben, was in der Folge mehr Arbeitsplätze für mehr Leute schaffte.

Innerhalb von zwei Jahren war das Arbeitslosenproblem gelöst und das Land war wieder auf seinen Füßen. Es hatte eine solide, stabile Währung, keine Schulden und keine Inflation – und das in einer Zeit, da Millionen und Abermillionen in den USA und anderen westlichen Staaten immer noch ohne Arbeit waren und von der Wohlfahrt leben mussten.
Deutschland gelang es sogar den Außenhandel wiederherzustellen, obwohl ihm ausländische Kredite verweigert wurden und es sich einem Handelsboykott im Ausland gegenübersah. Dies tat es mit einem Tauschsystem: Waren und Rohstoffe wurden direkt mit anderen Ländern getauscht und dabei die internationalen Banken umgangen. Dieses System des direkten Tausches funktionierte ohne Schulden und ohne Handelsdefizite. Deutschlands wirtschaftliches Experiment war, wie das von Lincoln, nur von kurzer Dauer und hinterließ dennoch Monumente seines Erfolges wie die weltweit berühmte erste Autobahn. {1}

Hjalmar Schacht, der damals Vositzender der Deutschen Zentralbank war, wird oft mit seinem gewitzten Kommentar zitiert, der den „deutschen Greenback“ kurz zusammenfasst: Ein amerikanischer Banker meinte:
„Dr. Schacht, Sie sollten nach Amerika kommen. Wir haben hier Unmengen an Geld und das ist echtes Banking.“
Schacht antwortete: „Sie sollten nach Berlin kommen. Wir haben hier kein Geld. Das ist echtes Banking.“ {2}

Auch wenn Hitler zurecht in Verruf in die Schulbücher einging [Anm.: „infamy“ schreibt E.Brown], war er, zumindest für eine Weile, im deutschen Volk äußerst beliebt. Stephan Zarlenga vermutet in „The Lost Science of Money“, daß dies darin begründet ist, daß er die Deutschen zeitweise von der englischen Wirtschaftstheorie rettete – der Theorie, daß Geld gegen die Goldreserven eines privaten Bankenkartells geliehen werden muss, anstatt es direkt von der Regierung ausgeben zu lassen. {3}
Nach der Auffassung des Kanadiers Dr. Henry Makow könnte dies ein Hauptgrund gewesen sein, warum Hitler gestoppt werden musste: Er hatte die internationalen Banken umgangen und sein eigenes Geld hergestellt. Makow zitiert aus einer Befragung (1938) von C. G. Rakovsky, einem der Gründer des sowjetischen Bolschewismus und Vertrauter Trotzkis, der [als Trotzkist] später in der UdSSR unter Stalin in Schauprozessen verurteilt wurde. Wie Rakovsky sagte, wäre Hitler ursprünglich über ihren Agenten Hjalmar Schacht von dem internationalen Bankenkartell finanziert worden, um Stalin kontrollieren zu können, nachdem dieser ihrem Agenten Trotzki die Macht entrissen hatte. Aber Hitler war zu einer noch größeren Gefahr geworden als Stalin, als er den kühnen Entschluss gefasst hatte, sein eigenes Geld zu drucken.
Rakovsky schreibt:

–„[Hitler] nahm für sich das Privileg der Geldherstellung in Anspruch. Und zwar nicht nur physische Gelder, sondern auch Finanzgelder. Er übernahm die bis dahin unberührte Fälschungsmaschinerie und setzte sie zum Wohle des Staates ein. (…) Sind Sie in der Lage sich vorzustellen, was passiert wäre, wenn das andere Staaten angesteckt hätte? (…) Wenn Sie das fertigbringen, dann konnen Sie sich die konterrevolutionären Auswirkungen vorstellen.“ {4}

Der Ökonom Henry C K Liu schreibt über Deutschlands bemerkenswerte Veränderung:

–„Die Nazis kamen im Jahr 1933 in Deutschland an die Macht. Zu einer Zeit als die Wirtschaft im Zusammenbruch war mit ruinösen Kriegs-Reparationsverpflichtungen und keine Aussicht auf ausländische Investitionen oder Kredite hatte. Aber durch eine unabhängige Geldpolitik der eigenständigen Kreditvergabe und öffentliche Arbeitsmaßnahmen mit Vollbeschäftigung war das dritte Reich in der Lage das völlig bankrotte Deutschland, das [im Zuge von Versailles] seiner Kolonien beraubt war, die es hätte ausbeuten können, innerhalb von vier Jahren zur stärksten Wirtschaft in Europa zu machen. Und das bevor die Aufrüstung begann.“ {5}

In „Billions for the Bankers, Debts for the People“ (1984) kommentiert Sheldon Emry:

–„Deutschland gab seit 1935 schuld- und zinsfreies Geld aus, wodurch es innerhalb von fünf Jahren aus der Zahlungsunfähigkeit wieder zur Weltmacht aufstieg. Deutschland finanzierte seine gesamte Regierung und alle Kriegsoperationen von 1935 bis 1945 ohne Gold und ohne Kredite, die gesamte kapitalistische und kommunistische Welt mußte aufgeboten werden die deutsche Macht über Europa zu zerstören und Europa wieder unter die Stiefel der Banken zu bringen. Diese Geschichte des Geldes taucht nicht in öffentlichen, d.h. staatlichen Schulbüchern auf.“

Ein anderer Blick auf die Weimarer Hyperinflation

Was in den heutigen Schulbüchern steht ist die zerstörerische Hyperinflation von 1923 in der Weimarer Republik. Die radikale Entwertung der deutschen Mark wird in den Lehrbüchern als ein Beispiel herangezogen, was schiefgehen kann, wenn Regierungen selbst die uneingeschränkte Macht zum Gelddrucken erhalten. So wird es wenigstens dargestellt. In der komplexen Wirtschaftswelt sind die Dinge aber nicht immer so, wie sie scheinen. Die Weimarer Finanzkrise begann mit den unbezahlbaren Reparationen, die durch den Versailler Vertrag auferlegt waren. Schacht, der Währungskommissar der Republik war, erklärte:

–„Die Versailler Verträge sind ein ausgeklügeltes Modell zur Zerstörung der deutschen Wirtschaft. Das Reich konnte sich nicht anders über Wasser halten, außer indem es Unmengen an Banknoten druckte.“

Das sagt er wenigstens am Anfang. Aber Zarlenga schreibt, daß Schacht 1967 in seinem Buch „The Magic of Money“ anders fortfährt: „um die Katze aus dem Sack zu lassen, auf Deutsch geschrieben, mit einigen wirklich erstaunlichen „Geständnissen“, die die bislang geläufigen Darstellungen widerlegen, die von der Finanzwelt über die deutsche Hyperinflation verbreitet wurden.“ {6}
Schacht deckte auf, daß es die Reichsbank in Privatbesitz war und nicht die deutsche Regierung, die immer mehr Geld in die Wirtschaft pumpte. Wie die U.S. Federal Reserve wurde die Reichsbank von eigens dafür ausgewählten Staatsbeamten überwacht, arbeitete jedoch nur für privaten Gewinn. Was die Kriegsinflation erst zur Hyperinflation werden ließ, war die Spekulation ausländischer Investoren, die Leerverkäufe (Short Sales) machten d.h. auf den fallenden Wert der Mark wetteten. Bei dieser Manipulation, bekannt als „short sale“, leihen sich die Banker etwas, das sie nicht besitzen, verkaufen es und kaufen es zurück [wenn durch den Groß-verkauf der Preis gefallen ist]. Die Differenz bildet ihren Gewinn. Die Spekulation um die Mark wurde dadurch möglich, daß die Reichsbank Unmengen an Geld zum Verleih ausstellte. Es stand in den Büchern der Banken und wurde zu einem profitablen Zins verliehen. Als die Reichsbank der unersättlichen Nachfrage nicht länger entsprechen konnte, wurde es anderen privaten Geschäftsbanken erlaubt, Geld aus dem Nichts zu schaffen und genauso gegen Zinsen zu verleihen. {7}

Nach Schacht war es nicht nur NICHT die deutsche Reichsregierung, die die Weimarer Hyperinflation lostrat, sondern es war die Regierung, die sie wieder unter Kontrolle brachte. Die Reichsbank wurde unter strenge Regierungsaufsicht gestellt, und sofortige Korrekturen wurden angeordnet um Spekulationen aus dem Ausland zu unterbinden indem der leichte Zugang zu Anleihen von Bank-Krediten (Geld aus Luft) verhindert wurde. Hitler brachte dann das Land wieder auf die Beine mit seinen Schatzanweisungen, die von der Regierung ausgegeben wurdennach dem Muster des „Greenback“.

Hjalmar Schacht stimmte diesem regierungseigenen Fiat-Geld nicht zu, was damit endete, daß er als Vositzender der Reichsbank entlassen wurde, als er sich weigerte es auszugeben. (Vielleicht rettete ihm das in Nürnberg den Kopf?) Aber in seinen späteren Memoiren gab er zu, daß dadurch, daß die Regierung das Geld selbst herausgab, das sie brauchte, es keine Preisinflation, wie von der klassischen [englischen] Wirtschaftstheorie vorausgesagt, gegeben hatte. Er vermutete, daß dies wegen der hohen Arbeitslosigkeit und der leerstehenden Fabriken der Fall war. Dabei stimmte er mit John Maynard Keynes überein: Wenn die Ressourcen für eine höhere Produktivität vorhanden sind, erhöht neues Geld, das in die Wirtschaft gegeben wird, nicht die Preise, sondern die Menge der Waren- und Dienstleistungen.
Angebot und Nachfrage steigen zusammen, während der Preis davon nicht betroffen wird.

Quellen:
{1} Matt Koehl, „The Good Society?“, at;rense.com (January 13, 2005) oder Titel in Suchmaschine eingeben, bitte.
Stephen Zarlenga, The Lost Science of Money (Valatie, New York: American Monetary Institute, 2002), pages 590-600.
{2} John Weitz, Hitler’s Banker (Great Britain: Warner Books, 1999).
{3} S. Zarlenga, op. cit.
{4} Henry Makow, „Hitler Did Not Want War,“ (March 21, 2004).
{5} Henry C. K. Liu, „Nazism and the German Economic Miracle,“ Asia Times (May 24, 2005).
{6} Stephen Zarlenga, „Germany’s 1923 Hyperinflation: A ‘Private’ Affair,“ Barnes Review (July-August 1999); David Kidd, „How Money Is Created in Australia,“ https://helvena.wordpress.com/2012/07/08/some-more-on-herr-schacht/ und:
http://www.wintersonnenwende.com/scriptorium/english/archives/articles/hyperinflation-e.html
deutsch: http://www.wintersonnenwende.com/scriptorium/deutsch/archiv/artikel/hyperinflation-d.html Deutschlands Hyperinflation 1923: eine ‚private‘ Angelegenheit – aus The Barnes Review, Juli-Aug. 1999, S. 61-67. außerdem auf Englisch bestimmt in Suchmaschine zu finden: Titel eingeben.
{7} S. Zarlenga, „Germany’s 1923 Hyperinflation,“ op. cit.

Ellen Brown hat 11 Bücher geschrieben, „Web of Debt“ gibt es auf deutsch: „Der Dollar-Crash“
der englische Artikel:
http://www.webofdebt.com/articles/bankrupt-germany.php

Etwas andere, ursprüngliche Übersetzung, mit freundlicher Genehmigung:
derkristall.wordpress.com … die Seite gibts nicht mehr…
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2.) Wie wurde Hitler finanziert ?
– ein interessanter Artikel und Dokument von 1954 über das Buch eines angeblichen Sidney Warburg, amerikanische Banken und Behauptungen Antony Suttons:
erschienen bei : http://autarkes-rattelsdorf.blogspot.de/2012/06/hitler-und-die-nsdap-wurden-nicht-vom.html
oder hier gespeichert:
http://einedeutscheweise2.wordpress.com/2012/07/23/hitler-und-die-nsdap-wurden-nicht-vom-bankenestablishment-finanziert/

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Written by einedeutscheweise

12. April 2011 at 02:22

Warum folgten die Deutschen Hitler?

with one comment

Hier sind einige der Aussagen aufgeschrieben, von denen wir einige auch manchmal von der Generation gehört haben, die in den 30-er Jahren lebte. z.B. braucht man nur hier die Rede Philipp Scheidemanns (SPD) zu lesen, um zu sehen, wie es wirklich war, wie Viele dachten nach dem Ersten Weltkrieg. Diese Zusammenhänge sind zur Zeit leider einigen Zeitgenossen nicht bekannt. Doku und Film aus Hollywood gibt Vielen das trügerische Gefühl, sie hätten die Zeit selbst erlebt.

Friedrich Kurreck an den Pfarrer der Gemarker Kirche in Wuppertal: Antwort auf die Frage von Jugendlichen in einem Gottesdienst, warum die Deutschen vor 75 Jahren Adolf Hitler nachgelaufen seien.

Friedrich Kurreck Offenbach den 17. Mai 2009
Xxxxxxxxxxxxxxxx 99
99999 Offenbach

An die
Gemarker Kirche
z.Hd. Herrn Pfarrer Nüllmeier
Gemarker Straße
42275 Wuppertal-Barmen

Betr.: Frage nach dem „Warum?“, Gottesdienst am 17. Mai 2009

Sehr geehrter Herr Pfarrer Nüllmeier,
im heutigen Gottesdienst fragten Jugendliche Ihrer Kirchengemeinde, warum denn vor 75 Jahren die Deutschen Adolf Hitler nachgelaufen sind. Anscheinend können sie das nicht fassen. Das ist verständlich, wird ihnen doch von unseren Meinungsmachern und Politikern, in Schulen, Kirchen und auf Universitäten, tibetanischen Gebetsmühlen gleich, nur die Geschichte eingehämmert, die von den Siegern geschrieben wird, und nicht die „Geheime Geschichte“, die die wahren Ursachen der Ereignisse birgt. Daß die Sieger in ihrem „Buch der Geschichte“ am Dritten Reich kein gutes Haar lassen, ist — aus bestimmten Gründen — verständlich. Und so wird das Positive, das es zweifelsohne im Dritten Reich auch gegeben hat, unter den Tisch gekehrt. Deshalb können sie in den Deutschen jener Zeit doch nur die „Deppen des XX. Jahrhunderts“ sehen.
Aus diesem Grunde sehe ich mich, als Angehöriger dieser Deppen-Generation (Jahrgang 1914), veranlaßt, die in den Raum gestellte Frage nach dem „Warum“, allgemeinverständlich zu beantworten.

Nach dem Ersten Weltkrieg diktierten die Sieger der ersten demokratischen Regierung auf deutschem Boden Wahnsinns-Bedingungen, die zu erfüllen sie nicht in der Lage war, aber, die Faust im Nacken spürend, unerbittlich erfüllen mußte. Nach der, nur durch eine während des Krieges verhängte Aufrechterhaltung der „Hungerblockade“ erzwingbaren Unterschrift unter den „Friedensvertrag von Versailles“, der, da die Deutschen zur Mitgestaltung nicht zugelassen waren, sondern nur zu unterschreiben hatten, ein lupenreines Diktat war, befaßte sich Philipp Scheidemann (SPD), Ministerpräsident an der Spitze einer Koalition aus SPD, Zentrum und DDP, ausführlich mit den unheilvollen Auswirkungen einer Vertragsunterzeichnung. Scheidemann, der am 9. November 1918 vor der Rampe des Reichstages aus die „Deutsche Republik“ ausgerufen hatte, erklärte am 12. Mai 1919 in der „Deutschen Nationalversammlung“ unter stürmischen Beifall u. a.:

„Die Deutsche Nationalversammlung ist heute zusammengetreten, um am Wendepunkt im Dasein unseres Volkes gemeinsam mit der Reichsregierung Stellung zu nehmen zu dem, was unsere Gegner Friedensbedingungen nennen. …

Unser Volk am Leben zu erhalten: das und nichts anderes ist unsere Pflicht. Wir jagen keinen nationalen Traumbildern nach, keine Prestigefragen und kein Machthunger haben Anteil an unseren Beratungen. Das Leben, das nackte arme Leben müssen wir für Land und Volk retten.

Heute, wo jeder die erdrosselnde Hand an der Gurgel fühlt, lassen Sie mich ganz ohne taktisches Erwägen reden: was unseren Beratungen zugrunde liegt, ist dies dicke Buch, in dem hundert Absätze beginnen: Deutschland verzichtet, verzichtet, verzichtet! Dieser schauerliche und mörderische Hexenhammer, mit dem einem großen Volke das Bekenntnis der eigenen Unwürdigkeit, die Zustimmung zur erbarmungslosen Zerstückelung abgepreßt werden soll, dies Buch darf nicht zum Gesetzbuch der Zukunft werden. … Deutschland wird, wenn die Bedingungen angenommen würden, nichts mehr sein eigen nennen, was außerhalb dieser seiner Grenzen liegt. Die Kolonien verschwinden, alle Rechte aus staatlichen oder privaten Verträgen, alle Konzessionen und Kapitulationen, alle Abkommen über Konsulargerichtsbarkeit oder ähnliches, alles verschwindet! Deutschland hat im Ausland aufgehört zu existieren! Das genügt noch nicht: Deutschland hat Kabel (Übersee-Nachrichtenwege) — sie werden ihm genommen, Deutschland hat Funkstationen — drei Monate nach Inkrafttreten des Friedensvertrages dürfen diese Stationen nur noch Handelstelegramme versenden und nur unter Kontrolle der Verbündeten! Also Herauswurf aus der Außenwelt und Abschneiden von der Außenwelt, denn was für Geschäfte zu machen sind unter Kontrolle der Konkurrenten und des Vertragsgegners, das braucht nicht ausgemalt zu werden. …

… Dem Auslande zu, ohne Schiffe — denn unsere Handelsflotte geht in die Hände des Verbandes über — ohne Kabel, ohne Kolonien, ohne Auslandsniederlassungen, ohne Rechtsschutz, ja selbst ohne das Recht mitzuwirken bei der Festsetzung der Preise für die von uns als Tribut zu liefernden Waren. …

Ich frage Sie: wer kann als ehrlicher Mann — ich will nicht sagen als Deutscher — nur als ehrlicher, vertragstreuer Mann solche Bedingungen eingehen? Welche Hand müßte nicht verdorren, die sich und uns in solche Fesseln legt? Und dabei sollen wir die Hände regen, sollen arbeiten, die Sklavenschichten für das internationale Kapital schieben, Frondienste für die ganze Welt leisten! Den Handel im Auslande, die einstige Quelle unseres Wohlstandes, zerschlägt man und macht man uns unmöglich.

Und im Inland? Die lothringischen Erze, die oberschlesische Kohle, das elsässische Kali, die Saargruben, die billigen Lebensmittel Posens und Westpreußens, alles soll außerhab unserer Grenzen liegen.

Ich will Ihnen nicht alle die großen und kleinen Schlingen nachweisen, in deren Gesamtheit sich ein großes Volk zu Tode verstricken soll, getreu dem Worte des Feindes: ‚Wenn Deutschland in den nächsten 50 Jahren wieder Handel zu treiben beginnt, ist dieser Krieg umsonst geführt worden.‘ (So der britische Kriegsminister Winston Churchill in „The Times“ im April 1919.)

Dieser Vertrag ist nach Auffassung der Reichsregierung unannehmbar. Der Vertrag ist so unannehmbar, daß ich heute noch nicht zu glauben vermag, die Erde könne solch ein Buch vertragen, ohne daß aus Millionen und Abermillionen Kehlen der Ruf erschallt: ,Weg mit diesem Mordplan!‘…

…Ich danke allen, aus denen ein empörtes Herz spricht. Ich danke vor allem und erwidere in unwandelbarer Anhänglichkeit das Gelöbnis der Treue, das gerade jetzt aus Wien zu uns herüberschallt. Brüder in Österreich, die auch in der dunkelsten Stunde den Weg zum Gesamtvolk nicht vergessen: wir grüßen euch, wir danken euch, und wir halten zu euch! — Ich rechne nicht mit den anderen, denen der Käfig noch nicht dicht genug geflochten, noch nicht eng, noch nicht martervoll genug ist, der Käfig, in den das ,deutsche Tier‘ gesperrt werden soll.

Wird dieser Vertrag wirklich unterschrieben, so ist es nicht Deutschlands Leiche allein, die auf dem Schlachtfeld von Versailles liegen bleibt, dabei werden als ebenso edle Leichen liegen das ,Selbstbestimmungsrecht der Völker‘, die ,Unabhängigkeit freier Nationen‘, der ,Glaube an all die schönen Ideale‘ unter deren Banner der Verband zu fechten vorgab, und vor allem der ,Glaube an die Vertragstreue‘! Eine Verwilderung der sittlichen und moralischen Begriffe ohnegleichen, das wäre die Folge eines solchen Vertrages von Versailles…“

Auffällig ist, daß Scheidemann hier nie von „Siegern“ gesprochen hat, sondern nur vom „Verband“. Sieger gab es 1918 ja auch nicht, nur einen von beiden Seiten vereinbarten Waffenstillstand, der dann von der Gegenseite infam mißbraucht wurde, indem sie uns ihre Friedensbedingungen diktierte.

Zum Gelöbnis der Treue aus Wien wäre hinzuzufügen, daß die „Österreichische Nationalversammlung“ am 3. April 1919 alle Herrscherrechte der Habsburger aufhob, deren Vermögen einzog und alle Angehörige des Hauses Habsburg-Lothringen des Landes verwies, sofern sie nicht auf ihre Vorrechte verzichteten. In der ersten Verfassung Österreichs, die sich die Österreicher selbst gegeben haben, war festgeschrieben: „Deutsch-Österreich ist Teil des Deutschen Reiches“.

Der Republik Österreich jedoch wurde die „Führung des Namens Deutsch-Österreich“ und der „Anschluß an das Deutsche Reich“ vom Verband verboten.

So betrachtet ist die Wiedervereinigung Österreichs mit dem Deutschen Reich am 13. März 1938, die von der österreichischen Bevölkerung im ganzen Lande mit inbrünstigem Jubel gefeiert wurde, doch nichts anderes, als eine verspätete Verwirklichung des Selbstbestimmungsrechts, in diesem Falle, das der Österreicher. Für dieses Recht „aller“ Völker auf Selbstbestimmung ist angeblich doch Amerika 1918 in den Ersten Weltkrieg eingetreten! Auch das ist eine Lüge, denn der wirkliche Grund war, daß Amerika England und Frankreich, damit diese Länder überhaupt einen Krieg führen konnten, massiv mit Kriegsmaterial beliefern mußte, welches die amerikanischen Bankenhaie finanzierten, und, bei einem Sieg der deutschen Truppen, sie ihre Milliarden und Abermilliarden an Dollar in den Sand gesetzt hätten.

Nun werden Sie fragen, warum, trotz Scheidemanns Warnungen vor den bei Vertragsunterzeichnung auf uns zukommenden trostlosen Zeiten mit Arbeitslosigkeit, Hunger und Armut, der Vertrag von Versailles dennoch unterschrieben wurde. Auch dafür gibt es eine ganz simple Erklärung: Die von England während des Ersten Weltkrieges über Deutschland verhängte „Hungerblockade“. Dieser Hexenhammer sauste allein auf wehrlose Frauen, Kinder und Greise grausam nieder, denn die an den Fronten kämpfenden deutschen Soldaten, mußten, um kämpfen zu können, doch mit Nahrungsmitteln versorgt werden.
Auch noch nach dem Schweigen der Waffen wurde diese Hungerblockade aufrechterhalten und erst, nachdem sich das Deutsche Reich in allen Punkten dem Versailler Diktat unterworfen hatte, im Sommer 1919 aufgelöst.

Während dieser Hungerblockade starben in Deutschland und Österreich über 1.000.000 Zivilisten an Hunger.

Am 13. Dezember 1918, als die Deutschen um Erlaubnis baten, Weizen, kondensierte Milch, Medikamente usw. einführen zu dürfen, wurde ihre Bitte abgewiesen.

In Böhmen, bis Ende des Ersten Weltkrieges noch ein Gau Österreichs, wurden im Februar 1919 zwanzig v. H. der Säuglinge tot geboren, vierzig v. H. starben im ersten Lebensmonat. Erst als der Kommandierende General der Britischen Rheinarmee, Lord Plumer, seiner Regierung mitteilte, daß seine Soldaten das Geschrei der hungernden Kinder nicht mehr ertragen könnten, wurde die Blockade teilweise gelockert.

Diese von Scheidemann aufgezeigten katastrophalen Zukunftsaussichten für die Deutschen, werden durch den trostlosen Zustand, in dem sich die Weimarer Republik in den endzwanziger Jahren dann befand, mehr als nur bestätigt. Da der „Verband“ unerbittlich auf pünktliche Zahlung der Reparationsraten pochte und jegliche Einsicht vermissen ließ, war das Ende der ersten Republik auf deutschem Boden vorausschaubar. Ihre über dreißig politischen Parteien und deren korruptes Agieren, beschleunigten diesen Prozeß des Untergangs.

Als ich zu Ostern 1931 die Schule verließ und mich um eine Lehrstelle bewarb, gab es in Deutschland an die sechs Millionen Arbeitslose, die alle Arbeit suchten, und, wie heute auch, keine fanden. Lehrstellen aber gab es, durch den Niedergang der deutschen Wirtschaft, als Folge der Erfüllung der rigorosen Bedingungen des Versailler Diktats, nur wenige, wenn überhaupt. Und um diese wenigen Stellen bewarben sich viele, viele Schulabgänger. Wer kein Glück bei der Suche nach einer Lehrstelle hatte, blieb gnadenlos auf der Strecke, und folglich ohne Aussicht auf einen Arbeitsplatz in der Zukunft. Ihre Jugendlichen, sehr geehrter Herr Pfarrer, die heute Ihren Gottesdienst eindrucksvoll mitgestaltet haben, werden in der Lage sein, sich in die damalige Situation meiner Generation hineinzuversetzen. Davon bin ich felsenfest überzeugt. Suchen sie in kurzer Zeit doch auch eine Lehrstelle mit anschliessendem festen Arbeitsplatz.

Ist es bei diesem trostlosen Zustand denn so abwegig, wenn, bei der damals herrschenden Arbeitslosigkeit, wie sie auch heute zu verzeichnen ist, meine Generation ihre ganze Hoffnung auf einen Mann setzte, der ihr Arbeit versprach? Bei einer ideologisch ungetrübten Betrachtung, doch wohl nicht! Andernfalls müßten wir damals ja Idioten gewesen sein. Das aber waren wir beileibe nicht. Wir wollten nur Arbeit haben, und keine Almosenempfänger sein! Und daß dieser Mann, Adolf Hitler, nicht, wie bei heutigen Politikern üblich, nur leere Versprechungen gemacht, sondern sie auch gehalten hat, das beweist doch die Tatsache, daß nach seiner Regierungsübernahme die Arbeitslosenzahl rapide zurückging, und im Jahr 1937 unter der Millionenmarke lag. Auch diese Letzten kamen wieder in Arbeit, als wir in einen Krieg ziehen mußten, der uns wieder einmal aufgezwungen wurde. Jawohl, sie lesen richtig, aufgezwungen wurde, denn wir — und unsere Regierung — haben ihn nicht gewollt, was leicht bei Historikern nachzulesen ist, die ihrer beruflichen Pflicht als Historiker gerecht werden, die allein darin besteht, Geschichtsabläufe der Nachwelt so zu vermitteln, wie sie sich wirklich zugetragen haben, und nicht so, wie sie sich zugetragen haben sollen.

Zu dieser Kategorie nur rein wissenschaftlich arbeitender Historiker gehört der Mainzer ZDF-Geschichtspanscher Guido Knopp, der seine Dokumentarfilme, wie ich ihm oft nachgewiesen habe, manipuliert, nicht. Deshalb sollten seine sogenannten „Dokumentarfilme“ mit gebotener Skepsis betrachtet werden.

Hier nur ein Beispiel Knopp’scher Manipulationslust:

Den „Dokumentar“-Film „Gotenhafen — Hafen der Hoffnung“ ließ er einläuten mit der Goebbelsfrage: „Wollt ihr den totalen Krieg“. Jetzt frage ich: Warum?

Wer diesen Film gesehen hat, der kann aus einer solchen Einläutung doch nur den einzigen Schluß ziehen, daß die 5.348 Flüchtlinge, Verwundete und Marinehelferinnen, die, an Bord der mit einem weithin sichtbaren „Roten Kreuz“ versehenen „Wilhelm Gustloff“, Rettung vor Stalins, durch Ilja Ehrenburg zum Morden und Vergewaltigen deutscher Frauen aufgehetzten Rotarmisten suchten, aber am 30. Januar 1945 auf der Höhe von Stopmünde vom russischen U-Boot S 13“, trotz sichtbarem „Roten Kreuz“, gnadenlos torpediert und ins eiskalte Wasser befördert wurden, und dabei jämmerlich absoffen, selbst Schuld an ihrem Tod haben, weil sie „diesen“ Krieg, den „Totalen Krieg“, doch gewollt hätten.

In seiner Rede am 18. Februar 1943 im Berliner Sportpalast stellte Reichspropagandaminister Dr. Joseph Goebbels zwar die Frage: „Wollt Ihr den Totalen Krieg?“, das ist richtig. Richtig ist auch, daß diese Frage von den Anwesenden jubelnd mit einem „Ja“ beantwortet wurde. Auch letzteres wird von den mit der Gnade der späten Geburt Beglückten als total idiotisch verstanden.

Daß diese Frage aber erst nach dem 23. Januar 1943 gestellt wurde, dem Tag, an dem die Kriegstreiber Churchill und Roosevelt in Casablanca zusammenkamen und dort einmütig beschlossen, daß „ohne eine ,Bedingungslose Kapitulation‘ es keine Waffenruhe mit den Achsenmächten geben werde“, ist nur wenigen bekannt, und zwar nur jenen, die sich mit den wahren Ursachen des Ausbruches des Zweiten Weltkrieges befaßt haben. Jemanden, wie dem ZDF-Hofhistoriker Guido Knopp, der mit seinen vielen Dokumentarfilmen und den dazu mitgelieferten Büchern, seine Nase schon vergoldet hat, dem müßte dieser Zeitunterschied, der alles in einem ganz anderen Licht erscheinen läßt, bekannt sein. Um so schäbiger sein widerwärtiges Verhalten! So gesehen, kann die Einblendung: „Wollt Ihr den Totalen Krieg?“ auch als Betrug, begangen an seinen geschichtsunkundigen Zuschauern, und als Verhöhnung der Gustloff-Opfer gewertet werden.

Das ZDF auf diesen Zeitunterschied, der die Goebbelsfrage in einem ganz anderen Licht erscheinen läßt, angeschrieben, und auf die völlig unangebrachte Einläutung des Gustloffs-Filmes hingewiesen, die ich als Schuldigsprechung der Gustloff-Opfer an ihrem eisigen Tod in der Ostsee bezeichnete, erhielt ich zur Antwort, daß dies nicht Absicht gewesen sei. Vielmehr sollte nur auf den „Zynismus der NS-Machthaber“ hingewiesen werden. Was das mit Zynismus zu tun haben soll, ist mir unerklärlich.

Weit wichtiger aber ist, hier festzuhalten, daß die beiden Kriegstreiber, Churchill und Roosevelt, mit ihrer Forderung nach einer „Bedingungslosen Kapitulation“, ihren Krieg unnötig verlängert, und so auch noch Schuld am Tod weiterer Millionen Menschen (auf beiden Seiten) auf sich geladen haben, die, ohne ihre hirnrissige Forderung, am Leben hätten bleiben können. Denn, welches Volk, erst Recht das deutsche Volk mit seinen gemachten trüben „Versailles-Erfahrungen“, legt schon seine Waffen nieder, und begibt sich freiwillig in die ihm bevorstehende Knechtschaft? Wer von Versailles weiß, was alles auf ihn zukommen kann, wenn er die Waffen niederlegt, dem bleibt letztendlich doch keine andere Wahl, als bis zur letzten Patrone, und auch darüber hinaus noch, zu kämpfen. Auch eine Betrachtung geschichtlicher Vorgänge, wohl die richtigere Art. Jedoch, Menschenleben zu schonen, dafür brachten diese beiden Edelknappen kein Verständnis auf.

Meine Behauptung von dem uns „aufgezwungenen“ Krieg (Seite 4), kann ich durch folgende Zitate beweisen:

Der britische Kriegsminister (1919-1921) Winston Churchill schrieb im April 1919 in der Londoner Tageszeitung „The Times“ u.a.:

„Sollte Deutschland in den nächsten 50 Jahren wieder Handel zu treiben beginnen, so haben wir diesen Krieg umsonst geführt.“

Und der Brite Robert G. Vansittart, seit 1930 ständiger Unterstaatssekretär im Foreign Office, bestätigt Churchill indirekt, indem er in „Even now“ (1933) schreibt:

„Wenn Hitler fehlschlägt wird sein Nachfolger der Bolschewismus sein; wenn er Erfolg hat, wird er innerhalb von fünf Jahren einen europäischen Krieg bekommen.“

Und da Hitler mit seinem „Arbeitsbeschaffungsprogramm“, so der Sammelbegriff für alle Maßnahmen des Dritten Reiches, die der Behebung der Arbeitslosigkeit in Deutschland ab 1933 dienten, erfolgreich war, bekam er den von Vansittart prophezeiten Krieg.

Jetzt meine Frage an all die, die heute behaupten, daß sie, in gleicher Lage, anders gehandelt hätten:

Warum sollten wir denn einen Mann vom Sockel stürzen, der „nachweisbar“ Gutes für uns und unser Land geleistet hat? Es war doch nicht „alles“ schlecht im Dritten Reich, wie man es unserer Jugend heute suggeriert. Im mitteldeutschen Staat, in der „Deutschen Demokratischen Republik“ (DDR), war auch nicht „alles“ schlecht. Wenn nun jemand in diesen beiden Feststellung etwa eine Verherrlichung schon lange verblichener diktatorischer Regime wittert, dann habe ich zwei weitere Zitate von Engländern parat, die man wirklich als eine Verherrlichung Hitlers bezeichnen kann, ja, bezeichnen muß:

Der britische liberale Politiker und ehemalige Premierminister David Lloyd George gewährte am 17. September 1936 „Daily Express“ ein Interview über seinen Besuch bei Hitler am 4. September 1936. Hier eine Wiedergabe in Kurzform:

„Ich sprach mit Hitler. …

Mit Recht hat er in Nürnberg erklärt, seine Bewegung habe in vier Jahren ein neues Deutschland geschaffen. Es ist nicht mehr das Deutschland des ersten Jahrzehnts nach dem Kriege, gebrochen, mutlos und niedergeschlagen in Sorge und Ohnmacht. Es ist jetzt voller Hoffnung und Vertrauen, voll eines neuen Gefühls der Entschlossenheit, sein eigenes Leben ohne jede Einmischung fremder Einflüsse zu führen.

Zum ersten Mal nach dem Kriege herrscht ein allgemeines Gefühl der Sicherheit. Die Menschen sind fröhlicher. Über das ganze Land verbreitet sich die Stimmung allgemeiner Freude. Es ist ein glücklicheres Deutschland. Überall habe ich das gesehen, und Engländer, die ich während meiner Reise traf und die Deutschland gut kannten, waren von dem Wandel sehr stark beeindruckt.

Dieses Wunder hat ein Mann vollbracht. …

Dies ist die neue Stimmung unter der deutschen Jugend. Mit fast religiöser Inbrunst glaubt sie an die Bewegung und an ihren Führer. Das hat mich mehr als alles andere beeindruckt, was ich während meines kurzen Aufenthaltes im neuen Deutschland erlebt habe. Es herrscht dort eine Atmosphäre der Erweckung, außergewöhnlich wirkungsvoll für die Einigung der Nation.

Katholiken und Protestanten, Preußen und Bayern, Unternehmer und Arbeiter, reich und arm wurden zu ‚einem‘ Volk zusammengeschlossen.

Konfessions-, Stammes- oder Klassenherkunft spalten das Volk nicht mehr.

Es herrscht ein leidenschaftliches Streben nach Einigkeit, geboren aus harter Notwendigkeit.

Die Tatsache, daß Hitler sein Land von der Furcht befreit hat, es werde sich jene Periode der Verzweiflung, Armut und Demütigung wiederholen, hat ihm im neuen Deutschland unbestritten Autorität verschafft.

Er ist der George Washington von Deutschland.“

Als Lloyd George am 4. September 1936, nach einem dreistündigen Gespräch mit Adolf Hitler vom Obersalzberg nach Berchtesgaden zurückkehrte, wurde er vor dem Hotel von seiner Tochter Megan mit „Heil Hitler“ begrüßt, worauf er antwortete: „Jawohl, Heil Hitler, das sage ich auch, denn er ist wirklich ein großer Mann!“

Das vollständige Interview findet man in „Englands Krieg gegen Deutschland — Ursachen, Methoden und Folgen des Zweiten Weltkrieges“ auf den Seitzen 75 und folgenden. Autor dieses, der historischen Wahrheit so nahe kommenden Buches, ist nicht der ZDF-Historiker Guido Knopp, sondern der schottische Historiker Peter H. Nicoll. Für ihn trägt nicht Deutschland die Schuld am Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, sondern verblendete Politiker in England, die, unterstützt von US-Präsident Roosevelt, Polen die Blankovollmacht vom März 1939 lieferten und alle Friedensbemühungen der deutschen Regierung ablehnten.

Auch die polnischen Politiker hatten kein Interesse an der Aufrechterhaltung des Friedens in Europa, was aus folgendem, am 31. August 1939 um 12.45 Uhr gesandten Telegramm Warschaus an den polnischen Botschafter in Berlin, Joseph Lipski, hervorgeht:

„…Lassen Sie sich unter keinen Umständen in sachliche Diskussionen ein: wenn die Reichsregierung mündliche oder schriftliche (Friedens-)Vorschläge macht, müssen Sie erklären, daß Sie keinerlei Vollmacht haben, solche entgegenzunehmen oder zu diskutieren…“

Auch der im Zweiten Weltkrieg die englische Greuelpropaganda gegen Deutschland lenkende Sefton Delmer, der uns die schlimmsten Verbrechen gegen alle, aber auch gegen alle, alle Menschlichkeit andichtete, schwärmte später, 1961, in seinem Buch „Die Deutschen und ich“, von Hitler:

„Man mag darüber sagen was man will: Deutschland war im Jahre 1936 ein blühendes, glückliches Land. Auf seinem Antlitz lag das Strahlen einer verliebten Frau. Und die Deutschen waren verliebt — verliebt in Hitler. … Und sie hatten auch allerhand Grund zur Dankbarkeit. Hitler hatte die Arbeitslosigkeit bezwungen und ihnen eine neue wirtschaftliche Blüte gebracht. Er hatte den Deutschen ein neues Bewußtsein ihrer nationalen Kraft und ihrer nationalen Aufgabe vermittelt.“

Als Hitler, weil damals der Warentausch nur auf Dollarbasis möglich war, also nur mit Devisen, über die wir aber, als Folge der Bestimmungen des Versailler Diktates, nicht verfügten, den mittelalterlichen Tauschhandel „Ware gegen Ware“ wiederbelebte und die Weltfinanz nun an unserem Welthandel nicht mehr mühelos mitverdienen konnte, da beschlossen die Gauner in Nadelstreifen den Krieg gegen Deutschland, denn Krieg zu führen soll für Angelsachsen einfacher sein, als mehr zu schaffen, um mit anderen Völkern auf dem Weltmarkt konkurrieren zu können. Das offenbarte der ehemalige britische Premierminister Arthur James Balfour, im folgenden, interessanten Interview mit dem US-Botschafter in Rom, Henry White im Jahre 1910:

Balfour:

„Wir sind wahrscheinlich töricht, daß wir keinen Grund finden, um Deutschland den Krieg zu erklären, ehe es zu viele Schiffe baut und unseren Handel nimmt.“

White:

„Sie sind im Privatleben ein hochherziger Mann. Wie ist es möglich, daß Sie etwas politisch so Unmögliches erwägen können, wie einen Krieg gegen eine harmlose Nation zu provozieren, die ein ebenso gutes Recht auf eine Flotte hat wie Sie? Wenn Sie mit dem deutschen Handel konkurrieren wollen, so arbeiten Sie härter.“

Balfour:

„Das würde bedeuten, daß wir unseren Lebensstandard senken müßten. Vielleicht wäre ein Krieg einfacher für uns!“

White:

„Ich bin erschrocken, daß gerade Sie solche Prinzipien aufstellen können.“

Balfour:

„Ist das eine Frage von Recht und Unrecht? Vielleicht ist das nur eine Frage der Erhaltung unserer Vorherrschaft.“

Nachlesbar in A. Nevins: „Henry White, Thirty Years of American Diplomacy“, New York, 1930, S. 256 f. .

Damit wäre doch wohl alles gesagt, und die Gründe aller Kriege wären auch eindeutig geklärt!

Und was die Übergabe einer heilen Erde an kommende Generationen betrifft, die in Ihrem Gottesdienst auch angesprochen wurde, so dient dieses Gelabere vom Klimawandel doch nur der Einkommens- und Alterssicherung der Politiker von „Bündnis 90/Die Grünen“, weil diese ihre Brötchen mit „ehrlicher“ Arbeit zu verdienen nicht in der Lage zu sein scheinen. Deren Einstellung zur Natur ist dem marxstischen Ansatz zu den Gesetzen der Volkswirtschaftslehre ähnlich, weil auch sie sich darum bemühen, die natürliche Entwicklung der Welt (und der Menschheit) durch eine vorgeblich optimale, zentralistische oder — wie man heutzutage sagt — durch eine global geplante Entwicklung der Welt zu ersetzen. Das aber ist nicht möglich. Es ist nötig, die spontane gesellschaftliche Entwicklung — die von den Aposteln der absoluten Wahrheiten in Fesseln gelegt wird — vonstatten gehen zu lassen, weil ansonsten alles noch viel schlimmer wird. Jeder Versuch „über Wind und Regen zu gebieten“, erwies sich bisher als sehr kostspielig und auf lange Sicht wirkungslos, und bedrohte darüber hinaus die menschliche Freiheit. So ist die heutige Debatte über die globale Erwärmung im Grunde genommen eine Debatte über die Freiheit.

So der Präsident der Tschechischen Republik, Václav Klaus, in seinem Buch „Blauer Planet in grünen Fesseln — Was ist bedroht: Klima oder Freiheit“. Dieses Buch ist all jenen zu empfehlen, die den Kampf gegen die vom Menschen (!) verursachte Erderwärmung auf ihr Banner gesetzt haben, und als angebliche „Naturschützer“ Gottes schöne Welt durch Windräder und Solarzellen verschandeln.

Ich bitte Sie höflich, diesen Brief an die Jugendlichen weiterzuleiten, die am 75. Jahrestag der „Barmer Theologischen Erklärung“ an der Gestaltung dieses für mich sehr eindrucksvollen Gottesdienstes mitgewirkt haben.

Ich danke Ihnen.

Mit freundlichen Grüßen

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Quelle: Bund für Gesamtdeutschland – archive.org
Von der Seite BGD-Bund Für Gesamtdeutschland ist fast alles hier archiviert: http://web.archive.org/web/20100811042256/http://www.bgd1.com/index.html
folgender Link funktioniert wahrscheinlich nicht: http://www.bgd1.com/2009/zdr_zeitzeugen-20090517.html
und
Metapedia: Friedrich Kurreck
gefunden hier bei:
Dieser Leserbrief wurde 2009 von dem damals bereits 95-jährigen Friedrich Kurreck geschrieben.

Written by einedeutscheweise

1. April 2011 at 00:57