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Werner Maser: Der Wortbruch

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(anschließend ein Artikel von Walter Post: Die Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg – Armee zwischen Regime und totalem Krieg)

Der Wortbruch

Hitler, Stalin und die Legende vom »Überfall«

VON WERNER MASER

(Ein Artikel zu seinem gleichnamigen Buch aus: „Joachim F. Weber (Hrsg.) Armee im Kreuzfeuer, Universitas, gewidmet dem ehrenden Andenken der gefallenen Soldaten Deutschlands)

Im Zusammenhang mit der pauschalen Verurteilung der Wehrmacht als »Mord- und Terrororganisation« wird immer wieder auf deren Beteiligung an Hitlers Ostkrieg als solchem verwiesen. Die Deutschen haben begonnen, also trugen sie alle Schuld an den Zerstörungen und Exzessen des Krieges. Zur Rechtfertigung dieses Geschichtsbildes wird dann ebenso regelmäßig auf die alte stalinistische Propagandathese vom »Überfall« auf eine ahnungslose Sowjetunion Bezug genommen. Wie unhaltbar dieses alte, gleichwohl in der gegenwärtigen Wehrmachtsdebatte erneut erfolgreich instrumentalisierte Geschichtsbild angesichts der neueren Forschungen geworden ist, wird aus dem Beitrag von Prof. Werner Maser deutlich. Er weist nach, daß der Angriff des einen Diktators dem lange geplanten des anderen Gegenspielers nur um Haaresbreite zuvorkam.

Der Zusammenbruch des Sowjetimperiums mit seiner ideologisch instrumentalisierten Geschichtsdarstellung verhalf der Geschichtsschreibung – vorübergehend – zu Quellen, die zur Neubewertung nicht nur bestimmter Details, sondern ganzer Phasen der Geschichte zwingen.

Falsch ist, was Jahrzehnte hindurch in der gesamten Fachliteratur stand, deren Autoren nämlich behaupteten, daß die Deutschen der Sowjetunion den Hitler-Stalin-Pakt und das Geheimabkommen zum Beispiel über die Aufteilung Polens angeboten und die Sowjets letztlich nur zugestimmt hatten, weil sie Deutschland fürchteten – oder 1939 objektiv gar hatten furchten müssen.

Nachweisbar ist: Pakt und Geheimabkommen wurden von Molotow in Stalins Auftrag formuliert, den Deutschen angeboten und von ihnen nahezu wortwörtlich akzeptiert.

Falsch ist, daß Hitler Stalin vorgeschlagen habe, Polen restlos aufzuteilen. Stalin war es, der Hitler vorschlug, Polen untereinander restlos aufzuteilen und den polnischen Staat auszulöschen.

Falsch ist, daß Stalin die Rote Armee erst 17 Tage nach Kriegsbeginn in Polen eingreifen ließ, weil »die Rote Armee nicht fertig gewesen« sei. Zutreffend ist: Im August hatte Stalin Frankreich und England vorgeschlagen, sofort 136 Divisionen, ein Heer von 2.584.000 Mann mit 10.000 Panzern, für einen gemeinsamen Krieg gegen Deutschland zur Verfügung zu stellen. Stalin wollte im September 1939 lediglich verhindern, daß die Westmächte auch ihm wie Hitler – den Krieg erklärten. Er blieb statt dessen ständig mit den Briten in Kontakt und schloß mit ihnen (bereits am 10. Oktober 1939) einen sowjetisch-britischen Vertrag.

Unbestreitbar ist: Sowohl Deutschland als auch die Sowjetunion bereiteten synchron einen Angriff gegen den Vertragspartner vor. Hitler kam Stalin lediglich zuvor, der Deutschland bereits im Herbst 1938 – während des Münchener Abkommens – und dann nochmals im bzw. nach dem sowjetischen Angriffskrieg gegen Finnland im Frühjahr 1940 mit einem Angriffskrieg überziehen wollte.

Da Stalin, der insgesamt 84mal vor einem deutschen Angriff im Sommer 1941 gewarnt wurde, Hitlers »Weisung Nr. 21: Fall Barbarossa« vom 18. September 1940 für einen Angriffskrieg gegen die Sowjetunion bereits seit Ende Dezember 1940 – durch Verrat des einstigen Zentrumsabgeordneten und Hitler-Gegners Erwin Respondek – kannte, kann die stalinistisch bestimmte Version vom »verbrecherischen deutschen Überfall« auf die auf einen Krieg nicht vorbereitete friedliche Sowjetunion und vom »Grollen Vaterländischen Krieg« der Sowjetunion nicht nachvollzogen werden.

Daß die Rote Armee sich seit 1938 zudem auf einen Angriffskrieg gegen Deutschland vorbereitet hatte, ist inzwischen lückenlos bewiesen. Im September 1938, zur Zeit des Münchener Abkommens zwischen Deutschland, England und Frankreich, das die Sowjets als »Kulminationspunkt der Forderung der imperialistischen Politik« charakterisierten, machte die UdSSR in der Ukraine und im belorussischen Militärbezirk gegen Deutschland mobil. Doch dabei blieb es auch. Allein wollte Stalin es nicht auf sich nehmen, das von ihm zum gigantischen »Aggressor« stilisierte Deutschland anzugreifen.

Die Erklärung der Sowjets nach 1945, 1938 Deutschland nicht angegriffen zu haben, weil die Tschechoslowakei sich nicht mit der Bitte an Moskau gewandt habe, Deutschland entgegenzutreten, ist allzu durchsichtig. Allerdings ist nicht zu übersehen, daß die Sowjetunion sich nach der Entscheidung Frankreichs, Prag nicht zu unterstützen, in keiner einfachen Lage befand, zumal Polen und Rumänien sich weigerten, der Roten Armee Durchmarschrechte einzuräumen. Doch selbst wenn Rumänien sich anders verhalten hatte, Ware es den Russen infolge des total desolaten und primitiven rumänischen Eisenbahnnetzes kaum möglich gewesen, ihre erste Division in weniger als drei Monaten über Rumänien in die Slowakei zu befördern.

……………..weiter bitte hierhin Werner Maser: Der Wortbruch

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und dort auch anschließend der Artikel von Walter Post: Die Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg
Armee zwischen Regime und totalem Krieg
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siehe auch:
Stalins verhinderter Erstschlag-Suworow,WolfgangStrauss,Milstein
in diesem Block

Written by einedeutscheweise

25. Februar 2012 at 01:21

Veröffentlicht in Geschichte

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Verrat an Deutschland

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Die Schande des deutschen Landesverrats
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Ein langer Artikel über ein weithin unbekanntes Kapitel aus dem letzten Krieg gegen Deutschland. Bestehend aus einer Zusammenfassung aktueller Bücher zum Thema.. gefunden in einem Geschichtsforum, das aber nicht mehr erreichbar ist.
Weithin war und ist unbekannt, in welchem Ausmaße Netze, gelegt von Leuten, die den die Feinden zuarbeiteten, den Verlauf des Zweiten Weltkrieges beeinflußten und den furchtbaren Ausgang des Krieges. Nach dem Waffenstillstand am 8.Mai 45 verloren noch Millionen deutscher Menschen ihr Leben, wurden vertrieben, Frauen vergewaltigt; es wurde enteignet und geplündert, Menschen wurden in Elendslager in anderen Ländern verschleppt. Bis heute wird ihnen selbst die Schuld dafür zugeschoben, da sie dem Führer folgten, der angeblich einen Krieg vorgehabt hätte, obwohl er in allen öffentlichen Reden vom Frieden sprach. Beim genaueren Erforschen und Aufdeckung von Hintergründen ergibt sich jedoch ein ganz anderes Bild. (siehe andere Artikel zur behaupteten Kriegsabsicht.)

Ein Verweis auf ein Buch sei hier erlaubt:

Zum Vergleich – Gegner eines Kriegseintritts in Amerika und England:
In Amerika war die große Mehrheit gegen einen Kriegseintritt im Ersten Weltkrieg bis sich das Blatt wendete mit dem inszenierten Lusitaniaunglück. Vor dem zweiten WK war auch die überwiegende Mehrheit, vielleicht über 80%, gegen eine Einmischung in den europäischen Krieg bis zum japanischen Angriff auf Pearl Harbor, auf den Roosevelt die Japaner hingetrieben hatte und von dem er duch die entschlüsselten Radiocodes Kenntnis hatte, was er aber verschwieg.
Traditionell waren die Amerikaner isolationistisch eingestellt, ein Großteil war deutscher Herkunft…
George Washingtons Abschiedsrede 1796:
„Die große Regel unseres Verhaltens gegenüber ausländischen Nationen liegt in der Erweiterung von Wirtschaftsbeziehungen und sowenig wie möglich politische Verflechtungen zu haben.Europa hat hauptsächliche Interessen, die zu uns in keiner oder wenig Beziehung stehen. So ist es in Konroversen engagiert, die uns nichts angehen. Deshalb wäre es unklug von uns, uns einzumischen durch künstliche Bindungen in ihre Freund- oder Feindschaften…!“
https://en.wikipedia.org/wiki/United_States_non-interventionism
Vor dem 2.WK setzten sich viele Organisationen in den USA gegen einen Kriegseintritt ein, z.B. America First Comittee und Charles Lindbergh, Zitat: „novelist Sinclair Lewis, poet E. E. Cummings, Washington socialite Alice Roosevelt Longworth, film producer Walt Disney, and actress Lillian Gish. Architect Frank Lloyd Wright attempted to join. The many student chapters included future celebrities, such as author Gore Vidal, and the future President Gerald Ford“.. Konservative, Mothers against war… Auch Roosevelt beteuerte Neutralität, was aber zunehmend unglaubwürdig wurde.
Im Krieg dann, wurden eine Reihe Prozesse gegen Kriegsgegner geführt und mit großem Aufwand von der Presse verbreitet. Schließlich kam es zum „Großen Sedition Prozess“ 1944. Der Historiker Elmar Barnes, einer der führenden akademischen Kritiker von Roosevelt, schrieb, daß das Ziel dieses „Great Sedition Trial“s war, Roosevelts Administration als Gegner des Faschismus erscheinen zu lassen, während sie selbst totalitäre Ziele verfolge. Richter und Anwälte werden bestätigen, daß dies eines der schwärzesten Kapitel in der amerikanischen Rechtsgeschichte war. Niemand kennt einen ähnlichen Fall, wo so viele Amerikaner vor Gericht gebracht wurden wegen ihrer politischen Überzeugung. Auch Verteidiger wurden inhaftiert.


………………………………………Charles Lindbergh speaking at an AFC rally
englische Seiten
Charles Lindbergh
A Mockery of Justice – The Great Sedition Trial of 1944 By Michael Collins Piper & Ken Hoop
gnosticliberationfront
TALE OF A „SEDITIONIST“ -THE LAWRENCE DENNIS STORY
http://www.antiwar.com/justin/j042800.html
Isolationism
http://www.u-s-history.com/pages/h1601.html

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Es folgt der Anfang des Artikels:

„Verrat an Deutschland“
Zunächst aus der Zeit vor dem Kriege – später dann werden die Dinge im Kriege beschrieben

Fakten u.a. aus: Deutschland in Geschichte und Gegenwart

Historiker stimmen heute überein, daß die Weimarer Republik nicht an Hitler, sondern an der Unfähigkeit der demokratischen Politiker zugrunde gegangen ist. Sie hatten so abgewirtschaftet, daß niemand, auch nicht die Widerständler, sich nach den Weimarer Zeiten zurücksehnten. Hatten sich 1933 noch weniger als 50 Prozent der Wähler für Hitler entschieden, so änderte sich das angesichts der erfolg­reichen Wirtschafts-, Sozial- und Bildungspolitik in den folgenden Jahren. Vor dem Zweiten Welt­krieg hatte man über 80 bis 90 Prozent des Volkes für sich gewonnen.

Während es tatsächlich Widerständler gab, die nur das Wohl des Vaterlandes im Auge hatten, muß man das grundsätzlich den Kommunisten absprechen, den sie sahen „ihr Vaterland“ im stalinistischen Sowjetrussland.

Grundsätzlich stellt sich für gewisse Widerständler die Frage, ob man Hitler, der vom Volk zu 90% unterstützt wurde, mit einen Mordanschlag töten wolle.

Hatte man sich dann für ein Attentat entschie­den, ergab sich die Frage nach den Kollateralschäden,wie das heute verharmlosend heißt.


…………………………………………..Besprechung der bisherigen Ermittlungsergebnisse zum Bombenanschlag im Bürgerbräukeller

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Der erste dieser Kanditaten war Georg Elser, der am 8. November 1939 im Hofbräuhaus München ein Sprengstoffattentat ver­übte, das zwar Hitler nicht mehr traf, aber vielen Un­schuldigen Gesundheit oder das Leben kostete.

Elser wurde dadurch zum achtfachen Mörder! Er war schon seit 1928 Kommunist und Mitglied beim gewalttätigen Roten Frontkämpferbund. Nichts anderes als eine stalinistische Diktatur schwebte ihm vor.

Um es einmal zu verdeutlichen, welch bizarre Blüte der hierzulande bemühte „Widerstandskult“ getrieben hat: In München wird mit den „Georg Elser Hallen“ und dem „Georg Elser Platz, „ein achtfacher stalinistischer Mörder geehrt, der unter anderen auch eine Kellnerin ermordete.
Die Angehörigen dieser Kellnerin müßen sich heute an den Kopf fassen, wie idiotisch heute der damalige Widerstand dargestellt wird. Es ist geradezu eine Verhöhnung der unschuldigen Opfer! Das „beste“ ist, daß dieser Mörder mit noch weiteren Denkmälern „geehrt“ werden soll….

Davon abgesehen hätte Elsers Bombe bei Erfolg dafür gesorgt, daß sich nichts geändert hätte und die Geschichte uns niemals die heutige Demokratie beschert hätte! Hitler wäre heute ein positiver Mythos und kein NS Monster. Die gesamte Kriegsgeschichte hätte einen völlig anderen Verlauf genommen, schon weil außer Hitler niemand den Schritt des Angriffs auf das aufmarschierte Sowjetrußland unternommen hätte. Was das heißt wissen wir heute, denn im Frühsommer 1940 wollten die Alliierten Baku und andere kaukasische Ölfelder bombardieren, was die Russen automatisch zum Feind von Großbritannien gemacht hätte.

Aber soweit wurde nie gedacht bei Elser und den Auswirkungen eines eventuellen Erfolgs. Was heute geehrt wird ist ein kommunistischer Mordanschlag, mit acht unschuldigen Opfern und 63 Schwerverletzten!
Das was Elser wollte, war eine stalinistische Diktatur, also im Prinzip das gleiche, was die RAF wollte. Bad Homburg hätte also Grund genug irgendeinen Platz in „Baader Meinhof“ Platz umzubenennen….

….

Verrat am Vaterland, in allen anderen Ländern bis heute in der Welt die größte Schande, die man sich vorstellen kann, war für die Hauptakteure dieses Verbrechens das erste Mittel zu dem sie sich entschlossen hatten. Dieser „Verrat im Widerstand“ soll also heute etwas anderes sein und wird demzufolge auch öffentlich so dargestellt. Die Folgen, daß dieser Verrat immer zum Nachteil unseres Volkes war, mit inbegriffen die unschuldigen Todesopfer, werden heute nicht thematisiert, sondern allgemein als Notopfer für „das Geschenk“ der heutigen Demokratie hingestellt!

Es war noch kein Krieg in Sicht, als deutsche Verräter ins Ausland reisten und dort die Hauptakteure des 2.Weltkrieses mit abstrusen Lügenmärchen zum Krieg aufhetzen wollten. Besonders in England fand man dort immer ein offenes Ohr, die dort jedes antideutsche Märchen glaubten. Aber auch die USA sollte so schnell wie möglich in den Krieg gegen das Deutsche Reich getrieben werden.

Unter den deutschen Widerständlern gab es jene, die nie an Mordattentate dachten , wie zum Beispiel von Moltke. Sie glaubten aber an der naiven Idee, daß es den Feinden des Deutschen Reiches nur um die Beseitigung Hitlers ging.

Daß die Bri­ten das Deutsche Reich für immer zerstören wollten, haben diese Landesverräter erst nach dem Krieg erkannt, wie Eugen Gerstenmaier bekennen mußte.

Das bedeutet letztlich, daß scharf zwischen Wider­stand und Landesverrat unterschieden werden muß. Letzterer ist auf der gesamten Welt verpönt und mit strengsten Strafen belegt. Der englische „Lord-haw-haw“, der im Krieg nur für das Deutsche Reich als Rundfunk­sprecher gearbeitet hatte, wurde von den Briten nach dem Krieg gehängt.


Lord Haw-Haw alias William Joyce ,wurde als Agent für Deutschland gehängt.

Im Sefton-Delmer-Hetzfunk des BBC arbeiteten während des Krieges Dutzende Deut­sche, unter anderen ein gewisser Otto John, der nach dem Krieg mit Ehren und Posten überhäuft und belohnt wurde.


Otto John

Greifen wir uns also Otto John heraus, dem späteren erstem Verfassungsschutzpräsidenten der BRD. Er war wie schon erwähnt im Zweiten Weltkrieg nach London übergelaufen und hat dort für die antideutsche Lügenpropaganda Sefton Delmers gearbeitet und Hoch- und Landesverrat begangen. Im Juli 1954, dreieinhalb Jahre nach seinem Amtsantritt, verschwand er nach Ostberlin und prangerte Bundeskanzler Adenauer als Feind des Friedens und Kriegshetzer an. Als John 1955 wieder in der Bundesrepublik auftauchte, wurde er wegen landesverräterischer Fälschung in Tateinheit mit landesverräterischer Konspiration 1956 vom Bundesgerichtshof zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt.John ist also ein typisches Verrätersubjekt gewesen und sowas war der erste „Präsident des Verfassungsschutzes“ gewesen…

…………weiter folgt die Beschreibung der Geschehnisse im Kriege. das ist erschütternd…………….

Der ganze Artikel ist in dem Forum zu lesen; allerdings machen es die eingefärbten Textstellen etwas schwierig, und das Forum ist nicht mehr da ?:
http://www.nexusboard.net/sitemap/6365/die-schande-des-deutschen-landesverrats-t296837/
Im zweiten Link werde ich mich nach und nach bemühen, die Farben durch schwarze Schrift zu ersetzen.
http://einedeutscheweise2.wordpress.com/2012/07/21/verrat-an-deutschland/
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Written by einedeutscheweise

21. Februar 2012 at 03:33

De Zayas Das Recht im 2. Weltkrieg

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Staats- und Wirtschaftspolitische Gesellschaft e.V. Hamburg – swg
http://www.swg-hamburg.de/index.html Juni 2004

Der nachstehende Text entstammt dem Manuskript eines Vortrages, den der Autor anläßlich der Eröffnung der 2. reemtsmaischen „Antiwehrmachtausstellung“ am 27. 02. 2004 in Hamburg bei einer Großveranstaltung der SWG gehalten hat.

Die völkerrechtlichen Grundlagen des Zweiten Weltkrieges und des Partisanenkrieges
Alfred de Zayas
[01]

Das Kriegsrecht ist ein Teil des Völkerrechts. Seine Quellen sind Konventionen und Brauchtum.[02]

Am Vorabend des Zweiten Weltkrieges galten die Haager Konventionen von 1907, insbesondere die Haager Landkriegsordnung mit ihren 56 Artikeln und das Genfer Abkommen von 1929 über die Behandlung von Kriegsgefangenen mit seinen 97 Artikeln. [03]

Das deutsche Reich war Vertragspartei zu diesen Konventionen und daher gebunden. Die meisten Alliierten Mächte waren ebenfalls Vertragsparteien und haben neutrale Staaten wie die Schweiz und Schweden als Schutzmacht genannt. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz betreute sowohl die alliierten Kriegsgefangenen in Deutschland als auch die deutschen bzw. österreichischen und italienischen Kriegsgefangenen bei den Alliierten. [04] Ohne Zweifel hat das Rote Kreuz viel dazu beigetragen, das Leiden der Kriegsgefangenen zu lindern und zwar auf allen Seiten. Dank dem Roten Kreuz und der Einhaltung der Konvention sind nur wenige amerikanische, britische und französische Kriegsgefangene in deutscher Hand verstorben. Auch verstarben nur wenige deutsche Kriegsgefangene in westalliierter Hand bis zur Kapitulation. Allerdings haben die Westalliierten nach dem 8. Mai 1945 die deutschen Kriegsgefangenen nicht mehr gemäß der Konvention behandelt, trotz Protesten seitens des Roten Kreuzes, und sehr hohe Menschenverluste sind danach eingetreten.

Was die Sowjetunion betrifft, hatte sie sämtliche zaristischen völkerrechtlichen Verträge und somit auch die Haager Konventionen [05] gekündigt und das Genfer Abkommen von 1929 nie ratifiziert. [06]

Die Frage der Gültigkeit des Kriegsrechts zwischen der Sowjetunion und dem Deutschen Reich wurde seinerzeit viel diskutiert, zumal das Völkerrecht auf Gegenseitigkeit beruht. Vertragsverpflichtungen bestehen zwischen Vertragsparteien, weil sie beide gebunden sind. Wenn ein Staat eine Konvention ratifiziert, der andere aber nicht, so besteht zwischen diesen Staaten keine formelle Verpflichtung. Und wenn beide Staaten Vertragsverpflichtungen haben, eine Partei aber gegen Geist und Buchstaben des Vertrages verstößt, so kann die andere Partei aus diesem Grunde das Vertragswerk kündigen. [07]

Dies wird in der Wiener Vertragsrechtskonvention ausführlich in den Artikeln 54 bis 62 festgehalten und begründet.

Außerdem gibt es im Artikel 2 der 4. Haager Konvention von 1907 die sog. si omnes Klausel. D.h. die Konvention gilt nur dann, wenn sich alle Parteien beteiligen. Art. 2 besagt: „Die Bestimmungen der im Artikel 1 angeführten Ordnung sowie des vorliegenden Abkommens finden nur zwischen den Vertragsmächten Anwendung und nur dann, wenn die Kriegsführenden sämtlich Vertragsparteien sind.“

Für Positivisten, die das Völkerrecht mathematisch und kalt anwenden, gab es zwischen dem deutschen Reich und der Sowjetunion überhaupt keine Verpflichtungen aus den Konventionen. Diese Vorstellung wurde allerdings von der Anklage in Nürnberg abgelehnt. Und im Jahre 1949 wurde die sog. si omnes Klausel im Art. 2 der Genfer Konventionen von 1949 expressis verbis verworfen.

Schließlich gibt es, was man „Völkergewohnheitsrecht“ nennt – gewissermaßen ein Mindeststandard für die Kriegsführung – zwingendes Völkerrecht auf minimaler Ebene.

Dazu würden zählen vor allem die Bestimmungen vom Artikel 1 über den Kombattantenstatus, Art. 4-9 über den Kriegsgefangenenstatus, Art. 23 über das Verbot der Verwendung von Gift oder vergifteten Waffen, die meuchlerische Tötung oder Verwundung von Angehörigen des feindlichen Volkes oder Heeres, Artikel 25 über das Verbot des Angriffes auf unverteidigte Städte, Dörfer und Wohnstätten sowie Art. 42-56 über die kriegerische Besetzung.

In der Ausstellung „Verbrechen der Wehrmacht“ werden u.a. Bilder von der Hinrichtung von Partisanen gezeigt.

Nun, wie ist der Partisanenkrieg zu beurteilen? Und zwar nicht anachronistisch, mit den Augen von 2004 und in Hinblick auf die Genfer Konventionen von 1949 und auf die Protokolle von 1977, sondern zur Zeit des Zweiten Weltkrieges. Welche völkerrechtlichen Normen galten am 22. Juni 1941?

Art. 1 der Haager Landkriegsordnung besagt: „Die Gesetze, die Rechte und die Pflichten des Krieges gelten nicht nur für das Heer, sondern auch für die Milizen und Freiwilligen Korps, wenn sie folgende Bedingungen in sich vereinigen:

1. daß jemand an ihrer Spitze steht, der für seine Untergebenen verantwortlich ist.
2. daß sie ein bestimmtes aus der Ferne erkennbares Abzeichen tragen,
3. daß sie die Waffen offen führen und
4. daß sie bei ihren Unternehmungen die Gesetze und Gebräuche des Krieges beachten.

Dieses sind also die Merkmale eines Kombattanten. [08] Fehlen diese Merkmale, so bewegte sich der Kämpfer außerhalb des Völkerrechts und hatte keinen Anspruch auf Schutz bzw. auf Kriegsgefangenenstatus.

Im Ersten und Zweiten Weltkrieg galt die Regel, daß nur Kombattanten im Sinne des Artikel 1 der Haager Landskriegsordnung sich an Kriegshandlungen beteiligen durften. Alle anderen Kämpfer -Freischärler, Guerillas, Partisanen- konnten nach dem damals geltenden Völkerrecht als Kriminelle behandelt werden.

So haben alle Kriegsführende im Ersten und Zweiten Weltkrieg verfahren.

weiterlesen bitte hier:
http://www.read-all-about-it.org/archive/rechtsgrundsaetze/zayas_swg0604.html
oder hier:
http://einedeutscheweise2.wordpress.com/2010/11/10/de-zayas-das-recht-im-2-weltkrieg/

Written by einedeutscheweise

10. November 2010 at 04:19