eine deutsche Weise

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Friedensangebote Hitlers, peace offers

with 2 comments

— Vorgeschichte
1. ein Vortrag von Dr.Olaf Rose
hier nur der Anfang des Vortrags – vollständig und 2. – 6. bei
www.einedeutscheweise2.wordpress.com
2. Ausschnitt von: Martin Allen: Churchills Friedensfalle
3. Friedensangebote an Polen
4.neu: Neues Buch des renommierten englischen Marine-Historikers Peter Padfield
5. weitere Link Adressen
………………………
6.) Peace offers: • Adolf Hitler’s 1941 peace offer finally confirmed
By Michael Collins Piper
book by Peter Padfield and the fate of Rudolf Hess
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zur Vorgeschichte von deutschen Friedensangeboten:

Das deutsche Friedensangebot an die Alliierten vom 12.12.1916
»Deutschland und seine Verbündeten, Österreich-Ungarn, Bulgarien und die Türkei, haben in diesem Kampf ihre unüberwindliche Kraft erwiesen. Sie haben über ihre an Zahl und Kriegsmaterial überlegenen Gegner gewaltige Erfolge errungen. Getragen von dem Bewusstsein ihrer militärischen und wirtschaftlichen Kraft, und bereit, den Kampf nötigenfalls bis zum Äußersten fortzusetzen, zugleich aber auch von dem Wunsch beseelt, weiteres Blutvergießen zu verhüten und den Gräueln des Krieges ein Ende zu machen, schlagen die vier verbündeten Mächte vor, alsbald in Friedensverhandlungen einzutreten. Die Vorschläge, die sie zu diesen Verhandlungen mitbringen werden und die darauf gerichtet sind, Dasein, Ehre und Entwicklungsfreiheit ihrer Völker zu sichern, bilden … eine geeignete Grundlage für die Herstellung eines dauerhaften Frieden…«
(aus: Tormin, Die Weimarer Republik, S.23f. u. 25)

Die Antwortnote der Alliierten vom 30.12.1916
»…Eine Anregung ohne Bedingungen für die Eröffnung von Verhandlungen ist kein Friedensangebot. Der angebliche Vorschlag … erscheint weniger als ein Friedensangebot denn als Kriegsmanöver. Er beruht auf der systematischen Verkennung des Charakters des Streites in der Vergangenheit, in der Gegenwart und in der Zukunft. Für die Vergangenheit übersieht die deutsche Note die Tatsachen, die Daten und die Zahlen, die feststellen, dass der Krieg gewollt, hervorgerufen und erklärt worden ist durch Deutschland und Österreich-Ungarn…
Für die Gegenwart stützt sich das angebliche Angebot Deutschlands auf eine ausschließlich europäische „Kriegskarte“, die nur den äußeren und vorübergehenden Schein der Lage und nicht die wirkliche Stärke der Gegner ausdrückt, Eine Friede, der unter solchen Voraussetzungen geschlossen wird, würde einzig den Angreifern zum Vorteil gereichen, die geglaubt hatten, ihr Ziel in zwei Monaten erreichen zu können, und nun nach zwei Jahren merken, dass sie es niemals erreichen werden.
Für die Zukunft verlangen die durch die Kriegserklärung Deutschlands verursachten Verwüstungen, die unzähligen Attentate, die Deutschland und seine Verbündeten gegen die Kriegführenden und gegen die Neutralen verübt haben, Sühne, Wiedergutmachung und Bürgschaften … Deutschland weicht listig dem einen wie dem anderen aus…«
(aus: GiQ V, Nr.62)
teachsam.de

— da hatten die Alliierten schon die Beteiligung der USA in der Tasche- seit damals wird gelogen auf dieser Ebene. Wer etwas für Andere tut wäre dumm, heißt es, und Frieden wäre Kriegstaktik usw.

….dann weiter von der Heimatseite Saaz:…………………

Im Vorfriedensvertrag vom 5.11.1918 – gingen die Alliierten feste Verpflichtungen ein (u.a. 14 Punkte Wilsons). Nach dem Waffenstillstand vom 11.11.1918 wollten sie davon nichts mehr wissen. Dies qualifizierte Lloyd George und Woodrow Wilson schon 1919 als Wortbruch.

(..)    Die Unterzeichnung des Versailler Vertrages am 28.6.1919 erfolgte unter Zwang. Niemand ist aber zur Einhaltung dessen verpflichtet, wozu er unter Gewaltandrohung genötigt wurde. Manche Vertragsteile beruhten, Lloyd George am 7.10.1928 in London bestätigte, auf Täuschung.  Auch das entbindet von der Einhaltung des Vertrages. Eine Revisionsklausel enthielt der Vertrag in Teil I, § 19. Um deren Anwendung bemühten sich nicht nur Hitler, sondern alle deutschen Politiker seit 1919. Die KPD wollte im Falle der Machtübernahme„alle aus dem Versailler Vertrag ergebenden Verpflichtungen für null und nichtig erklären“ („Rote Fahne“, 24.8.1930). Die USPD befürchtete, dass die deutschen Proletarier zu Sklaven ausländischer Kapitalisten würden.

(..)    Drei Wochen nach der Unterzeichnung des Versailler Vertrages äußerte Clemenceau vor französischen Offizierschülern: „Meine jungen Freunde, seien Sie unbesorgt um ihre berufliche Zukunft. Der Friede, den wir soeben geschlossen haben, garantiert ihnen zehn Jahre des Konfliktes in Europa“. Ein Wiederaufflammen des Krieges war also einkalkuliert. Für Churchill gehörte der Versailler Vertrag zu den „Torheiten der Sieger“. Die wirtschaftlichen Auflagen nannte er „bösartig“.

(..)   Der Versailler Vertrag zwang Deutschland, sein Landheer auf 100.000 und seine Marine auf 15.000 Mann zu verringern, um „die Einleitung einer allgemeinen Rüstungsbeschränkung aller Nationen zu ermöglichen“. Deutschland musste also eine  Vorleistung für eine spätere allgemeine Abrüstung erbringen. Eine vorbereitete Abrüstungskommission wurde vom Völkerbund aber erst am 25. September 1925 eingesetzt und führte endlich am 2. Februar 1932 zu einer Abrüstungskonferenz mit 62 Staaten. Außer den USA war keiner von ihnen zu konkreten Abrüstungsschritten bereit. Lloyd George  erklärte 1932, „dass die Siegernationen schamlos die Treue in der Rüstungsfrage gebrochen haben“.    

(..)    Die sicherheitspolitischen Ziele Deutschlands in der Weimarer Zeit waren: Einbettung des Reiches in ein System kollektiver Sicherheit; Verringerung der Streitkräfte der Sieger oderVerstärkung der deutschen Armee auf 300.000 Mann, wobei auf Offensivwaffen verzichtet werden sollte. Diese Ziele übernahm Hitler. Seine zahlreichen Abrüstungsvorschläge blieben jedoch ohne Resonanz. Als Mussolini 1933 einen Viermächtepakt zwischen Italien, Frankreich, England und Deutschland unterbreitete, ließ ihn Frankreich scheitern. Deutschland schloss daraufhin 1934 einen Nichtangriffspakt mit Polen, der sich mit Gebietsfragen nicht befasste.

(..)
Heimatseite Saaz: Kriegsbeginn vor 60 Jahren
Weiteres auch bei http://www.vorkriegsgeschichte.de/

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1. Den Vortrag hat Dr.Olaf Rose gehalten während der vom 4. bis 5. November 2006 stattgefundenen 19. (ordentlichen) Tagung der Nationalversammlung des Deutschen Ostens (NDO) und er ist als www.vodr.net/dokumente/frieden39-41.pdf herunter zu laden.
wiederentdeckt und geschrieben von Maria Lourdes bei: http://lupocattivoblog.com

Birger Dahlerus

Friedensbemühungen der deutschen Reichsregierung 1939-1941- Aufsatz 2007 – Dr.Olaf Rose
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Deutsche Friedensbemühungen nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges? Das klingt zunächst befremdlich. Das paßt nicht in das uns vermittelte Bild von den Plänen der NS-Machthaber. Wir hören seit 1945 permanent, daß Hitler den Krieg gegen den Osten als Kampf um Lebensraum bereits 1923 in seinem Buch „Mein Kampf“ propagiert habe.

Wir hören nie, daß er Mitte der dreißiger Jahre, auf so manches Zitat daraus angesprochen, gestöhnt hat: „Hätte ich damals gewußt, daß ich einmal Reichskanzler werden würde, ich hätte das Buch niemals veröffentlicht.”

Wir hören immer, daß er den Angriff auf Polen unter Inkaufnahme der britischen und französischen Kriegserklärung „vom Zaun brach“ und dann mit einer Kette von Überfällen und Kriegserklärungen die Weltherrschaft erringen wollte, deren unverständliche Höhepunkte der Angriff auf die UdSSR am 22. Juni 1941 und die Kriegserklärung an die Adresse der Vereinigten Staaten vom 11. Dezember 1941 waren.

Eine Frage muß sich hier allerdings aufdrängen: Wie verblendet muß der bis dahin zwar konfliktbereite, aber doch höchst rational vorgehende und über seine militärischen Möglichkeiten sehr genau unterrichtete Hitler gewesen sein, daß er die beiden ressourcenstärksten, aber bis dahin nicht am Konflikt beteiligten, dafür ganze Kontinente umfassenden Großmächte Rußland und Amerika angriff?

Und das, obwohl er 1940 in Europa zwar 7 Staaten, darunter die stärkste Kontinentalmacht Frankreich, besiegt hatte, das seit Jahrhunderten aber am hartnäckigsten jeder europäischen Hegemonialmacht im Wege stehende England in keiner Weise einem Waffenstillstand oder gar einem Frieden nahegebracht hatte.

(…..)

Dokumente, die unser Wissen über die wahren Sachverhalte hinter den Vordergründigkeiten der Kriegshandlungen und der späteren Geschichtsschreibung erweitern – und korrigieren – können, liegen allesamt in den Archiven der ehemaligen Kriegsgegner. Die deutschen Dokumente wurden in weiten Teilen erbeutet, von den Siegermächten in vielen Fällen gesäubert und in Auswahl mit unzweideutiger Tendenz in großen Akteneditionen der Mit- und Nachwelt zur Verfügung gestellt. So ist es fast symptomatisch, daß die das Dritte Reich betreffenden „Serien C und D” der „Akten zur Deutschen Auswärtigen Politik 1918-1945″ von britischen und amerikanischen Historikern, vom Gegner also, ab 1957 herausgegeben wurden. Was eine Quellenedition an Auswahl und vor allem an Auslassungen aufweisen kann, weiß jeder, der einmal eine solche Edition mit den Originalquellen vergleichen konnte. Und selbst da gab es noch Veröffentlichungen, von denen sich die Siegermächte distanzierten, gegen die sie in den späten fünfziger Jahren diplomatischen Protest einlegten, zum Beispiel, als in Deutschland aufgefundene Akten nachwiesen, daß der Herzog von Windsor, der vormalige König Edward VIII., mit Hitler 1940 Friedensverhandlungen führte.

Mein Thema lautet: die deutschen Friedensbemühungen 1939 bis 1941, nicht etwa 1939 -1945, und das hat einen guten Grund.

Wer auf der Verliererseite steht, versucht fast immer, vor der endgültigen militärischen Niederlage durch Verhandlungen einen Frieden zu erzielen und damit sein politisches Überleben zu sichern. Das Aussenden von Friedensfühlern zu einem solchen Zeitpunkt hat nicht unbedingt etwas mit dem wirklichen Wunsch nach Frieden zu tun, es entspricht eher einer Zwangslage. Wer aber zu Beginn eines Konflikts oder gar auf dem Höhepunkt seiner Erfolge Friedensfühler ausstreckt, sollte in seinem Bemühen um den Frieden ernst genommen werden. Seine Begründungen sollten ernsthaft abgewogen werden, anstatt sie einfach zu verwerfen.

Genug Zündstoff ist aber bereits in dem 2006 unter der Signatur PRO (Public Record Office) FO (Foreign Office) 371/24408 freigegebenen Memorandum enthalten, das 1941 als geheim klassifiziert in Kleinstauflage von einigen wenigen Exemplaren für einen internen Entscheidungszirkel gedruckt wurde. Es enthält eine „Zusammenfassung der wichtigsten Friedensfühler von September 1939 bis März 1941″. Sechzehn bedeutende Friedensanläufe werden darin geschildert, von den handelnden Personen über Motive und Verlauf bis hin zu den inhaltlichen Angeboten; die Prominenz der Friedensfühler ist dabei ebenso beeindruckend wie ihre Internationalität und Reputation: von Göring über den Prinzen von Hohenlohe und Goebbels bis zu von Papen, von schwedischen Industriellen wie Birger Dahlerus oder Baron Bonde bis hin zum schwedischen und spanischen König, ja sogar dem Papst, von britischen, holländischen und amerikanischen Ölmagnaten und Geschäftsleuten, vom finnischen Ministerpräsidenten und nicht zuletzt von Adolf Hitler selbst, der seinen Rechtsberater Dr. Ludwig Weißauer mit Vollmachten entsandt hatte. Und dies waren nur die „Hauptfriedensfühler”. Eine weitere Akte enthüllt, daß, zählen die Briten auch die untergeordneten Bemühungen mit, der Flug von Rudolf Heß am 10. Mai 1941 als die 42. Friedensinitiative gerechnet werden muß. Hans Meiser zählt in seinem Buch „Gescheiterte Friedensinitiativen” ohne die Kenntnis dieses zentralen Dokuments fast 70 solcher Versuche bis zum Jahre 1943, von denen sich eine ganze Reihe mit der englischen Zählung nicht überschneiden, so daß die Zahl der deutschen Bemühungen, den europäischen und später den Weltfrieden wiederherzustellen, weit höher liegen muß.

Wichtig, vom politischen wie auch vom moralischen Standpunkt, ist dabei, daß all diese Versuche zu einem Zeitpunkt unternommen wurden, als Deutschland auf dem Höhepunkt seiner militärischen Machtentfaltung stand, also nicht um Frieden betteln mußte.

(….)
der ganze Vortrag und die weiteren Punkte sind wie oben angegeben oder nochmal hier zu lesen.

Written by einedeutscheweise

24. Februar 2012 um 18:53

2 Antworten

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  1. Hat dies auf lotharhschulte rebloggt.

    lothar harold schulte

    24. Juni 2014 at 14:41


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