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Agnes Miegel

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Agnes Miegel

Agnes Miegel
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Hörproben:
Mainacht
Mainacht
Trost
Trost
(um Abspielen der Audio-Dateien benötigen Sie eine MP3-Player-Software. Unter der Adresse http://software.mp3.com/software/ können Sie die benötigte Software für Ihr jeweiliges Betriebssystem kostenlos downloaden.)
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Es war ein Land (Auszug)

Es war ein Land, – wo bliebst Du, Zeit?
Da wogte der Roggen wie See so weit,
Da klang aus den Erlen der Sprosser Singen
Wenn Herde und Fohlen zur Tränke gingen,
Hof auf, Hof ab, wie ein Herz so sacht,
Klang das Klopfen der Sensen in heller Nacht.
Und Heukahn an Heukahn lag still auf dem Strom
Und geborgen schlief Stadt und Ordensdom,-
In der hellen Nacht , – der Johannisnacht!

Es war ein Land, – im Abendbrand
Garbe an Garbe im Felde stand.
Hügel auf, Hügel ab, bis zum Hünengrab
Standen die Hocken, brotduftend und hoch,
Und drüber der Storch seine Kreise zog.
So blau war die See, so weiß der Strand
Und mohnrot der Mond am Waldesrand
In der warmen Nacht, – der Erntenacht!

Es war ein Land, – der Nebel zog
Wie Spinnweb, das um den Wacholder flog,
Die Birken leuchteten weiß und golden,
Und korallen die schweren Quitschendolden,
Die Eicheln knirschten bei Deinem Gehen
In den harten Furchen der Alleen.
Ein Stern nur blinkte, fern und allein,
Und Du hörtest im Forst die Hirsche schrein
In der kalten Nacht, – der Septembernacht

Es war ein Land, – der Ostwind pfiff,
Da lag es still wie im Eis das Schiff.
Wie Daunen deckte der Schnee die Saat
Und deckte des Elchs verschwiegenen Pfad,
Grau fror die See an vereister Buhne.

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Agnes Miegel wurde am 9. März 1879 in Königsberg als Tochter einer angesehenen ostpreußischen Kaufmannsfamilie geboren. Zunächst wollte sie Lehrerin werden, reiste dann oft und war von 1920-1926 an der Königsberger „Ostpreußischen Zeitung“ tätig. Seither lebte sie nur noch ihrem dichterischen Schaffen.

Ihre ersten Balladen veröffentlichte Börries von Münchhausen in seinem „Göttinger Musenalmanach“ von 1898. Herb und eindringlich ist der Grundton aller ihrer Dichtungen, ob sie nun zarte Empfindungen des Herzens oder die erschütternde Wucht schwerer Schicksale schildert. Jedes ihrer Werke wurzelt in Gegenwart und Vergangenheit ihrer ostpreußischen Heimat. Die Veröffentlichung der „Gedichte“ (1901), der „Balladen und Lieder“ (1907) sowie der „Gedichte und Spiele“ (1920) hatten ihren literarischen Ruhm begründet. Auch wurde sie durch die Reihe von Erzählungen „Spaziergänge einer Ostpreußin“ bekannt. Im Jahre 1916 erhielt sie den Kleist-Preis.

Als die Universität Königsberg (Albertina) Agnes Miegel im Jahre 1924 die Ehrendoktorwürde anläßlich des 200jährigen Geburtstages von Immanuel Kant verlieh, befand sich die Dichterin bereits auf einem ersten Höhepunkt ihres Schaffens. Im selben Jahr war Agnes Miegel in Wien der Mejstrik-Preis zuerkannt worden und die Literaturkritik feierte sie schon damals als größte deutsche Balladendichterin oder als die größte lebende deutsche Lyrikerin überhaupt. Einige ihrer Gedichte wurden von Herbert Brust vertont. In Elbing erhielt die Agnes-Miegel-Schule ihren Ehrennamen.

Während der Zeit des Nationalsozialismus war Miegel eine bekennende Verehrerin Adolf Hitlers. Sie wurde bereits 1933 Mitglied in der Deutschen Akademie der Dichtung und war seit 1937 Mitglied der NS-Frauenschaft und seit 1940 Mitglied der NSDAP.

Miegel war auf Vortrags- und Lesereisen, bekam Ehrenbürgerschaften verliehen und publizierte eine Anzahl ihrer Werke. Im Jahre 1938 erschien auch ihr Gedicht: An den Führer. Dieses Gedicht entstammt dem erstmals 1940 im Eugen-Diederichs-Verlag erschienenen Gedichtband „Ostland“

Am 27.Februar 1945 mußte Agnes Miegel ihr geliebtes Königsberg für immer verlassen. Die beschwehrliche Flucht endete zunächst in Dänemark. Dort wurde die mittlerweile 66 jährige Miegel im Internierungslager Oksböl gemeinsam mit 36.000 weiteren Deutschen interniert. Knapp 2 Jahre nachdem ihre Flucht aus Königsberg begonnen hatte, durfte sie das Lager Oksböl verlassen und wurde am 14. November 1946 im niedersächsischen Apelern bei der befreundeten Familie von Münchhausen aufgenommen. Gemeinsam mit ihrer späteren Adoptivtochter Elise Schmidt und ihrer Freundin Heimgart von Hingst zog sie 1948 nach Bad Nenndorf. Nach der Währungsreform verdiente sich die mittellose Miegel ihr erstes Nachkriegsgeld mit handschriftlichen Abschriften ihrer Gedichte.

Keine andere Literatin vermochte ihre Heimat Ostpreußen und das Schicksal der Millionen Vertriebenen so eindrucksvoll darzustellen wie sie. Auch ihre Erzählungen, vorzugsweise über ostpreußische Schicksale und Menschen, haben einen hohen künstlerischen Stellenwert. Aus dem eigenen Erleben der Flucht und Vertreibung heraus schenkte sie nach dem Zweiten Weltkrieg vielen Ostdeutschen Trost und Hoffnung auf eine Rückkehr in die Heimat.

„Abschied von Königsberg“. (Auszug):

Wir wandern fort aus den zerstörten Gassen,
Doch wissen wir, die weinend Dich verlassen:
Wenn unsre Augen Dich nie wiedersehn,
Wenn wir vergehn mit unsrem Blut,
Mit unserm Hab und Gut,
Daß noch in Dir, o Mutter, Leben ist,
Und daß Du, Königsberg, nicht sterblich bist!

In Niedersachsen fand Agnes Miegel eine neue Heimat und schrieb voller Dankbarkeit an Prof. Steinacker nach Innsbruck: „Viel Gutes und Gütiges ist mir hier in Niedersachsen noch zuteil geworden.“ Doch besonders in Niedersachsen wird Agnes Miegel heute im Zuge der gegenwärtigen, immer hysterischer anmutenden, politischen Korrektheit verfemt und verfolgt. Namensumbenennungen von Straßen und Schulen sind „im Gespräch“ oder bereits erfolgt.

Als Grund für die Ächtung von Agnes Miegel in der heutigen BRD wird in der Hauptsache das von Miegel und weiteren 87 Künstlern unterzeichnete Gelöbnis treuester Gefolgschaft genannt. Doch das Gelöbnis wurde als Reaktion auf den kurz zuvor erfolgten Austritt Deutschlands aus dem Völkerbund unterzeichnet. Daß die Künstler um Miegel mit ihrer Treuebekundung nicht allein standen, beweist eine am 12. November 1933 erfolgte Volksabstimmung in der 95,1 % der Deutschen ebenfalls den Austritt aus dem Völkerbund befürworteten.
…………………….
Flüchtlingstreck
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Wagen an Wagen

Um Allerseelen
In der dunklen Nacht,
Wenn vor uns stehen,
Die immer neu unserem Herzen fehlen, –
Erinnrung erwacht
An die alten Kirchen, die Hügel im Feld,
Wo sie schlafen, Vätern und Nachbarn gesellt,
In verlorener Heimat über der See, –
Und an alle, die hilflos und einsam starben,
An alle, die sinkend im Eis verdarben,
die keiner begrub, nur Wasser und Schnee,
Auf dem Weg unsrer Flucht, – dem Weg ohne Gnade!

Und wir ziehen im Traum verwehte Pfade
Wagen an Wagen, endloser Zug –
Der ein Volk von der Heimat trug!

Von Norden, von Osten kamen wir,
Über Heide und Ströme zogen wir,
Nach Westen wandernd, Greis, Frau und Kind.
Wir kamen gegangen, wir kamen gefahren,
Mit Schlitten und Bündel, mit Hund und Karren,
Gepeitscht vom Wind, vom Schneelicht blind, –
Und Wagen an Wagen.

Zuckend wie Nordlicht am Himmel stand
Verlassner Dörfer und Städte Brand.
Und um uns heulte und pfiff der Tod,
Auf glühendem Ball durch die Luft getragen.
Und der Schnee wurde rot.
Und es sanken wie Garben, die hilflos starben.
Und wir zogen weiter,
Wagen an Wagen, – –

Und kamen noch einmal, trügrisches Hoffen,
Durch friedliches Land.
Tür stand uns offen
Bei jenen, die nicht unser Leiden gekannt.
Sie kamen, sie winkten, sie reichten uns Brot, –
Sie luden die Not
Am warmen Herde zu sich als Gast.
Scheune und Stroh rief Müde zur Rast.
Doch wir konnten nicht bleiben.
Wir zogen vorüber,
Wagen an Wagen.

Und hörten durch Sturm und Flockentreiben
Das Glockenlied ihrer Türme noch
Und hörten doch
Das Dröhnen des Krieges, der hinter uns zog.
Und vom Wegkreuz bog,
Blutend, mit ausgebreiteten Armen,
Sich dorngekrönter Liebe Erbarmen.

Wir konnten nicht halten, wir konnten nicht knien.
Sie kamen hinter uns, Wagen an Wagen, –
Unsre Herzen nur schrien:
O blick nach uns hin!
Wir wandern, wir wandern, endloser Zug,
Volk, das die Geißel des Krieges schlug ,
Entwurzelter Wald, von der Flut getragen, –
Wohin?
Wohin? – – –

Agnes Miegel (1949)

Bekenntnis

Ich stieg, mein Volk, aus Dir wie Halm aus Acker steigt,
Du hast Dich, Heimat mir wie Mutter hold geneigt,
Ich ward – und sieh, Dein Hauch belebte meinen Geist
Ich wuchs in Deiner Haut von Deiner Hand gespeist
Ich durfte dienen Dir, wie Biene dient dem Schwarm,
Das macht mich reich und stolz – vertrieben noch und arm.

Wie hab ich mich gesehnt als Du noch frei von Ketten,
Heimat in Deinem Schoß zur Ruhe mich zu betten !
Nun muß ich fern von Dir und meinen Vätern sterben –
O laß mich Herr, ein Grab in deutscher Erde erben,
Und laß ein Lied von mir in unsrer Jugend leben,
Hab meine Hülle ich Dir längst zurückgegeben!

Kinderlied (1903)

Die Kinder gehn im Reigen,
Sie singen ihren alten Sang:
„Wir traten auf die Kette.
und die Kette klang.“

Die Kinder gehn im Reigen,
Wir stehen still dabei,
So sangen tausend Male
Daheim wir zwei.

Du trugst ein Kittelschürzchen,
Du warst so blond, du warst so fein,-
Mir ist, als war es heute
Früh im Morgenschein.

Mir ist, als gingen Stunden,-
Und gingen lange Jahre doch,-
Blick her, du hast die lieben unschuldgen Augen noch!

Ich halte deine Hände,
O lieber Kindersang:
Wir traten auf die Kette,
Und die Kette klang….
…………………………….

Und zwei Artikel und Gedichte „Es war ein Land“ „Die Nibelungen“
http://einedeutscheweise2.wordpress.com/2012/03/05/agnes-miegel-2/

Weiteres natürlich hier:
Agnes Miegel Gesellschaft
Text zu ihrem Lebenslauf aus: Metapedia
Gedichte,Bilder aus: kehrusker.net

Written by einedeutscheweise

4. März 2012 at 01:00

Stettin-Bomben,Annexion,Vertreibung

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1. Die Annexion Stettins durch Polen
Stettin 1945 – Polen hatte keinerlei Recht auf eine Annexion – Sowjets brechen Potsdamer Abkommen.
2. Harris‘ Bomber-Command zerstörte die Stadt in der Nacht zum 17.August44 und vierzehn Tage später
3. Vertreibung aus dem Stettiner Gebiet und der Panslawismus plante die Vertreibung der Deutschen seit 1848 – und wer machte sich eventuell die Austände 1948 zu Nutze?

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1. Die Annexion Stettins durch Polen
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( aus „Eissner“ in der Zeitschrift: “Aussenpolitik, 1966, Nr.7, Seiten 438-444)

Gemeinhin besteht bei uns und wohl auch im Westen die Vorstellung, die vom gesamten Osten seit Jahren als “unantastbare Friedens- und Freundschaftsgrenze” ausgegebene Oder-Neiße-Linie verlaufe entlang dieser beiden Flüsse von der böhmischen Grenze bis zur Ostsee.

Tatsächlich aber greift die Oder-Neiße-Linie am Unterlauf der Oder bis zu der Tiefe eines Tagesmarsches auf mitteldeutsches Gebiet über und schließt mit der alten deutschen Großstadt und Wirtschaftsmetropole Stettin, die sich westlich der beiden Mündungsarme der Oder ausbreitet, noch die Stadt Neuwarp und sechs Landgemeinden mit 62 Dörfern ein.

Das gesamte mitteldeutsche Landgebiet, das sich gleich den deutschen Gebieten östlich von Oder und Lausitzer Neiße und dem südlichen Teil der Provinz Ostpreußen seit nunmehr bald 63 Jahren unter polnischer Verwaltung befindet, ist etwa 800 Quadratkilometer groß und wies bei der letzten reichsdeutschen Volkszählung am 17. Mai 1939 rund 440000 deutsche Bewohner auf, 383000 allein in Stettin, dessen Stadtkreis sich damals auch über die nordwärts davon gelegene, heute wieder selbständige Stadtgemeinde Pölitz erstreckte.

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So sehr man den Inhalt der Potsdamer Beschlüsse auch drehen und wenden mag, der Wortlaut besagt eindeutig, daß das westwärts der Oder gelegene Stettiner Gebiet im Bereich der sowjetischen Besatzungszone verbleibt und nicht in den provisorischen polnischen Verwaltungsbereich gehört, welcher sich nur über die deutschen Gebiete ostwärts der Oder und der Lausitzer Neiße sowie über den Südteil von Ostpreußen erstreckt.

Unter dem steten Drängen der provisorischen polnischen Regierung bemühten sich die Sowjets bereits auf der Potsdamer Konferenz, im Sinne der weiteren polnischen Expansionswünsche und Forderungen auch Stettin in polnische Hände zu spielen, doch setzten die Westmächte den von den Amerikanern noch am 30. Juli 1945 auf der Konferenz eingebrachten Vorschlag wenigstens in bezug auf Stettin durch, der die vorläufige polnische Westgrenze “east of ä line running from the Baltic Sea through Swinemünde, and thence along the Oder” vorsah.

Dieser vertraglich fixierten vorläufigen Grenzregelung entsprechend, unterblieb zunächst die Besetzung Stettins durch die Polen, obwohl diese seit April 1945 bereits mehrere, aber immer wieder gescheiterte Versuche unternommen hatten, wenigstens die Verwaltung der Stadt Stettin in ihre Hände zu bekommen.

Schon am 28. April 1945, zwei Tage nach der Eroberung der Stadt durch die Sowjets, trafen zwei Vertreter einer einzurichtenden polnischen Stadtverwaltung in Stettin ein, von denen der eine, ein Ingenieur namens Zaremba, prompt schon am nächsten Tage von der Warschauer provisorischen Regierung zum Stadtpräsidenten von Stettin ernannt wurde.

Sein Bemühen war in erster Linie darauf gerichtet, polnische “Ansiedler” nach Stettin hereinzubringen, ein Bemühen, das insofern Erfolg hatte, als am 4. und 5. Mai auch tatsächlich ein paar Hundert aus Posen eigens übergeführter Polen als erste polnische Bewohner nach Stettin eingeschleust wurden.

In den folgenden Tagen scheinen noch viele Polen über die Oder nach Stettin gekommen zu sein, denn als kurz darauf, für die Polen sicher völlig unerwartet, von sowjetischer Seite der Befehl erging, daß alle Polen bis zum 19. Mai 1945 die Stadt Stettin zu verlassen und sich wieder ostwärts über die Oder zu begeben haben, verließen mit dem polnischen Stadtpräsidenten etwa 4500 Polen die deutsche Metropole, in deren von den Sowjets freigegebene Stadtteile nun Zehntausende vorübergehend geflüchtete Deutsche zurückkehrten.

Am 9. Juni 1945 zog die polnische “Operationsgruppe Stettin” wieder in Pommerns Hauptstadt ein, doch kam es bald zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Deutschen und Polen, da letztere die Arbeit der seit einiger Zeit wieder bestehenden und sogar unter einem deutschen Oberbürgermeister arbeitenden deutschen Stadtverwaltung zu sabotieren und immer weiter einzuschränken versuchten.

Die Rolle der sowjetischen Militärverwaltung als eines Schiedsrichters war gewiß recht schwierig, auch mit Rücksicht auf die zu erwartenden Rückwirkungen seitens der Westmächte, von denen die Amerikaner in offiziellen Noten an die Sowjetregierung vom 8. April und vom 8. Mai 1945 Anfragen wegen der eigenmächtigen Übergabe ostdeutscher Kreise in polnische Verwaltung gestellt und um Aufklärung gebeten hatten.

Auf die amerikanische Note vom 8. April und die zunehmende Verschlechterung des Verhältnisses zwischen den Westmächten und der Sowjetunion war auch das Zentralkomitee der Polnischen (kommunistischen) Arbeiterpartei auf seiner Vollsitzung vom 3. bis zum 5. Mai 1945 eingegangen, auf der Wladislaw Gomulka mahnend seine Stimme erhob, freilich in einem umgekehrten Sinne, als es der Absicht der Westmächte entsprach: “Wenn wir nicht die früheren deutschen Gebiete so rasch wie möglich polonisieren, werden wir keine Begründung für die Erhebung von Ansprüchen haben, die sie uns bereits verweigern!”

Die polnische Publizistin Krystina Kersten, die solches ganz unverblümt mitteilt 1) , bemerkt förmlich im gleichen Atemzuge, daß es wegen des ständig wachsenden Konflikts zwischen den Westmächten und den Sowjets für die Polen notwendig gewesen sei, so rasch wie möglich, wenn schon nicht de jure, so doch zumindest de facte vollzogene Tatsachen zu schaffen und die deutsche Bevölkerung in einer breiten Zone von der Oder-Neiße-Linie völlig zu vertreiben!

Aus diesem Grunde wurde ja auch schon am 3. Juni 1945, kurz vor dem Erlaß der vier Kapitulationsdeklarationen der vier Siegermächte, in denen Deutschland in den Grenzen von 1937 als eine fortbestehende staatliche Einheit betrachtet und ausdrücklich anerkannt wird, das polnisch-kommunistische Militärsiedlungswesen entlang der Oder-Neiße und der pommerschen Ostseeküste geschaffen mit der Aufgabe, das gesamte von Polen erstrebte neue Grenzgebiet von der deutschen Bevölkerung in kürzester Frist vollständig zu räumen, um hernach den Anspruch auf die gesamten deutschen Ostgebiete mit bereits vollzogenen Tatsachen begründen zu können. 2)

Aber auch das zweite Mal blieb die neuerlich in Stettin eingerichtete polnische Stadtverwaltung infolge des zögernden und unschlüssigen Verhaltens der Sowjets nur eine Episode.

Schon acht Tage nach dem Wiedereinzug der Polen in Stettin wurden sie von den Sowjets angewiesen, binnen zwei Tagen Stettin wieder zu verlassen.

Nichts beweist die Hartnäckigkeit der Polen im Verfolg ihrer expansionistischen Absichten so sehr wie die Tatsache, daß die wieder in eine “Operationsgruppe Stettin” zurückverwandelte polnische Stadtverwaltung von Stettin nochmals nur in Lauerstellung ging, diesmal gleich etwas weiter ab, bis nach Köslin, um die nächstbeste Gelegenheit zur Wiederbesetzung Stettins abzuwarten.

Diese Gelegenheit stellte sich freilich sehr bald ein. Sie stand, was bemerkenswert ist, in unmittelbarem Zusammenhang mit dem allgemeinen Rückzug der amerikanischen Truppen aus Sachsen und Thüringen sowie mit dem Abzug der britischen Truppen aus dem westlichen Mecklenburg und der auf diese Weise weit nach Westen erweiterten sowjetischen Besatzungszone, die es wiederum den Sowjets gestattete, die Polen nachzuziehen und nach Stettin einzulassen.

Drei Tage nach dem Abzug der Briten und der Amerikaner, am 3. Juli 1945, erging die nun wohl schon fast risikolos erscheinende sowjetische Entscheidung, die dann nicht mehr rückgängig gemacht wurde, wider den Beschlüssen von Potsdam, welche die Einbeziehung von Stettin in den provisorischen polnischen Verwaltungsbereich nicht erwähnen und auch nicht vorsehen.

Swinemünde, Adolf-Hitler Platz – die Stadt und ihre Umgebung wurde wie Stettin unter Bruch des Potsdamer Abkommens durch die Sowjets von den Polen geraubt!

[…]
Daß es den Polen nicht nur “um die seelische Selbstbehauptung als Nation aus einer jahrhundertelangen Geschichte heraus geht, die die Existenz dieser Nation immer wieder in Zweifel gezogen hat”, sondern auch um fremde Rechte und Gebiete, die ihnen in keiner Hinsicht zukommen und zustehen, und daß “für sie die Oder-Neiße-Linie das Symbol einer geistigen Existenz der Nation” sei, diese freundliche, etwas professoral anmutende Beschönigung der handfesten polnischen Expansionsbestrebungen noch über die Oder-Neiße-Linie hinaus wird in harter Weise auch durch einen weiteren polnischen Vorstoß ad absurdum geführt, den die Polen am 5. November 1947 in Form eines militärischen Handstreiches unternahmen.

Damals besetzten sie in der unverkennbaren Absicht, auch die westlich der Oder verlaufende Hohensaaten-Friedrichsthaler Wasserstraße in ihre Hand und unter ihre Kontrolle zu bekommen, einen etwa 50 Kilometer langen und bis zu 10 Kilometer breiten mitteldeutschen Gebietsstreifen bei Schwedt.

Aus dem Gebiet von Stettin wurde die gesamte Bevölkerung westwärts vertrieben; 180000 Stettiner lebten später allein in der Bundesrepublik Deutschland, wie aus der Bundesstatistik der Vertriebenenausweise hervorgeht 10). Die Kriegs- und Nachkriegsschäden, die im gesamten Stettiner Gebiet und in den dortigen gewaltigen Hafenanlagen verursacht wurden – auch noch nach dem Abzug der Sowjets, als ganze Stadtviertel völlig unbewohnt blieben, aber ausgeschlachtet und im übrigen dem Zahn der Zeit überlassen wurden -, wurden zynischerweise als polnische Kriegsschäden ausgegeben und zweifelsohne Deutschland vorgerechnet. Und dabei sprachen die Polen von deutscher Dreistheit, wenn sie die Friedensnote der Bundesregierung auf ihre Weise beantworteten.

Gekürzt, der ganze Artikel ist bei
nationale-einheit.com abgedruckt („Der Provisorischen Regierung der nationalen Einheit des deutschen Reiches“)
oder mit staatsrechtlichen Kommentaren und zu Themen der Vertreibung
derhonigmannsagt.wordpress.com
oder auch hier gespeichert
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2. Harris‘ Bomber-Command zerstörte die Stadt in der Nacht zum 17.August44 und vierzehn Tage später

Stettin wie es war

Postkarte

Postkarte „Stettin am Bollwerk“ ca.1937

Jörg Friedrich schreibt in „Der Brand“ auf Seite 189:

..Schon 1940/41 waren die ersten Wellingtons aufgekreuzt, um sich nach Punkten umzuschauen, die eine Ladung Bomben vertrugen. Die Oderwerke AG, die Vulcan AG bauten weltberühmte Schiffe, drei hatten das blaue Band erobert, Kaiser Wilhelm der Große, Deutschland, Kaiser Wilhelm II; und das 1940 angelaufene Pölitzer Hydrierwerk zur Flugbenzinerzeugung. Im Jahr 1943 hatte sich die Unterscheidung von Industrie- und Stadtziel überholt, und so war London am 21.April hochzufrieden, mit 339 Lancastern und Halifaxen einen fast tausend Kilometer entfernten Ort erreicht, perfekt markiert und getroffen zu haben. Der bittere Maschinenverlust von sechs Prozent hatte sich gelohnt, denn vierhunderttausend Quadratmeter Innenstadt hielt man für verwüstet. Eine übertriebene Annahme, doch 586 Personen waren definitiv tot.

..dann war der Stadt noch eine sechzehnmonatige Frist gegönnt.. bis zur Nacht des 5.Januar 1944, den nächstem Morgen sahen 244 Personen nicht mehr, schwere Brände loderten in der Altstadt.. In der Nacht zum 17.August kehrte Bomber-Command zurück , die Totalzertrümmerung einzuleiten.. Vierzehn Tage später wurde ein Folgeangriff geflogen, danach war der Ort Vergangenheit. Das Innenstadtviertel zwischen dem bollwerkbewehrten Oderufer und der Peter- und Paul, 1124 anstelle eines slawischen Heiligtums errichtet, existierte nicht mehr. 2430 von 400 000 Einwohnern ließen ihr Leben. Was der große Kurfürst nicht getroffen hatte vom Gotikbestand, schlugen Harris' Blockbuster und Phosphorkanister entzwei.

Die edelste Backsteinkirche Pommerns, St.Jacobi, auf Pfählen ruhend, die Pfeiler schon aus dem Lot gewichen, doch von eisernen Querstreben gehalten, nahm den letzten Stoß. Das gotische Alte Rathaus mit seinen wundersam verzierten zwölf Sternengewölben des Ratsweikellers brannte aus. Das Greifenschloß der Pommernherzöge, 1346 von Barnim II. begonnen, von Bogislaw X. um den gotisierenden Südflügel bereichert und dank Johann Friedrich von einer Renaissancekirche abgerundet, das Vorzugsziel aller Belagerer, bekam den Rest. Ein Raub der Flammen wurde die florentinisch anmutende Schloßkirche mit dem holzgeschnitzten Grabmal Bogislaws, des größten seines Geschlechts. Und des Feindes Macht machte mit der Zertrümmerung des Jacobi-Kirchenschiffs auch Arp Schnittgers Orgel für immer stumm.
Eine unerklärliche Vernichtungstrunkenheit mußte schließlich am 29.März 1945 noch das alte Danzig ins Nichts reißen, das sechs Wochen später eine polnische Stadt sein würde, wie jeder wußte….

Stettin nach den Bombenangriffen

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3. Vertreibung aus dem Stettiner Gebiet und der Panslawismus plante die Vertreibung der Deutschen seit 1848

Auf dem Panslawismus-Kongress in Prag 1848, wo die erste deutsche Universität errichtet worden war, wurde die die Vertreibung der Finnen, Deutschen bis auf die Linie Lübeck-Triest, Italiener und Türken aus ihren angestammten Siedlungsgebieten gefordert. Man sprach dort Deutsch, denn das war die einzige Sprache, die alle slawischen Teilnehmer konnten.
(Dank für die Hinweise an Waffenstudent und andere Kommentare und auch für den Hinweis auf die lesenswerte Seite www,christinenberg.de , von Dörfern der Gegend um Stettin, ihrer Kulturgeschichte und der Flucht vor den Sowjets, der Rückkehr und erneuten Vertreibung durch die Polen unter Raub und Gewalt und vielen Zeugenaussagen.
Daraus ein Hinweis auf den Panslawisten Kongress (am Ende des Artikels):

Heimkehr nach Christinenberg von Ulrich Reinke
Die Vertreibung begann in Etappen. Schon Mitte Mai verkündeten die Polen: „Die Oder ist Grenze, alle Deutschen haben das Grenzgebiet auf eine Tiefe von 8 km zu verlassen.“ Wir glaubten ihnen nicht. In einzelnen Dörfern wurden die Bewohner kurzfristig herausgejagt – doch die Russen scheuchten die Polen und schickten die Leute wieder zurück, dieses Spiel wiederholte sich mehrmals. Die Russen wurden so zu Beschützern der deutschen Bevölkerung. Aber es kam wie in Stettin, die Polen setzten sich durch. „In 20 Minuten alle Deutschen raus“, hieß es dann auch in Rörchen. Wer sein Anwesen nicht verlassen wollte, wie die von Hugenotten abstammende alte Müllersfamilie Henry, denen gab man einen Spaten und befahl ihnen, ihr Grab selbst auszuheben. Als Tote hätten sie bleiben dürfen. Wer sein Haus nicht verlassen wollte, wurde einfach hinausgeprügelt.

Sie zogen aus, arm wie die Kirchenmaus, geschunden an Leib und Seele. Und immer noch nahmen die Plünderungen kein Ende. „Opa, du hast einen feinen Ring“ sprach der Pole zu dem über 80 Jahre alten Tischlermeister Alms – und ehe der alte Mann sich besinnen konnte, war der Ring in der Tasche des Ganoven verschwunden. Es war der Abschaum eines Volkes, der in dem pommerschen Lande 1945 sein Unwesen trieb.

Ende Juni, Anfang Juli, mag es gewesen sein, eine genaue Zeitrechnung hatten wir nicht mehr, da kamen sie. In lang gezogener Reihe, die Köpfe tief gebeugt, es waren wohl einige tausend Frauen, Kinder und greise Männer, die auf der Chaussee am Püttkrug vorbei nach Süden, der Oderbrücke zu, getrieben wurden. Man hörte förmlich ihre schlürfenden Schritte und konnte erahnen, wie viel Verzweiflung, Not und Hunger mit ihnen zog. Was ihnen als Besitz noch verblieben war, schleppten sie in Beuteln, Taschen und Rucksäcken mit sich – es war nicht mehr viel –, nur wenige hatten ein Handwägelchen oder einen Kinderwagen. Für manche Mütter waren nur noch die Kinder der einzige Besitz. Was hatten sie in den vergangenen Wochen schon alles erleben müssen? Das Ende des Elendszuges bildete ein Panjewagen, auf dem man wohl einige Schwerkranke verfrachtet hatte. Und das schlimmste: Rechts und links wurden sie eskortiert von polnischer Miliz mit aufgepflanzten Bajonetten. Es war ein Anblick, der mir zeitlebens im Gedächtnis bleibt. Mit Ohnmacht, Wut und Trauer zugleich sah ich sie vorüberziehen – und konnte nicht einmal fragen nach dem Woher. Später hörten wir: „Das waren die Gollnower“.

Und dann kommt 40 Jahre später ein Vertreter unseres Staates und spricht von einer „erzwungenen Wanderung“ – so kann Geschichte selbst von einem Angehörigen der Kriegsgeneration verfälscht werden.

In den folgenden Tagen und Wochen waren es die Bewohner anderer Städte und Dörfer, die in ähnlicher Weise vertrieben wurden. Jetzt war auch für uns die Zeit zum Handeln gekommen. Was war zu tun? In der sowjetischen Zone wurde noch verhaftet, die Konzentrationslager gefüllt. Also noch bei den Russen bleiben. Als das Kommando nach Finkenwalde-Podejuch verlegt wurde, ging ich mit.

Für Gustav, meinen „Untermieter“, war die „Sowjetische Besatzungs Zone“ wegen seines Alters keine Gefahr. Er sollte rübergehen, ich würde später nachkommen. Für ihn wurde eine Kutsche auf dem Hof von Konrad Lenz gefunden, die Rücksitze abmontiert, ein Kartoffelsack mit seiner Habe aufgeladen, für alle Fälle noch ein Schubkarren dazu, das Pferd vorgespannt und Gustav fuhr in aller Frühe ab. Er war wohl der einzige Pommer, der seine Heimat zum 2. Mal wohlhabender verließ als er gekommen war. Bis Stettin-Scheune ging noch alles gut, dann kam er in die berüchtigte Zentrale der Räuber, sie holten ihn von den Wagen, beschlagnahmten alles für den Kommandanten – der fuhr jetzt mit der Kutsche – und ein alter Mann schob seinen Karren in eine ungewisse Zukunft.

In Finkenwalde-Podejuch war die Zementfabrik zu demontieren. Dazu brauchte man auch einige hundert deutsche Kriegsgefangene. Die riesigen Drehöfen waren zu zerlegen – ich bin sicher, dass sie die nie wieder zusammen bekamen. Ich hatte hier Dienst in der russischen Küche zu leisten, daneben war es meine Aufgabe, für die Lagerküche die Kartoffeln zu beschaffen. In den Dörfern mit größerem Kartoffelanbau wurden die Mieten geleert. Bei diesen Fahrten kam ich auch im August mehrfach nach Christinenberg, ein damals völlig menschenleeres, totes Dorf. Bis nach Belgard wurde gefahren, um Mehl aus deutschen Vorräten zu holen.

Als Entlohnung für die Zivilarbeiter gab es Besatzungsgeld, das war hier völlig wertlos, hat mir später jedoch ein wenig geholfen – gleichzeitig war es auch ein Schritt mehr zur Inflation.

In der Nähe der Zementfabrik verlief die Hauptstraße. Sie war gut zu beobachten. Was da ablief, war immer noch das alte Bild: Herden von Pferden und Kühen wurden gegen Osten getrieben, „Herden“ von Deutschen zogen westwärts. Alle Orte im Hinterland der Oder wurden systematisch von Deutschen „gereinigt“, ethnisch gesäubert, um ein politisches Argument zu haben: „Es sind keine Deutschen mehr im Land“. In großer Hektik schleppte man Ukrainer und Polen aus anderen Gegenden herbei, um schnell vollendete Tatsachen zu schaffen.

Es wurde ausgetrieben und geplündert, gleich ob die Miliz dabei war oder nicht, die schaute einfach weg. An den Straßenrändern von Finkenwalde und Podejuch standen die kriminellen Gestalten und schauten nach Beute unter den Vertriebenen aus. Ein Sprung und sie verschwanden mit einer Tasche, einem Köfferchen.

Erst Anfang August, das Getreide war reif, änderte sich das Bild auf den Straßen, jetzt brauchte man Arbeitskräfte. Vor der Oder wurde nun sortiert, die Arbeitsfähigen kamen am nächsten Tag zurück. Um die Familie nicht vollends zu zerreißen, blieb für viele nur die Möglichkeit einer gemeinsamen Rückkehr in das nun für die Deutschen zum Gefängnis gewordenen Pommernland. Es war der Höhepunkt eines menschenverachtenden Handels, drei Monate nach Ende des Kriegs – und die Welt schaute weg. Trotzdem blieb das Getreide zum größten Teil auf dem Halm stehen und verfaulte – während zur gleichen Zeit auf der anderen Seite der Oder der Hunger und der Typhus in den Notaufnahmelagern seinen Einzug hielt.

Ende August war der Auftrag des russischen Kommandos erfüllt. Die Zementfabrik war abgebaut. Die Einheit sollte aufgelöst werden. Um uns Zivilarbeiter nicht nochmals in die Hände der Polen fallen zu lassen, wurden wir über die Oder gefahren und hinter Stettin abgesetzt. Endstation war das Flüchtlingslager Ückermünde. Neben einer Wassersuppe gab es pro Tag 200g nasses, klebriges Brot – Infektionskrankheiten breiteten sich aus.

Unser Pommernland war in fremder Hand. Wer denkt heute schon daran, dass die Vertreibung der ostdeutschen Bevölkerung schon 1848 auf dem Panslawistischen Kongress in Prag für die nächsten 100 Jahre als Zielvorstellung propagiert wurde? Pommern war „befreit“ – von den Deutschen – oder das „Wiedergewonnene Westgebiet“, wie die Polen behaupten. Diese Propagandalügen wurden nicht nur von den Kommunisten, Nationalisten, sondern gerade auch von der katholischen Staatskirche Polens verbreitet. So wird der untaugliche Versuch unternommen, das Jahrhundertverbrechen der Vertreibung – ein Nachkriegsverbrechen – und den größten Landraub unserer Geschichte zu bemänteln, ja zu rechtfertigen.
Den vertriebenen Pommern blieb nur die Erinnerung und die Sehnsucht nach der alten Heimat – und ein harter Existenzkampf in den ersten Nachkriegsjahrzehnten in einem demontierten, geteilten, besetzten und zerbrochenen Deutschland.

Dieser Beitrag wurde geschrieben, um den leider üblichen Verfälschungen und Verharmlosungen des Vertreibungsgeschehens als „Wanderung“, „Bevölkerungstausch“, „Bevölkerungstransfer“ oder „Umsiedlung“ die erlebte Wirklichkeit entgegenzustellen. Gleichzeitig soll die junge Generation damit an den Leidensweg ihrer pommerschen, sowie ihrer ost- und sudetendeutschen Vorfahren erinnert werden.

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http://www.christinenberg.de/nach_christinenberg.htm
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weiter wird der Panslawismus von Friedrich Engels 1855 beschrieben:
in dem Buch von Prof.Konrad Löw „Das Rotbuch der kommunistischen Ideologie – Marx u. Engels, die Väter des Terrors“ das Zitat Engels 17.April 1855 über den Panslawismus (Deutschland und der Panslawismus):

Die slawische Race, lang geteilt durch innere Zwiste, nach dem Osten zurückgetrieben durch die Deutschen, unterjocht,
zum Teil von Deutschen, Türken und Ungarn, still ihre Zweige wiedervereinend, nach 1815, durch das allmähliche Wachstum des Panslawismus, sie versichert nun zum erstenmal ihre Einheit und erklärt damit Krieg auf den Tod den römisch-keltischen und deutschen Racen, die bisher in Europa geherrscht haben. Panslawismus ist eine Bewegung nicht nur für nationale Unabhängigkeit; er ist eine Bewegung, die ungeschehen zu machen strebt, was eine Geschichte von tausend Jahren geschaffen hat, die sich nicht verwirklichen kann, ohne die Türkei, Ungarn und eine Hälfte Deutschlands von der Karte von Europa wegzufegen, die, sollte sie dies Resultat erreichen, seine Dauer nicht sichern kann außer durch die Unterjochung Europas. Panslawismus hat sich jetzt umgewandelt aus einem Glaubensbekenntnis in ein politisches Programm, mit 800.000 Bajonetten zu seiner Verfügung. Er läßt Europa nur eine Alternative: Unterjochung durch die Slawen oder Zerstörung für immer des Zentrums ihrer Offensivkraft – Rußlands……

http://www.mlwerke.de/me/me11/me11_193.htm
(ganz am Anfang)
(zu vermuten, ohne mehr zu lesen, daß Marx/Engels hier spekulierten, wie sie mit ihrem Klassenkampf einen Platz finden könnten im Weltzerstörungstheater.)

Also, diese politischen Bewegungen waren da um 1850, schwieriger ist dann herauszufinden, von wem sie geschürt wurden und wer sich die Lage zu Nutze machte, wie es etwa Marx/Engels vorhatten?
hier noch ein Ausschnitt aus einem Artikel von Webster Tarpley zu den Aufständen im Nahen Osten 2011:

Wendepunkt Juni/Juli, wie im Jahr 1848

Die Welle von britisch-amerikanischen Putschen von 2011 erinnert an ein historisches Modell: die Aufstände von 1848 in Europa. Sie begannen mit einer Revolte in Sizilien (nicht weit von Tunesien), sie führten zum Sturz des französischen Königs Louis Philippe im Februar und des mächtigen österreichischen Kanzlers Prinz Metternich im März. In diesen Aufständen entluden sich die Spannungen, die sich unter dem System der Heiligen Allianz von 1815 über Jahrzehnte hinweg aufgebaut hatten. Ausgelöst wurden sie jedoch von den Netzwerken des italienischen ultra-nationalistischen Aufwieglers Giuseppe Mazzini, einem Agenten der britischen Admiralität. Die Unruhen erfassten ganz Zentraleuropa.

Der Wendepunkt lag im Juni/Juli 1848, es begann mit einem Aufstand tschechischer Nationalisten in Prag, der nach dem 12. Juni von der österreichischen Armee unter General Windischgrätz blutig niedergeschlagen wurde. Ein Putschversuch radikaler Arbeiter und Einwohner von Paris, die in Louis Blancs Nationalwerkstätten organisiert waren, wurde in den sogenannten Junitagen, der Zeit vom 24. bis 26 Juni 1848, von dem reaktionären General Cavaignac erstickt. In Norditalien wurde die Armee des italienischen Königreichs Sardinien – das Wien den Krieg (2) erklärt hatte, um eine Rebellion in Mailand zu unterstützen, und darauf hoffte, diesen Aufstand dazu nutzen zu können, die Österreicher aus Italien zu vertreiben und einen geeinten Staat zu errichten – am 25. Juli bei Custozza von Marshall Radetzky geschlagen. Im September und Oktober begannen ungarische Nationalisten unter dem Mazzini-Schüler Kossuth einen Bürgerkrieg gegen die Kroaten, was soziales Chaos und (wie R. R. Palmer sagt) »den Krieg jeder gegen jeden« zur Folge hatte. Etwas später wurden russische Truppen aufgerufen, den Aufstand in Ungarn niederzuschlagen. Die Unruhen flammten im Frühjahr 1849 erneut auf, insbesondere mit der Schaffung von Mazzinis Römischer Republik, bevor die Aufstände am Ende des Sommers 1849 abflauten und eine Phase von Unterdrückung, Zynismus und Reaktion begann. Es könnte nützlich sein, bei der Einschätzung der heutigen Ereignisse diesen Zeitrahmen als groben Anhalt im Hinterkopf zu behalten, auch wenn man sich natürlich darüber im Klaren sein muss, dass es keine mechanische oder zyklische Wiederholung geben wird.
kopp-verlag.de
http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/webster-g-tarpley/aus-dem-manipulierten-arabischen-fruehling-der-cia-wird-ein-langer-heisser-kriegssommer-das-obam.html

Written by einedeutscheweise

28. Juli 2011 at 22:54

Der 08. Mai 1945 – Werner Weinlein †

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Der 08. Mai 1945 – Befreiung oder Katastrophe?

Werner Weinlein †

von Michael Dahlke 09.05.2005 – Nach einer kurzen Einleitung, wegen des brisanten Themas, lesen Sie einen Zeitzeugen Bericht über Verbrechen und Leiden, die Deutsche während des Zweiten Weltkrieges erfahren haben. Wir haben uns entschlossen den Bericht von Werner Weinlein † hier zu veröffentlich, da es immer weniger Menschen gibt, die von den Erlebnissen damals berichten können. Der Bericht soll auch nicht dazu dienen, Schuldige zu suchen und irgendwelche Gruppen zu verurteilen, sondern ein neutrales Zeitdokument sein. -…-

In diesen Jahr am 08. Mai jährte sich die Kapitulation der Deutschen Wehrmacht zum sechzigsten mal. Es wurde vielerorts nicht nur in Deutschland, dem offiziellem Ende des Zweiten Weltkrieges gedacht.

In der Tat wurde am 08. Mai 1945 Deutschland vom NS-Regime befreit. Aber weder Elend, Not, noch Tod endeten an diesem Tage. Nein im Gegenteil. Der 08. Mai war der Anfang von unglaublicher Siegerwillkür und Brutalität gegenüber den Unterlegenen. Es geschahen so bis heute ungesühnte Verbrechen, die in direkten Konflikt mit Menschen- und Völkerrecht stehen. Wie es von den Siegern eines Krieges üblich ist, egal welcher Seite sie auch angehören, werden solch belastende Ereignisse meist totgeschwiegen. Es folgt aus diesem Grund fast immer eine einseitige Geschichtsbetrachtung, wohin man schaut. Kein Schulbuch, das sich diesem Thema annimmt, geschweige es offen anspricht. Wer sich unvoreingenommen und kritisch mit diesem Abschnitt der Geschichte beschäftigt, kommt schnell in den Verdacht ein „Nazi“ zu sein.

An dieser Stelle sei erwähnt, das wir nicht die Opfer aufrechnen wollen. Der Bericht dient ausschließlich der Wahrheitsfindung und zur Aufklärung aller Menschen, damit sich dieser Wahnsinn, gleich in welchem Land, nicht wiederholt
„Immer doch schreibt der Sieger die Geschichte des Besiegten. Dem Erschlagenen entstellt der Schläger die Züge. Aus der Welt geht der Schwächere und zurück bleibt die Lüge“. Bertolt Brecht

Vor einem halben Jahr wurde dem Autor des Artikels von Frau S. via E-Mail eine unglaubliche Geschichte zugetragen, von deren Sachverhalt er buchstäblich eine Gänsehaut bekam. Es handelt sich um ein Referat von Werner Weinlein, das er vor seinem Tod im Jahre 2004 im Rahmen eines Vortrages bei der CDU in Nürnberg hielt.

Die darin geschilderten Erlebnisse waren so ungeheuerlich, daß sich der Autor des Artikels mit Frau S. in Verbindung setzte, um dessen Wahrheitsgehalt zu prüfen und mehr zu erfahren. Er sollte in diesem Zusammenhang nicht enttäuscht werden! Frau S. bestätigte ihm den Wahrheitgehalt und hatte sogar noch weitaus erschütterndere Informationen für ihn parat. Wie z.B. den persönlichen Erlebnisbericht von Werner Weinlein, sowie weitere Dokumente, die die menschenverachtenden Verbrechen gegenüber den deutschen Bürgern erahnen lassen.

09.05.2005 – Im Archiv von
http://www.extremnews.com/premium/zeitgeschichte/berichte/europa/6dd0109fe0774f8

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Zusatz: Mir selbst steht es nicht zu diese Erlebnisberichte zu werten oder in ein Verhältnis zu anderen Grausamkeiten oder Verbrechen zu setzen, die im Kriege geschahen. Der Autor Werner Weinlein hat dazu seine Meinung ausgedrückt, die aufgrund seiner persönlichen Erlebnisse so war. Ihm sollte jedoch seine Stimme gelassen werden.
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Werner Weinlein:

„Ich bin nun 81 Jahre alt, war im Beruf Justizamtsrat und fast 8 Jahre bei der Wehrmacht und im Arbeitsdienst. Nach ¾ Jahren Arbeitsdienst 1937/38 bin ich zum Wehrdienst zur Luftwaffe gekommen und zwar zum 1. Flak-Regiment 1/9 in Fürth, der „Ehrenlegion Legion Kondor“, eingerückt. Die 2 Jahre waren noch nicht herum, brach der 2. Weltkrieg aus und ich war vom 1. Tag bis zum buchstäblich letzten Tag des Krieges, dem 8. Mai 1945, Soldat.

Meine erste Einheit, die „Legion Kondor“, ging in Stalingrad total unter. Ich war durch meine vorherige Verwundung nicht mehr dabei. Meine zweite Einheit, auch ein Flak-Sturm-Regiment, ging in der Normandie, vor der „Omaha-Bucht“ vor Bayeux, der Hauptlandestelle der Invasionsarmee der Alliierten, besonders der Amerikaner, total unter. Ich entkam nur deshalb, weil ich am 5. Tag der Schlacht, es soll die größte Schlacht der Weltgeschichte gewesen sein, da ich schwer verwundet war und der Kommandeur mich mit seinem Wagen ins Lazarett fahren ließ; doch von den Kameraden hatte ich nie wieder etwas gesehen. Ich hatte einen Pistolenschuß im Arm, einen Streifschuß am Bein und einen schweren Lungenriß.

Ich überlebte. Dies war der 10. Juni 1944.

Meine dritte Einheit, auch ein Flak-Sturm-Regiment, ging am 8. Mai 1945 bei der Kapitulation und Gefangenschaft unter und kaum jemand meiner Kameraden kehrte zurück.

Für dieses Ereignis lege ich Ihnen nun einen Kurzbericht bei, den ich bei einem Vortrag zum 8. Mai 1984 geschrieben und öffentlich gebracht habe.“

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„Wenn wir an das Jahr 1945 zurückdenken, so verbindet sich die Erinnerung an dieses Datum mit großer Trauer. Wir erinnern uns an das große Leid, das über uns Deutsche hereingebrochen war. Ein Leid mit all seinen Schrecken, gepaart mit einer unendlichen Hoffnungslosigkeit jener Tage.

Mit dem 08. Mai1945 begann die größte Menschenjagd, die es jemals auf der Welt mit einem großen Volk gegeben hat. Es geht um das Gleichheitsprinzip und um die Wahrheit, es geht darum, daß diese Verbrechen bekannt gemacht werden und an die Weltöffentlichkeit kommen die nur „Auschwitz, Maidaneck und Dachau“ hört, doch endlich auch von den Leiden der Deutschen etwas erfährt.

Wir Deutsche waren dem Haß und der Rachsucht auf Gnade und Ungnade preisgegeben. Rechtlos, zu Freiwild abgestempelt, begann das große Spießrutenlaufen der Deutschen. Demütigungen, Erniedrigungen, Diffamierungen, Mißhandlungen aller Art, Folter und Totschlag, massenhafte Ermordung gefangener Soldaten und Zivilpersonen waren viele Monate lang an der Tagesordnung. Die Sieger warfen das ganze deutsche Volk in den Zustand absoluter Sklaverei. „Arbeit, Leben und Eigentum aller Deutschen stehen in der vollen Verfügungsgewalt der Sieger“, erklärte Churchill. Über 20 Millionen Deutsche wurden in Europa und aller Welt aus ihren angestammten Heimatorten verjagt, davon über eine Million in Arbeitslager verschleppt, Hunderttausende in der ganzen Welt interniert oder in KZ`s eingesperrt, und das nur weil sie Deutsche waren.

Im Zuge des 08. Mai 1945 geschah Massenunrecht, das erst durch neudeutsche Extremumerzieher und Nestbeschmutzer zu „Befreiern“ verklärt wurden. Die Westmächte hinterließen ihre Visitenkarte in Form von gewaltigen Leichenbergen nach völkerrechtswidrigen Luftangriffen auf die deutsche Zivilbevölkerung. Allein der furchtbare sexuelle Holocaust, der von Siegersoldaten an deutschen Frauen und Mädchen verübt wurde, sollte es verbieten, die Geschehnisse von 1945 als „Befreiung“ zu verklären. Auch die GIs waren nicht unschuldig und das Wort „befreien“ wurde auch von diesen im Sinne von „Beute machen“ verstanden.

Die vielleicht schlimmsten Massenvergewaltigungen, die jemals von der weiblichen Bevölkerung eines besiegten Landes erduldet werden mußte, waren diejenigen, die am Ende des 2. Weltkrieges von den Angehörigen der Roten Armee an deutschen Frauen verübt wurden. Nach seriösen Schätzungen fielen zwischen Frühsommer und Herbst 1945, allein in Berlin mindestens 110 000 Mädchen und Frauen den sowjetischen Soldaten zum Opfer, wobei etwa 40 % mehrfach vergewaltigt wurden.

Die Rote Armee hat mehr als 2 Millionen Kunstwerke und Kulturgüter aus Deutschland in die Sowjetunion geschafft. Diese Zahl ergibt sich aus einer Bestandsaufnahme des Jahres 1957, die einen Überblick über jene Kunstgegenstände aus Deutschland, die von den sogenannten „Beutebrigaden der Roten Armee“ beschlagnahmt – also geplündert und in die UdSSR überführt wurden. Über das Ausmaß der „privaten Beute“ der Rotarmisten gibt es sowieso keine Angaben.

Doch am unverschämtesten „befreiten“ die USA Deutschland vom wissenschaftlichen Schatz, auch von den deutschen Wissenschaftlern, die man ebenfalls „mitgehen“ ließ. C.Lester Walker, (Journalist USA) schreibt – „1945 spielte sich nicht nur der größte Kunstraub der Weltgeschichte ab, verübt in Deutschland von Siegern, sondern auch der gewaltigste Diebstahl von Know-How“.

Eigens ein neues deutsch-englisches technisches Fachwörterbuch sei aufgesetzt worden mit etwa 40.000 neuen technischen und wissenschaftlichen Ausdrücken, um die sensationellen Fachausdrücke beim interessierten Publikum bekannt zu machen. Einzelbeispiele: „Wir erbeuteten unter diesen unschätzbaren Geheimnissen das Verfahren und die Apparaturen zur Herstellung des besten Kondensators der Welt.“ Auch bei den synthetischen Textilien machten die amerikanischen Plünderer sensationelle Entdeckungen. Walker: „Die Sammlung von Kriegsgeheimnissen hat auf dem Gebiet der Textilien so viele Offenbarungen gebracht, daß den amerikanischen Fachleuten schwindlig geworden ist“. Über die Ausbeute in den Laboratorien der I.G.Farbenwerke hieß es: “ Der größte Glücksfall von Fabrikationsgeheimnissen wurde uns in aus den Laboratorien und Werken des deutschen Chemiekonzerns der I.G. Farbenindustrie zuteil. Nie zuvor soll es ein solches Schatzhaus von Geheimverfahren gegeben haben.“

Die Kriegsgefangenen

Die US-Army tötete in ihren Kriegsgefangenenlagern zehnmal mehr Deutsche als auf den Schlachtfeldern – von der Normandie bis zum Sieg. Der amerikanische Kriegsverbrecher Eisenhower hat absichtlich rund 1 Million deutsche Kriegsgefangene in den Rheinwiesen ohne Verpflegung, ohne Unterkunft, ohne ärztliche Betreuung mitten in Deutschland umbringen lassen! Wer erinnert sich heute noch in Deutschland an diesen Massenmord? (Siehe auch J. Bacque „Der geplante Tod).

Als Roosevelt, Churchill und Stalin im Februar 1945 an der russischen Schwarzmeerküste zusammenkamen, faßten sie in der Schlußrunde so unmoralische Entschlüsse, wie die Einführung der Zwangsarbeit, die gewaltsame Zurückführung von Flüchtlingen (in Stalins Reich), die Vertreibung von Millionen von Menschen von Haus und Hof, den Bruch des Versprechens des Rechtes auf Selbstbestimmung und ähnliche Unmenschlichkeiten, so daß Jalta in jenem Jahr mehr zu einem Symbol internationaler Unanständigkeit geworden ist, so daß später „Churchill selbst es als „Tragödie von ungeheurem Ausmaß“ bezeichnet hat.

Nach dem Einmarsch der Russen war der Leidensweg der Deutschen nach der Besetzung von Ost- und Mitteldeutschland noch lange nicht beendet, sondern der Terror hatte sich über Jahre weiter fortgesetzt. Polen, Tschechoslowakei und Jugoslawien waren nach den Russen die schlimmsten Länder die nach dem 08. Mai 1945 sich besonders durch außergewöhnliche Brutalität und schwerste Menschenrechtsverletzungen und Verbrechen auszeichneten. Mehr über die Scheußlichkeiten der Sieger an uns Deutschen brauche ich Ihnen nicht zu sagen. Es übersteigt unsere psychische Kraft. Doch, unsere lieben westlichen „Freunde“ waren leider manchmal auch nicht besser als die furchtbaren östlichen, doch die Verbrechen wurden nur besser kaschiert und verschwiegen und die Wahrheit unter Strafe gestellt und unterdrückt.

Was die Russen an Schätzen und Güter aller Art stahlen und in Tausenden von Eisenbahnzügen nach Osten sandten, ist ein Kapitel für sich. Aber sie waren aufrichtiger als die im Westen, denn die nahmen weder heuchlerisch in Anspruch, die „höchst zivilisierte Nation der Erde“ zu sein und auch noch eine christliche Nation.“ […]

„Deutschland wird nicht zur Befreiung besetzt“, hieß es unmißverständlich in der Siegerdirektive der „Befreier“! An der Grenze: „Sie betreten jetzt Deutschland, hier endet die Zivilisation. Jede Verbrüderung mit den Deutschen ist verboten.“!“ […..]

Mit meinem heutigen Bericht habe ich versucht, einen Beitrag zur Aufklärung und Wahrheitsfindung über unsere Geschichte, besonders die um den 8. Mai 1945 zu leisten. Bisher haben wir doch offiziell nur erfahren, was wir, die „bösen Deutschen“ und „die Nazis“, angeblich für Verbrechen verübt hätten, und dies in tausendfacher Überhöhung und Übertreibung. Die Wahrheit wurde sogar unter Strafe gestellt. Ich habe viele Quellen untersucht und wollte Ihnen viel Neues und Interessantes bieten, was sich um den 8. Mai 1945 ereignet hat. Ich selbst war erschüttert über das Ausmaß der Ungeheuerlichkeiten, die unserem Volk angetan wurden. Ich hoffe, daß ich Sie nicht zu sehr belastet habe, doch es war die Wahrheit und Realität.

Mein Gott, ich wundere mich noch immer, was unser tapferes und großartiges Volk ertragen und geleistet hat. Leider ist es nicht mehr das gleiche Volk, was es einmal war, denn es hat einen hohen Blutzoll entrichten müssen. Aber selbst nach diesem furchtbaren Krieg und der noch schlimmeren Nachkriegszeit hat es noch Wunder vollbracht, die für unsere Gegner unfaßbar waren!

Ich bin stolz, ein Deutscher zu sein! “

Werner Weinlein, Justizamtsrat hat diesen Erlebnisbericht aufgeschrieben, mit eigenen Erlebnissen und Erlebnisse seiner Bekannten und Freunde. Herr Weinlein ist im Jahre 2004 an einer Herzoperation gestorben. Kurz davor hielt er noch einen Vortrag am 08. Mai 2004 „Gegen das Vergessen!“.
………………………………………………………………………………

soweit ein Ausschnitt aus seinem Referat, die ganze furchtbare Fortsetzung ist hier zu lesen:
http://www.extremnews.com/premium/zeitgeschichte/berichte/europa/6dd0109fe0774f8

Achtung
Personen mit schwachen Nerven sollten hier nicht weiter lesen. Die Texte enthält zuweilen äußerst brutale und grausame Einzelheiten. Psychische und emotionale Reaktionen sind garantiert!

oder hier:
http://einedeutscheweise2.wordpress.com/2011/03/16/1945-werner-weinlein-%E2%80%A0/ weiterzulesen.

Written by einedeutscheweise

16. März 2011 at 02:06

Vertriebene-Gedenken oder Museum

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Warum ist das Kapitel des Jahres 1945 in unserer Geschichte zum politischen Spielball gemacht worden? Mit dem, was da geschah, sollte man wirklich kein Schindluder treiben, Ernsthaftigkeit und Würde, das sind wir den Toten schuldig.
von einer Web-Adresse, die zur Zeit nicht erreichbar ist, kamen folgende Überlegungen zum Thema „Museum der Vertreibung“.

“ Deutsche!
Lasset uns Halbe zum “NATIONALEN EHRENMAL DES DEUTSCHEN REICHES” erklären.

Dann haben wir endlich den zentralen Ehrenhain, an dem ein Jeder die Toten des seit 1914 andauernden großen Ringen in würdigem Rahmen still betrauern kann. Gerade ein Ort wie Halbe ist dafür höchst geeignet; denn hier liegt begraben, was einst Deutschland bekränzte und wesentlich machte! Und das läßt sich nicht durch tote Bauwerke ausdrücken, sondern nur mit lebendiger Seele fühlen. “Denn Totendienst ist ein arger Gottesdienst und wo sonst wollen wir unseren Toten Heimrecht geben und dafür Sorge tragen, das sie nicht zu Gespenstern werden….” So hat es Walter Flex gefordert. (Der Wanderer zwischen beiden Welten Seite 93)

Gleichzeitig gilt es den Bau des Vertriebenenzentrums mit allen Mitteln zu unterbinden!

Denn das Vertriebenzentrum soll in Form eines Museums angelegt werden, und ein Museum beschäftigt sich immer nur mit einer toten, vergangen niemals wiederkehrenden Epoche. Und das besonders Fatale daran ist, daß den Vertriebenen, vor allem ihren Ermordeten und Geschändeten, von denen hier erst gar nicht mehr die Rede ist, über die maßgebliche dauerhafte Gestaltung dieses Museums überhaupt kein Mitspracherecht eingeräumt wird. In Restgermanien gilt nämlich immer noch:

“Geschichte schreibt nur der, der siegt, und was er da verschweigt und lügt, das macht es aus, was Kinder lesen, die meinen soll`n, so sei`s gewesen!”

Und die Museumsleitung wird nun mal nicht von den Vertriebenen bezahlt, sondern vom aktuellen Zeitgeist, welcher nach hohen Besucherzahlen verlangt. Damit die Besucher in Scharen strömen, muß man ihnen immer etwas Besonderes, Neues und Originelles zeigen können. Und dafür eignet sich nun mal das beschwerliche Leben in den Masuren überhaupt nicht. Also wird man versuchen, die Vertriebenen zu dämonisieren. Am besten gliedert man dem Museum sofort ein Filmstudio an, in dem dauerhaft exemplarisch gezeigt wird, wie ein potthäßliches Vertriebenenmonstrum mit Pickelhaube und Reitpeitsche die altertümlichen Vorzüge der “jus prima nocte” an einer zarten minderjährigen Komissarin der roten Armee auf dem schwarzen Fahnentuch der Waffen-SS demonstriert.

Ich sage: “Nein! Für derartige Greuelpropaganda dürfen wir die deutschen Vertriebenen auf gar keinen Fall hergeben! Denn die Vertriebenen sind unser! Und wir werden sie trotz des Europäischen Haftbefehles nach 1918 nicht ein zweites Mal an ihre Feinde ausliefern! Nur auf diese Weise verbleiben die Vertriebenen ihr eigenes geheimes unpersonifiziertes Phänomen und somit als etwas Transzendentes für die Besatzungshistoriker unfaßbar.
Gleichzeitig unterbinden wir, daß die Vertriebenen selbst zur Dokumentation ihrer eigenen Geschichtsfälschung herzugezogen werden können. Und somit bleibt neben der verordneten veröffentlichten toten Historie ein in uns allen lebendiges Geschichtbild brennen, auf das die Obrigkeit keinen Einfluß nimmt. Im Übrigen, was sollen wir auch mit einem Haufen aus Dreck und bunten Farben anfangen, mit dem Fremde, geistig Zugereiste meinen, in irgendeinem Zentrum unsere eigenen nationalen Gefühle beschreiben zu sollen?

Jeder der trauern will, der findet genügend Orte an denen der böse Feind unter dem Gejohle der Siegeroligarchie das nachholte, was man eigentlich schon 1918 im Stillen geplant hatte. Nur Nordlands Männer von Ehre mit Anstand und Schamgefühl wußten dies nach dem Diktatfrieden von 1919 tapfer zu verhindern. Aber die waren 1944 leider alle tot, mundtot oder unauffindbar. Und daß die Katholische Kirche, mit dem Papst an der Spitze, es duldete, daß Katholiken ihre eigenen deutschen katholischen Glaubensbrüder jahrelang ungehindert massakrieren konnten, zeigt wie einvernehmlich die Sieger das Massenmorden vor allem im Deutschen Osten geplant hatten.

Deutsche Männer und Frauen ,die Ihr Euch beim Gedenken an unsere vom Feind entehrten geschundenen Seelen der Tränen nicht schämt, lasset uns ganz im Stillen und voller Andacht mit “Unseren Deutschen Vertriebenen und vor allem denen, die zur Vertreibung erst gar nicht mehr antreten konten einen nationalen Passionsgottesdient in Form eines Leidensweges begehen. Und lasset dabei ihre Toten und geschundenen ganz im Sinne von Walter Flex wieder hell unter uns weilen, denn sie sind zwar gefallen, aber für unser Volk sind sie noch lange nicht tot!

In Anlehnung an Mephistos Wort: “Das was man schwarz auf weiß besitzt, kann man getrost nach Hause tragen! Erlaube ich mir hinsichtlich des Vertriebenezentrums hinzu zu fügen: “Das was schon im Museum ist, muß man nicht mehr mit Leben füllen!” Wir aber wollen, daß sie lebendig bleiben, unsere Deutschen Vertrieben. Und keiner taste hier ans Schwerte, der nicht deutsch ist von Geblüte! “

fkhalbe.net/ (nicht erreichbar)
oder hier:
(reingesetzt von Gerald Franz, danke) schwierg zu finden, falls noch da
http://nonkonformist.net/forum/index.php?topic=87.0″
aber seien sie gewarnt, dort werden auch andere, ganz und gar furchtbare Zeugenaussagen zitiert, zur Zeit von 1945.
oder auch ein ganz erschütternder Zeugenbericht zur letzten Schlacht nahe bei Berlin 1945 in HALBE
http://einedeutscheweise2.wordpress.com/2011/03/16/halbe-1945/

Written by einedeutscheweise

16. März 2011 at 01:22

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Nakba – Vertreibung

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Auch wenn es mir nicht so bewußt war, hat das harte Schicksal der Palästinenser irgenwie immer an das der Deutschen erinnert: in verheerende Kriege geschoben, vertrieben; Tod und Not haben aber nie das innere Selbstverständnis ganz beschädigen können. In der heutigen Zeit tun der Wohlstand auf Kredit und die gesteuerten Medien ein schädlicheres Werk in Deutschland. – In Palästina ist die äußere Not groß.
…………………………….

"Palästina 2002, israelische Siedlungen
Palästina 2002 – Israelische Siedlungen (blaue Dreiecke), – zerstückelte palästinensische Gebiete in grau und dunkelgrau

Schon vor dem Überfall Israels auf Gaza erklärte die palästinensische Professorin Sumaya Farhat-Naser, von der christlichen Friedensbewegung: das palästinensische Land ist durch Mauern, Straßen für Siedler, die wir nicht benutzen dürfen, Checkpoints zerstückelt; es ist wie Käfige in denen kleinere Käfige sind, darin wieder kleinere….
Der folgende Artikel erklärt was geschah, die Gründe, daß die Juden wegen Verfolgungen in Europa zum Zionismus griffen, sind zweifelhaft und sind auch hier weggelassen. Im deutschen Kaiserreich waren die Juden emanzipiert und auch nach dem 1.Weltkrieg nicht verfolgt bis zur erwünschten Auswanderung in den dreißiger Jahren. In Russland ist es schwieriger zu erklären. Am besten beschreibt Alexander Solschenizyn die Geschichte anhand vieler Quellen, besonders auch jüdischer, in „200 Jahre zusammen“. – Professor Shalom schildert aber die weiteren Vorgänge realistisch, meine ich mal.

Aus: Hintergrundinformation zur Israelisch-Palästinensischen Krise in Frage u. Antwort
von Stephen R. Shalom 15.05.2002 — Z Magazine

Z-Magazin, Znet
…..
Die Zionisten zogen zunächst auch andere Weltgegenden für ihren zukünftigen ‚Judenstaat‘ in Betracht, kamen aber aus biblischen Erwägungen heraus wieder auf Palästina zurück. Das Problem: obwohl die Zionisten den Slogan prägten: ‚Ein Land ohne Volk für ein Volk ohne Land‘ war d i e s e s Land (Palästina) alles andere als leer.
Frage: Wer waren die ursprünglichen (einheimischen) Einwohner Palästinas?

Antwort: Pro-Israelische Propaganda hat schon immer gerne behauptet, die meisten Palästinenser seien erst ab 1917 ins Land gekommen – angelockt durch den wirtschaftlichen Aufschwung der wachsenden Jüdischen Gemeinde in Palästina nämlich -, und daß die P. daher keinerlei Anrecht auf das Land hätten. Dieses Argument wurde u.a. auch in Joan Peters Buch: ‚From Time Immemorial‘ herausgearbeitet, das große Verbreitung gefunden hat. Inzwischen haben sich allerdings viele Behauptungen im Buch als falsch herausgestellt – insbesondere obiges Argument.
….
Frage: War die Ablehnung des Zionismus durch die Palästinenser nicht doch Ausdruck ihres Antisemitismus?

Antwort: In der Arabischen Welt spielte der Antisemitismus von jeher eine wesentlich geringere Rolle als in Europa. Vor der Zionistischen Immigrationsbewegung waren die Beziehungen zwischen den verschiedenen Religionsgruppen in Palästina relativ harmonisch gewesen. Natürlich gab es auch in Palästina antisemitische Ressentiments, aber andererseits: welches Volk würde es schon begrüßen, daß ein anderes Volk in sein Land einreist, um dort einen eigenen souveränen Staat zu errichten? Die Vertreibung (palästinensischer) Bauern von ihrem Land sowie die Weigerung vieler Zionisten, Araber zu beschäftigen, trug weiter zu einer Verschlechterung des Klimas bei.
…..
Frage: Was hat die UNO getan, u. warum?

Antwort: Im November 1947 beschloß die UNO-Vollversammlung, Palästina in zwei un- abhängige Staaten aufzuteilen: in einen Jüdischen u. in einen Arabischen Staat. Beide Staaten sollten eine Wirtschaftsgemeinschaft bilden; Jerusalem sollte unter internationale Kontrolle gestellt werden.
…….
Die Palästinenser lehnten den Teilungsplan ab. Die Zionisten akzeptierten den Plan zwar, im Geheimen hatten deren Führer jedoch längst weitergehende Ziele anvisiert. 1938, als es schon andere Teilungspläne gegeben hatte, sagte Ben Gurion: „Wenn wir nach Staatsgründung erst zu einer starken Macht geworden sind, werden wir die Teilung wieder abschaffen u. uns in ganz Palästina ausbreiten“.
…….
Frage: War es nicht so, daß Israel größer wurde, weil es seine Grenzen 1948 in einem rein defensiven Unabhängigkeitskrieg erweitern konnte?

Antwort: Nachdem Israel sich unabhängig erklärt hatte, überschritten am 15. Mai 1948 die Arabische Armeen seine Grenzen. Aber: die Unabhängigkeitserklärung Israels erfolgte 3 1/2 Monate vor dem im offiziellen Teilungsplan vorgesehenen Datum. Die Amerikaner hatten einen dreimonatigen Waffenstillstand vorgeschlagen; im Gegenzug sollte Israel seine Unabhängigkeit verschieben.

Die Araber stimmten dem zu, aber Israel hatte abgelehnt (wohl auch, weil es mit dem Jordanischen Herrscher, König Abdullah, ein geheimes Abkommen getroffen hatte, demgemäß Abdullahs ‚Arabische Legion‘ in den arabischen Teil Palästinas einmarschieren sollte (der als zukünftiger Palästinenserstaat designiert war). Den jüdischen Staat sollte Jordanien verschonen. Da Jordanien damals treuer Verbündeter Großbritanniens war, kam diese Regelung auch London sehr zustatten: es hätte auf diese Weise seinen Einfluß in der Region behalten können). Die andern Arabischen Staaten griffen den neugegründeten Staat Israel daher also nicht nur deshalb an, um ihm eine schwere Niederlage beizubringen, sondern wohl auch, um König Abdullahs Pläne durchkreuzen zu können.7

Die meisten Kämpfe während des Kriegs fanden ja auf dem Territorium des arabischen Palästina sowie auf dem des internationalisierten Jerusalem statt. Israel kämpfte daher keineswegs primär ums Überleben, sondern war sogar noch in der Lage, seine Grenzen zu erweitern (auf Kosten der Palästinenser).

Fast während des gesamten Kriegs war Israel sowohl in quantitativer als auch qualitativer Hinsicht die überlegene Partei – und das ganz abgesehen davon, daß die Arabischen Armeen unkoordiniert agierten u. sich oft gegenseitig behinderten.8 Als es 1949 schließlich zu einem Waffenstillstand kam, hatte der palästinensische Staat faktisch aufgehört zu existieren; sein Territorium war aufgeteilt zwischen Israel u. Jordanien, der Gazastreifen wurde von Ägypten kontrolliert.

Jerusalem, eigentlich internationaler Kontrolle unterstellt, wurde zwischen Israel u. Jordanien aufgeteilt. Israel besaß jetzt auf einen Schlag 78 Prozent des Territoriums Palästinas. Ungefähr 700 000 Palästinenser wurden vertrieben.

Frage: Warum wurden die Palästinenser 1948 überhaupt zu Flüchtlingen?

Antwort: Israelische Regierungen behaupten immer wieder, die Palästinenser hätten Palästina damals freiwillig verlassen. Sie wären dazu mittels Radioaufrufen animiert worden – durch die Führer der Arabischen Welt nämlich, die auf diese Weise den Weg freimachen wollten für ihre vorrückenden Armeen.

Aber Radiosendungen (in Palästina) standen damals ja noch unter Aufsicht der Britischen bzw. Amerikanischen Regierung, u. es gibt keine Beweise für eine Generalorder zur Flucht an die Palästinenser. Eher schon ist das Gegenteil der Fall: immer wieder riefen Arabische Führer die Palästinenser ja dazu auf, tunlichst im Land zu bleiben – um nämlich ihren Anspruch auf das Territorium nicht zu verlieren.9

In Kriegszeiten gibt es immer verschiedene Gründe, warum Menschen fliehen – so sicher auch in diesem Fall. Einige Palästinenser sind wohl geflohen, weil Kriegsgebiete grundsätzlich gefährliche Aufenthaltsorte sind. Aber einige flohen auch vor Zionistischen Greueln; eines der schlimmsten wurde 1948 in Deir Yassin verübt, wo 254 wehrlose Zivilisten einfach hingeschlachtet wurden. Viele Palästinenser flohen in Panik, wobei manchmal auch ‚psychologische Kriegsführung‘ vonseiten der Zionisten eine Rolle gespielt haben mag. So warnte man die Leute beispielsweise, es könne ihnen ergehen wie denen in Deir Yassin. Manche Palästinenser vertrieb man aber auch mit brutaler Waffengewalt – wobei Menschen nur deshalb erschossen wurden, damit die andern umso schneller rannten (so geschehen in den Städten Ramle u. Lydda).10

Es gibt heutzutage keinen ernsthaften Zweifel mehr daran, daß viele der palästinensischen Flüchtlinge damals mit Gewalt vertrieben worden sind. Die genaue Zahl derer, die richtiggehend vertrieben wurden – versus derer, die einfach nur in kopfloser Panik flohen oder einen sicheren Ort zum Leben suchten -, ist allerdings umstritten. Andererseits: allein die Tatsache, daß keinem von ihnen vonseiten der Israelischen Regierung je die Erlaubnis zur Rückkehr erteilt wurde, beweist schon, daß sie allesamt Opfer einer ‚ethnischen Säuberung‘ waren (zum Vergleich: im Fall Kosovo wurde jedem Albanischen Flüchtling ein Rückkehrrecht zugestanden – ganz gleich, ob er/sie nun tatsächlich mit Waffengewalt vertrieben worden war oder nur in Panik geflohen bzw. weggezogen, um der Nato das Bomben zu erleichtern). In Israel hingegen wurden ganze arabische Dörfer niedergewalzt, Zitronenhaine, Felder u. Besitz beschlagnahmt, wobei man den Besitzern bzw. Bewohnern das Zurückkehren eindeutig verbot. Aber damit nicht genug: nicht nur Land von ‚Abwesenden‘ wurde beschlagnahmt, selbst Palästinenser, die im Verlauf des Kriegs nur von einem Ort innerhalb Israels zum nächsten wechselten, wurden enteignet – man erklärte sie ganz einfach zu ‚anwesenden Abwesenden‘.

Von den 860 000 Arabischstämmigen, die auf jenem palästinensischen Territorium gelebt hatten, das nun zum Staate Israel gehörte, blieben nur ganze 133 000 im Land. 470 000 der Palästinenser verschlug es in Flüchtlingslager in der West Bank (damals unter Jordanischer Kontrolle) oder in den Gazastreifen (damals unter Ägyptischer Kontrolle). Der Rest wurde über Libanon, Syrien u. andere Länder verstreut……………
……..Stephen R. Shalom, lehrt an der William Paterson University / USA Politikwissenschaft

IN ERINNERUNG AN DEIR YASSIN
www.ism-germany.net/2008/03/30
Am frühen Morgen des 9. April 1948 griffen Einheiten der Irgun (geführt von Menachem Begin) und der Stern Gang, das palästinensische 750-Einwohner-Dorf Deir Yassin an. Das Dorf liegt außerhalb des Gebietes, welches die Vereinten Nationen dem jüdischen Staat zuteilten. Es war bekannt für seine Friedfertigkeit, aber es lag im Korridor zwischen Tel Aviv und Jerusalem. Im Rahmen des sog. Plan Dalet autorisierte die Haganah (die spätere israelische Armee) die Besetzung Deir Yassins, auszuführen durch die Terrororganisationen Irgun und Stern Gang.

Mehr als 100 Männer, Frauen und Kinder wurden systematisch ermordet. 53 verwaiste Kinder wurden buchtstäblich wie Müll entlang der Mauern der Altstadt abgeladen, wo sie später von Frau Hind Husseine gefunden wurden. Sie brachte sie in ihr zu Hause hinter dem American Colony Hotel, welches zum Waisenhaus Dar El-Tifl El-Arabi werden sollte.

Ein Teil des Kampfes der Palästinenser um Selbstbestimmung war es die Wahrheit von Palästinensern, als Opfer des Zionismus zu berichten. Zu lange wurde ihre Vergangenheit geleugnet und diese Leugnung hat zu weiterer Unterdrückung und bewusster Entmenschlichung von Palästinensern in Israel, den besetzten Gebieten und in der Diaspora geführt.

Etwas Fortschritt wurde gemacht. Menschen im Westen realisieren nun, dass die Palästinenser, als ein Volk, existieren. Und sie erkennen an, dass im Rahmen der israelischen Staatsgründung tausende Palästinenser getötet und mehr als 700.000 aus ihren Häusern und von ihrem Land, auf dem sie Jahrhunderte lebten, vertrieben wurden.

siehe auch:
www.alles-schall-und-rauch.blogspot.com

Written by einedeutscheweise

13. Oktober 2010 at 02:38