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Warum folgten die Deutschen Hitler?

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Hier sind einige der Aussagen aufgeschrieben, von denen wir einige auch manchmal von der Generation gehört haben, die in den 30-er Jahren lebte. z.B. braucht man nur hier die Rede Philipp Scheidemanns (SPD) zu lesen, um zu sehen, wie es wirklich war, wie Viele dachten nach dem Ersten Weltkrieg. Diese Zusammenhänge sind zur Zeit leider einigen Zeitgenossen nicht bekannt. Doku und Film aus Hollywood gibt Vielen das trügerische Gefühl, sie hätten die Zeit selbst erlebt.

Friedrich Kurreck an den Pfarrer der Gemarker Kirche in Wuppertal: Antwort auf die Frage von Jugendlichen in einem Gottesdienst, warum die Deutschen vor 75 Jahren Adolf Hitler nachgelaufen seien.

Friedrich Kurreck Offenbach den 17. Mai 2009
Xxxxxxxxxxxxxxxx 99
99999 Offenbach

An die
Gemarker Kirche
z.Hd. Herrn Pfarrer Nüllmeier
Gemarker Straße
42275 Wuppertal-Barmen

Betr.: Frage nach dem „Warum?“, Gottesdienst am 17. Mai 2009

Sehr geehrter Herr Pfarrer Nüllmeier,
im heutigen Gottesdienst fragten Jugendliche Ihrer Kirchengemeinde, warum denn vor 75 Jahren die Deutschen Adolf Hitler nachgelaufen sind. Anscheinend können sie das nicht fassen. Das ist verständlich, wird ihnen doch von unseren Meinungsmachern und Politikern, in Schulen, Kirchen und auf Universitäten, tibetanischen Gebetsmühlen gleich, nur die Geschichte eingehämmert, die von den Siegern geschrieben wird, und nicht die „Geheime Geschichte“, die die wahren Ursachen der Ereignisse birgt. Daß die Sieger in ihrem „Buch der Geschichte“ am Dritten Reich kein gutes Haar lassen, ist — aus bestimmten Gründen — verständlich. Und so wird das Positive, das es zweifelsohne im Dritten Reich auch gegeben hat, unter den Tisch gekehrt. Deshalb können sie in den Deutschen jener Zeit doch nur die „Deppen des XX. Jahrhunderts“ sehen.
Aus diesem Grunde sehe ich mich, als Angehöriger dieser Deppen-Generation (Jahrgang 1914), veranlaßt, die in den Raum gestellte Frage nach dem „Warum“, allgemeinverständlich zu beantworten.

Nach dem Ersten Weltkrieg diktierten die Sieger der ersten demokratischen Regierung auf deutschem Boden Wahnsinns-Bedingungen, die zu erfüllen sie nicht in der Lage war, aber, die Faust im Nacken spürend, unerbittlich erfüllen mußte. Nach der, nur durch eine während des Krieges verhängte Aufrechterhaltung der „Hungerblockade“ erzwingbaren Unterschrift unter den „Friedensvertrag von Versailles“, der, da die Deutschen zur Mitgestaltung nicht zugelassen waren, sondern nur zu unterschreiben hatten, ein lupenreines Diktat war, befaßte sich Philipp Scheidemann (SPD), Ministerpräsident an der Spitze einer Koalition aus SPD, Zentrum und DDP, ausführlich mit den unheilvollen Auswirkungen einer Vertragsunterzeichnung. Scheidemann, der am 9. November 1918 vor der Rampe des Reichstages aus die „Deutsche Republik“ ausgerufen hatte, erklärte am 12. Mai 1919 in der „Deutschen Nationalversammlung“ unter stürmischen Beifall u. a.:

„Die Deutsche Nationalversammlung ist heute zusammengetreten, um am Wendepunkt im Dasein unseres Volkes gemeinsam mit der Reichsregierung Stellung zu nehmen zu dem, was unsere Gegner Friedensbedingungen nennen. …

Unser Volk am Leben zu erhalten: das und nichts anderes ist unsere Pflicht. Wir jagen keinen nationalen Traumbildern nach, keine Prestigefragen und kein Machthunger haben Anteil an unseren Beratungen. Das Leben, das nackte arme Leben müssen wir für Land und Volk retten.

Heute, wo jeder die erdrosselnde Hand an der Gurgel fühlt, lassen Sie mich ganz ohne taktisches Erwägen reden: was unseren Beratungen zugrunde liegt, ist dies dicke Buch, in dem hundert Absätze beginnen: Deutschland verzichtet, verzichtet, verzichtet! Dieser schauerliche und mörderische Hexenhammer, mit dem einem großen Volke das Bekenntnis der eigenen Unwürdigkeit, die Zustimmung zur erbarmungslosen Zerstückelung abgepreßt werden soll, dies Buch darf nicht zum Gesetzbuch der Zukunft werden. … Deutschland wird, wenn die Bedingungen angenommen würden, nichts mehr sein eigen nennen, was außerhalb dieser seiner Grenzen liegt. Die Kolonien verschwinden, alle Rechte aus staatlichen oder privaten Verträgen, alle Konzessionen und Kapitulationen, alle Abkommen über Konsulargerichtsbarkeit oder ähnliches, alles verschwindet! Deutschland hat im Ausland aufgehört zu existieren! Das genügt noch nicht: Deutschland hat Kabel (Übersee-Nachrichtenwege) — sie werden ihm genommen, Deutschland hat Funkstationen — drei Monate nach Inkrafttreten des Friedensvertrages dürfen diese Stationen nur noch Handelstelegramme versenden und nur unter Kontrolle der Verbündeten! Also Herauswurf aus der Außenwelt und Abschneiden von der Außenwelt, denn was für Geschäfte zu machen sind unter Kontrolle der Konkurrenten und des Vertragsgegners, das braucht nicht ausgemalt zu werden. …

… Dem Auslande zu, ohne Schiffe — denn unsere Handelsflotte geht in die Hände des Verbandes über — ohne Kabel, ohne Kolonien, ohne Auslandsniederlassungen, ohne Rechtsschutz, ja selbst ohne das Recht mitzuwirken bei der Festsetzung der Preise für die von uns als Tribut zu liefernden Waren. …

Ich frage Sie: wer kann als ehrlicher Mann — ich will nicht sagen als Deutscher — nur als ehrlicher, vertragstreuer Mann solche Bedingungen eingehen? Welche Hand müßte nicht verdorren, die sich und uns in solche Fesseln legt? Und dabei sollen wir die Hände regen, sollen arbeiten, die Sklavenschichten für das internationale Kapital schieben, Frondienste für die ganze Welt leisten! Den Handel im Auslande, die einstige Quelle unseres Wohlstandes, zerschlägt man und macht man uns unmöglich.

Und im Inland? Die lothringischen Erze, die oberschlesische Kohle, das elsässische Kali, die Saargruben, die billigen Lebensmittel Posens und Westpreußens, alles soll außerhab unserer Grenzen liegen.

Ich will Ihnen nicht alle die großen und kleinen Schlingen nachweisen, in deren Gesamtheit sich ein großes Volk zu Tode verstricken soll, getreu dem Worte des Feindes: ‚Wenn Deutschland in den nächsten 50 Jahren wieder Handel zu treiben beginnt, ist dieser Krieg umsonst geführt worden.‘ (So der britische Kriegsminister Winston Churchill in „The Times“ im April 1919.)

Dieser Vertrag ist nach Auffassung der Reichsregierung unannehmbar. Der Vertrag ist so unannehmbar, daß ich heute noch nicht zu glauben vermag, die Erde könne solch ein Buch vertragen, ohne daß aus Millionen und Abermillionen Kehlen der Ruf erschallt: ,Weg mit diesem Mordplan!‘…

…Ich danke allen, aus denen ein empörtes Herz spricht. Ich danke vor allem und erwidere in unwandelbarer Anhänglichkeit das Gelöbnis der Treue, das gerade jetzt aus Wien zu uns herüberschallt. Brüder in Österreich, die auch in der dunkelsten Stunde den Weg zum Gesamtvolk nicht vergessen: wir grüßen euch, wir danken euch, und wir halten zu euch! — Ich rechne nicht mit den anderen, denen der Käfig noch nicht dicht genug geflochten, noch nicht eng, noch nicht martervoll genug ist, der Käfig, in den das ,deutsche Tier‘ gesperrt werden soll.

Wird dieser Vertrag wirklich unterschrieben, so ist es nicht Deutschlands Leiche allein, die auf dem Schlachtfeld von Versailles liegen bleibt, dabei werden als ebenso edle Leichen liegen das ,Selbstbestimmungsrecht der Völker‘, die ,Unabhängigkeit freier Nationen‘, der ,Glaube an all die schönen Ideale‘ unter deren Banner der Verband zu fechten vorgab, und vor allem der ,Glaube an die Vertragstreue‘! Eine Verwilderung der sittlichen und moralischen Begriffe ohnegleichen, das wäre die Folge eines solchen Vertrages von Versailles…“

Auffällig ist, daß Scheidemann hier nie von „Siegern“ gesprochen hat, sondern nur vom „Verband“. Sieger gab es 1918 ja auch nicht, nur einen von beiden Seiten vereinbarten Waffenstillstand, der dann von der Gegenseite infam mißbraucht wurde, indem sie uns ihre Friedensbedingungen diktierte.

Zum Gelöbnis der Treue aus Wien wäre hinzuzufügen, daß die „Österreichische Nationalversammlung“ am 3. April 1919 alle Herrscherrechte der Habsburger aufhob, deren Vermögen einzog und alle Angehörige des Hauses Habsburg-Lothringen des Landes verwies, sofern sie nicht auf ihre Vorrechte verzichteten. In der ersten Verfassung Österreichs, die sich die Österreicher selbst gegeben haben, war festgeschrieben: „Deutsch-Österreich ist Teil des Deutschen Reiches“.

Der Republik Österreich jedoch wurde die „Führung des Namens Deutsch-Österreich“ und der „Anschluß an das Deutsche Reich“ vom Verband verboten.

So betrachtet ist die Wiedervereinigung Österreichs mit dem Deutschen Reich am 13. März 1938, die von der österreichischen Bevölkerung im ganzen Lande mit inbrünstigem Jubel gefeiert wurde, doch nichts anderes, als eine verspätete Verwirklichung des Selbstbestimmungsrechts, in diesem Falle, das der Österreicher. Für dieses Recht „aller“ Völker auf Selbstbestimmung ist angeblich doch Amerika 1918 in den Ersten Weltkrieg eingetreten! Auch das ist eine Lüge, denn der wirkliche Grund war, daß Amerika England und Frankreich, damit diese Länder überhaupt einen Krieg führen konnten, massiv mit Kriegsmaterial beliefern mußte, welches die amerikanischen Bankenhaie finanzierten, und, bei einem Sieg der deutschen Truppen, sie ihre Milliarden und Abermilliarden an Dollar in den Sand gesetzt hätten.

Nun werden Sie fragen, warum, trotz Scheidemanns Warnungen vor den bei Vertragsunterzeichnung auf uns zukommenden trostlosen Zeiten mit Arbeitslosigkeit, Hunger und Armut, der Vertrag von Versailles dennoch unterschrieben wurde. Auch dafür gibt es eine ganz simple Erklärung: Die von England während des Ersten Weltkrieges über Deutschland verhängte „Hungerblockade“. Dieser Hexenhammer sauste allein auf wehrlose Frauen, Kinder und Greise grausam nieder, denn die an den Fronten kämpfenden deutschen Soldaten, mußten, um kämpfen zu können, doch mit Nahrungsmitteln versorgt werden.
Auch noch nach dem Schweigen der Waffen wurde diese Hungerblockade aufrechterhalten und erst, nachdem sich das Deutsche Reich in allen Punkten dem Versailler Diktat unterworfen hatte, im Sommer 1919 aufgelöst.

Während dieser Hungerblockade starben in Deutschland und Österreich über 1.000.000 Zivilisten an Hunger.

Am 13. Dezember 1918, als die Deutschen um Erlaubnis baten, Weizen, kondensierte Milch, Medikamente usw. einführen zu dürfen, wurde ihre Bitte abgewiesen.

In Böhmen, bis Ende des Ersten Weltkrieges noch ein Gau Österreichs, wurden im Februar 1919 zwanzig v. H. der Säuglinge tot geboren, vierzig v. H. starben im ersten Lebensmonat. Erst als der Kommandierende General der Britischen Rheinarmee, Lord Plumer, seiner Regierung mitteilte, daß seine Soldaten das Geschrei der hungernden Kinder nicht mehr ertragen könnten, wurde die Blockade teilweise gelockert.

Diese von Scheidemann aufgezeigten katastrophalen Zukunftsaussichten für die Deutschen, werden durch den trostlosen Zustand, in dem sich die Weimarer Republik in den endzwanziger Jahren dann befand, mehr als nur bestätigt. Da der „Verband“ unerbittlich auf pünktliche Zahlung der Reparationsraten pochte und jegliche Einsicht vermissen ließ, war das Ende der ersten Republik auf deutschem Boden vorausschaubar. Ihre über dreißig politischen Parteien und deren korruptes Agieren, beschleunigten diesen Prozeß des Untergangs.

Als ich zu Ostern 1931 die Schule verließ und mich um eine Lehrstelle bewarb, gab es in Deutschland an die sechs Millionen Arbeitslose, die alle Arbeit suchten, und, wie heute auch, keine fanden. Lehrstellen aber gab es, durch den Niedergang der deutschen Wirtschaft, als Folge der Erfüllung der rigorosen Bedingungen des Versailler Diktats, nur wenige, wenn überhaupt. Und um diese wenigen Stellen bewarben sich viele, viele Schulabgänger. Wer kein Glück bei der Suche nach einer Lehrstelle hatte, blieb gnadenlos auf der Strecke, und folglich ohne Aussicht auf einen Arbeitsplatz in der Zukunft. Ihre Jugendlichen, sehr geehrter Herr Pfarrer, die heute Ihren Gottesdienst eindrucksvoll mitgestaltet haben, werden in der Lage sein, sich in die damalige Situation meiner Generation hineinzuversetzen. Davon bin ich felsenfest überzeugt. Suchen sie in kurzer Zeit doch auch eine Lehrstelle mit anschliessendem festen Arbeitsplatz.

Ist es bei diesem trostlosen Zustand denn so abwegig, wenn, bei der damals herrschenden Arbeitslosigkeit, wie sie auch heute zu verzeichnen ist, meine Generation ihre ganze Hoffnung auf einen Mann setzte, der ihr Arbeit versprach? Bei einer ideologisch ungetrübten Betrachtung, doch wohl nicht! Andernfalls müßten wir damals ja Idioten gewesen sein. Das aber waren wir beileibe nicht. Wir wollten nur Arbeit haben, und keine Almosenempfänger sein! Und daß dieser Mann, Adolf Hitler, nicht, wie bei heutigen Politikern üblich, nur leere Versprechungen gemacht, sondern sie auch gehalten hat, das beweist doch die Tatsache, daß nach seiner Regierungsübernahme die Arbeitslosenzahl rapide zurückging, und im Jahr 1937 unter der Millionenmarke lag. Auch diese Letzten kamen wieder in Arbeit, als wir in einen Krieg ziehen mußten, der uns wieder einmal aufgezwungen wurde. Jawohl, sie lesen richtig, aufgezwungen wurde, denn wir — und unsere Regierung — haben ihn nicht gewollt, was leicht bei Historikern nachzulesen ist, die ihrer beruflichen Pflicht als Historiker gerecht werden, die allein darin besteht, Geschichtsabläufe der Nachwelt so zu vermitteln, wie sie sich wirklich zugetragen haben, und nicht so, wie sie sich zugetragen haben sollen.

Zu dieser Kategorie nur rein wissenschaftlich arbeitender Historiker gehört der Mainzer ZDF-Geschichtspanscher Guido Knopp, der seine Dokumentarfilme, wie ich ihm oft nachgewiesen habe, manipuliert, nicht. Deshalb sollten seine sogenannten „Dokumentarfilme“ mit gebotener Skepsis betrachtet werden.

Hier nur ein Beispiel Knopp’scher Manipulationslust:

Den „Dokumentar“-Film „Gotenhafen — Hafen der Hoffnung“ ließ er einläuten mit der Goebbelsfrage: „Wollt ihr den totalen Krieg“. Jetzt frage ich: Warum?

Wer diesen Film gesehen hat, der kann aus einer solchen Einläutung doch nur den einzigen Schluß ziehen, daß die 5.348 Flüchtlinge, Verwundete und Marinehelferinnen, die, an Bord der mit einem weithin sichtbaren „Roten Kreuz“ versehenen „Wilhelm Gustloff“, Rettung vor Stalins, durch Ilja Ehrenburg zum Morden und Vergewaltigen deutscher Frauen aufgehetzten Rotarmisten suchten, aber am 30. Januar 1945 auf der Höhe von Stopmünde vom russischen U-Boot S 13“, trotz sichtbarem „Roten Kreuz“, gnadenlos torpediert und ins eiskalte Wasser befördert wurden, und dabei jämmerlich absoffen, selbst Schuld an ihrem Tod haben, weil sie „diesen“ Krieg, den „Totalen Krieg“, doch gewollt hätten.

In seiner Rede am 18. Februar 1943 im Berliner Sportpalast stellte Reichspropagandaminister Dr. Joseph Goebbels zwar die Frage: „Wollt Ihr den Totalen Krieg?“, das ist richtig. Richtig ist auch, daß diese Frage von den Anwesenden jubelnd mit einem „Ja“ beantwortet wurde. Auch letzteres wird von den mit der Gnade der späten Geburt Beglückten als total idiotisch verstanden.

Daß diese Frage aber erst nach dem 23. Januar 1943 gestellt wurde, dem Tag, an dem die Kriegstreiber Churchill und Roosevelt in Casablanca zusammenkamen und dort einmütig beschlossen, daß „ohne eine ,Bedingungslose Kapitulation‘ es keine Waffenruhe mit den Achsenmächten geben werde“, ist nur wenigen bekannt, und zwar nur jenen, die sich mit den wahren Ursachen des Ausbruches des Zweiten Weltkrieges befaßt haben. Jemanden, wie dem ZDF-Hofhistoriker Guido Knopp, der mit seinen vielen Dokumentarfilmen und den dazu mitgelieferten Büchern, seine Nase schon vergoldet hat, dem müßte dieser Zeitunterschied, der alles in einem ganz anderen Licht erscheinen läßt, bekannt sein. Um so schäbiger sein widerwärtiges Verhalten! So gesehen, kann die Einblendung: „Wollt Ihr den Totalen Krieg?“ auch als Betrug, begangen an seinen geschichtsunkundigen Zuschauern, und als Verhöhnung der Gustloff-Opfer gewertet werden.

Das ZDF auf diesen Zeitunterschied, der die Goebbelsfrage in einem ganz anderen Licht erscheinen läßt, angeschrieben, und auf die völlig unangebrachte Einläutung des Gustloffs-Filmes hingewiesen, die ich als Schuldigsprechung der Gustloff-Opfer an ihrem eisigen Tod in der Ostsee bezeichnete, erhielt ich zur Antwort, daß dies nicht Absicht gewesen sei. Vielmehr sollte nur auf den „Zynismus der NS-Machthaber“ hingewiesen werden. Was das mit Zynismus zu tun haben soll, ist mir unerklärlich.

Weit wichtiger aber ist, hier festzuhalten, daß die beiden Kriegstreiber, Churchill und Roosevelt, mit ihrer Forderung nach einer „Bedingungslosen Kapitulation“, ihren Krieg unnötig verlängert, und so auch noch Schuld am Tod weiterer Millionen Menschen (auf beiden Seiten) auf sich geladen haben, die, ohne ihre hirnrissige Forderung, am Leben hätten bleiben können. Denn, welches Volk, erst Recht das deutsche Volk mit seinen gemachten trüben „Versailles-Erfahrungen“, legt schon seine Waffen nieder, und begibt sich freiwillig in die ihm bevorstehende Knechtschaft? Wer von Versailles weiß, was alles auf ihn zukommen kann, wenn er die Waffen niederlegt, dem bleibt letztendlich doch keine andere Wahl, als bis zur letzten Patrone, und auch darüber hinaus noch, zu kämpfen. Auch eine Betrachtung geschichtlicher Vorgänge, wohl die richtigere Art. Jedoch, Menschenleben zu schonen, dafür brachten diese beiden Edelknappen kein Verständnis auf.

Meine Behauptung von dem uns „aufgezwungenen“ Krieg (Seite 4), kann ich durch folgende Zitate beweisen:

Der britische Kriegsminister (1919-1921) Winston Churchill schrieb im April 1919 in der Londoner Tageszeitung „The Times“ u.a.:

„Sollte Deutschland in den nächsten 50 Jahren wieder Handel zu treiben beginnen, so haben wir diesen Krieg umsonst geführt.“

Und der Brite Robert G. Vansittart, seit 1930 ständiger Unterstaatssekretär im Foreign Office, bestätigt Churchill indirekt, indem er in „Even now“ (1933) schreibt:

„Wenn Hitler fehlschlägt wird sein Nachfolger der Bolschewismus sein; wenn er Erfolg hat, wird er innerhalb von fünf Jahren einen europäischen Krieg bekommen.“

Und da Hitler mit seinem „Arbeitsbeschaffungsprogramm“, so der Sammelbegriff für alle Maßnahmen des Dritten Reiches, die der Behebung der Arbeitslosigkeit in Deutschland ab 1933 dienten, erfolgreich war, bekam er den von Vansittart prophezeiten Krieg.

Jetzt meine Frage an all die, die heute behaupten, daß sie, in gleicher Lage, anders gehandelt hätten:

Warum sollten wir denn einen Mann vom Sockel stürzen, der „nachweisbar“ Gutes für uns und unser Land geleistet hat? Es war doch nicht „alles“ schlecht im Dritten Reich, wie man es unserer Jugend heute suggeriert. Im mitteldeutschen Staat, in der „Deutschen Demokratischen Republik“ (DDR), war auch nicht „alles“ schlecht. Wenn nun jemand in diesen beiden Feststellung etwa eine Verherrlichung schon lange verblichener diktatorischer Regime wittert, dann habe ich zwei weitere Zitate von Engländern parat, die man wirklich als eine Verherrlichung Hitlers bezeichnen kann, ja, bezeichnen muß:

Der britische liberale Politiker und ehemalige Premierminister David Lloyd George gewährte am 17. September 1936 „Daily Express“ ein Interview über seinen Besuch bei Hitler am 4. September 1936. Hier eine Wiedergabe in Kurzform:

„Ich sprach mit Hitler. …

Mit Recht hat er in Nürnberg erklärt, seine Bewegung habe in vier Jahren ein neues Deutschland geschaffen. Es ist nicht mehr das Deutschland des ersten Jahrzehnts nach dem Kriege, gebrochen, mutlos und niedergeschlagen in Sorge und Ohnmacht. Es ist jetzt voller Hoffnung und Vertrauen, voll eines neuen Gefühls der Entschlossenheit, sein eigenes Leben ohne jede Einmischung fremder Einflüsse zu führen.

Zum ersten Mal nach dem Kriege herrscht ein allgemeines Gefühl der Sicherheit. Die Menschen sind fröhlicher. Über das ganze Land verbreitet sich die Stimmung allgemeiner Freude. Es ist ein glücklicheres Deutschland. Überall habe ich das gesehen, und Engländer, die ich während meiner Reise traf und die Deutschland gut kannten, waren von dem Wandel sehr stark beeindruckt.

Dieses Wunder hat ein Mann vollbracht. …

Dies ist die neue Stimmung unter der deutschen Jugend. Mit fast religiöser Inbrunst glaubt sie an die Bewegung und an ihren Führer. Das hat mich mehr als alles andere beeindruckt, was ich während meines kurzen Aufenthaltes im neuen Deutschland erlebt habe. Es herrscht dort eine Atmosphäre der Erweckung, außergewöhnlich wirkungsvoll für die Einigung der Nation.

Katholiken und Protestanten, Preußen und Bayern, Unternehmer und Arbeiter, reich und arm wurden zu ‚einem‘ Volk zusammengeschlossen.

Konfessions-, Stammes- oder Klassenherkunft spalten das Volk nicht mehr.

Es herrscht ein leidenschaftliches Streben nach Einigkeit, geboren aus harter Notwendigkeit.

Die Tatsache, daß Hitler sein Land von der Furcht befreit hat, es werde sich jene Periode der Verzweiflung, Armut und Demütigung wiederholen, hat ihm im neuen Deutschland unbestritten Autorität verschafft.

Er ist der George Washington von Deutschland.“

Als Lloyd George am 4. September 1936, nach einem dreistündigen Gespräch mit Adolf Hitler vom Obersalzberg nach Berchtesgaden zurückkehrte, wurde er vor dem Hotel von seiner Tochter Megan mit „Heil Hitler“ begrüßt, worauf er antwortete: „Jawohl, Heil Hitler, das sage ich auch, denn er ist wirklich ein großer Mann!“

Das vollständige Interview findet man in „Englands Krieg gegen Deutschland — Ursachen, Methoden und Folgen des Zweiten Weltkrieges“ auf den Seitzen 75 und folgenden. Autor dieses, der historischen Wahrheit so nahe kommenden Buches, ist nicht der ZDF-Historiker Guido Knopp, sondern der schottische Historiker Peter H. Nicoll. Für ihn trägt nicht Deutschland die Schuld am Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, sondern verblendete Politiker in England, die, unterstützt von US-Präsident Roosevelt, Polen die Blankovollmacht vom März 1939 lieferten und alle Friedensbemühungen der deutschen Regierung ablehnten.

Auch die polnischen Politiker hatten kein Interesse an der Aufrechterhaltung des Friedens in Europa, was aus folgendem, am 31. August 1939 um 12.45 Uhr gesandten Telegramm Warschaus an den polnischen Botschafter in Berlin, Joseph Lipski, hervorgeht:

„…Lassen Sie sich unter keinen Umständen in sachliche Diskussionen ein: wenn die Reichsregierung mündliche oder schriftliche (Friedens-)Vorschläge macht, müssen Sie erklären, daß Sie keinerlei Vollmacht haben, solche entgegenzunehmen oder zu diskutieren…“

Auch der im Zweiten Weltkrieg die englische Greuelpropaganda gegen Deutschland lenkende Sefton Delmer, der uns die schlimmsten Verbrechen gegen alle, aber auch gegen alle, alle Menschlichkeit andichtete, schwärmte später, 1961, in seinem Buch „Die Deutschen und ich“, von Hitler:

„Man mag darüber sagen was man will: Deutschland war im Jahre 1936 ein blühendes, glückliches Land. Auf seinem Antlitz lag das Strahlen einer verliebten Frau. Und die Deutschen waren verliebt — verliebt in Hitler. … Und sie hatten auch allerhand Grund zur Dankbarkeit. Hitler hatte die Arbeitslosigkeit bezwungen und ihnen eine neue wirtschaftliche Blüte gebracht. Er hatte den Deutschen ein neues Bewußtsein ihrer nationalen Kraft und ihrer nationalen Aufgabe vermittelt.“

Als Hitler, weil damals der Warentausch nur auf Dollarbasis möglich war, also nur mit Devisen, über die wir aber, als Folge der Bestimmungen des Versailler Diktates, nicht verfügten, den mittelalterlichen Tauschhandel „Ware gegen Ware“ wiederbelebte und die Weltfinanz nun an unserem Welthandel nicht mehr mühelos mitverdienen konnte, da beschlossen die Gauner in Nadelstreifen den Krieg gegen Deutschland, denn Krieg zu führen soll für Angelsachsen einfacher sein, als mehr zu schaffen, um mit anderen Völkern auf dem Weltmarkt konkurrieren zu können. Das offenbarte der ehemalige britische Premierminister Arthur James Balfour, im folgenden, interessanten Interview mit dem US-Botschafter in Rom, Henry White im Jahre 1910:

Balfour:

„Wir sind wahrscheinlich töricht, daß wir keinen Grund finden, um Deutschland den Krieg zu erklären, ehe es zu viele Schiffe baut und unseren Handel nimmt.“

White:

„Sie sind im Privatleben ein hochherziger Mann. Wie ist es möglich, daß Sie etwas politisch so Unmögliches erwägen können, wie einen Krieg gegen eine harmlose Nation zu provozieren, die ein ebenso gutes Recht auf eine Flotte hat wie Sie? Wenn Sie mit dem deutschen Handel konkurrieren wollen, so arbeiten Sie härter.“

Balfour:

„Das würde bedeuten, daß wir unseren Lebensstandard senken müßten. Vielleicht wäre ein Krieg einfacher für uns!“

White:

„Ich bin erschrocken, daß gerade Sie solche Prinzipien aufstellen können.“

Balfour:

„Ist das eine Frage von Recht und Unrecht? Vielleicht ist das nur eine Frage der Erhaltung unserer Vorherrschaft.“

Nachlesbar in A. Nevins: „Henry White, Thirty Years of American Diplomacy“, New York, 1930, S. 256 f. .

Damit wäre doch wohl alles gesagt, und die Gründe aller Kriege wären auch eindeutig geklärt!

Und was die Übergabe einer heilen Erde an kommende Generationen betrifft, die in Ihrem Gottesdienst auch angesprochen wurde, so dient dieses Gelabere vom Klimawandel doch nur der Einkommens- und Alterssicherung der Politiker von „Bündnis 90/Die Grünen“, weil diese ihre Brötchen mit „ehrlicher“ Arbeit zu verdienen nicht in der Lage zu sein scheinen. Deren Einstellung zur Natur ist dem marxstischen Ansatz zu den Gesetzen der Volkswirtschaftslehre ähnlich, weil auch sie sich darum bemühen, die natürliche Entwicklung der Welt (und der Menschheit) durch eine vorgeblich optimale, zentralistische oder — wie man heutzutage sagt — durch eine global geplante Entwicklung der Welt zu ersetzen. Das aber ist nicht möglich. Es ist nötig, die spontane gesellschaftliche Entwicklung — die von den Aposteln der absoluten Wahrheiten in Fesseln gelegt wird — vonstatten gehen zu lassen, weil ansonsten alles noch viel schlimmer wird. Jeder Versuch „über Wind und Regen zu gebieten“, erwies sich bisher als sehr kostspielig und auf lange Sicht wirkungslos, und bedrohte darüber hinaus die menschliche Freiheit. So ist die heutige Debatte über die globale Erwärmung im Grunde genommen eine Debatte über die Freiheit.

So der Präsident der Tschechischen Republik, Václav Klaus, in seinem Buch „Blauer Planet in grünen Fesseln — Was ist bedroht: Klima oder Freiheit“. Dieses Buch ist all jenen zu empfehlen, die den Kampf gegen die vom Menschen (!) verursachte Erderwärmung auf ihr Banner gesetzt haben, und als angebliche „Naturschützer“ Gottes schöne Welt durch Windräder und Solarzellen verschandeln.

Ich bitte Sie höflich, diesen Brief an die Jugendlichen weiterzuleiten, die am 75. Jahrestag der „Barmer Theologischen Erklärung“ an der Gestaltung dieses für mich sehr eindrucksvollen Gottesdienstes mitgewirkt haben.

Ich danke Ihnen.

Mit freundlichen Grüßen

………………………………………………………………………………………………………………………….

Quelle: Bund für Gesamtdeutschland – archive.org
Von der Seite BGD-Bund Für Gesamtdeutschland ist fast alles hier archiviert: http://web.archive.org/web/20100811042256/http://www.bgd1.com/index.html
folgender Link funktioniert wahrscheinlich nicht: http://www.bgd1.com/2009/zdr_zeitzeugen-20090517.html
und
Metapedia: Friedrich Kurreck
gefunden hier bei:
Dieser Leserbrief wurde 2009 von dem damals bereits 95-jährigen Friedrich Kurreck geschrieben.

Written by einedeutscheweise

1. April 2011 at 00:57

Versailles-Schuldparagraph

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Heute nach dem 2.Weltkrieg und der Umdeutung der Geschichte wissen die meisten Deutschen kaum noch wie die wirklichen Verhältnisse in der Weimarer Republik waren, was ihre Eltern und Großeltern erlebten. Es waren die Folgen des Ersten Weltkrieges, die alles überschatteten und besonders die so empfundene Ungerechtigkeit des Versailler Diktats. Hatte man nicht Opfer über Opfer gebracht das Vaterland zu verteidigen und, wenn man das Gleiche Franzosen und anderen Gegnern aus deren Sicht zugestehen wollte, war man aber danach als schuldig erklärt und ungleich behandelt worden…?

Deutschland hatte im Vertrauen auf die 14 Punkte des Friedensangebotes des amerikanischen Präsidenten Woodrow Wilson die Waffen niedergelegt. Dann aber wurde die britische Hungerblockade fortgesetzt, wodurch weitere tausende von Kindern, Frauen und Männer verhungerten, und die Alliierten drohten in das entwaffnete Deutschland einzumarschieren, wenn der Vertrag nicht unterschrieben würde. Die deutsche Delegation wurde in Versailles hinter Stacheldraht gehalten und durfte bei den Verhandlungen nicht mitreden, nur schriftliche Stellungnahmen abgeben.

Das Schlimmste gegen das Empfinden von Gerechtigkeit war der Schuldparagraph des Vertrages und die noch schlimmere Mantelnote.

……………………………………………………………………………………………….
Zitat der 14 Punkte Wilsons:

Am 8. Januar 1918 hat der Präsident Wilson in einer Botschaft an den amerikanischen Kongress die Aufstellung eines ausführlichen Programms des Weltfriedens in 14 Punkten gegeben. In Kürze zusammengefasst sollte erzielt werden:

1. Abschaffung der Geheimdiplomatie,
2. Freiheit der Meere,
3. Wirtschafts- und Handelsfreiheit,
4. Abrüstung bzw. Verminderung der Rüstungen,
5. Unparteiische Schlichtung der kolonialen Ansprüche,
6. Räumung der besetzten russischen Gebiete,
7. Räumung und Wiederherstellung Belgiens,
8. Räumung und Wiederherstellung des besetzten französischen Gebiets
und Wiedergutmachung des „Unrechts“ an Elsaß-Lothringen.
9. Berichtigung der italienischen Grenzen nach den klar erkennbaren
Linien der Nationalität,
10. Autonome Entwicklung der Völker Österreich-Ungarns,
11. Räumung und Wiederherstellung von Rumänien, Serbien
und Montenegro,
12. Regelung der Verhältnisse der Türkei,
13. Errichtung eines unabhängig polnischen Staates unter Zusicherung
eines freien und sicheren Zugangs zum Meere,
14. Schaffung eines Völkerbundes.

Am 5. Oktober 1918 nahm die deutsche Regierung Wilsons Programm als Grundlage für die Friedensverhandlungen an, indem sie an den Präsidenten der Vereinigten Staaten eine Note sandte, in der sie ihn ersuchte, die Herstellung des Friedens in die Hand zu nehmen und den sofortigen Abschluss eines Waffenstillstandes herbeizuführen.
……………………………………………………………………………………..

Die Alliierten erklärten bereit zu sein auf Grundlage dieser 14 Punkte über den Friedensvertrag zu verhandeln, der nur noch die Einzelheiten regeln sollte. (mit zwei Ausnahmen: „die Freiheit der Meere“ und von Deutschland zu verlangender Schadensersatz für Schäden die die Zivilbevölkerung erlitten hatte).
Waren die Grundbedingungen des künftigen Friedens auch nicht in der gewöhnlichen Form eines völkerrechtlichen Vertrags vereinbart, so stellte die Note Lansings vom 5. November 1918 doch eine rechtgültige Willensbildung der Alliierten dar.
Die aufgrund der Note abgesandte deutsche Waffenstillstandskommission mußte am 11.11.1918 auf Weisung der Obersten Heeresleitung die Waffenstillstandsbedingungen im Wald von Compiegne/ Frankreich unterzeichnen.
Am Tage der Unterzeichnung des Waffenstillstandes hielt der amerikanische Präsident an die beiden in gemeinsamer Sitzung versammelten Häuser des Kongresses eine Ansprache, die in den Sätzen gipfelte:

„Die großen Nationen, die sich verbündet haben, haben sich jetzt endgültig zu dem gemeinsamen Ziel vereinigt, einen Frieden aufzurichten, der die Sehnsucht der ganzen Welt nach uneigennütziger Gerechtigkeit befriedigen wird, die auf etwas viel Besserem, Dauerhafteren beruhen wird, als auf den selbstsüchtigen konkurrierenden Interessen mächtiger Staaten.“

In Versailles wurde eine Urkunde niedergeschrieben, die in ihrem Geist die 14 Punkte vollkommen, in ihrem Buchstaben zum Teil aufgegeben hat. Das Selbstbestimmungs-recht wurde, soweit deutsche Volksgenossen und deutsche Gebietsteile in Frage standen, gröblichst missachtet. An der deutschen Ostgrenze, in den deutschen Kolonien, erfolgte in der Tat, was die Kongreßrede vom 11. Februar 1918 untersagte: „Ein Verschachern von Völkern und Ländern, als ob sie bloße Ware oder Steine in einem Spiele wären.“

………………………………………………………………………………..

vor der Unterzeichnung:
25. 1. 1919 Errichtung einer »Kommission für die Feststellung der Verantwortlichkeit der Urheber des Krieges und der aufzuerlegenden Strafen«. Vorsitzender Lansing, der Vertreter Wilsons, der gemäßigtere englische Premier Lloyd George und der erbitterte Ministerpräsident Frankreichs, Clemenceau, Präsident der ganzen Konferenz, sind sich einig, daß Deutschland als der Alleinschuldige für den Weltkrieg vor der Geschichte dargestellt werden soll.
13. 5. 1919. Note Brockdorff-Rantzaus: »In dem den deutschen Delegierten vorgelegten Entwurf eines Friedensvertrages wird der VIII. Teil betreffend die Wiedergutmachung mit dem Artikel 231 eingeleitet, welcher lautet: (folgt der Text des Art. 231). Deutschland hat die Verpflichtung zur Wiedergutmachung übernommen aufgrund der Note des Staatssekretärs Lansing vom 5. November 1918, unabhängig von der Frage der Schuld am Kriege… Auch die Auffassung der alliierten und assoziierten Regierungen darüber, wer als Urheber des Krieges zu beschuldigen ist, wird von den deutschen Delegierten nicht geteilt. Sie vermögen der früheren deutschen Regierung nicht die alleinige oder hauptsächliche Schuld an diesem Kriege zuzusprechen. In dem vorgelegten Entwurf eines Friedensvertrages findet sich nichts, was jene Auffassung tatsächlich begründet, keinerlei Beweise werden für sie beigebracht. Die deutschen Delegierten bitten daher um Mitteilung des Berichtes der von den alliierten und assoziierten Regierungen eingesetzten Kommission zur Prüfung der Verantwortlichkeit der Urheber des Krieges.«

20. 5. 1919. In der Antwortnote Clemenceaus wurde dies abgelehnt.

Dann erfolgte eine ausführlichere deutsche Stellungnahme und die alliierte Antwortnote. (im Detail in dem Artikel von Prof.Anrich)

…………………………………………………………………………………….
Diese Antwort war begleitet von einer Mantelnote vom selben Tag,
redigiert von dem Mitglied der englischen Delegation Kerr
.

Darin: »(Es) halten die alliierten und assoziierten Mächte für erforderlich, ihre Antwort mit einer scharf umrissenen Darlegung ihres Urteils über den Krieg zu beginnen, ein Urteil, welches tatsächlich und letzten Endes dasjenige der Gesamtheit der zivilisierten Welt ist. Nach der Anschauung der alliierten und assoziierten Mächte ist der Krieg, der am 1. August 1914 zum Ausbruch gekommen ist, das größte Verbrechen gegen die Menschheit und gegen die Freiheit der Völker gewesen, welches eine sich für zivilisiert ausgebende Nation jemals mit Bewußtsein begangen hat. Während langer Jahre haben die Regierenden Deutschlands… getrachtet, sich dazu fähig zu machen, ein unterjochtes Europa zu beherrschen und zu tyrannisieren, so wie sie ein unterjochtes Deutschland beherrschten und tyrannisierten… Indessen beschränkt sich die Verantwortlichkeit Deutschlands nicht auf die Tatsache, den Krieg gewollt und entfesselt zu haben. Deutschland ist in gleicher Weise für die rohe und unmenschliche Art, auf die er geführt worden ist, verantwortlich… Das Verhalten Deutschlands ist in der Geschichte der Menschheit fast beispiellos. Die schreckliche Verantwortlichkeit, die auf ihm lastet, läßt sich in der Tatsache zusammenfassend zum Ausdruck bringen, daß wenigstens 7 Millionen Tote in Europa begraben liegen, während mehr als 20 Millionen Lebender durch ihre Wunden und ihre Leiden von der Tatsache Zeugnis ablegen, daß Deutschland durch den Krieg seine Leidenschaft für die Tyrannei hat befriedigen wollen… Zum Schluß müssen die alliierten und assoziierten Mächte es offen aussprechen, daß dieser Brief und die angeschlossene Denkschrift ihr letztes Wort in der Angelegenheit darstellen.«

Die vorbehaltlose Unterzeichnung wurde ultimativ in fünf Tagen gefordert.

Die harten, unterdrückenden und entehrenden Klauseln des Versailler Vertrages, die ohne deutsche Mitwirkung zustande gekommen waren, erregten in Deutschland tiefe Erbitterung. Trotz Fortdauer der Hungerblockade stießen sie in weiten Kreisen auf Ablehnung. Die Reichsregierung unter ihrem Reichskanzler Philipp Scheidemann erklärte sie für unannehmbar und trat deswegen zurück. (Er hatte am 8.5.1919 vor dem Reichstag den Versailler Vertrag als „Dokument des Hasses und der Verblendung“ bezeichnet.) Sie überließ die Entscheidung der Nationalversammlung, die am 22.6.1919 mit 237 gegen 138 bei 6 Enthaltungen sich mit der Unterzeichnung des Versailler Diktats einverstanden erklärte. Gegen die Unterzeichnung stimmten die Deutschnationalen und die Deutsche Volkspartei sowie der überwiegende Teil der Deutschen Demokratischen Partei.

Nach dem Rücktritt Scheidemanns, Brockdorff-Rantzaus und anderer Minister nahm die neue Regierung aus Zentrum und Sozialdemokraten schließlich am 23. Juni den Vertrag an, sträubte sich jedoch noch gegen die anzuerkennende Alleinschuld Deutschlands am Ersten Weltkrieg. Daraufhin drohten die Siegermächte dem wehrlosen deutschen Staat in einem Ultimatum mit Gewaltmaßnahmen.

Darauf blieb nach ernster Prüfung der Möglichkeit der Ablehnung unter dem Druck der bereits am Rhein stehenden riesigen feindlichen Armeen und insbesondere unter dem Druck der Fortsetzung der Hungerblockade mit der Folge des Todes von noch Zehntausenden von Kindern, entgegen dem Willen aller Parteien von links bis rechts, Deutschland nichts übrig, als dieses Diktat unter Protest zu unterschreiben.

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Der Schuldparagraph 231 des darauf folgenden „Vertrages von Versailles“:
Alleinschuld:

»Die alliierten und assoziierten Regierungen erklären und Deutschland erkennt an, daß Deutschland und seine Verbündeten als Urheber aller Verluste und aller Schäden verantwortlich sind, welche die alliierten und assoziierten Regierungen und ihre Angehörigen infolge des ihnen durch den Angriff Deutschlands und seiner Verbündeten aufgezwungenen Krieges erlitten haben.«

Sofort 1919 hat das deutsche Volk – Regierung wie Bevölkerung – diesen Paragraphen als die Zuweisung der Alleinschuld am Kriege im Sinne einer seit längerem bewußten Herbeiführung eines solchen Krieges zur Errichtung der deutschen Hegemonie empfunden, damit als historische Unwahrheit und also Lüge, und damit als moralische Diffamierung und Angriff auf die Ehre, dazu noch gesteigert durch die Zumutung (»und Deutschland erkennt an«), dies selbst bekennen zu sollen – und zu müssen. Zu müssen, da durch den Waffenstillstand und den Rückzug aus allen besetzten Gebieten im Vertrauen auf die 14 Punkte Wilsons sowohl der Waffenkraft wie der Aushungerungskraft der dies verlangenden Feinde kein Widerstandsmittel mehr gegenüberstand. (Prof.Anrich)

Dazu wollte man – wie dies dann nach dem Zweiten Weltkrieg mit aller Konsequenz bewerkstelligt wurde – die führenden Köpfe der Reichsregierung sowie den am 28.11.1918 abgedankten deutschen Kaiser Wilhelm II. als ‚Kriegsverbrecher‘ vor ein internationales Tribunal stellen. Zu diesem Zweck übergaben die Westmächte im Februar 1920 eine im Versailler Vertrag vorgesehene Liste ‚deutscher Kriegsverbrecher‘, die 895 Persönlichkeiten – von Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg bis zu Kronprinz Rupprecht von Bayern sowie weitere Militärs und Politiker – umfaßte, und forderten deren Auslieferung. Diesem bisher einmaligen Begehren stellte sich jedoch das Deutsche Reichsgericht in Leipzig entgegen und ließ eine Deportation an die Siegermächte nicht zu. Auch die holländische Königin Wilhelmine verweigerte standhaft die Auslieferung des in die Niederlande exilierten deutschen Kaisers, so daß es nicht zu einem Schauprozeß internationalen Ausmaßes kam. Letzterer konnte dann erst nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges 1945/46 in Nürnberg über die Bühne gehen, nachdem man fast aller führenden und verantwortlichen Personen des Dritten Reiches habhaft geworden war. (Wolfgang Popp)

Außerdem wurde hier ein altes Prinzip verletzt, daß ein Friedensschluß zu wirklich annehmbaren Bedingungen erfolgen sollte und zu einer Versöhnung führen sollte mit Vergebung und einem Ende der moralischen Verdammung, wie sie im Eifer und Zorn der Kriege vorkommen.

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Spätere Stimmen

—13. Februar 1921. Reichsaußenminister Dr. Simons (zugleich Präsident des Reichsgerichts in Leipzig): »Anmelden werde ich immer wieder, daß wir dieses Strafurteil noch nicht als endgültige Entscheidung der Weltgeschichte anerkennen.« Darauf
—3. März 1921 Lloyd George: »Für die Alliierten ist die deutsche Verantwortung für den Krieg grundlegend; sie ist das Fundament, auf dem der Bau von Versailles errichtet wurde. Wenn dies abgelehnt oder aufgegeben wird, ist der Vertrag zerstört… Wir wünschen einfürallemal ganz klar auszusprechen, daß die deutsche Verantwortlichkeit für den Krieg als cause jug6 behandelt wird. «
—29. August 1924. Erklärung des Reichskanzlers Marx (Zentrum): Deutschland erkennt die Feststellung, Deutschland habe den Weltkrieg durch seinen Angriff entfesselt, nicht an und wird das gelegentlich den Gegnern zur Kenntnis bringen. Darauf förmlicher Protest Englands und Frankreichs gegen eine solche Notifizierung.
29. 6. 1937. Kerr, der Verfasser der Mantelnote vom 16. 6. 1919 und Mitredaktor überhaupt des Kriegsschuldparagraphen, nunmehr Lord Lothian, in einem Öffentlichen Vortrag: »Der Versailler Vertrag gründete sich auf die Theorie von Deutschlands Alleinschuld am Weltkrieg. Ich glaube, niemand, der die Vorgeschichte des Krieges ernsthaft studiert hat, kann diese Ansicht heute aufrechterhalten… Am Ende des Krieges jedoch hatten wir uns eingeredet, daß Deutschland allein an dem Unglück schuld sei. Diese Überzeugung war das Ergebnis von Meinungen, die wir uns aufgrund eines sehr unzureichenden Materials, ergänzt durch die Propaganda der Kriegszeit, gebildet hatten. Das Wesen der Kriegspropaganda aber bestand darin, die Einigkeit und Moral der eigenen Landsleute aufrechtzuerhalten durch den Nachweis, daß wir völlig recht, der Feind aber völlig unrecht habe. Auf diesem Grundsatz war der Versailler Vertrag aufgebaut.« Frage des anhörenden Journalisten der »Times«, Wickham Steed: Der Vortragende habe das Problem gestreift, das irrtümlich als deutsche »Kriegsschuld« bezeichnet worden wäre. Als die Deutschen im Jahre 1919 gegen den Entwurf des Versailler Vertrags protestierten, sei eine sehr geschickte und eindringliche Antwort abgefaßt worden, die den Fall sehr überzeugend dargestellt hätte. Mr. Philip Kerr, der jetzige Lord Lothian, sei der Verfasser gewesen. War sein Urteil damals so falsch, und wenn ja, ist es heute richtig? Die Antwort Lothians: Der Grund dafür, daß er seine Ansicht über die Kriegsschuld seit der in der Antwort der Alliierten von 1919 niedergelegten Anschauung geändert habe, liege darin, daß diese Antwort sich auf die Sachkenntnis stützte, über welche die britische Öffentlichkeit während des Krieges und nach vier Jahren ständiger Propaganda verfügte. Er habe seitdem eine große Anzahl Bücher in englischer Sprache über die Ursprünge des Weltkrieges gelesen, … sie alle betonten die Tatsache, daß die Kenntnisse, die 1919 zur Verfügung standen, weder genau noch vollständig gewesen seien. Er schäme sich nicht im geringsten, seine Ansicht geändert zu haben. –
(aus: Prof. Anrichs Artikel)

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aus:

Die Rechtsgrundlagen der Pariser Friedensverhandlungen
und ihre Verletzung durch den Vertrag von Versailles
von Dr. Wilhelm Marx, Reichskanzler a. D.

(Zehn Jahre nach Versailles)

Friedensverträge sind Völkerrechtsverträge, d. h. sie stehen unter denselben völker-rechtlichen Rechtsregeln wie jeder andere Staatsvertrag, materiell und formell, nach ihrem räumlichen, persönlichen und sachlichen Geltungsbereich, hinsichtlich ihrer Auslegung usw.

Die Pariser Verträge haben es selbst schamhaft vermieden, die bisher übliche „Friedensklausel“ zu gebrauchen. Sie erklären zwar zunächst im Eingang ihrer Präambel als ihr Ziel den Frieden. Am Schluss derselben aber gehen sie, statt positiv von diesem erstrebten Endziel zu sprechen, vom Kriegsende aus und erklären: „Mit dem Inkrafttreten des gegenwärtigen Vertrages nimmt der Kriegszustand ein Ende.“

Auch die in bisherigen Friedensverträgen übliche so genannte „Amnestie- oder Vergessenheitsklausel“ fehlt. Es war im Gegenteil den Verbandsmächten vorbehalten, durch den Mund Clemenceaus am 7. Mai 1919 der deutschen Delegation die Worte ins Gesicht zu schleudern: „Die Stunde der Abrechnung ist gekommen.“ Es war ihnen vorbehalten, von deutschen Kriegsverbrechern zu sprechen und sie zur Aburteilung vor ihren eigenen Richterstuhl ziehen zu wollen.

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Philipp Scheidemann während seiner legendären Rede vor der in der Berliner Universität tagenden Nationalversammlung: „Welche Hand müsste nicht verdorren, die sich und uns
in solche Fesseln legt? Der Vertrag ist unannehmbar.“

Scheidemann brandmarkt das Versailler Diktat

Philipp Scheidemann, geboren am 26. Juli 1865 in Kassel, war von 1903 bis zum Ende des Ersten Weltkriegs Mitglied der SPD-Fraktion des Reichstages. Am 9. November 1918 rief er im Verlauf der Novemberrevolution vom Balkon des Reichstags die Republik aus, und verhinderte so die Machtübernahme der Kommunisten. Von Februar bis Juni 1919 war er bis zu seinem Rücktritt der erste Ministerpräsident der „Weimarer Koalition“. Von November 1918 bis zum Januar 1919 Mitglied im Rat der Volksbeauftragten, 1918 bis 1920 Mitglied der Nationalversammlung und danach, bis 1933, Mitglied des Reichstags der Weimarer Republik. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten ging er ins Exil. Ohne jemals wieder nach Deutschland zurückkehren zu können, starb er am 29. November 1939 in Kopenhagen.
Wie alle Deutschen war er über die Härte der 440 Paragraphen des Versailler Vertrages entsetzt, die nichts mehr mit den 14 Punkten des amerikanischen Präsidenten Woodrow Wilson zu tun hatten, auf deren Grundlage der Waffenstillstand geschlossen worden war. Am 12. Mai 1919 protestiert der SPD-Politiker und Führer der ersten Weimarer Koalitionsregierung leidenschaftlich gegen die barbarischen Friedensbedingungen, die er, da sie unerfüllbar sind, nicht anerkennen kann, und legt in der Konsequenz sein Amt als erster demokratisch gewählter Ministerpräsident der Weimarer Republik nieder:
„Die deutsche Nationalversammlung ist heute zusammengetreten, um am Wendepunkte im Dasein unseres Volkes gemeinsam mit der Reichsregierung Stellung zu nehmen zu dem, was unsere Gegner Friedensbedingungen nennen […]
Heute, wo jeder die erdrosselnde Hand an der Gurgel fühlt, lassen Sie mich ganz ohne taktisches Erwägen reden: was unseren Beratungen zugrunde liegt, ist dies dicke Buch, in dem 100 Absätze beginnen: Deutschland verzichtet, verzichtet, verzichtet! Dieser schauerliche und mörderische Hexenhammer, mit dem einem großen Volke das Bekenntnis der eigenen Unwürdigkeit, die Zustimmung zur erbarmungslosen Zerstückelung abgepresst werden soll, dies Buch darf nicht zum Gesetzbuch der Zukunft werden.
Seit ich die Forderungen in ihrer Gesamtheit kenne, käme es mir wie eine Lästerung vor, das Wilson-Programm, diese Grundlagen des ersten Waffenstillstandsvertrages, mit ihnen auch nur vergleichen zu wollen! Aber eine Bemerkung kann ich nicht unterdrücken: die Welt ist wieder einmal um eine Illusion ärmer geworden. Die Völker haben in dieser an Idealen armen Zeit wieder einmal den Glauben verloren [… ]
Ich frage Sie: wer kann als ehrlicher Mann – ich will gar nicht sagen als Deutscher – nur als ehrlicher, vertragstreuer Mann solche Bedingungen eingehen? Welche Hand müsste nicht verdorren, die sich und uns in solche Fesseln legte? […] Dieser Vertrag ist nach der Auffassung der Reichsregierung unannehmbar […]“

aus: Lauteinann, Geschichten in Quellen Bd. 6, S. 129

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Professor Dr. Ernst Anrich

Kriegsausbruch

… Dabei wird von den Herstellern des Diktats bewußt, von den heutigen Bezweiflern aus nicht mehr vorhandenem Wissen übersehen, daß diese Kriegserklärungen erfolgten, weil die trotz dringendster Warnungen Deutschlands am 29. 7., dann endgültig am 30. 7. 1914 erlassene russische allgemeine Mobilmachung die riesige Heeresmasse Rußlands in Gang setzte, dazu, nach den französisch-russischen Verträgen, die französische Mobilmachung und dadurch weiteren deutschen (und englischen) gerade greifenden deutsch-englischen Friedensbemühungen die Möglichkeit durchschnitten hatte. Denn Deutschland konnte es sich nicht erlauben, sich dem Vollzug des Aufmarsches dieser Massen an beiden Fronten auszusetzen. Es mußte dem Aufmarsch der Riesenzahl nicht nur durch eigene Mobilmachung am 31. 7., sondern durch sofortiges militärisches Handeln zuvorkommen. Befangen in alter diplomatischer Kavalierstradition hatte die damalige deutsche Regierung dies völkerrechtlich nicht für möglich gehalten ohne vorherige amtliche Kriegserklärung und strategisch nicht ohne den zuvorkommenden Einmarsch in Belgien.
Die Präambel des Diktats von Versailles – und weitgehend das historische Wissen von heute – unterschlägt ferner oder hat vergessen, daß die Ursache dieser gesamten Julikrise, und darin und damit dieser allgemeinen russischen Mobilmachung, die Ermordung des Österreichischen Thronfolgers am 28. 6. 1914 auf Österreichischem Staatsgebiet in Serajewo durch die groß-serbische Bewegung mit Beteiligung serbischer staatlicher Amtsstellen und dem Wissen erfolgt war, Rußland als Schutzmacht hinter sich zu haben gegen Serbien bedrohende Reaktionen von Österreich. Sie war erfolgt mit dem Ziel, Österreich, den einzigen deutschen Bundesgenossen, zu zerstören.

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Quellen
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—-Scheidemann brandmarkt das Versailler Diktat
http://www.deutschlanddokumente.de/vvtScheidemann.htm

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—-Das Friedensdiktat von Versailles 1919
„Noch niemals ist ein ernstlicher und dauerhafter Friede auf die Ausplünderung, die Quälerei und den Ruin eines Besiegten, geschweige denn auf den eines besiegten großen Volkes gegründet worden. Und dies und nichts anderes ist der Vertrag von Versailles!“
Francesco Nitti, damaliger Ministerpräsident Italiens 1924 über das Versailler Friedensdiktat von 1919.
Von Wolfgang Popp
http://read-all-about-it.org/archive/1.weltkrieg/friedensdiktat_versailles.html
oder auch hier zu lesen
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— Wie die Sieger die Alleinschuld Deutschlands am Ersten Weltkrieg festschrieben
Professor Dr. Ernst Anrich
hier ganz zu lesen
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—- Die Rechtsgrundlagen der Pariser Friedensverhandlungen
und ihre Verletzung durch den Vertrag von Versailles
von Dr. Wilhelm Marx, Reichskanzler a. D.
( Zehn Jahre Versailles, I. Band, 373 S.: Der Rechtsanspruch auf Revision / Der Kampf um die Revision / Die wirtschaftlichen folgen des Versailler Vertrages. Herausgegeben 1929 von Dr. Dr. h.c. Heinrich Schnee, Gouverneur z. D., Mitglied des Reichstags, Präsident des Arbeitsausschusses Deutscher Verbände und Dr. h. c. Hans Draeger, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Arbeitsausschusses Deutscher Verbände; Brückenverlag GmbH Berlin. )
http://www.deutschlanddokumente.de/vvtMarx1929.htm
oder auch hier zu lesen

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Nachtrag: zu erwähnen ist eine neue Serie von Artikeln
Adolf Hitler – »Geboren« in Versailles?
Michael Grandt
Artikel 1 www.kopp-online.com/
Artikel 2
Artikel 3
Artikel 4
Artikel 5
Artikel 6
Artikel 7
(wird wahrscheinlich fortgesetzt)

Written by einedeutscheweise

13. Januar 2011 at 05:00