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Werner Maser: Der Wortbruch

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(anschließend ein Artikel von Walter Post: Die Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg – Armee zwischen Regime und totalem Krieg)

Der Wortbruch

Hitler, Stalin und die Legende vom »Überfall«

VON WERNER MASER

(Ein Artikel zu seinem gleichnamigen Buch aus: „Joachim F. Weber (Hrsg.) Armee im Kreuzfeuer, Universitas, gewidmet dem ehrenden Andenken der gefallenen Soldaten Deutschlands)

Im Zusammenhang mit der pauschalen Verurteilung der Wehrmacht als »Mord- und Terrororganisation« wird immer wieder auf deren Beteiligung an Hitlers Ostkrieg als solchem verwiesen. Die Deutschen haben begonnen, also trugen sie alle Schuld an den Zerstörungen und Exzessen des Krieges. Zur Rechtfertigung dieses Geschichtsbildes wird dann ebenso regelmäßig auf die alte stalinistische Propagandathese vom »Überfall« auf eine ahnungslose Sowjetunion Bezug genommen. Wie unhaltbar dieses alte, gleichwohl in der gegenwärtigen Wehrmachtsdebatte erneut erfolgreich instrumentalisierte Geschichtsbild angesichts der neueren Forschungen geworden ist, wird aus dem Beitrag von Prof. Werner Maser deutlich. Er weist nach, daß der Angriff des einen Diktators dem lange geplanten des anderen Gegenspielers nur um Haaresbreite zuvorkam.

Der Zusammenbruch des Sowjetimperiums mit seiner ideologisch instrumentalisierten Geschichtsdarstellung verhalf der Geschichtsschreibung – vorübergehend – zu Quellen, die zur Neubewertung nicht nur bestimmter Details, sondern ganzer Phasen der Geschichte zwingen.

Falsch ist, was Jahrzehnte hindurch in der gesamten Fachliteratur stand, deren Autoren nämlich behaupteten, daß die Deutschen der Sowjetunion den Hitler-Stalin-Pakt und das Geheimabkommen zum Beispiel über die Aufteilung Polens angeboten und die Sowjets letztlich nur zugestimmt hatten, weil sie Deutschland fürchteten – oder 1939 objektiv gar hatten furchten müssen.

Nachweisbar ist: Pakt und Geheimabkommen wurden von Molotow in Stalins Auftrag formuliert, den Deutschen angeboten und von ihnen nahezu wortwörtlich akzeptiert.

Falsch ist, daß Hitler Stalin vorgeschlagen habe, Polen restlos aufzuteilen. Stalin war es, der Hitler vorschlug, Polen untereinander restlos aufzuteilen und den polnischen Staat auszulöschen.

Falsch ist, daß Stalin die Rote Armee erst 17 Tage nach Kriegsbeginn in Polen eingreifen ließ, weil »die Rote Armee nicht fertig gewesen« sei. Zutreffend ist: Im August hatte Stalin Frankreich und England vorgeschlagen, sofort 136 Divisionen, ein Heer von 2.584.000 Mann mit 10.000 Panzern, für einen gemeinsamen Krieg gegen Deutschland zur Verfügung zu stellen. Stalin wollte im September 1939 lediglich verhindern, daß die Westmächte auch ihm wie Hitler – den Krieg erklärten. Er blieb statt dessen ständig mit den Briten in Kontakt und schloß mit ihnen (bereits am 10. Oktober 1939) einen sowjetisch-britischen Vertrag.

Unbestreitbar ist: Sowohl Deutschland als auch die Sowjetunion bereiteten synchron einen Angriff gegen den Vertragspartner vor. Hitler kam Stalin lediglich zuvor, der Deutschland bereits im Herbst 1938 – während des Münchener Abkommens – und dann nochmals im bzw. nach dem sowjetischen Angriffskrieg gegen Finnland im Frühjahr 1940 mit einem Angriffskrieg überziehen wollte.

Da Stalin, der insgesamt 84mal vor einem deutschen Angriff im Sommer 1941 gewarnt wurde, Hitlers »Weisung Nr. 21: Fall Barbarossa« vom 18. September 1940 für einen Angriffskrieg gegen die Sowjetunion bereits seit Ende Dezember 1940 – durch Verrat des einstigen Zentrumsabgeordneten und Hitler-Gegners Erwin Respondek – kannte, kann die stalinistisch bestimmte Version vom »verbrecherischen deutschen Überfall« auf die auf einen Krieg nicht vorbereitete friedliche Sowjetunion und vom »Grollen Vaterländischen Krieg« der Sowjetunion nicht nachvollzogen werden.

Daß die Rote Armee sich seit 1938 zudem auf einen Angriffskrieg gegen Deutschland vorbereitet hatte, ist inzwischen lückenlos bewiesen. Im September 1938, zur Zeit des Münchener Abkommens zwischen Deutschland, England und Frankreich, das die Sowjets als »Kulminationspunkt der Forderung der imperialistischen Politik« charakterisierten, machte die UdSSR in der Ukraine und im belorussischen Militärbezirk gegen Deutschland mobil. Doch dabei blieb es auch. Allein wollte Stalin es nicht auf sich nehmen, das von ihm zum gigantischen »Aggressor« stilisierte Deutschland anzugreifen.

Die Erklärung der Sowjets nach 1945, 1938 Deutschland nicht angegriffen zu haben, weil die Tschechoslowakei sich nicht mit der Bitte an Moskau gewandt habe, Deutschland entgegenzutreten, ist allzu durchsichtig. Allerdings ist nicht zu übersehen, daß die Sowjetunion sich nach der Entscheidung Frankreichs, Prag nicht zu unterstützen, in keiner einfachen Lage befand, zumal Polen und Rumänien sich weigerten, der Roten Armee Durchmarschrechte einzuräumen. Doch selbst wenn Rumänien sich anders verhalten hatte, Ware es den Russen infolge des total desolaten und primitiven rumänischen Eisenbahnnetzes kaum möglich gewesen, ihre erste Division in weniger als drei Monaten über Rumänien in die Slowakei zu befördern.

……………..weiter bitte hierhin Werner Maser: Der Wortbruch

…………………….
und dort auch anschließend der Artikel von Walter Post: Die Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg
Armee zwischen Regime und totalem Krieg
…………………….

siehe auch:
Stalins verhinderter Erstschlag-Suworow,WolfgangStrauss,Milstein
in diesem Block

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25. Februar 2012 at 01:21

Veröffentlicht in Geschichte

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Aufrüstung zum 2.Weltkrieg 1933-39/41

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AUFRÜSTUNG ZUM KRIEG ?

— Einleitung

1.) Ausschnitte aus einem englischen Artikel 1948 von Burton Klein- übersetzt
Germany’s Preparation for War: A Re-examination
Deutschlands Kriegsvorbereitungen: eine Revision üblicher Darstellungen
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2.) Genfer Abrüstungskonferenz – Abrüstungsvorschläge
3.) Der Rüstungsstand 1933 in Europa
4.) Vergleich: sowjetische – deutsche Rüstung
5.) THE UNITED STATES STRATEGIC BOMBING SURVEY Summary Report
Strategy and war economy of Germany – übersetzt – Burton Klein war Mitglied
US-Report über die Bombenschäden sagt über die deutsche Strategie und Kriegswirtschaft
6.) Eine Buchbesprechung, übersetzt, die verschiedene Ansichten anglo-amerikanischer Historiker zeigt,
wie sie im und nach dem 2.Weltkrieg waren: Aufrüstung zum Krieg? Kriegswirtschaft? u.a. über Burton Klein
— Teile 2.)-6.) sind auf folgender Seite — (und 1.) auch nochmal)

https://einedeutscheweise2.wordpress.com/2014/02/13/aufrustung-zum-2-weltkrieg-teil2/
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„Der Stand der deutschen Rüstung 1939 liefert den entscheidenden Beweis dafür, daß Hitler nicht an einen allgemeinen Krieg dachte und wahrscheinlich überhaupt keinen Krieg wollte.“
A.J.P.Taylor Ursprünge des zweiten Weltkriegs, Gütersloh 1962

Einleitung

Endlos sind die Vorwürfe gegen die Kriegsgeneration in Deutschland, unsere Eltern und Großeltern, sie seien Hitler und den „Nazis“ gefolgt, die von 1933 an auf erneuten Krieg zusteuerten. Das Militärtibunal in Nürnberg 1945/46 hatte als Hauptanklage „Verschwörung zum Angriffskrieg“ vorgebracht. Seitdem steht das in Schulgeschichtsbüchern und wird in den Medien wiederholt, zunehmend, täglich. Worum geht es? sicher werden die „Nazis“ von den Vorwürfen nicht mehr erreicht, und auch nicht mehr die Kriegsgeneration, aber den heute lebenden Deutschen soll anscheinend beigebracht werden, daß ihre Eltern und Großeltern einem verbrecherischen Regime gefolgt sind und zwar mit Begeisterung und Idealismus, oder daß sie so dumm waren, auf dessen Propaganda hereinzufallen. In „Mein Kampf“ stand ja, daß irgendwann Kriege zu erwarten wären, in denen die Völker um Lebensraum kämpfen würden.

Die Kriegsgeneration hat soviel Leid erfahren müssen durch Bombenteppiche, Feuerstürme und Brand in allen deutschen Städten über 50 000 Einwohnern, sie haben durchgehalten, waren tüchtig und haben tapfer gekämpft, daß es heute unvorstellbar ist. Besonders nach dem Krieg erlitten sie Hunger, Vertreibung, Vergewaltigungen, willkürlichen Massenmord und Deportierungen nach Sibirien. Heute behaupten die Medien, angefangen mit „History“ und Guido Knopp, das kommt davon, weil sie Hitler gefolgt wären: „Die Vertriebenen – Hitlers letzte Opfer“ zum Beispiel. Und außerdem soll einem beigebracht werden, daß die Juden, deren Schicksale hier nicht verharmlost werden sollen, daß sie die einzigen unschuldigen Opfer des Krieges gewesen wären, der 50 Millionen Tote kostete. Wie ist das aber mit den Kindern, den Alten und mit den Zootieren im Dresdener Zoo?

Selbst die Kriegsteilnehmer waren sich vielfach danach nicht nicht mehr so sicher, aber einige haben in Deutschland seit dem Kriegsende immer wieder erforscht und dargestellt, was die Kriegsursachen waren, und daß die nicht alleine auf deutscher Seite lagen. Eine hervorragende und nüchterne Untersuchung ist „1939-Der Krieg Der Viele Väter Hatte“ von Gerd Schultze-Rhonhof, der auch in Vorträgen die Zusammenhänge und Entwicklungen beschreibt, wie es nach dem furchtbaren Ersten Weltkrieg zu dem noch schlimmeren Zweiten kommen konnte.

Hätten sie das damals merken müssen? Nun ist klar, daß bei uns niemand einen Zweiten Krieg wollte, 20 Jahre nach den Ersten. Und Adolf Hitler hat in allen seinen öffentlichen Reden seinen Friedenswillen betont und den sozialen Aufbau nach dem Weimarer Elend. Hätte man merken müssen an der Wiederaufrüstung, wohin das führt?

Daß man ein Heer brauchte, war zu verstehen, nach den Umsturzversuchen von KPD und Spartakus in der Weimarer Zeit, nach der Besetzung des Rheinlandes durch die Franzosen 1923, der des Sudetenlandes durch die Tschechen und der polnischen Angriffe auf Oberschlesien, der Verweigerung des Selbstbestimmungsrechtes für die nunmehr unter fremder Herrschaft lebenden Deutschen, wie in Pommern, – und einer demgegenüber ohnmächtigen, abgerüsteten Reichswehr von 100 000 Mann. Eigentlich sprangen damals Freikorps in die Bresche.

Damals seit 1932 gab es die Abrüstungskonferenzen in Genf, und auch Hitler hatte 33 Verzicht auf eine große Wiederbewaffnung vorgeschlagen, nach den Artikeln des Versailler Diktats, wenn die anderen Mächte abrüsten würden oder zumindest Angriffswaffen, Panzer und Bomber. Dies wird heute häufig unterschlagen.

Einige deutsche Historiker haben also nach dem Krieg der alleinigen deutschen Kriegsschuld widersprochen und damit auch, daß es eine Aufrüstung gegeben hätte nach einem Kriegsplan. Wie war nun die Einschätzung ausländischer Historiker? Zum Beispiel wurde David L. Hoggan: „Der erzwungene Krieg. Die Ursachen und Urheber des 2. Weltkriegs. 1. Aufl., Tübingen 1961“, vom Spiegel (20/1964) in einer hysterischen Weise angegriffen, daß man doch Zweifel an der objektiven Kriegsschuld bekommen muß: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46173484.html – sie werden aber in diesen Zeiten häufig politisch verleumdet, als hätte ein Historiker in erster Linie politische Ziele zu haben und nicht Forschung zu machen.

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1.)—Ausschnitte aus einem englischen Artikel 1948 von Burton Klein
Germany’s Preparation for War: A Re-examination – übersetzt
Deutschlands Kriegsvorbereitungen: eine Revision üblicher Darstellungen—

von Burton Klein

(The American Economic Review, Vol. 38, No. 1 (Mar., 1948), pp. 56-77) . (Über B.Klein und die Adresse des engl. Artikels – siehe unten am Ende des Artikels)
(Klein verwendet den Ausdruck Nazis, wie er in der alliierten Propaganda gebraucht wurde)

Als Deutschland in September 39 gegen Polen marschierte, wurde seine militärische Stärke nicht bezweifelt. Es wurde allgemein geglaubt, daß die Nazi-Regierung in den sechs Jahren alle Ressourcen des Landes auf die Vorbereitung des Krieges konzentriert hatte., daß 1.) in der Zeit vor 39 Deutschland eine Militärmaschine aufgebaut hatte von enormer Stärke, daß 2.) praktisch alle Zuwächse der Produktion vom niedrigen Stand der Depression aus in die Konstuktion eines riesigen Kriegspotentials gesteckt wurden und daß 3.) alle wirtschaftlichen Überlegungen diesem zentralen Ziel untergeordnet waren.

Selbst beim Überfliegen der offiziellen deutschen Daten, die kürzlich publiziert wurden (Gustav Stolper, Henri Lichtenberger, Jurgen Kuczynski, Maxine Sweezy…) zeigt, daß diese Annahmen zweifelhaft sind. In Mannschaftsstärke z.B., wurden eine Million Mann weniger mobilisiert als beim Ausbruch des 1.Weltkriegs. Noch war die Vorbereitung der Industrie mehr eindrucksvoll: die deutsche Flugzeugproduktion am Anfang des Krieges, 675 Stück pro Monat, war ungefähr genauso viel wie die britische. Von Panzern, der Hauptwaffe des Blitzkrieges, wurden 50 Stück monatlich produziert, was von den Briten übertroffen wurde. Ein anderer Anzeiger für die Vorbereitung waren die Vorräte. Juli 39 schätzte die Wehrmacht, daß Benzin, Diesel Eisen, Magnesium und Gummi, nur für ein paar Monate Kampf ausreichten.

Wie die nachfolgenden Ereignisse zeigten, hatten Wirtschaftsfachleute recht, daß sich Deutschland auf Krieg vorbereitete. Aber ihre Interpretation des Charakters der Nazi-ökonmischen Vorbereitung war falsch. In diesem Papier wird gezeigt, daß die Hauptannahme dieser Schreiber, daß Deutschland massive Vorbereitungen traf, sehr übertrieben war… die Produktion für Kriegszwecke war nicht annähernd so groß wie behauptet, und nicht soviel um eine deutliche Erholung des privaten Verbrauchs und Anschaffungen zu verhindern. Hier wird gezeigt, daß die Geldpolitik die Bedingungen setzte…..

Seite 57
(1.) Die Angst vor Inflation

…im Frühjehr 33 hatte sich die Wirtschaft nur wenig vom tiefsten Punkt der Depression erholt… nur 3% darüber. Die Arbeitslosigkeit war von 6 (Anfang 32) erst auf 5,5 Millionen gesunken….
Eine Anzahl von Schreibern haben das Argument gebracht, daß Preis- und Exportpolitik Nazi-Deutschlands nur erklärt werden können durch die Vorbereitung auf einen Krieg… wie aber hier gezeigt wird, war die weitverbreitete Furcht vor Inflation ein andauernder Faktor, der jedenfalls genug Grund lieferte, diese Politik zu praktizieren.
Die andere Seite der Nazi-Wirtschaftspolitik betrifft die positiven Maßnahmen, die ergriffen wurden.. im ersten 4-Jahresplan weiteten die Nazis die Ausgaben für verschiedene Maßnahmen öffentlicher Arbeiten aus, die schon von Papen und Schleicher begonnen worden waren und fügten mehr hinzu… doese waren neu in ihrer politischen Bedeutung aber wirtschaftlich nicht so verschieden von früheren Versuchen, Investment und Verbrauch anzukurbeln…
Als Hitler an die Macht kam, hatte er großes Interesse Deutschland mit Autobahnen auszurüsten und und Autos für die Massen zu produzieren. Die extrem hohen Steuern dafür, wie sie in anderen europäischen Ländern erhoben wurden, wurden gesenkt, Neue Autos konnte man von der Einkommenssteuer abziehen… Für das Ziel der Selbstversorgung wurde die Landwirtschaft begünstigt… hier wurden eher Minimumpreise anstatt Maximalpreisen festgesetzt, wie sonst in der Wirtschaft, um bäuerliche Einkommen zu verbessern.
Die Vergabe von Heiratsdarlehen war eine weitere Maßnahme, die die Nationalsozialistische Ideologie wiedergab. Das Ziel war, Haushaltsausgaben anzuregen und noch wichtiger, Beschäftigung in Haushalten zu fördern und Frauen aus dem Arbeitsmarkt zu nehmen…dies war zusammen mit Propaganda sehr erfolgreich…
Der am meisten diskutierte Aspekt der sozialen Erholung war das Ausgabenprogramm der Regierung und wie es finanziert wurde… hauptsächlich, ob große Defizite zu Inflation und finanziellem Ruin führen würden. Eine Seite argumentierte, daß strikte Kontrolle von Preisen, Löhnen und des Kapitalmarkts der Möglichkeit einer Inflation vorbeugten. Andere dachten, daß die finanzielle Anstrengung für solche Programme mehr war, als Deiutschland tragen konnte und sagten einen Wirtschaftskollaps voraus.
Tatsache ist aber, daß in den Vorkriegsjahren öffentliche Schulden nicht in großem Maße gemacht wurden. Im Vergleich zur jüngsten Kriegserfahrung in den US und GB waren die deutschen Methoden extrem konservativ… die Regierungsausgaben stiegen von 15 Milliarden RM 1933 auf 39 Milliarden 1938, mehr als 4/5 davon wurde durch Steuern eingenommen. (Im Kontrast: in den USA wurde 1932-36 die Hälfte der Regierungsaugaben durch Schulden finanziert). Der 29 Milliarden RM Anstieg desd Defizits war kein Problem, da das Volkseinkommen um 75% angestiegen war und Steuereinnahmen sich verdoppelt hatten… . es folgen Vergleichstafeln… (Hjalmar Schacht fürchtete Inflation)… die Furcht vor Inflation ist wichtig um die Nazi.Einstellung zur Wiederbewaffnung zu erklären.

Seite 62…
(2.) Die Natur der wirtschaftlichen Erholung

Die Maßnahmen, die ergriffen wurden, waren ganz erfolgreich um das Sozialprodukt und Beschäftigung zu erhöhen… es folgen Tafeln…
Das Bruttosozialprodukt stieg von 59 Milliarden RM 1933 auf 105 Milliarden RM 1938. Von 1933 bis 36 verringerte sich die Arbeitslosigkeit von 4.8 Millionen auf 1,6 und 1938 waren es weniger als 0,5 Millionen…
Die privaten Ausgaben stiegen nicht viel über die von 1928, für die Wiederbewaffnung wurde vom Anstieg der Regierungseinnahmen genommen. Ganz anders als viele Schreiber behauptet hatten. Die Daten des zivilen Verbrauchs zeigen nicht, daß die militärische Rüstung viel davon weggenommen hätte….
Die Autobahnen können nicht zu den Militärausgaben gerechnet werden, da Benzin so knapp war (und Industrie und Militär die Schiene bevorzugten). Ausgaben für Nicht-Kriegszwecke waren 1938 20% höher als 1928 in konstanten Preisen gerechnet. Ausgaben für Waffenfabriken waren erstaunlich niedrig, durchschnittlich halbsoviel wie die Ausgaben für Häuserbau….
Im Ergebnis ist es deutlich, daß kein großer Anteil vom zivilen Wirtschaftssektor für den militärischen abgezweigt wurde….

Seite 68…
(3.) Die Größenordnung der Kriegsvorbereitungen

Es ist nötig zu definieren, was wir meinen mit Ausgaben für Bewaffnung. Wir verwenden den Standart, wie er für die USA benutzt wird.
Die meisten Diskussionen über Deutschlands Kriegsvorbereitungen beginnen damit, daß Hitler behauptete, daß die Nazis 90 Milliarden RM ausgegeben hätten für Wiederbewaffnung. (Reichstagsrede vom 1.9.39 – Adresse siehe unten). Es ist paradox, daß diese Statistik unkritisch akzeptiert wurde, während alle anderen deutschen Daten verdächtig waren. Der Grund ist natürlich, einfach, daß allgemein geglaubt wurde, daß die Vorbereitung eines Krieges die höchste Priorität hätte in der Wirtschaft.
Seite 69…
Tatsächlich, nach unserer Definition, wurden 51 Milliarden in den 6 Haushaltsjahren bis 31.3.39 für Wiederbewaffnung ausgegeben und 55 Milliarden zusammen bis zum Kriegsausbruch.
Dies entspricht etwas weniger als 50% der gesamten öffentlichen Ausgaben für Güter und Dienste, und 10% des Bruttosozialprodukts in diesen 6 Jahren….
Ein deutsche Wirtschaftswissenschaftler sagte zu der Täuschung von Ausländern: „Öffentliche Sicht der Größenordnung der Aufrüstung waren sehr übertrieben. Die deutsche Regierung zu der Zeit tat nichts, die übertriebenen Ideen zu berichtigen; im Gegenteil, hielten sie es wahrscheinlich für wünschenswerte Propaganda, daß die Illusion erzeugt wurde einer kriegsmäßigen Stärke, die in Wirklichkeit in dieser Größe nicht da war.“ (aus Rolf Wagenführ: Aufstieg und Niedergang der deutschen Rüstung, Berlin März 1945, Seite 8).
Die zweite Phase der deutschen Wiederaufrüstung begann im Sommer 1936, als Hitler beschloß, in größerem Maße aufzurüsten. Unzweifelhaft wurde diese Entscheidung beeinflußt durch deutsche Geheimdienstnachrichten, die die Stärke der Russiaschen Armee auf fast eine Million angaben. Solch eine „Bolschewistische“ Übermacht wurde sehr gefürchtet, und so wurden mit dem zweiten Vierjahresplan Vorbereitungen begonnen, die deutsche Vormacht in Europa herzustellen.
Die Sprache Hitlers Memorandums an Göring zu seiner Ernennung im Oktober 1936
Seite 70
als Beauftragter des zweiten Vierjahresplans, läßt keinen Zweifel an Hitlers Wunsch auf ganzer Linie Vorbereitungen zum Krieg zu treffen. Dieses Dokument beginnt mit Hitlers Feststellung, daß Krieg unausweichlich ist. Als Wichtigstes sagt Hitler, „Es wird Deutschlands Aufgabe sein, Europa gegen den Bolschewismus zu verteidigen!“ und zweitens, „Eine Endlösung des Nahrungsproblems kann nur kommen durch die Vergrößerung des Lebensraums.“ Darauf beschuldigte er Schachts Wirtschaftsminisrtterium, die Wiederbewaffnung zu sabotieren und klagte Schacht an, kein Verständnis zu haben für die Mobilisierung der Wirtschaft. Schließlich gab er Göring zwei Befehle: (1.) „Die Wehrmacht muß einsatzbereit sein in vier Jahren“ (2.) „Die deutsche Wirtschaft muß kriegsbereit sein in vier Jahren“

Hitler deutete nicht die Stärke der Wehrmacht an, oder das Ausmaß der wirtschaftlichen Anstrengung, das nötig sein würde, Deutschland auf seine „historische Aufgabe“ vorzubereiten. Noch ist meines Wissens nach, ein solcher Plan in den deutschen Archiven gefunden worden. Es ist deshalb schwierig, einzuschätzen, wie weit die Nazis ihre Ziele steckten… Aber es scheint nicht, daß der Grad der Mobilisierung irgendwie dem Beschluß des Fürers entsprach „der bedingungslosen Unterordnung aller anderen Wünsche unter die Sicherung von Deuen Kriegsausgabentschlands nationaler Existenz.

In den 3 Haushaltsjahren bis zum 31.3.39 hatte Deutschland 40 Milliarden RM für Wiederbewaffnung ausgegeben. 1938 – 39, dem letzten Friedensjahr, betrugen die Militärausgaben 16 Milliarden Mark, eine Summe, die 15% des Bruttosozialprodukts entsprach. So waren die deutschen Ausgaben für Waffen nicht viel höher als die der Alliierten vor ihrem Eintritt in den Krieg. 1939 betrug die Summe der britischen Kriegsausgaben nahezu 15% ihres Bruttosozialprodukts, kaum weniger als Deutschlands. Im Jahr 1941, dem Jahr bevor die USA in den Krieg eintraten, war deren Kriegsausgaben-Verhältnis bei ca.10% – und würde ein höheres absolutes Volumen ergeben, als das Deutschlands…—-

Seite 72

(4.) Die Faktoren, welche die wirtschaftliche Mobilisierung begrenzten

(…) ist es klar, daß 1938 ein viel größerer Anteil des Nationalprodukts für Krieg hätte genutzt werden können. Ziviler Verbrauch und Investment waren, wie wir gesehen haben, auf dem Stand von 1928/29 , während die Regierung zur selben Zeit, ein riesiges Nicht-Kriegsprogramm durchführte. Deshalb erscheint es so, daß es den Deutschen möglich gewesen wäre ihre Kriegsausgaben zu verdoppeln. durch Beschneidung der zivilen Produktion um 10 oder 15%. .. Sie hätten auch ihr Nationalprodukt ausweiten können. Obwohl 1938 Vollbeschäftigung erreicht worden war und der 1929-er Stand der Produktion um 25% überschritten war in diesem Jahr, hatte Deutschland noch immer nicht seine Möglichkeiten der Steigerung ausgeschöpft. ..

Es folgt Vergleich mit USA und GB… einer der Gründe sei Schacht hätte sich geweigert mehr Geld für Rüstung herauszugeben (Reichsbank) gewesen, schreibt Burton Klein dann, er hätte sich geweigert, mehr Geld herauszugeben. für Aufrüstung, nicht aus politischen Gründen, sondern, weil es seinen konservativen Ansichten über Finanzpolitik widersprach. Er habe auch erfolgreich höhere Ausgaben verhindert: Im Haushaltsjahr 36-37 waren es nur 4 Milliarden mehr, als als im Jahr davor. Schließlich wurde er im Januar 1939 entlassen, (…..) Trotzdem blibeb die Finanzen konservativ. Im Dezember 38, nach der Sudetenland-Krise wurden die Militärausgaben zurückgefahren… für 58/39 wurden 11,5 Milliarden veranschlagt, 30% weniger als im Vorjahr… Die Diskussion der finaziellen Hindernisse läßt uns einen Einblick gewinnen in die Nazipolitik. … Es scheint, daß es Hitler weniger gelang, die verschiedenen privaten Interessen seinem zentralen Ziel unterzuordnen, den Krieg vorzubereiten, als das allgemein angenommen worden war…

Diese Überlegungen über die Finanz erklären nicht, warum Deutschland nicht in großem Umfang Kriegsvorbereitungen unternahm, schreibt B.Klein weiter. Die verschiedenen Aufzeichnungen von Treffen und Diskussionen, die die Wiederaufrüstung betrafen, zeigen, daß die Naziführer nur daran dachten die Militärausgaben um ein paar Milliarden RM zu erhöhen oder der Wehrmacht ein paar Divisionen hinzuzufügen…

Der fundamentale Grund warum keine größeren Vorbereitungen unternommen wurden, ist einfach der, schreibt Klein weiter, daß Hitlers Konzept der Kriegsführung das nicht brauchte. Dokumentarische Belege und Befragungen seiner Vertrauten zeigen, daß Hitler nicht erwartete für die Erfüllung seiner territorialen Wünsche länger dauernde Kriege gegen eine Koalition von Großmächten führen zu müssen. Statt dessen plante er, Deutschlands Lebensraumproblem zu lösen durch eine Serie kleiner Kriege. Seine Strategie, wie sie sich entwickelte, war es die innere und äußere politische Einheit eines Feindes zu untergraben, ihn einzuschüchtern mit Drohungen militärischer Zerstörung, und wenn das nicht erfolgreich wäre, mit einem Blitzkrieg eine rasche Kapitulation zu erzwingen. Alles das würde in solch kurzer Zeit geschehen, daß die Demokratien mit einem fait accompli überrascht würden, während sie noch debattierten, ob sie intervenieren sollten oder nicht…. als Beweise: … die Anordnung für den Fall Grün, Tschechei: „…es ist unbedingt wichtig in den ersten 4 Tagen eine Situation zu schaffen, die feindlichen Nationen, die bereit wären zu intervenieren, klar demonstriert, daß die militärische Situation der Tschechoslowakei hoffnungslos ist. Italien gegen Abessinien, die Besetzung des Rheinlandes,
Seite 77
…alle zeigten, daß der Prozess gegen Polen und den Balkan wiederholt werden könne und nach einer Erholung gegen die Ukraine.

Hitlers Strategie benötigte keine großen Kriegsvorbereitungen, schreibt B.Klein, nur zu einem Zeitpunkt die militärische Überlegenheit über Frankreich und England. Dafür wurden 50 bis 60 gut ausgebildete Divisionen und eine Luftwaffe von 2000 Flugzeugen als ausreichend betrachtet…

Der Grund für das fehlerhafte Verständnis der Vorkriegswirtschaft der Nazis sei in erster Linie wegen der Unfähigkeit politischer und ökonomischer Schreiber die wirtschaftliche Bedeutung der Blitzkriegsstrategie zu verstehen.

1959 schreibt Burton Klein:

über den Stand der deutschen Aufrüstung vor Kriegsbeginn „Bis zur deutschen Wiederbesetzung des Rheinlandes im Frühjahr 1936 war die Wiederbewaffnung hauptsächlich ein Mythos… Die bewaffneten Streitkräfte hatten noch nicht einmal eine wirtschaftliche Zentralverwaltung, die die verschiedenartigen Anforderungslisten auf stellen konnte… Die Vorräte an wichtigen Rohstoffen wie Kupfer, Eisenerz, Benzin, Öl und Gummi waren im August 1939 so bemessen, daß sie nur für 3-6 Kriegsmonate ausreichten… 1939 besaß die zivile Wirtschaft noch große Arbeitsreserven… Es gab keine Konzentration von Investitionen in solchen Wirtschaftsbereichen, die mit wirtschaftlicher Kriegsvorbereitung zu tun hatten… Von einem Aufrüstungsprogramm, das so umfangreich wäre, daß es eine grundlegende Wiederbelebung der zivilen Produktion verhindert hätte, kann keine Rede sein… “
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————–Bemerkung zu dem Artikel von Burton Klein————-

Es ist erstaunlich, daß er 1948 durch die Sichtung der Wirtschaftsstatistiken Deutschlands und durch Befragungen usw. zu diesen Ergebnissen gelangt ist. Interessant sind seine Betrachtungen des zivilen Wiederaufbaus nach der Depression 1929-32. An Kriegsvorbereitungen war in Deutschland nicht mehr unternommen worden als in den Alliierten Staaten. Vor dem Krieg und bis 1942 gab es keine Kriegswirtschaft. Es wurde lediglich eine verteidigungsfähige, moderne Armee aufgestellt und der Nachteil durch die Beschränkungen des Versailler Diktats aufgeholt. — nachdem die Abrüstungskonferenzen von Genf gescheitert waren am Widerstand der alliierten Staaten gegen A.Hitlers Abrüstungsvorschläge…. siehe in dem weiteren Artikel… was aber B.Klein nicht erwähnt.

Er geht genauso wie der US Strategic Bombing Survey USSBS von Kriegsabsichten A.Hitlers aus, sogar zu Eroberungen, aufgrund der:

1.) Hoßbach-Niederschrift vom Sept.1937 http://www.1000dokumente.de/index.html?c=dokument_de&dokument=0008_hos&object=translation&st=&l=de

2.) und Hitlers geheimem Memorandum an Hermann Göring anläßlich seiner Ernennung zum Bevollmächtigten des zweiten Vierjahresplanes 1936
als PDF http://www.kurt-bauer-geschichte.at/PDF_Lehrveranstaltung%202008_2009/14_Hitler-Denkschrift_Vierjahresplan.pdf
oder aus dem Heft: PDF http://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/1955_2.pdf

In der Hoßbach-Niederschrift, wörtlich echt oder nicht, ist von der Sowjetunion nur als entfernter Bedrohung die Rede, auch Polen wird als zu erobernder „Lebensraum“ nicht genannt. Nur der Anschluß der Ostmark, deren Parlament diesen sowieso 1919 beschlossen hatte. Die alliierten Mächte des Versailler Diktats hatten das untersagt unter Mißachtung des Slbstbestimmungsrechtes. Weiter sagt Hitler: die Tschechei wäre in einem günstigen Moment niederzuwerfen. Dazu ist in Wirklichkeit kein Krieg angezettelt worden, sondern ein Einmarsch nach deren Zerfall, auf Ersuchen ihres Premierministers. Die Tschecholowakei hatte nach 1919 genauso gegen das Selbstbestimmungsrecht das Sudetenland mit 3¹/² Millionen Volksdeutschen anektiert. Die Tschechoslowakei war Jahrhundertelang Böhmen und Mähren, vielfach von Deutschen aufgebaut und auch besiedelt, wenn nicht schon von Germanen. Siehe die Geschichte Prags zum Beispiel, und es hatte dort keinen Blitzkrieg gegeben.
Diese Ziele, Anschluß Österreichs und Böhmens, sieht er bis 1944 voraus, nur für den Fall daß Frankreich in andere Kriege verwickelt ist oder eine Revolution erlebt, früher. Die Bedrohung durch den Bolschewismus ist Nachfolgern überlassen. Das heißt ganz klar, im Nov.1937 hat Hitler keine weiteren „Lebensraum“-Ziele, auch nicht in Polen. Zu Polen siehe Gerd Schultze-Rhonhof: „1939, Der Krieg Der Viele Väter Hatte“ und www.vorkriegsgeschichte.de

Trotzdem ist Burton Kleins These und sind seine Ergebnisse eine Revision der üblichen Darstellungen der Wirtschaft in der NS-Zeit, die bis heute verbreitet werden. Er gebraucht den Begriff „Nazis, wie er in der alliierten Propaganda üblich war. Man muß diese Zeit im Zusammenhang mit der Weimarer Republik, dem Versailler Diktat und dem 1.Weltkrieg betrachten, siehe Gerd Schultze-Rhonhof.

Zum selben Ergebnis kommt die Zusammenfassung des USSBS, der 1945 die Auswirkungen und Verwüstungen des Bombenkrieges gegen die deutschen Städte dokumentieren sollte und auch die Kriegswirtschaft untersuchte (siehe als Artikel weiter unten.)

Burton Kein war angestellt beim USSBS, der dann in Bad Nauheim einquartiert war unter Leitung von John K.Galbraith. Die Creme jüngerer Wirtschaftswissenschaftler, und sie verfügten über die ausgelagerten Bestände des Statistischen Reichsamtes mit den statistischen Schnellberichten. Einen geeigneten Interpreten fand man in dem Leiter der Industrieabteilung des Instituts für Konjunkturforschung, Rolf Wagenführ (Die deutsche Industrie im Kriege 1939-45, Berlin 1955, Statistisches Handbuch von Deutschland 1928-44 München 1949).
– siehe Vierteljahreshefte des Instituts für Zeitgeschichte, Werner Abelshauser, „Kriegswirtschaft und Wirtschaftswunder“ Jahrgang 47, 1999, Heft 4. PDF-Datei: http://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/1999_4.pdf
Abelshauser verdreht aber einiges und stellt seine eigenen Wirtschaftsthesen inklusive Verdächtigungen über Kriegsabsichten auf.
Burton Klein hat zehn Jahre später 1959 ei ausführlicheres Buch über seine hier beschriebenen Thesen veröffentlicht.

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—Adresse zu dem englischen Artikel von Burton Klein – PDF: http://piketty.pse.ens.fr/files/capitalisback/CountryData/Germany/Other/Pre1950Series/RefsHistoricalGermanAccounts/Klein48.pdf
oder auch PDF unter: https://einedeutscheweise.wordpress.com/bucher-3/
—dort auch die Adressen zum USSBS summary (engl.) – oder unter http://www.anesi.com/ussbs02.htm
—Die Rede Adolf Hitlers vor dem Reichstag 1.Sept.1939 findet sich in der Liste unter 4.Wahlperiode 1939 bei http://www.reichstagsprotokolle.de/rtbiiiauf.html
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———- bitte weiterlesen bei: https://einedeutscheweise2.wordpress.com/2014/02/13/aufustung-zum-2-weltkrieg-teil2/

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Written by einedeutscheweise

24. Februar 2012 at 18:00

Stalins verhinderter Erstschlag-Suworow,WolfgangStrauss,Milstein

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1.) Stalins verhinderter Erstschlag – Viktor Suworow – Wolfgang Strauss (2000)
2.) Der Schukow Plan – Wolfgang Strauss
und ein aktueller Kommentar zu Suworow von Jurij Below
3.) Stalins willige Helfer – Uri Milstein, israelischer Militärhistoriker (2009)
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1.) Moskau 1941: “ … nur durch Krieg möglich


Hitler erstickt die Weltrevolution

Neuer Suworow belegt Stalins Angriffspläne bis ins Detail
Von WOLFGANG STRAUSS – Das Ostpreußenblatt 2000-07-29 und Fortsetzungen.

„Stalin ging mit einer traurigen Bilanz dem Kriegsende entgegen: Eine ganze Generation von Jünglingen und Männern lag unter der Erde. Gegen Ende des Krieges waren die Menschenreserven geschrumpft – man mobilisierte den letzten Rest. Wo? In verbrannten Dörfern. „Das sowjetische Dorf war auf Grund der Kollektivierung todkrank, und der ,Große Vaterländische Krieg’ hat ihm den Todesstoß versetzt. Man hat bei uns Menschenleben nicht geschont und nicht schonen wollen. Der Krieg hat die Bauern zugrunde gerichtet.“

Viktor Suworow bestätigt damit eine Kardinalthese Solschenizyns, daß nämlich Stalins „Großer Vaterländischer Krieg“ – beide setzen diesen Begriff in Gänsefüßchen – ein Vernichtungskrieg gegen das eigene Volk gewesen sei. Gegen alle Ethnien der UdSSR.

Der 53jährige Suworow ist, neben Solschenizyn, der international berühmteste russische Geschichtsrevisionist. Vor einer Neuinterpretation des sowjetisch-deutschen Krieges schreckt er nicht zurück, geht er doch als gewissenhafter Kriegsursachenforscher und damit als Wissenschaftler von der Erkenntnis aus, daß Geschichtsforschung eingedenk des Erkenntnisfortschritts notwendigerweise stets revisionistisch ist.

In Rußland gibt es heute eine „Suworow-Schule“ unter den Historikern, zumal die moderne russische Geschichtswissenschaft weder staatliche Zensur noch „political correctness“ kennt, keine Tabus, keine Denk- und Druckverbote, keine Verfassungsschutzberichte. Präsidenten und Minister kommen und gehen in Rußland, aber die Freiheit der Wahrheitssuche bleibt.

Suworows Erstling „Der Eisbrecher“ hat bis heute 87 Auflagen in 18 Sprachen erlebt, darunter zwei russische Auflagen mit Megazahlen. Vor kurzem erschien Suworows 350-Seiten-Werk „Stalins verhinderter Erstschlag. Hitler erstickt die Weltrevolution“, im Pour-Le-Mérite-Verlag für Militärgeschichte, Selent, DM 49,80. Im Zentrum steht die aufsehenerregende, indes durch Fakten und Dokumente belegte Erkenntnis:

„Stalin hatte den Zweiten Weltkrieg entfesselt, um Europa niederzuwerfen.“ (S. 145)

Wie konnte die sowjetische Öffentlichkeit dennoch jahrzehntelang in die Irre geführt werden, indem man ihr vorgaukelte, bei Stalins Vernichtungskrieg gegen die eigene Bevölkerung habe es sich um einen Verteidigungskrieg gegen einen Eindringling gehandelt? Friedenspolitiker Stalin sei, so die bislang verbreitete These, auf diesen Krieg nicht vorbereitet gewesen, und niemals habe er eine generalstabsmäßig perfekte Absicht besessen, mit der Roten Armee Deutschland zu überfallen und Europa zu erobern.

Die Geschichte auf den Kopf stellen – wie konnte dies der Sowjetöffentlichkeit vermittelt werden? Durch Verdrehungen, Lügen, Fälschungen. Ein eklatantes Beispiel hierfür ist der Vergleich zwischen den deutschen und den sowjetischen Panzerkräften:

Am 21. Juni 1941 hatte Stalin 24 000 Panzer. Am 22. Juni 1941 hatte Hitler 3410 Panzer an der Ostfront. Eigentlich hätte Stalins Panzer-Armada am 23. Juni durch Warschau rollen müssen, eigentlich hätten Hitlers Panzerdivisionen am 23. Juni nicht auf Minsk rollen dürfen. Eigentlich.

Durch einen Trick wurde aus schwarz weiß, indem man „bewies“, daß die Deutschen mehr Panzer hatten. Bei ihren Untersuchungen verschwiegen seit 1944 die sowjetischen Generäle, Marschälle, Professoren die Menge von 24 000 Panzern Stalins. „Fünfzig Jahre lang ist diese Zahl in den offiziellen sowjetischen Veröffentlichungen nie aufgetaucht. Sie wurde erst nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion in den neunziger Jahren bekannt“, schreibt Suworow.

Wie aber konnte man über den Krieg sprechen, ohne diese Zahl zu nennen? Zu diesem Zweck gebrauchte man die Formulierung: „In der Roten Armee gab es am 21. Juni 1941 1861 neueste Panzer vom Typ T-34 und KW sowie viele veraltete und leichte Panzer.“ Allen Sowjethistorikern wurde befohlen, den Zusatz „sowie viele veraltete und leichte Panzer“ zu wiederholen. „Diese Formulierung ist völlig falsch“, betont Militärfachmann Suworow. Erstens besaß die Rote Armee am 22. Juni 1941 die neuesten Panzer T-40 und T-50. Zweitens gab es am 22. Juni 1941 in der Roten Armee 2040 Panzer vom Typ T-34 und KW. Drittens zählten zu den angeblich veralteten Panzern die Schnellkampfwagen BT-2, BT-5 und BT-7 mit amerikanischem Christie-Laufwerk und Dieselmotoren. In der Wehrmacht gab es 1941 nicht einen einzigen Panzer mit Dieselantrieb, breiten Panzerketten und großkalibriger Langrohrkanone. 24 000 zu 3410: Die erste Zahl steht für den gigantischen Panzerkeil einer Angriffs-Streitmacht, und als solche war die Rote Armee lange vor dem 22. Juni 1941 strategisch geplant und im Westen der UdSSR konzentriert worden. Zu einem einzigen Zweck: Das Deutsche Reich zu überfallen. In einer blitzartigen Offensive. Als Erstschlag.

Es gebe im Überfluß Material über die Kriegsabsichten und Aggressionspläne der Stalinschen Armeeführung, bezeugt Suworow: Dokumente, welche die Vorbereitung der Sowjetarmee auf die „Befreiung“ Europas beweisen würden.

Das interessanteste Material wird nicht in Deutschland aufbewahrt, sondern in der Nähe von Moskau, in der Stadt Podolsk. Doch weder Chruschtschow noch Breschnew, Andropow und Gorbatschow gewährten Historikern den Zutritt und die Auswertung der in Deutschland erbeuteten Militärarchive, der „Archive der deutschen Heeresleitung“ (Suworow). Es wurde nichts veröffentlicht, und auch russischen Interessenten wird der Zutritt zu diesen Beständen nicht erlaubt.

„Der Invasionsplan (Stalins) existierte also. Nur weil die erbeuteten deutschen Archive strengster Geheimhaltung unterlagen, war es möglich, diesen Plan (Stalins) jahrzehntelang geheimzuhalten“, schließt Suworow das geheimnisvolle Kapitel des historischen Totschweigens (S. 236.)

Er spricht von den „Schatzkammern von Podolsk“. Er prangert die Politik Jelzins an, denn dieser ließ viele „Schatzkammern“ öffnen, nicht aber die von Podolsk. Und Jelzins Nachfolger, Wladimir Putin, angeblich ein germanophiler Russe? Sein Berlin-Besuch am 16. Juni verriet, leider, keine Kursänderung in dieser fundamentalen Frage der Zukunftsgestaltung in den deutsch-russischen Beziehungen.

Der Kommunismus hinterließ nicht nur ein anthropologisch falsches Menschenbild. Zu seinem Erbe zählt auch ein falsches Weltbild, in dem Stalin als der heimtückisch Überfallene glänzt. Historiker im Westen bekämpfen das Trugbild viel zu schwach und zudem mit nicht überzeugenden Argumenten. Joachim Hoffmann und Ernst Nolte hierzulande und der russische Patriot Viktor Suworow bilden rühmliche Ausnahmen. Daraus resultiert ihr Erfolg im gesamteuropäischen Historikerstreit.

Suworow ist unangreifbar, weil er sich auf Dokumente stützt. Im Zentralarchiv des Ministeriums für Verteidigung der Russischen Föderation befindet sich das weltgeschichtlich bedeutsamste Dokument, belegt es doch die gegen Deutschland gerichtete strategische Kriegsvorbereitung Stalins, nur ein knappes Jahr nach der Unterzeichnung des Nichtangriffspaktes. Aus diesem Dokument geht hervor: Stalin plante den Erstschlag, keinen Verteidigungskrieg. Stalin plante den Überfall, nicht die Reaktion auf einen Überfall. Stalin plante den Vormarsch, nicht eine Defensive.

Am 5. Dezember 1940 bespricht Hitler in der Reichskanzlei Details des Operationsplanes Barbarossa, anwesend Oberst Heusinger und Generaloberst Halder. Am 18. Dezember 1940 diktiert Hitler die Weisung Nr. 21, Fall Barbarossa. Stalins Operationsplan aber stammt vom 18. September 1940! Vorgelegt wird ihm die von Timoschenko und Schukow ausgearbeitete strategische „Aufstellung der Streitkräfte der Sowjetunion für die Jahre 1940 und 1941“.

Das Schlüsseldokument (Archivnummer 103 202/ow) trägt die Stempel „streng geheim“, „besonders wichtig“, „nur persönlich“. Semjon Timoschenko ist zu dieser Zeit Volkskommissar für Verteidigung, Grigorij Schukow der Generalstabschef der Roten Armee.

„An unseren Westgrenzen wird unser wahrscheinlichster Gegner Deutschland sein“, heißt es einleitend.

„Der stärkste Hauptgegner ist Deutschland.“ Die operativen Offensivpläne sehen folgendes vor:

„Die Hauptkräfte der Roten Armee im Westen können je nach Lage entweder südlich von Brest-Litowsk aufgestellt werden, um Deutschland bereits in der ersten Etappe des Krieges mit einem in Richtung Lublin und Krakau und weiter in Richtung Breslau geführten Schlag von den Balkanländern abzuschneiden, es von wirtschaftlich äußerst wichtigen Standorten zu isolieren und die Teilnahme dieser Länder am Krieg nachhaltig zu beeinflussen, oder nördlich von Brest-Litowsk, um den Hauptkräften der deutschen Wehrmacht in Ostpreußen eine Niederlage zu bereiten und dieses Gebiet zu besetzen.“

Eindeutig werden Eroberung und Okkupation von Ostpreußen und Schlesien als vorrangige Ziele der Invasion genannt, um Ostdeutschland mit einem Schlag zu überrollen und zu besetzen. So lautet die Marschrichtung für die Sowjetarmeen südlich von Brest-Litowsk: „Mit den Kräften der Südwestfront im Zusammenwirken mit der Armee der linken Flanke der Westfront der Lublin-Sandomir-Gruppierung des Gegners eine entscheidende Niederlage zu bereiten und in Richtung Weichsel vorzustoßen. Danach ist ein Angriff etwa in Richtung Kielce und Krakau durchzuführen und weiter in Richtung Pilica (Fluß) und Oberlauf der Oder vorzustoßen.“

Die Strategen dieser geplanten Offensive rechnen mit einem Gegner, dessen Verteidigung noch schwach ist (was klarstellt, daß zu diesem Zeitpunkt, September 1940, von Angriffsvorbereitungen auf deutscher Seite überhaupt keine Rede sein konnte – „Barbarossa“ war ja noch gar nicht geboren). Im sowjetischen Angriffsplan liest man:
Der Angriff unserer Kräfte in Richtung Krakau und Breslau, durch den Deutschland von den Balkanländern abgeschnitten werden soll, erlangt eine außerordentlich große Bedeutung. Außerdem werden unsere Kräfte hierbei durch Gebiete des ehemaligen Polen vorstoßen, die noch schwach auf eine Verteidigung vorbereitet sind.“

Es folgt eine präzise Dislozierung der sowjetischen Offensivkräfte, gegliedert in Heeresgruppen, Armeen, Korps, Divisionen: eine gigantische Ansammlung von Angriffstruppen, eine zuvor nie gekannte Truppenkonzentration an der sowjetisch-deutschen Grenze einschließlich Ost-Polen und Baltikum. Heute steht eindeutig fest, daß Stalin sich auf seinen Krieg, einen Angriffskrieg, lange vor dem Entschluß Hitlers, einen Präventivschlag gegen die Rote Armee zu führen, vorbereitet hat. Was immer im neu entbrannten Historikerstreit gegen Nolte, Hoffmann, Post, Seidler vorgebracht werden sollte, ein Vorwurf kann nicht mehr stechen: man würde durch die Veröffentlichung der Stalinschen Überfallpläne die nationalsozialistische Ostpolitik „verniedlichen“. Die primäre Kriegsursache lieferte der Kommunist Jossif Wissarionowitsch Dschugaschwili. Es war Stalins Krieg, der dem europäischen Kontinent vor dem 22. Juni 1941 drohte.

„Stalin wußte: In keinem Land der Welt würde eine kommunistische Partei auf legalem Wege an die Macht kommen“, schreibt Suworow (S. 89). Er zitiert Stalin: „Die Erfahrungen der letzten zwanzig Jahre zeigen, daß es in Friedenszeiten unmöglich ist, in Europa eine kommunistische Bewegung zu haben, die so stark ist, daß eine bolschewistische Partei die Macht ergreifen kann. Eine Diktatur dieser Partei wird nur durch einen großen Krieg möglich.

Dies habe Stalin am 19. August 1939 in einer Rede gesagt, die bis 1994 streng geheimgehalten wurde. „Er sagte das in dem Moment, als er die Schleusen des Zweiten Weltkrieges öffnete. Stalin wußte, daß die Kommunisten nur durch einen Krieg an die Macht gelangen konnten.“

(Teil II, Ostpreußenblatt 2000-08-05)

Hitler durchkreuzt mit seinem Angriff die Pläne für eine sowjetische Invasion in Europa.“ So lautet eine Zentralthese von Viktor Suworow, der durch sein Buch „Der Eisbrecher“ weltberühmt wurde. In seinem neuesten Buch „Stalins verhinderter Erstschlag“ (siehe oben) ergänzt Suworow seine brisante Behauptung mit einer Fülle neuer Belege.
Es geht um den historisch nachweisbaren kausalen Nexus zwischen dem 22. Juni 1941 und den militärischen Eroberungsplänen Stalins, ausgearbeitet und in Gang gesetzt lange vor dem 22. Juni.

Ohne die zum Angriff bereite Rote Armee kein „Barbarossa“, ohne Stalins Invasionsabsicht kein Präventivschlag Hitlers – das ist die Quintessenz des jüngsten Forschungsergebnisses von Viktor Suworow, der im übrigen niemals abgestritten hat, ein Revisionist zu sein, was er sogar als seine Berufsehre betrachtet. Seiner Überzeugung nach ist der ganze Prozeß der Geschichtsschreibung eine einzige Revision. Nicht nur deshalb, weil neue Fakten und Dokumente ans Licht gelangen, sondern weil sogar vermeintlich unumstößliche Tatsachen neu bewertet, neu interpretiert werden müssen. Dazu gehört im vorliegenden Fall die Neuinterpretation von „Barbarossa“.

„Stalins verhinderter Erstschlag“ erscheint rechtzeitig vor dem 60. Jahrestag des sowjetisch-deutschen Krieges, der auch nach Ansicht von Nobelpreisträger Alexander Solschenizyn ein Krieg Stalins gegen das eigene Volk gewesen ist. Solschenizyns Argumente: Grausamkeit und Menschenverachtung des Diktators im Kreml.

Hitlers Präventivschlag am 22. Juni zwang Stalin zur Flucht in eine Legende. Man sei auf sowjetischer Seite auf den Krieg nicht vorbereitet gewesen, außerdem hätte die Rote Armee nicht genügend Panzer gehabt. Mit einem Wort: die Faschisten überfielen einen Friedensstaat.
Die Wahrheit ist, und sie wird von Viktor Suworow aufgedeckt, daß die Rote Armee am 22. Juni 1941 siebenmal mehr Panzer hatte als die Wehrmacht an der Ostfront: 24 000 Tanks mit dem roten Stern, 3410 Kampfwagen mit dem Balkenkreuz. Suworow: „Diese Zahl läßt sich an Hand beliebiger Quellen nachprüfen. Die Akten des deutschen Oberkommandos befinden sich in der Stadt Podolsk bei Moskau“. (Seite 117)

Inhaltlich identisch ist der Offensivplan vom 18. September 1940 – die Zielvorgaben lauten Königsberg, Warschau, Lublin, Krakau, Breslau – mit den berühmten „Erwägungen“. Dabei handelte es sich um die Vorbereitungen zu einem Erstschlag gegen Deutschland einschließlich der von den Deutschen besetzten polnischen Gebiete im Juli 1941, generalstabsmäßig ausgearbeitet von Marschall Timoschenko und Armeegeneral Schukow, vorgelegt dem „Genossen Stalin“ am 15. Mai, exakt viereinhalb Wochen vor dem ersten Schuß am Bug. Am 1. Mai 1941 umfaßte die offensive Entfaltung 178 sowjetische Großverbände an der Westgrenze, darunter 118 Schützendivisionen, 20 Kavalleriedivisionen, 40 mechanisierte Brigaden (Panzer). Auf deutscher Seite standen zu diesem Zeitpunkt 72 Divisionen.

Die Eroberungsziele der sowjetischen Angriffsstrategie laut Generalstabsplan vom 15. Mai 1941 hießen Warschau, Lublin, Krakau, Kattowitz, Olmütz, Bromberg, Danzig, Königsberg. Ein Vergleich mit dem Angriffsplan vom 18. September 1940 zeigt fast analoge Ziele, heißt es doch da zu den Grundlagen „unserer strategischen Aufstellung im Westen“.
„Im Zuge der Truppenkonzentration durch einen Angriff in Richtung Insterburg, Allenstein, gemeinsam mit der Westfront die Kräfte der Deutschen in Ostpreußen zu binden.“ (Seite 319)

Voll im Gange war die Verlegung der sowjetischen Angriffstreitkräfte in die westlichen Militär-Grenzbezirke im Mai und Juni 1941, so daß sich die Elite des Moskauer Militärbezirks am 25. Juni komplett im westlichen Teil Weißrußlands befand. Es waren Dutzende von Korps und Armeen, aufgezählt vom Verfasser auf den Seiten 231 bis 234.

Hohe Befehlshaber der Roten Armee, viele der obersten Stäbe gerieten bereits in den ersten Tagen des Krieges in deutsche Gefangenschaft, weil sie nicht auf eine Verteidigung vorbereitet waren. Sie gerieten auch deshalb in Gefangenschaft, weil ihr Kartenmaterial das deutsche Gebiet zeigte, nicht aber das sowjetische. In Suworows Buch findet sich ein diesbezügliches Bild: Jakow Dschugaschwili, Stalins Sohn, als Kriegsgefangener bei einer deutschen Luftwaffeneinheit. Er sitzt und raucht eine Zigarette des Feindes, vor ihm steht ein Glas mit Rotwein. Ernst und nachdenklich das Gesicht des jungen Offiziers. Er befehligte die 5. Batterie des 14. Haubitzenregiments der 14. Panzerdivision des 7. mechanisierten Korps. Auf Befragen deutscher Offiziere, die ihn höflich, ja fast freundschaftlich behandelten, gab er zu: „Wir hatten Karten von Deutschland, aber keine Karten des sowjetischen Territoriums. Ohne Karten kann die Artillerie nicht schießen.“

Suworow berichtet über das Schicksal von Jakow Dschugaschwili: „Er wollte nicht die militärische Laufbahn einschlagen, sondern den zutiefst friedlichen Beruf eines Ingenieurs ergreifen, und er verwirklichte seinen Wunsch auch. Aber er hatte einen herrschsüchtigen Vater, der darauf bestand, daß der junge Ingenieur Offizier und an der Akademie der Artillerie immatrikuliert wird. Der junge Ingenieur fügte sich dem Willen des Vaters, wurde Offizier und absolvierte die Akademie. Am 5. Mai 1941 fand im Kreml ein feierlicher Empfang zu Ehren der Absolventen der Militärakademien statt. Auf diesem Empfang hielt der Vater eine Rede, die 25 Jahre lang absolutes Staatsgeheimnis war. Doch der Sohn – Oberleutnant Jakow Jossowitsch Dschugaschwili – saß im Saal und hörte die Rede seines Vaters…

Der Sohn kam danach in den Moskauer Militärbezirk, in das 7. mechanisierte Korps von Generalmajor W. I. Winogradow (14. und 18. Panzerdivision sowie die 1. Moskauer Proletarische Motorschützen-Division). Der Marschall der Sowjetunion A. I. Jeremenko empfing das Korps zu Beginn des Krieges in Belorußland. Der Marschall bestätigte: „Das Korps wurde komplettiert.“

Aber nicht die Vervollständigung ist das eigentlich Interessante am Fall 7. mechanisiertes Korps: diese Elite-Einheit befand sich lange vor „Barbarossa“ auf dem Transport an die russisch-deutsche Grenze! Am 25. Juni 1941 lag das Korps in den Wäldern Weißrußlands. Es sei unmöglich, argumentiert Suworow, ein mechanisiertes Korps, das 1031 Panzer, 358 Geschütze und Minenwerfer, 255 Panzerautos, 352 Zugmaschinen, 5165 Lkw sowie 36 080 Soldaten, Unteroffiziere und Generäle umfaßt, innerhalb von drei Tagen vom Moskauer Militärbezirk in den Westlichen Besonderen Militärbezirk zu verlegen. Das sei sogar unter normalen Bedingungen unmöglich. Suworow weiter:

„Nicht nur das 7. mechanisierte Korps wurde heimlich an die Grenze verlegt …. Aus dem gleichen Moskauer Militärbezirk wurde auch das 21. mechanisierte Korps von Generalmajor D. D. Leljutschenko in den Westlichen Besonderen Militärbezirk verlegt – jenem General, den der General der 22. Armee (die gleichfalls heimlich aus dem Ural hierher verlegt worden war) um eine Karte gebeten hatte“. (Gemeint ist eine Karte des weißrussischen Territoriums!)

Suworow schlußfolgert: „Das 7. mechanisierte Korps hatte seine Verladung also vor dem 22. Juni begonnen. Vor dem deutschen Angriff.“ (Seite 234)

In ihren offensiven Aufmarschgebieten in Weißrußland wurden zwischen dem 22. und 24. Juni 1941 eingekesselt und völlig aufgerieben die 22., 3., 4., 10. und 13. Sowjetarmee, darunter das 7. mechanisierte Korps und die Nachbareinheit, das 5. mechanisierte Korps, das heimlich aus dem Baikalgebiet nach Weißrußland verlegt worden war. Wie schon erwähnt, geriet Stalins Sohn Jakow in deutsche Gefangenschaft, wo er aussagte: „Die Karten ließen die Rote Armee im Stich, da der Krieg entgegen den Erwartungen weiter östlich von der Staatsgrenze entbrannte.“ Folgerichtig war man auf sowjetischer Seite von einem Krieg westlich der „Staatsgrenze“ ausgegangen.

In den allerersten Kriegstagen hätten die deutschen Truppen sowjetische Angriffspläne erbeutet und sie mehrfach der ganzen Welt präsentiert, liest man auf Seite 231. Sowjetische Kommandeure hätten bei Verhören nach ihrer Gefangennahme „interessante“ Aussagen gemacht. Aussagen, die Stalins Absicht zum Erstschlag – sprich Überfall – bestätigt hätten. „Darüber gibt es haufenweise Informationen“, meint Suworow. „Es ist gar nicht nötig, zu den Protokollen der Verhöre zu greifen, denen jene Generäle unterzogen wurden, welche im Rahmen der Russischen Befreiungsarmee und anderer Formationen gegen den Kommunismus kämpfen wollten. Diejenigen, die Tod und Lager bevorzugten, sagten das gleiche.“
Nämlich dies, kurz und bündig: Krieg gegen Deutschland, darum die Initiative ergreifen und die Wehrmacht im polnisch-ostdeutschen Raum zerschlagen. Angreifen, einkesseln, vernichten. „Ich empfehle die Protokolle der Verhöre zu lesen, denen der Kommandierende der 5. Armee, Generalmajor M.I. Potapow, der Kommandierende der 6. Armee, Generalleutnant N. I. Musytschenko, der Kommandierende der 12. Armee, Generalmajor P. G. Ponedelin, der Kommandierende der 19. Armee, Generalleutnant M. F. Lukin, und der Kommandierende der 32. Armee, Generalmajor S. W. Wischnewsky, unterzogen wurden. Das gleiche sagten gefangengenommene Korps-, Divisions-, Brigade-, Regiments- und Bataillonskommandeure, ihre Stellvertreter und Stabschefs.“ (S. 231)

Daß Stalin Deutschland 1941 überfallen wollte und zu diesem Zweck in den nordwestlichen, westlichen und südwestlichen Grenzregionen seines Imperiums eine millionenstarke Heeres- und Luftmacht konzentriert hatte, eine Angriffswalze mit den damals modernsten Panzertypen, sei heute eine Tatsache, so Suworow, die eigentlich keiner Rechtfertigung bedarf, sprächen doch die Fakten für sich selbst. „Ein einheitlicher sowjetischer Invasionsplan existierte und wurde in allgemeinen Zügen von der deutschen Aufklärung aufgedeckt“, konstatiert Suworow. „Der deutsche Botschafter, Graf von der Schulenburg, legte diesen Plan am Vormittag des 22. Juni 1941 dem Genossen Molotow ziemlich genau dar und übergab ihm auch ein Aide-Mémoire. Dieser von der deutschen Aufklärung aufgedeckte Invasionsplan war eigentlich Grund und Anlaß des deutschen Angriffs, der eine Präventivmaßnahme zum Schutz vor einem unausbleiblichen und baldigen sowjetischen Angriff darstellt.“ (Seite 231)

Muß die Geschichte umgeschrieben werden? Nein. Sie ist bereits umgeschrieben, das heißt: korrigiert, neu definiert, revidiert. Von mutigen Historikern wie Suworow, Solschenizyn, Nolte, Hoffmann.

Im Mai 1945 erstürmte Schukow mit seiner 1. Weißrussischen Front Berlin. Siebenundvierzig Jahre später, am 1. Mai 1992, lebte Schukow nicht mehr, existierte die Sowjetunion nicht mehr. An jenem ersten Mai-Feiertag nach dem Untergang des Bolschewismus und dem Abtritt der Sowjetarmee fand auf dem Roten Platz keine Militärparade statt. Die Siegermacht von 1945 war ab jetzt nur noch Museumsobjekt. Geblieben waren aber die Tapferkeit und die Opferbereitschaft der Frontsoldaten von damals, der Deutschen und Russen. In privaten Gedenkanzeigen auf den Seiten der „Frankfurter Allgemeinen“ wird jener gedacht, die bei der Abwehr der Stalinschen Invasion ihr Leben gaben: „Gefallen für Deutschland.“ Wird der Tag kommen, da man in russischen Zeitungen des Opfertums, des Todesmutes der Freiwilligen Wlassows gedenken wird: „Gefallen für Rußland“?

(Teil III, 2000-08-12)

Legende vom Überfall 1941: Das Umdenken hat begonnen

Wladimir Sergejew ist ein bekannter Reporter und Publizist, der sich vor allem mit Fragen der Zeitgeschichte beschäftigt. Tabus akzeptiert er nicht. Wie eine Bombe schlug sein Gedenkartikel zum diesjährigen 22. Juni ein, veröffentlicht in der auflagenstarken Moskauer Kulturzeitschrift „Literaturnaja Gaseta“ vom 21. Juni (Folge 25). Schon die Überschrift des Dreispalters signalisiert eine Sensation: „Auch wir hatten unseren ‘Barbarossa’. Schukow-Plan ist kein Geheimnis mehr.“

Im Archiv des Präsidenten der Russischen Föderation entdeckte Sergejew die 20 handgeschriebenen Seiten der Offensiv-Erwägungen vom 15. Mai 1941, kurz „Schukow-Plan“, Stalin vorgelegt von Verteidigungskommissar Semjon Timoschenko und Generalstabschef Grigorij Schukow. Ausgearbeitet nach Weisungen der beiden von Generalmajor Alexander Wassilewskij, damals stellvertretender Leiter der Operativen Abteilung im Generalstab. Das Dokument trägt die Stempel „Streng geheim“, „Besonders wichtig“, „nur persönlich“. In der Beilage befinden sich Karten von Polen, Ostpreußen und Teilen des übrigen Deutschland.

Sergejew würdigt die wissenschaftlichen Verdienste Viktor Suworows. Das Phänomen „Eisbrecher“ gehöre nicht der Vergangenheit an, argumentiert Sergejew, die Kernaussagen im ersten Buch Suworows (1989) seien immer noch aktuell. Die Aufregung im russischen Historikerstreit habe sich nicht gelegt, Suworows Enthüllungsbuch von 1989 erhalte stattdessen jetzt neuen Auftrieb.

Die Bestätigung der Richtigkeit der Suworow-Thesen im wichtigsten Kulturorgan der russischen Printmedien bedeutet eine moralische wie politische Sensation, denn der Schukow-Plan vom 15. Mai beweist, daß die Sowjetarmee entschlossen und bereit war, einen Erstschlag gegen Deutschland zu führen, Polen und Ostdeutschland zu besetzen, um das Deutsche Reich vom Balkan und damit vom rumänischen Erdöl abzuschneiden.

Ein einheitlicher sowjetischer Invasionsplan habe existiert, schreibt Suworow in „Stalins verhinderter Erstschlag“, seinem jüngsten Werk (siehe oben). „Der deutsche Botschafter, Graf von der Schulenburg, legte diesen Plan am Vormittag des 22. Juni 1941 dem Genossen Molotow ziemlich genau dar und übergab ihm auch ein Aide-mémoire.“ (S. 230) Dieser Invasionsplan sei eigentlich Grund und Anlaß des „deutschen Angriffs“ gewesen, „der eine Präventivmaßnahme zum Schutz vor einem unausbleiblichen und baldigen sowjetischen Angriff darstellte“.

Eine der obersten Aufgaben der Wissenschaft ist es, die Menschen vor Legenden zu bewahren. Worauf es ankommt, sind Argumente und Fakten in einem freien Disput, nicht aber Gedankenverbote, Pressionen und Denunziationen, die den deutschen Historikerstreit seit 1986 begleiten.

Zu den zählebigsten Legenden gehört die vom Überfall der Wehrmacht auf die friedliebende Sowjetunion, wobei der Begriff „Überfall“ ewige Immunität zu genießen scheint. Er darf keiner Quellenkritik, geschweige einer Revision unterzogen werden. Seit der Auffindung des Schukow-Plans im Archiv des russischen Präsidenten steht indes einwandfrei fest, daß lange vor dem deutschen Barbarossa ein sowjetischen Barbarossa geplant, ausgearbeitet und zum Vollzug freigegeben war.

Übrigens: Wladimir Sergejew scheint nicht der einzige Entdecker des welthistorisch brisanten Dokuments gewesen zu sein – er gibt dies freimütig zu. Ein weiterer Beweis dafür, daß dem Wirken russischer Geschichtsrevisionisten keine Verbotsgrenzen gesetzt sind.

„Auch wir hatten unseren ‘Barbarossa’“ – mit anderen Worten: Wir, die sowjetische Seite, wollten Deutschland überfallen. Der strategische Aufmarschplan der Roten Armee (von der russischen Historiographie mit dem Kurzbegriff „Erwägungen“ eingeführt), am 15. Mai 1941 von Stalin bei einer Konferenz mit Schukow und Timoschenko gebilligt (sein Placet lautete „dobro“, deutsch „gut“), sah einen Blitzkrieg vor:
Ausbruch der Panzerdivisionen und Mechanisierten Korps aus dem Brester und Lemberger Balkon, mit Vernichtungsschlägen aus der Luft. Der Auftrag bestand darin, Ostpreußen, Polen, Schlesien und das Protektorat Böhmen und Mähren zu erobern und Deutschland vom Balkan abzuschneiden. Lublin, Warschau, Kattowitz, Krakau, Breslau, Prag galten laut den „Erwägungen“ als Angriffsziele.

Ein zweiter Angriffskeil zielte auf Rumänien mit der Einnahme von Bukarest. Die Erfüllung des Nahauftrages, die Masse des deutschen Heeres vor der Weichsel, Narew, Oder zu zerschlagen („rasgromitj“), bildete die Voraussetzung für den Hauptauftrag, Deutschland in einem schnellen Feldzug niederzuwerfen. Das in Polen und Ostdeutschland stehende Hauptkontingent der Wehrmacht sollte in kühnen Operationen unter weitem Vorantreiben von Panzerarmeen und Mot.-Schützen-Brigaden eingekesselt und vernichtet werden.

Sehr ausführlich wird im Sergejew-Artikel in der Literatur-Zeitung darüber berichtet, sachgerecht und ohne Polemik. Die Fakten sprechen für sich. Seine Kommentare untermauert Sergejew mit Zitaten. Der thematische Schwerpunkt liegt auf „Überfall auf Deutschland“ , „Zerschlagung der Wehrmacht“, Eroberung Ostpreußens, Schlesiens und des Generalgouvernements in Polen. Auf keinen Fall dürfe die militärische Initiative im unausweichlichen Krieg den Deutschen überlassen werden, heißt es im Schukow-Plan; darum müsse der Angriff der Roten Armee den Feind unvorbereitet treffen.

Drei Begriffe tauchen im Schukow-Plan mehrmals auf, die den Aggressionscharakter enthüllen: „Überraschungsschlag“ („Wnjesapni udar“), „Vorwärtsentfaltung der Streitkräfte der Roten Armee („raswertiwanija“), „Angriffskrieg“ („nastupatelnaja woina“). Der Begriff „Erstschlag“ kommt in diesem Kriegsplan nicht vor, statt dessen tarnen Stalin und seine Generäle ihre Absichten mit dem schwammigen Terminus „upreschdajuschtschi udar“, was soviel wie Präventivschlag heißen kann. Das Endziel – oder die Endlösung der deutschen Frage aus bolschewistischer Sicht – bedarf keiner Camouflage: die Kapitulation der deutschen Kräfte nicht nur in Ostpreußen, sondern im Osten des Reiches generell. Die Deutschen „rasgromitj“, so Stalins Losung 1941: Die Deutschen liquidieren. Für die Totalmobilmachung war ein Monat eingeplant, der Zeitraum 15. Juni bis 15. Juli. Michail Meljtjuchow, einer der jüngeren Geschichtsrevisionisten aus der Schule Suworows.

„Davon ausgehend, erscheint es glaubhaft, daß die Kriegshandlungen gegen Deutschland im Juli beginnen mußten.“ Zu finden auf Seite 106 des Sammelbandes „Plante Stalin einen Angriffskrieg gegen Hitler?“, gedruckt 1995 in Moskau. Einzelheiten über den Schukow-Plan waren allerdings schon früher durchgesickert. Dmitrij Wolkogonow kommt das Verdienst zu, als erster über den Aufmarschplan des sowjetischen Generalstabs Aufsehenerregendes publiziert zu haben. Als Vizechef der Politischen Hauptverwaltung hatte Generaloberst Wolkogonow als einer der wenigen Geheimnisträger Zutritt zu Kriegsarchiven.

Wolkogonow war nicht nur ein kluger Offizier, sondern auch ein mutiger, der auf dem Höhepunkt von Glasnost und Perestroika die ersten bahnbrechenden Werke des nachsowjetischen Revisionismus verfaßte. Auch Viktor Suworow beruft sich auf diesen gewissenhaften, unerschrockenen Kriegshistoriker, über den Botho Kirsch nur Lobendes findet. Wolkogonow – er starb 1995 – habe die zählebigste stalinistische Geschichtslegende zerstören können, urteilt Botho Kirsch: den Mythos vom „Großen Vaterländischen Krieg“. Von Wolkogonow stammt der Satz:
„Nur über die Siege von 1945 zu schreiben, bedeutet, über die Niederlagen von 1941 zu lügen. Zu lügen über vier Millionen Kriegsgefangenen und über den Rückzug bis Moskau und an die Wolga.“

In seinem Buch „Stalin – Triumph und Tragödie“ erwähnt Wolkogonow auch Details des Schukow-Planes, etwa die Absicht des Generalstabschefs, umfangreiche Truppenverschiebungen als Manöverübungen zu tarnen. Diese Verschiebungen beziehungsweise Verlegungen sollten in Weißrußland und Ost-Galizien genügend Offensivkräfte bereitstellen, „um das deutsche Heer dann anzugreifen, wenn es sich noch im Aufmarschstadium befindet, noch keine Front aufbauen und das Gefecht der verbundenen Waffen noch nicht organisieren kann“. Der Hauptstoß sollte aus den vorspringenden Geländebögen von Bialystok und Lemberg durch Südpolen in den Raum Krakau-Kattowitz geführt werden.

Im Nachhinein, fünf Jahre nach dem Tod Dmitrij Wolkogonows, wird durch den Sergejew-Artikel in der „Literaturnaja Gaseta“ dessen treffsichere Analyse des sowjetischen Angriffsplanes bestätigt. Diese Feststellung schmälert keineswegs die herausragende Leistung Suworows. Der Autor des „Eisbrechers“ hat Geschichte gemacht, und er macht immer noch Geschichte, was ein Wladimir Sergejew neidlos anerkennt. Fortschritt und Durchbruch des russischen Revisionismus wären ohne Suworows „Eisbrecher“ nicht denkbar. So gesehen, bedeutet die Anerkennung in der „Literaturnaja Gaseta“ auch eine Ermutigung für deutsche Geschichtsrevisionisten gerade heute, da Professor Nolte im Kreuzfeuer cognacvernebelter Köpfe der Konterrevisionismus-Front steht, nach seinem Triumph im „Centre National des Recherches Sociales“ in Paris, wo ein begeistertes Publikum den deutschen Geschichtsphilosophen mit stürmischem Applaus überschüttete. (Vergleiche hierzu die Philippika eines Robert Goldmann in der „FAZ“ vom 31. Juli 2000, betitelt: „Die Rationalisierung des Bösen“.)

Wladimir Sergejew, der Mann also, der den 22. Juni-Diskurs neu entfacht hat, indem er Suworows Verdienste herausstellt, beschränkt sich nicht nur auf Lob. Seine Kritik zielt auf den angeblichen Retter Moskaus im Winter 1941 und den Erstürmer Berlins im April 1945. Der geniale Marschall Schukow, war er als Planer und Stratege wirklich genial? Sergejew bezweifelt nämlich die Durchführbarkeit, also die Effizienz des Schukow-Plans im Sommer 1941. Einmal wegen der Transportschwierigkeiten in der UdSSR im Zusammenhang mit der Mobilisierung und Truppenverlegung – Transportchaos war allgemein typisch für das Vorkriegsrußland. Zum anderen wegen der im Osten der UdSSR gelegenen Nachschub- und Reservebasen, weit entfernt vom Aufmarschgebiet in Weißrußland und Galizien. Überdies bemängelt Sergejew Schukows falsche, ja katastrophenschwangere Schwerpunktbildung in der Ukraine, im „Besonderen Kiewer Militärbezirk“, wo die sowjetische Heeresgruppe „Südwestfront“ über die meisten Panzerdivisionen und Mot.-Schützenbrigaden verfügte. Sie sollte nach Westen vorstoßen, in einer Offensivoperation à la Blitzkrieg („nastupatelnaja operazija“), mit dem Auftrag, die Wehrmacht in Polen und Schlesien einzukesseln, zu zerschlagen und zur Kapitulation zu zwingen.

Tatsächlich kam die „Südwestfront“ nach dem 22. Juni erst gar nicht zum Zuge, die Masse ihrer Angriffsverbände – Infanterie, Panzer, Kavallerie, Luftlandetruppen – kapitulierte in den Kesselschlachten von Uman und Kiew.

Schukow irrte noch in einer anderen entscheidenden Frage. Laut Sergejew soll er dem stalinistischen Kriegshistoriker W. A. Anfilow erklärt haben, sein Plan vom 15. Mai 1941 sei von Stalin nicht abgesegnet worden.

Das widerspricht allen glaubwürdigen, wissenschaftlich seriösen Aussagen. Sowohl Wolkgonow und Suworow wie auch der Deutsche Joachim Hoffmann belegen die Tatsache, daß Stalin den Schukow-Plan persönlich abgezeichnet hat (Hoffmann in der „FAZ“ vom 11. Mai 1996). Aber was entscheidender ist, weil es die junge Garde der russischen Kriegsursachenforscher betrifft: Fast alle Autoren des Jahrhundertwerkes „Plante Stalin einen Angriffskrieg gegen Hitler?„, gedruckt 1995 in einem angesehenen Moskauer Wissenschaftsverlag, erkennen in Stalins „dobro“ auf der letzten Seite des Schukow-Planes nicht nur eine Paraphe, sondern kurz und schlicht dies: „Dobro“. Und das heißt, wie erwähnt: „gut“:

Der Überfall auf Deutschland, vom „Vater aller Völker“ gebilligt.

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Quelle:

Das Ostpreußenblatt: Wolfgang Strauss: “ Neuer Suworow belegt Stalins Angriffspläne lange vor Barbarossa bis ins Detail“
1) http://www.webarchiv-server.de/pin/archiv00/3000ob07.htm
2) http://www.webarchiv-server.de/pin/archiv00/3100ob39.htm
3) http://www.webarchiv-server.de/pin/archiv00/3200ob39.htm

oder auch hier übersichtlich alle 3 Teile zusammenhängend:
http://www.mitteleuropa.de/stalin-barbar01.htm

derselbe Artikel gut gedruckt mit Bildern
http://derhonigmannsagt.wordpress.com/2011/05/08/stalins-verhinderter-erstschlag/

Bücher mit ergänzenden Aussagen zum gleichen Thema:

Viktor Suworow: Der Eisbrecher (1989)

Werner Maser: Der Wortbruch (1994)

Max Klüver: War es Hitlers Krieg?(1984), Es war nicht Hitlers Krieg (1993)

David Irving: Hitlers Weg zum Krieg (1978), Hitlers Krieg (1983/1986)

Udo Walendy: Div. Schriften

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und weitere Artikel:

Aufrüstung zum 2.Weltkrieg 1939/41
https://einedeutscheweise.wordpress.com/2010/10/09/321/

Finnland: 1941,42
https://einedeutscheweise.wordpress.com/2010/09/28/aus-finnland-1941/

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2.) Der Schukow-Plan
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Das Ostpreußenblatt / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 30. September 2000
http://www.webarchiv-server.de/pin/archiv00/3900ob25.htm
Präventivkrieg 1941:
Berlin war gewarnt
Der „Schukow-Plan“ zum Angriff auf Deutschland ist vor dem 22. Juni durchgesickert
Von WOLFGANG STRAUSS
Wie gelangte der Schukow-Plan in die Hand der Deutschen? Noch wissen wir es nicht. Doch früher oder später werden wir eine Antwort auf diese Frage finden.“

Diese Enthüllung stammt von einem angesehenen russischen Historiker der jüngeren Generation; Klim Eros ist promovierter Geschichtswissenschaftler. Sein Artikel erschien in der Moskauer „Literaturzeitung“ (Literaturnaja Gaseta) vom 6. September. (2000)

Zur Erinnerung: Der Schukow-Plan beinhaltet den generalstabsmäßig erarbeiteten sowjetischen Aufmarschplan vom 15. Mai 1941. Der Aufmarsch der Roten Armee entlang der Westgrenze der Sowjetunion diente einem geplanten Überfall auf Deutschland.
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zur Person: Viktor Suworow
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aus einem Kommentar von Jurij Below (http://www.jubelkron.de/) beim oben angegebenen Artikel von der Honigmann,
http://derhonigmannsagt.wordpress.com/2011/05/08/stalins-verhinderter-erstschlag/#comment-15313

Viktor Suvorov, eigentlich ehemaliger GRU-Mitarbeiter (Militärische Geheimdienst) Wladimir Bogdanowitsch Resun, stammte aus fernen Osten der „UdSSR“ und war Sohn von verbannter ukrainischer Familie jüdischer Herkunft.

Erst 1967 wurde er wie damals normal war wurde er zum („Politkom“) politischen Kommissar der Armee. Die Aufgabe der Politkom war hauptsächlich die politische Überwachung der Militär um mögliche Verschwörungen oder sogar Putsche zu verhindern.

In dieser Funktion nur formell wurde er zur Panzerdivision in Karpaten Ukraine abkommandiert. 1968 wurde ihm vertraut die Vorbereitung möglicher Invasion nach Prag. Dann auch hat er bei dieser Aktion aktiv teilgenommen.

Jedoch für ihn dieser Versuch zum Wendepunkt geworden: er sollte auch konfrontieren mit der wachsenden Kritik des sowjetischen totalitären System nicht nur in damaligen Tschechoslowakei, sondern mit den ersten offenen Widerstand der kleine Gruppe jüdischen Dissidenten am Roten Platz – erst nach 49 Jahren dort wurde erste nicht vom Staat am 25. August 1968 organisierte Demonstration , die zwar nur wenigen Minuten andauerte und dann wurde brutal durch KGB aufgelöst wurde (http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-45950110.html).

Alle 7 Teilnehmer wurden sofort verhaftet. Diese Demonstration organisierte Pawel Litwinow, der Enkel des ehemaligen sowjetischen Außenministers Maxim Litwinow (eigentlich Max Meir Wallach) der 1942 in Washington Abkommen mit der USA über Landlease und künftige Teilung Deutschland unterschrieben hat.

Suvorov (Resun) wurde beeindruckt durch sehr schnelle Entwicklung der Dissidenten Bewegung, die 1978 bat um politisches Asyl in Genf als sowjetischer „UN-Diplomat“, weil der Krach des sowjetischen System war schon ganz deutlich zu erkennen war. Wie er selbst berichtete, erst in den Westen hat er verstanden viele Fakten, die er als höchste Angehörige des Geheimdienstes erlebte aber erst durch Vergleich mit den westlichen Darstellungen erst in den USA verstanden hat.

Der KGB hat ihn als Verräter in der Abwesenheit zum Tode verurteilt.

Wie fast alle (über 250) 1968-1986 in den Westen abgesetzten KGB und Nomenklatura Angehörigen, konzentriertet er sich auf westliches Schema, das bereits vorgeschrieben wurde auf den sog. „Stalinismus“. Von ihm veröffentlichte Fakten wurde bereits in den Westen durch Geheimdienste und unzähligen Zeugnissen der Überläufer wohl bekannt. In Russland hat er nicht so großen Wert, wie dort gebliebene Historiker.

Bis zu 1986 die Politiker des Westens seine Aussagen nicht gern verbreitet haben. Der deutsche Autor Torsten Mann in seinem Buch „Weltoktober – Wer plant die sozialistische Weltregierung?“ (KOPP Verlag, 2007).

Torsten Mann wirft den Suvorov vor, dass er „Details über die kommunistische Langzeitkampagne“ nicht nachging. „Stalinismus“ als solches ist eine Schleife um die Zusammenarbeit der Bolschewiki und westlichen Geheimdienste wirkt bis heute als Filter des Holocausts. Torsten Mann hat gewiss absichtlich in der Biografie von Suvorov darauf Aufmerksam gemacht, dass Suvorov „mit nur elf Jahren in eine Hochschule der Roten Armee“ käme.

Ganz anderes dagegen berichten der ukrainische Armeegeneral Pjotr Grigorenko oder General Dmitrij Wolkogonoff bzw. Historiker wie Roy Medwedew bzw. Alexander Solschenizyn.

Wenn es so, wie diese Meschen nicht weitentfernte Vergangenheit forschen, bei uns erlaubt würde, dann ganz bestimmt wurden sie als „Rechtsextremisten“ oder sogar „Nazis“ bezeichnet würden.

Nur die neue russischen Historiker, dank Breschnew, der über zwei Millionen Juden Ende 70er vertrieben hat zum Glück kein Holocaustfilter haben. Und den GULag DARF MAN DORT LEUGNEN, aber komischerweise tut jemand das kaum, außer Mitglieder der WKP(b)

In Russland gibt es sog. National-Bolschewistische Partei, die schimpft über jüdischen Sozialisten, aber wie NSDAP, wegen des Adjektivs „sozialistische“, aber hofft den Namen bald gerecht zu werden, da momentan sitzen in Duma bereist paar Duzende von NAZBOListen und behauptet, das im Lande über 160.000 Mitglieder zu haben….
Dagegen am 09.04.2011 ist KPD(b) gestorben, nachdem sie “ihre Aufgaben“ erfüllt habe.
Nun solle die Kommunistische Initiative diese Kommunistische Partei Deutschland (Bolschewiki) ersetzen.

Israelische Kommunistische Partei nach eine lange Krise ist wieder da, diesmal ohne Hinweis: (Bolsheviks), aber dafür mit neuen Staatwappen für Israel, welche „parodiert“ die sowjetischen bekannte Staatswappen – nur Weltkugel ist weg. Wahrscheinlich die Idee der Weltherschafft auch für Ursprungbolschewisten, scheint es so, verräterisch optisch bewirkte. Schauen Sie bitte: http://maki.org.il/en/

A propos 1948 Golda Meir (damals 1. weibliche Außenministerin der Welt) geriet in Konflikt mit Haim Weizmann (1. Präsident), der wollte unbedingt original sowjetischen Wappen haben und sagte: „Unsere Partei der Kommunisten bisher hat ja keine Mehrheit, lieber Haim. Warten wir bis es soweit kommt“ (so schrieb zum 140. Geburtstag von Lenin Ma’ariv-Zeitung 22.04.2011, und zitierte eine gewissen Mordecai Ariel Zöev, der, wie die beiden Disputanten aus Odessa in der Ukraine, stammte)
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3.) Stalins willige Helfer – Uri Milstein Deutsche Militärzeitschrift (DMZ), Nr.72, Nov./Dez.2009
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— (Vorbemerkung: Für Historiker und Öffentlichkeit in USA und Israel ist ein Streitpunkt herauszulesen, wer im 20.Jahrhundert der politisch Schlimmere war A.Hitler oder J.Stalin, aber Milstein ignoriert auch nicht Lenin, anscheinend ist er dem Marxismus nicht wohlgesonnen. Seinen Vergleich mit dem YomKippur Krieg kann man einmal beiseite lassen.
Die Zahlen in Klammern im unten stehen Text entsprechen den Seitenzahlen im DMZ-Magazin):

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Dr. Uri Milstein wurde 1940 in Tel Aviv gebo-ren und gehört zu den renommiertesten und bekanntesten israelischen Militärhistorikern und Publizisten.

„Nachdem ich sämtliche militärische Schachzüge Adolf Hitlers – besonders aber jene vom August/September 1939 – genau analysiert habe, bin ich zu folgender Schlußfolgerung gelangt, die ich in meinem Buch „The Collapse and Its Lessons“ (1993; dt. Der Zusammenbruch und was wir daraus lernen können) veröffentlicht habe, in dem ich Parallelen zwischen dem Jom-Kippur-Krieg 1973 und dem Überschreiten der Maas durch die Wehrmacht 1940 zog: Der deutsche Reichskanzler hatte Ende der 1930er Jahre keinerlei Interesse an einem Weltkrieg, ja nicht einmal an einem Krieg gegen Polen. Vielmehr sorgte er sich – und zwar zu Recht -, daß sich die Streitmächte Großbritanniens und Frankreichs, sobald diese sich den Sand des Pazifismus, den ihnen die bolschewistische Propaganda in die Augen streute, herausgewischt hatten, gegen die Westgrenze des Deutschen Reiches werfen würden und daß dann zugleich die Rote Armee der UdSSR gegen die deutsche Ostgrenze marschieren würde………
Der ehemalige sowjetische Geheimdienstoffizier Viktor Suworow, der 1978 dem bröckelnden sowjetischen Totalitarismus (45) – den Rücken kehrte und zum liberalen Westen überlief, hat sich .. der Aufdeckung von Stalins Musterplan verschrieben: Der Sowjetführer strebte für den bolschewistischen Totalitarismus die Weltherrschaft an und wollte sich hierzu des deutschen militärischen Potentials bedienen, ….
Seit den 1990er Jahren ist zwischen Historikern ein „Weltkrieg“ um die Frage nach dem Hauptschuldigen entbrannt. Heute deutet alles auf einen Hauptschuldigen am Zweiten Weltkrieg – und auch an der Katastrophe, die das jüdische Volk getroffen hat -, und das ist nicht der „Kriegshund“ Adolf Hitler, sondern auch derjenige, der diesen auf seine Nachbarn losgelassen hat: Josef Stalin….
Mit einer für Akademiker ganz und gar professionellen Gehässigkeit war Suworows These von dem etablierten US-Historiker David Glantz 1998 in dem Buch „Stumbling Colossus“ (dt. „Strauchelnder Koloss“) und 1999 von dem nicht minder respektablen israelischen Diplomatiehistoriker Gabriel Gorodetsky in dessen Werk „Grand Delusion“ (Die große Täuschung) angegriffen worden. Aber eigentlich diskutieren diese beiden die Erkenntnisse Suworows gar nicht, sondern stellen sich nur hin und behaupten schlicht, ihre Bücher hätten Suworows These widerlegt…..
vielmehr haben sie offenbart, daß sie selber nur ein äußerst oberflächliches Verständnis von den Zuständen in der UdSSR besitzen. Ihre beiden Angriffe und das Schweigen der anderen machen ebenso eine Aussage über die westliche Linke – die ein marxistisch-leninistisch-stalinistisches Produkt ist, aufpoliert mit etwas intellektuellem Blabla der Frankfurter Schule und deren bekanntestem Repräsentanten im Westen, dem deutsch-jüdischen Gelehrten Herbert Marcuse – wie über Hitler und Stalin. (46)……………
Noch vor dem Ende des Ersten Weltkrieges schrieb der bolschewistische Revolutionär Wladimir Lenin in seinem Aufsatz „Das Militärprogramm der proletarischen Revolution“ (1916/17), daß der kommunistische Totalitarismus den Krieg als Mittel benutzen werde, um die Welt zu erobern, und daß, sollte diese Aufgabe nicht vollbracht werden können, ein weiterer Weltkrieg vonnöten wäre, um die marxistische Utopie auf der ganzen Welt umzusetzen. Und bis die messianischen Tage dieser Utopie anbrächen, wollte Lenin seine Herrschaft auf die grausame „Diktatur des Proletariats“ (Karl Marx) stützen. Nach der Oktoberrevolution 1917 versuchte Lenin, den Ersten Weltkrieg noch zu verlängern, indem er dem Deutschen Reich Unterstützung gewährte: Im März 1918 unterzeichnete die frischgebackene Russische Sowjetrepublik ein Friedensabkommen mit dem Deutschland, das somit einzig an der Westfront weiterkämpfen konnte. Überdies erhielt das Deutsche Reich von Rußland riesige Gebiete mit Industrieanlagen, landwirtschaftlicher Produktion und kriegswichtigen Rohstoffen. Lenin glaubte, daß die kapitalistischen Nationen des Westens ihre Bevölkerung auslaugen würden, so daß die unterdrückten Massen aufstehen und in ganz Europa Revolutionen entfachen würden, die direkt oder indirekt den Bolschewisten zugute kämen. Doch das Deutsche Reich willigte im November 1918 in den angebotenen Waffenstillstand ein, und die Revolten, die von bolschewistischer Seite losgetreten worden waren, erstarben rasch wieder. Bald war klar, daß der Kommunismus in Europa in Friedenszeiten keine Chance hätte…..
Suworow wird in Israel geschätzt
Auch in der Mehrheit der übrigen westlichen Nationen – auch in Israel – ist Suworow bei der akademischen Historikerzunft alles andere als beliebt. Dennoch wird er hier in Israel von zahllosen Lesern geschätzt, insbesondere von den Millionen von Immigranten aus der ehemaligen UdSSR.
Der Haß der israelischen Akademiker ist so zu erklären, daß diese fast sämtlich von der linken Frankfurter Schule beeinflußt sind, die einen starken Einfluß auf die israelische Kultur hat. Allerdings haben Forscher der Gruppe „Ziviles Forum für die Untersuchung von Schlachten“ mehrere Gemeinsamkeiten zwischen den Thesen Suworows und ihren eigenen Untersuchungsergebnissen zu dem Krieg zwischen Israel, Ägypten und Syrien im Jahre 1973 herausarbeiten können. Eine hiervon lautet: Suworow zufolge plante Stalin, das Deutsche Reich anzugreifen, und Hitler kam ihm mit einem Präventivschlag am 22. Juni 1941 zuvor…..
Die Rote Armee wurde geschlagen, weil sie sich zum Angriff in Stellung gebracht hatte. So war es auch beim Jom-Kippur-Krieg: Die israelischen Streitkräfte entlang des Suezkanals und auf den Golanhöhen wurden vom Angriff von Ägypten und Syrien am 6. Oktober 1973 überrascht. Die meisten Geschichtswissenschaftler und Militärhistoriker – sowohl in Israel als auch andernorts – sehen den Grund für die Überraschung in einer falschen Auslegung der gewonnenen Daten….
Deshalb erlitt sie – wie Stalins Rote Armee – große Anfangsverluste, als Ägypten und Syrien ihr mit ihrem Erstschlag zuvorkamen. Erst nach einigen kritischen Tagen bekam Israel die Situation wieder in den Griff- wie Stalin ab dem Winter 1941/42.
Die intellektuelle Elite klammert sich an irrige Dogmen, nur um nicht zugeben zu müssen, daß sie falsch liegt.
Stalin war – das ist beweisbar- nicht nur der Hauptschuldige am Zweiten Weltkrieg und an der Katastrophe, die die Juden getroffen hat, sondern auch – wie Suworow offenlegt – an dem nachfolgenden – marxistischen Einfluß, der sich Im vorgeblich liberalen Westen breitmachte.
In einer Sache allerdings war Stalin Erfolg beschieden: Er hat die Intellektuellen des Westens vor seinen Karren gespannt.“
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der ganze letzte Artikel (am Schluß des selben 3-teiligen Artikels) hier zu lesen
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siehe auch „Werner Maser – Der Wortbruch“ in diesem Block einedeutscheweise

Written by einedeutscheweise

15. Mai 2011 at 13:41

Stalins Fackelmänner-Befehl

with one comment

Der deutsche Angriff auf den fast abgeschlossenen Aufmarsch der Roten Armeen am 22.Juni 1941 hatte kolossale militärische Erfolge, da die Sowjets mit riesiger Übermacht nur auf Angriff aufgestellt und ausgerüstet waren, gemäß den Ideen von Trotzki und Lenin Europa zu überrennen, weil es schon nicht die „Klasse der Proletarier“ a la Marx zuvor gemacht hatte.
Die Bundesdeutsche Geschichtsschreibung behauptet weiterhin, nach Hillgruber, dies als einen „rassenideologischen Vernichtungskrieg“, der den Lebensraum im Osten sichern sollte.
Was diesen Krieg so vernichtend machte, waren haupsächlich die sowjetischen Partisanen. In einer ganzen Reihe von Anordnungen dazu ist Stalins Fackelmänner-Befehl. Die Frage ist auch, wer die „Politik der verbrannten Erde“ verursachte.

Erneut diskutiert werden die Zusammenhänge seit den 2 Ausstellungen „Die Verbrechen der Wehrmacht“ des Hamburger Instituts für Sozialforschung (HIS), das von Jan Philipp Reemtsma gegründet und geleitet ist. Zahlreiche Preise und jetzt auch diesen: Jan Philipp Reemtsma erhält den Schillerpreis 2010 der Stadt Mannheim. Der 57- Jährige habe der Figur des engagierten, unabhängigen, stilistisch brillanten Intellektuellen ein neues und glaubwürdiges Profil verliehen, hieß es in der Begründung.
Bekannt ist aber auch, daß diesen Austellungen zahlreiche Fälschungen nachgewiesen wurden, wie Bogdan Musiał und der ungarische Historiker Krisztián Ungváry, Walter Post und andere nachwiesen, aber die Fälscher machen weiter mit der Verleumdung der deutschen Soldaten.

Stalins Fackelmänner-Befehl:

Hans-Joachim von Leesen schreibt in der Preußischen Allgemeinen Zeitung [1]
Zitat:
„Zu den nicht eben wenigen Legenden, die sich im Laufe der Jahrzehnte um die Geschichte des Zweiten Weltkrieges, hier speziell um das meist negative Verhalten der deutschen Wehrmacht, gesponnen haben, gehört die Behauptung, die umfangreichen Zerstörungen in der Sowjetunion seien allein durch die Deutschen verursacht worden. Sie hätten systematisch in der UdSSR die Politik der „verbrannten Erde“ angewendet, das heißt jedes Wohnhaus, jedes Bauernhaus, jedes Fabrikgebäude, jedes öffentlichen Institutionen dienende Haus, in die Luft gesprengt oder verbrannt. Elektrizitätswerke, Gleisanlagen der Eisenbahn, Silos, Erntevorräte, Magazine seien von der Wehrmacht im Rahmen des angeblich vom Deutschen Reich geführten „Vernichtungskrieges“ gegen die „ostischen Untermenschen“ vernichtet worden.“

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Focus, Monitor und die historische Wahrheit
Von Ernst Gauss und Wilhelm Böke
Nach den Historikern greifen nun endlich auch einige Medien
in der Frage des Partisanenkrieges während des Zweiten
Weltkrieges den Fehdehandschuh auf, der ihnen von den linken
Ideologen um J.P. Reemtsma und J. Heer durch deren
Anti-Wehrmachtsausstellung hingeworfen wurde. Focus z.B.
zeigte Kritikfähigkeit, als es in den Ausgaben 16 & 17/1997
die Dokumente dieser Ausstellung gleich reihenweise als Fälschungen
entlarvte. Bilder von nackten Menschen stellt der
Hauptverantwortliche Ex-Kommunist J. Heer ohne jeden Beweis
als Belege für Massenhinrichtung an Juden dar. Er hatte
sich nicht darum gekümmert, was die Akten der Zentralen
Stelle in Ludwigsburg, aus denen viele seiner Bilder stammen,
zu diesen sagen. Statt dessen übernahm Heer in einem
Fall den Untertitel eines Bildes, den der linksradikale Frankfurter
Journalist Ernst Klee für sein Buch Schöne Zeiten – Judenmord
aus der Sicht der Täter und Gaffer (S. 77) frei erfunden
hatte, wie der revisionistische Forscher D. Lehner
1992 nachweisen konnte (Focus 16/1997). Daß der heutige
leitende Staatsanwalt dieser Zentralen Stelle, Willy Dressen,
Mitherausgeber dieses 1988 im S. Fischer Verlag erschienenen
Buches ist, läßt freilich Zweifel aufkommen, ob die Ermittlungsergebnisse
der Zentralen Stelle wirklich solide sind.

Den “Ermittlungsergebnissen” der Zentralen Stelle zu widersprechen
verlangt Mut. In der Focus-Redaktion jedoch
scheint dieser nicht auszureichen, wie die Ausgabe 17/1997
beweist. Als Beweis für eine weitere Fälschung Heers werden
darin die Akten der Zentralen Stelle herangezogen. Heer
schrieb im Katalog seiner Ausstellung, am 30.10.1941 hätte
eine Einheit der Wehrmacht im Ghetto von Nieswicz 4.500
Juden ermordet. Die Zentrale Stelle allerdings führt aus, diese
Massenerschießung sei unter der Leitung unbekannter Polizisten
durch litauische Hilfswillige ausgeführt worden. Somit
handele es sich in diesem Fall eben nicht um ein Verbrechen
der Wehrmacht, so Focus.
Die Naivität, mit der unsere Medien diffuse staatsanwaltliche
Ermittlungsergebnisse kolportieren, ist erstaunlich. Als ob sie
nicht wüßten, daß in Sachen NS-Verbrechen extra geschulte,
politisch stramm antifaschistische Staatsanwälte die Ermittlungen
führen, und zwar nicht, um ein Verbrechen aufzuklären,
sondern um Schuldige für ein behauptetes, aber unbewiesenes
Verbrechen zu finden und abzuurteilen.
Eine redliche Berichterstattung würde darauf hinweisen, daß
nicht nur unbekannt ist, wer die Täter gewesen sind, sondern
daß es von dem Verbrechen an sich keine Spuren gibt, ja daß
man sich noch nicht einmal die Mühe gemacht hat, den Ort
des Verbrechens zu suchen und Spuren zu sichern!
Unredlich zeigte sich auch Focus TV, das am 13.4.1997 den
Film des Kriegsberichterstatters G. Kessel zeigte, in dem die
Exekution mehrerer Menschen in Pancevo (Jugoslawien)
festgehalten wurde (Vgl. AZ, 4.4.1997). Ein analoges Bild
dieser Hinrichtung wird auch in der Anti-Wehrmachtsausstellung
gezeigt. Weder dort noch im Focus TV-Beitrag wird
angeben, daß diese Partisanen nach einem regulären Kriegsgerichtsverfahren
zum Tode verurteilt wurden, da sie Wehrmachtssoldaten
ermordet hatten. Die gezeigte Hinrichtung
war also, im Gegensatz zur Behauptung von Focus TV, kein
Verbrechen. Und zudem: Wäre es denkbar, daß die Wehrmacht
eigene Verbrechen auch noch von ihren Kriegsberichterstattern
offiziell d okumentieren lassen würde?

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Es gibt eine Unklarheit. ob in das Original des im Washingtoner Nationalarchiv (unter der Archiv Serie 429, Rolle 461, Generalstab des Heeres, Abtlg. Fremde Heere Ost II H 3/70 Fr 6439568) aufbewahrten Dokuments steht, daß diese Partisanen deutsche Uniformen tragen sollten, oder später eingefügt wurde.—

In „Die Junge Freiheit“ schreibt von Leesen 2008 [2]:
Zitat:
Mythen um den sowjetischen „Fackelmänner-Befehl“:
Kritiker denunzieren mit den offenkundigen Klitterungen gleich die gesamte Quelle

Im Oktober 2000 veröffentlichten die vom Institut für Zeitgeschichte herausgegebenen Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte einen Beitrag der Autoren Christian Hartmann und Jürgen Zarusky unter dem Titel „Stalins ‚Fackelmänner-Befehl‘ vom November 1941. Ein verfälschtes Dokument“. Die Historiker wiesen nach, daß die eingeschobenen Sätze über die Verwendung erbeuteter deutscher Uniformen durch sowjetische Partisanen nachträglich in den Originalbefehl hineingefälscht worden seien. Sie konnten belegen, daß die genannte angebliche Quelle so nicht existiert und daß die inzwischen gefundenen weiteren Exemplare der Befehls die Uniform-Passagen nicht enthalten.

Hingegen bestätigen sie ausdrücklich, daß der Hauptteil des Befehls authentisch ist, daß also ohne Rücksicht auf die Zivilbevölkerung die sowjetische Führung die Politik der „verbrannten Erde“ vom nahezu ersten Tag der Feindseligkeiten an verfolgt hat….“.

Dann aber stilisierten sie die dem Original hinzugefügten wenigen Sätze über das Tragen deutscher Uniformen durch Partisanen zum Hauptteil des Befehls. Kurzerhand erklärten sie, daß die Promotoren des „Fackelmänner-Befehls“ häufig nichts anderes im Sinn hätten, als „NS- und Kriegsverbrechen in der besetzten Sowjetunion zu vertuschen und zu leugnen, was einer (…) rechtsextremen Geschichtspropaganda entspricht, die von der entstellenden Interpretation und verzerrenden Wiedergabe historischer Quellen nun zur direkten Fälschung überzugehen scheint“. ….
„Die Echtheit des Befehls wurde der JF gegenüber von Joachim Hoffmann bestätigt, der als Quelle auf den Stalin-Biographen General Dmitrij Wolkoganow hinwies.“ Weiter hieß es: „Den Abschnitt über die deutschen Uniformen konnte Hoffmann jedoch nicht bestätigen.“

Es ist nur einer von zahlreichen sowjetischen Befehlen, die das Ziel hatten, der vorrückenden Wehrmacht lediglich „verbrannte Erde“ zu überlassen. So hatte Stalin am 3. Juli 1941 dazu aufgerufen, den Deutschen „kein Kilogramm Getreide, keinen Liter Benzin“ zu hinterlassen und „alles wertvolle Gut, das nicht abtransportiert werden kann (…) unbedingt zu vernichten“ wie auch das gesamte rollende Material, alle Rohstoffe, jedes Stück Vieh. In einem weiteren Aufruf gab das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Weißrußlands schon am 1. Juli 1941, also keine zehn Tage nach Beginn des deutschen Angriffs, der Partisanenbewegung die Weisung, alle Verbindungen im Hinterland des deutschen Gegners zu vernichten, Brücken und Straßen zu sprengen, Treibstoff und Lebensmittellager, Kraftfahrzeuge, Eisenbahnenlagen zu zerstören, „um den Feind zu vernichten“. Der Oberbefehlshaber der Westfront, Marschall Semjon Timoschenko, erließ am 6. August 1941 einen Aufruf an alle Einwohner der Sowjetunion, sie sollten in den von der Wehrmacht besetzten Gebieten alle Brücken zerstören, Häuser und Wälder anzünden, kurz, alles tun, die Deutschen zu schlagen. Rücksicht auf die Zivilbevölkerung wurde in keinem Fall genommen.

Zu dem, was wirklich stattfand, führt Hans-Joachim von Leesen aus [1]:
Zitat:
„So fanden die vorrückenden deutschen Truppen eine Wüste vor, zumal auch nach der Einnahme durch die Wehrmacht in ihrem Rücken Partisanen das Vernichtungswerk fortsetzten. Welchen Grad die sowjetischen Zerstörungen erreicht hatten, geht auch aus dem Buch von W. P. und Zelda K. Coates „Vom Interventen zum Alliierten 1917–1942 – Die Geschichte der englisch-sowjetischen Beziehungen“ hervor. … berichtet unter anderem von einer Begegnung des sowjetischen Botschafters in London Maiski mit dem britischen Außenminister Eden zu einem Frühstück in London am 21. November 1941. Die beiden Politiker beschworen in Reden die britisch-sowjetische Waffenbrüderschaft.: „Wir mußten Millionen und aber Millionen unserer Zivilbevölkerung evakuieren, wodurch unvermeidliche Unannehmlichkeiten, Härten und Leiden für unser Volk verursacht wurden. Infolge der konsequenten Durchführung der Politik der ,verbrannten Erde‘ mußten wir mit eigenen Händen … alle jene großen Industrieanlagen, Kraftwerke, prächtigen Gebäude und so weiter zerstören, die überall in der Sowjetunion mit Hilfe der heldenhaften Anstrengungen und großen Opfer des gesamten Volkes entstanden waren.“

Das gelang in großem Umfang. Um den deutschen Soldaten jede Unterkunftsmöglichkeit zu nehmen, wurden alle Bauernhäuser, Katen und Hütten verbrannt, was besonders im Herbst und vor allem im harten Winter 1941/42 für alle Betroffenen schlimme Folgen hatte. Zu den Leidtragenden gehörten allerdings nicht nur die Soldaten der Wehrmacht, sondern auch die Kriegsgefangenen, die in den ersten Kriegsmonaten zu Millionen in deutsche Hand gefallen waren, sowie die russische und ukrainische Zivilbevölkerung.

Kaum bekannt ist es, daß Deutschland dann daran ging, ein umfangreiches Wiederaufbauprogramm einzuleiten. Das war zwingend notwendig, weil sonst weder die weißrussische, ukrainische und russische Bevölkerung noch die Wehrmacht im Lande hätte ernährt und versorgt werden können. Notgedrungen unverwirklicht blieb der Plan, aus den jetzt verwüsteten ehemaligen landwirtschaftlichen Überschußgebieten Nahrungsmittel nach Deutschland zu transportieren. Der Münchener Historiker Walter Post hat darüber in dem 1999 erschienenen, überaus aufschlußreichen Band „Die verleumdete Armee“ ausführlich unter Quellenangaben berichtet. So wurde das riesige Dnjepr-Kraftwerk bei Saporoschje, das die ganze Südukraine mit Strom versorgte und völlig zerstört in deutsche Hand fiel, durch die „Organisation Todt“ wieder aufgebaut. Im Januar 1943 konnten die Stromlieferungen wieder aufgenommen werden, wenn auch nur mit 23 Prozent der Vorkriegskapazität.

Um die landwirtschaftliche Erzeugung wieder anzuheben, stellte Deutschland erhebliche Hilfsmittel zur Verfügung. Im Rahmen des „Ostackerprogramms“ wurden während der deutschen Besatzung bis Ende 1943 aus dem Reich 15000 Eisenbahnwaggons mit landwirtschaftlichen Geräten und Maschinen geliefert; darunter befanden sich mehr als 70000 Traktoren, 16000 Holzgasgeneratoren, 5000 Schlepperanhanggeräte, 306000 Gespannpflüge. Außerdem gingen mehrere tausend Kühe, Ochsen, Schweine und Zuchthengste zur Auffüllung des Viehbestandes nach Osten. Die deutsche Landwirtschaftshilfe belief sich bis Ende 1943 auf 510 Millionen Reichsmark. Post listet auf, daß zwischen Juli 1941 und Dezember 1943 Deutschland rund eine Milliarde Reichsmark allein in die Bereiche Bergbau, Energieerzeugung und gewerbliche Wirtschaft steckte, ferner eine weitere Milliarde in die Wiederherstellung des Eisenbahnsystems und den Straßenbau. Walter Post weiter: „Zusammen mit der Landwirtschaftshilfe von 510000000 Reichsmark betrug die deutsche Wirtschaftshilfe für die besetzten sowjetischen Gebiete rund drei Milliarden Reichsmark.“
Soweit Hans-Joachim von Leesen

Nach den Berichten der Wehrmacht allerdings, trugen sehr viele Partisanen erbeutete deutsche Uniformen, schonten nicht die russischen Zivilisten, zerstötern deren Dörfer, waren grausam und fügten der Wehrmacht im Rücken der Front sehr große Opfer zu. Beim deutschen Rückzug erst wurden dann von der Wehrmacht Brücken, Verkehrsverbindungen zerstört um der Roten Armee den Vormarsch zu erschweren.

[1] Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 34-07 vom 25. August 2007 In Stalin fand Alexander I. seinen Meister
[2] www.jungefreiheit.de 23/08 30. Mai 2008 Politisch motivierte Quellenfälschungen
Verweise in Metapedia
Auszüge aus dem Buch von Joachim Hoffmann – „STALINS VERNICHTUNGSKRIEG 1941 – 1945“ sind hier www.horst-koch.de

Written by einedeutscheweise

9. November 2010 at 04:03

Finnland: 1941,42

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Ein gutes Buch! Der Wahrheit verpflichtet!
Hoffentlich bald in Deutscher Sprache
http://www.kaiser-barbarossa.de/kaiserkurier/kurier091/der-wahrheit-verpflichtet.html

Finnische Dokumente über den II. Weltkrieg und seine Vorgeschichte. Die Gilde deutscher Historiker ist aufgefordert, das nachstehende Buch zur Kenntnis zu nehmen und kritisch zu bewerten. Sollten sich die finnischen geheimdienstlichen Erkenntnisse als seriös erweisen, muß die jüngste Geschichte umgeschrieben werden. Die These von der Alleinschuld des Deutschen Reiches am II. Weltkrieg ist demnach nicht mehr zu halten. Nicht umsonst durfte Rudolf Hess über seine Mission weder sprechen noch schreiben. Er wurde entgegen allen menschenrechtlichen Maximen in Einzelhaft 45 Jahre zu Tode gequält. Sein Sohn, ehemals Rechtsanwalt, behauptet mit guten Argumenten die Ermordung seines Vaters durch die Engländer, um einer diskutierten Freilassung zuvorzukommen. Die Unterlagen über das Friedensangebot des deutschen Diktators sind nach zweimaliger Verlängerung durch die britische Regierung bis zum Jahre 2047 gesperrt. Warum wohl?

Erkki Hautamäki, Finnland i stormes öga.

Der finnische Autor Erkki Hautamäki, Studienrat, Major d. Reserve, Rektor des Vuokattiidrittsinstitut in der Zeit von 1970 – 1990, hat jetzt nach langer Vorarbeit einen geschichtlichen Auftrag des finnischen Feldmarschalls Mannerheim und dessen Stabsoffizier Vilho Tahanvainen (1913-1992) erfüllt, indem er ein Buch unter dem Titel Finnland istormens öga, in schwe-discher Schriftsprache, der skandinavischen – und damit der europäischen Öffentlichkeit übergab.

Das epochale Werk Hautamäkis, dessen Inhalt sich auf die bisher unveröffentlichten geheimdienstlichen Aufklärungs-ergebnisse des finnischen Feldmarschall Mannerheim, und seines unermüdlichen patriotischen Geheimagenten Tahanvainen stützt, füllt jetzt einige der letzten weißen Flecken in den Büchern der jüngsten Geschichtsschreibung der europäischen Völker.

Nach Mannerheims Tod im Jahre 1951, er-hielt der Autor Hautamäki durch den ehemaligen finnischen Offizier Vilho Tahanvainen Einblick in die geheimdienstliche Sammlung s. k. Pärm S-32, wodurch erst jetzt die fehler- und irrtumsfreie, hinter-grundpolitische Situation Europas, hier im Besonderen der von Finnland und Deutschland, im Hinblick auf die bis jetzt unerkannt gebliebene geheimbündlerische Zusammenarbeit der US-Ame-rikaner mit dem sowjetischen Diktator Stalin, diese bereits zur Zeit der deutsch-sowjetischen Verträge vom 23. August 1939 und vom 28. September 1939 bekannt, inhaltlich betreffend, die Auslieferung der Baltischen Staaten durch England an den Bolschewismus.

Nachdem schon parteifreie unabhängige Geschichtswissenschaftler wie Viktor Suvorov (Resun), Johannes Hoffmann, Walter Post, Werner Maser u.a., völkerrechtskonform den Nachweis führten, daß das deutsche „Barbarossa“ Präventive vom 22. Juli 1941 kein völkerrechtswidriger Überfall auf eine angeblich friedliche Sowjetunion, sondern ein deutscheuropäischer Opfergang gegen die damals größte Armee der Welt, die waffenstarrende Rote Armee gewesen ist, hat nun Erkki Hautamäki, mit seinem historischen Befund, mutig, entschlossen und nur der geschichtlichen Wahrheit verpflichtet, den Beweis der antieuropäischen Kriegsplanung gegen Europas Mitte erbracht, wobei seinem finnischen Vaterland SUOMI, die Rolle eines Bauernopfers zugedacht war, als die sowjetische Rote Armee das kleine Land des europäischen Nordens, am 30. November 1939, den Absprachen mit Churchill vom 15 Oktober 1939 folgend, grundlos und aus reinem Machtkalkül überfiel.

Hitler und Ribbentrops energischem ultimativem Einschreiten, entgegen dem bereits deutlich sichtbaren Vertragsbruch durch die Sowjets ist es zu danken gewesen, daß die Rote Armee am 13. März 1940 diesen völkerrechstwidrigen Finnlandfeldzug abbrechen mußte.

In Kapitel 10 schildert der Autor, wie der Feldmarschall Carl Gustav Freiherr von Mannerheim durch seine Geheimagenten in Schweden, darunter „Groessmann“ und General L. Malmberg (agent B), Kenntnis von dem geheimen Militärkomplott Stalins und Churchills gegen das Deutsche Reich erlangte.

Die angloamerikanische – sowjetrussische Übereinkunft zwischen Churchill und Stalin sah vier Fronten zur Einkreisung und Niederwerfung des Deutschen Reiches vor. Im Vorlauf: die Besetzung und Annektierung der Baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen, durch die UdSSR – und danach die Besetzung und Annektierung Finnlands, ebenfalls durch die UdSSR.

Front 1 (Nordfront):

Landung französischer und englischer Expeditionsstreitkräfte in Dänemark, Norwegen und Nordschweden; Tarnung dieses geplanten Völkerrechtsbruchs als angebliche „Hilfsmaßnahme für das von den Sowjets bedrohte Finnland“.

Front 2 (Westfront):

Angriff der Grande Nation (Frankreich) auf das Deutsche Reich unter Einschluß und Beteiligung der angeblich Neutralen Niederlande und Belgien.

Front 3 (Südfront):

Angriff Serbiens und Griechenlands auf süddeutsches Reichsgebiet, zum Zweck der Bindung deutscher Truppen zugunsten des Großangriffs der Roten Armee im Osten des Reiches. Planung der britischen Strategie des „Middle East Commands“, den Balkan als „Waffe“ gegen das Deutsche Reich einzusetzen.

Front 4 (Ostfront – „Barbarossa“-Front):

Hauptangriff gegen das Deutsche Reich.! Da nach der Niederwerfung Polens, die deutsche Ostgrenze sich nun direkt zur UdSSR befand, woraufhin nun die riesigen sowjetischen Angriffskräfte dort aufgebaut wurden. (s. Victor Suvorov: „Hitler in Stalins Kalkül“)

Reihenfolge des Vierfronten-Militärkomplottes:

1) Nordfronteröffnung,

2) Westfronteröffnung,

3) Balkanfront und

4) letztendlich der Hauptangriff der Planung mit dem Großangriff der Roten Armee an der Ostfront des Reiches. Zur Zeitplanung gehörte auch, die Rote Armee sollte bereits im Juni 1940 Berlin besetzt haben.

Die deutschen „Blitzfeldzüge“, „Weserübung“ (Norwegen) – englische Verbände waren bereits am 09. April 1940 bei Narwik gelandet(!) – sowie der Frankreichfeldzug ab dem 10. Mai 1940, machten die Churchill-Stalin-Kriegsplanung zeitlich zunächst zunichte, ebenso der griechisch-jugoslawische antideutsche Putsch kommunistischen Ursprungs unter der Führung des Churchill-Agenten Simovic, wurde mit dem deutschen Balkanfeldzug neutralisiert.

(Anm. England und Frankreich hatten bereits am 03. September 1939 unter ziemlich provokativen politischen Umständen dem Deutschen Reich den Krieg erklärt, ohne eigene Aktionen folgen zu lassen. Erst am 10. Mai 1940 bereinigte die Deutsche Wehrmacht mit ihrem „Blitzfeldzug“ diese unwägbare, deshalb sehr unliebsame Feindlage.)

Die Churchill-Stalin-Kriegsplanung gegen das Deutsche Reich mußte daher zeitlich umgruppiert werden. Seitens der Sowjetunion wurde der sowjetrussische Groß-angriff auf Deutschland unter dem Decknamen „Apparazije graza“ auf den 10. Juli 1941 terminiert, dem Adolf Hitler mit dem Rettungs- und Opferungsunternehmen „Barbarossa“ am 21. Juni 1941 zuvorkam, aber letztendlich aufgrund des nur aus der Not geborenen Unternehmens, der Verhinderung um jeden Preis der Bolschewisierung Europas, infolge der gewaltigen Übermacht unterging.

Der Autor Hautamäki hat die aufgedeckte – und im Grunde antieuropäische – Kriegsplanung Churchills unter Einbeziehung der Sowjets, nicht nur gegen Deutschland, sondern auch gegen die kleinen Völker, besonders in Osteuropa, mit Kartenskizzen belegt, so, wie sie auf des Feldmarschall Mannerheims Lagekarte kamen, und so auch der Deutschen Reichsregierung bekannt wurden.

Der wahre Sachverhalt dürfte die überlebt habende Kriegsgeneration aller Länder noch im Nachhinein erschauern lassen, wenn sie sich vorstellen, was wäre gewesen(?), wenn…

die Sowjets mit ihrem angriffsbereiten, hochgerüsteten Millionenheer an den Atlantik gelangt wären. Daß es nicht so kam, ist nicht zuletzt auch unseren finnischen Eurogeschwistern zu danken.

Nachdem die finnische Regierung auf Grund der Kriegslage im Osten 1944, aus dem Verteidigungsbündnis mit Deutschland und den mehr als 910.000 europäischen Freiwilligen (der Waffen-SS), ausscheiden mußte, erging in der Folge dessen, an Feldmarschall Mannerheim der Befehl der sowjetischen Besatzungsmacht, die hier behandelten geheimdienstlichen Aufzeichnungen auszuliefern, was wegen deren Brisanz auch plausibel war.

Mannerheim gab seinen Stabsoffizieren zuvor jedoch Anweisung, Kopien anzufertigen und diese zurückzubehalten und sie später dann zu veröffentlichen. Damit beauftragte er verpflichtend Vilho Tahanvainen und einen weiteren Ex-Offizier, welche teils wegen Bedrohung, teils wegen Krankheit, den Veröffentlichungsauftrag ihres Feldmarschalls nicht erfüllen konnten, jedoch noch vor ihrem eigenen Tod, den tapferen und tüchtigen Erkki Hautamäki, für die Durchführung von Mamnnerheims Vermächtnis verpflichten konnten.

Das Ergebnis liegt nun mit diesem Buche vor. Es hat 238 Seiten, ein Quellenverzeichnis, und ein Namenregister. Es ist ausgestattet mit zahlreichen Fotos, Kartenskizzen und Dokumentarmaterial.

Dem Buch ist wegen der vielen für Deutschland wichtigen, jedoch meist unbekannten Vorkommnisse, eine weiteste Verbreitung zu wünschen.

Es wird gegenwärtig in die finnische Schriftsprache übersetzt – und wegen der Wichtigkeit zur Vervollständigung der deutschen politisch-militärischen Geschichtsschreibung zum Zweiten Weltkrieg sollte es alsbald eine Übersetzung in die deutsche Schriftsprache erfahren.

Dem Autor Erkki Hautamäki gebührt der Dank aller Europäer, weil eine wirklich glückliche Zukunft der Völker Europas nicht auf einer Lüge aufgebaut werden kann, sondern nur auf Wahrheit und absoluter Tatsachengerechtigkeit.

gez. Fritz Becker

Erkki Hautamäki, Finnland i Stormens öga
Marskalk GGE Mannerheims hemliga
Pärm S.32 fran agren 1932 – 1949
Del I
1932 – 1940 Översöttning: Folke Benjamin

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dazu gibt es ein Tonband, das bei Hitlers Besuch in Finnland bei Marschall Mannerheim 1942 heimlich aufgenommen wurde. Er erklärt hier wie er keinen Krieg wollte, aber Stalins Aufmarsch beenden mußte und Mannerheim stimmt zu.

Teil 1) http://www.youtube.com/watch?v=wkLKfClUiHQ&feature=related
Teil 2) http://www.youtube.com/watch?v=kLlCEQ2wVsA&feature=related
Teil 3) http://www.youtube.com/watch?v=PTdsvkWBGlo&feature=related
Die Adressen (URL) in das Adressenfeld des Browsers bitte hineinkopieren oder schreiben, um die Videos anzuhören.

Eine Stunde lang unterhielten sich Hitler, Mannerheim und der finnische Ministerpräsident Risto Ryti informell im Speisewagen. Ein finnischer Radiotechniker hatte damals heimlich Teile des Gesprächs aufgezeichnet. Dieses Tondokument, das vor vier Jahren vom finnischen Radiosender YLE in den Archiven entdeckt wurde, ist das einzig bekannte Tondokument, das Hitler in einem vertraulichen Gespräch, das nicht für die Öffentlichkeit bestimmt war, wiedergibt.

In dem folgenden Ausschnitt wurden allerdings entscheidende Sätze über Stalins Aufmarsch wegzensiert. Trotzdem sagt Hitler auch in diesem Abschnitt, daß „unsere ganzen Waffen nur für den Westen und auch nicht für den Winter zugeschnitten waren“.
Rundfunkarchiv

In der Person des Marschalls von Finnland, Carl Custaf Emil Mannerheim, kreuzen sich nicht nur mehrere Epochen der finnischen Geschichte, er bestimmte auch ihren Lauf. Der adlige Finne erntete selbst in Russland Respekt.
this is finnland
Mannerheim zeigt deutschen Besuchern 1941 sein Hauptquartier, im Hintergrund sein erster Adjudant, Major Ragnar Grönvall.
Mannerheim zeigt deutschen Besuchern 1941 sein Hauptquartier, im Hintergrund sein erster Adjudant, Major Ragnar Grönvall.
Fotos: Deutscher Verlag Bilderzentrale, finland.fi
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Werner Maser: Man muss jetzt zurück zu den Quellen. Das gilt vor allem für Leute wie Jäckel oder Guido Knopp.
Laien halten Knopps Hollywood-Darstellungen für wahr, weil sie im Fernsehen gezeigt werden.
Aber schlimmer kann man mit Geschichte gar nicht umgehen.
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Written by einedeutscheweise

28. September 2010 at 05:44

Veröffentlicht in Geschichte, Video

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