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Bombenkrieg-Heim zur Hölle

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Alexander Kluge im Gespräch mit Jörg Friedrich „Der Brand“
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(Die Bombardierungen der kleineren, alten deutschen Städte fing 1945 an. als der Krieg schon entschieden war, Schukow an der Oder stand und diese Bombenangriffe keinem militärischen Zweck mehr dienen konnten. Wie kann man überhaupt den Bombenkrieg und die Verbrennung der zivilen Stadte erklären oder einordnen?)

Mitschrift:
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Jörg Friedrich

Jörg Friedrich


Kluge: In Halberstadt fliegen die alliierten Formationen, die Bomber, wie an, am 8.April 1945 ?

Friedrich: Sie fliegen in mehreren Stockwerken. Ein Bombenangriff ist eine fliegende Fabrik. Das Charakteristische ist der sogenannte Fächer, the fan; alle anfliegenden, dreistöckig anfliegenden Flugzeuge haben einen Orientierungspunkt, das ist das Gelenk des Fächers. Von diesem Gelenk spreizt sich der Fächer auseinander. Alle Maschinen überqueren den Punkt. Das ist eine Orientierung am Boden. In Halberstadt ist es ein Gebäude, es ist die Victoria-Luise Schule, ein Lyzeum für Mädchen. Es hat eine sehr charakteristische Form.

Kluge: …1912 gebaut. gewissermaßen in der Euphorie der Baukunst vor dem Ersten Weltkrieg.

Friedrich: ..stattlich! Vor allen Dingen hat es Seitenflügel und einen Querflügel, so…

Kluge ..unverwechselbar.

Friedrich: Es ist unverwechselbar. Dieser Punkt ist auch aus 6000 Meter Höhe zu erkennen. Also man überkreuzt diesen Punkt und spreizt sich auseinander; jede Maschine fliegt strahlenförmig, fächerförmig auseinander.

Und vom Überkreuzen des Punktes her, gibt es eine Zeitdistanz, den overshoot. Der overshoot ist in Sekunden gemessen. Jede Maschine hat ihren je eigenen overshoot. Ist die Sekundenspanne verstrichen, klinkt der Bombenschütze die Bombenlast aus. Der Effekt ist das sogenannte Saturieren, saturation bombing- es muß eine eng umgrenzte Fächerfläche am Boden – dem Dreieck in der Luft entspricht ein Dreieck am Boden. Das ist in Dresden ein Dreieck vom Sportplatz mit dem einen Schenkel Elbknie und dem andern Schenkel am Bahnhof.

Diese Fläche – die am Boden ist das Leben der Menschen, am Himmel der Angreifer. Diese Flächen sind spiegelbildlich. Und die obere Fläche saturiert die untere mit Vernichtungsstoffen. Das ist ein Mix aus Spreng- und Brandmitteln. Und durch diese Fächerform, und durch dieses präziese Abregnen der Bombenlast, entsteht eine gleichmäßige, eine Paste des Todes, die unten über die Lebensspäre gestrichen wird. Das Saturieren des Dreiecks am Boden; das totale Saturieren mit der gesamten Munition entfacht das Feuer, das nicht mehr löschbar ist.

Kluge: Weil die Gebäude aufgerissen werden, und dann die Brandmittel, die Brandbomben, noch hineinkommen, und diese Mischung von Haus und Schutt, das ist am leichtesten angreifbar. Ist das richtig? Intakte Häuser sind nicht ganz so leicht von Brandbomben angreifbar?

Friedrich: Man kann eine Stadt nicht sprengen. Man muß eine Stadt verbrennen – weil, die Stadt selber wird die Waffe. Jeder Balken des Gauses, jedes Polstermöbel, jede Bibliotek, jeder Vorhang – die Menschen selber werden Fackeln. Es ist die Transformation des Heims zur Waffe. Die Bomber geben nur den Impuls für die Transformation der Heimat zur Waffe. Mein Keller ist mein Feind…

Kluge: ..die Vorgänge, das Plüschige der Möbel ist sozusagen der Kern der Waffe,,

Friedrich: Man hat diese Städte als Dummy-Städte nachgebaut in Amerika und auch in England in japanischer und in deutscher Bauweise, und da hat man das deutsche Mobiliar, das Holz, Buche, Eiche, Kirsche, die deutschen Paletots, die Art und Weise der Kinderspielzeuge, die Teppiche auf dem Boden, das alles wurde exakt rekonstruiert, weil, um Waffe zu werden, müssen diese Klamotten erforscht sein. Und man erforscht ihre Brennbarkeit Stück für Stück. Wie reagieren sie auf meinen Impuls. Dieser Impuls kickt diese Materien an und transformiert sie dann zur Waffe. Es ist wie eine Zelle, die degeneriert zur Krebszelle.

Auf diese Art und Weise wird das Heim zur Hölle. Und die Impulsgebung dauert, wie der zündende Funke in Halberstadt eine knappe halbe Stunde – in Würzburg sind das 17 Minuren. Lange nachdem die Bomber weg sind, die sind schon wieder gelandet, zwei, drei Stunden nachher ist dieser Transformationsprozess, Heim zur Hölle, noch im Gang , und immer weitere Quartiere und Keller werden zu Behältnissen von Staub und von Gas. Es sind Leute hier, die mir erzählt haben, daß durch die Staubentwicklung Menschen am Staub erstickt sind. Das heißt: die Augen, der Mund und die Ohren sind die Öffungen des Körpers, da wo er die Atmosphäre einzieht und das Leben austauscht mit der Welt – wird verstopft., verstopft durch den Staub der eigenen Wände, des Kalks an den Wänden – die verstopfen mir den Mund.

Und dieses Waffe-werden der eigenen Wohnzimmerwand, des Kellergewölbes das findet noch in Stunden nach der Impulsgebung statt. Es ist im Englischen ein Wort: „De-housing“, Leute werden ihrer Häuser entkleidet – Ent-hausen – , aber man könnte auch sagen, es ist ein „De-worlding“; die Menschen werden aus der Welt gelöst, die Welt verliert das Heimatliche, den Austausch von Atmosphäre und Lunge und Sauerstoff, und sie verwandelt sich, wie auf einem anderen Planeten, in einen feindlichen Platz. Man atmet und saugt den Tod ein.

Und diese Transformation ist das Resultat einer erpichten Technik. Das schüttelt man nicht aus dem Ärmel, sondern das De-worlding wird fünf Jahre geübt. Es gibt hier also einen Weg, vom Mai 1940 nach Dresden, Halberstadt, Hildesheim, Postsdam, Paderborn, Pforzheim…

BomberHarris

—Warum intensivieren sich die Bombenangriffe ab März 1945?–

Kluge: Der Krieg ist entschieden in Europa.

Friedrich: Anfang Februar steht Schukow 50 Kilometer von der Reichskanzlei in Berlin. 50 Kilometer. Die Truppen sind gekommen von der Wolga, vom Kaukasus, soweit haben sie die Wehrmacht zurückgetrieben bis an die Oder. Und da steht er. Und da fangen die Bombardements an. Die britisch- amerikanischen Bombardements…

Kluge: Es ist auch ein Höhepunkt der Produktivität, was Liberty-Schiffe, was Bomber betrifft, was die Bomben betrifft. Das kann man jetzt bauen; man hat große Vorräte geschaffen, mit denen man einen Krieg bis 52, bis 54 hätte noch führen können gegen größere Gegner, als noch vorhanden waren. Es ist ein Restgegner und eine Überproduktion an Waffen.

Friedrich: Das hat mir mal ein Betriebswirt erklärt auf einer Diskussion, und er sagte: „Das müssen Sie mir gar nicht weiter ausführen. Das nennt sich bei uns in der Betriebswirtschaft: Kapazität schreit nach Auslastung.“ Man hat die Kapazität der Städtevernichtung nun tatsächlich im Griff. Die Mehoden, die Mannschaften, die Waffen…

Kluge: Das war man schon vor drei Jahren gerne schon gehabt hätte.

Friedrich: Man kann das. Und es ist ausgesprochen blöd, wenn man das, was man kann, nicht mehr machen darf, weil der Krieg vorbei ist. Es fehlt gewissermaßen der Krieg zum Vermögen. Man hat ein Vermögen angeschafft für den Krieg, und nun hat man keinen Krieg mehr. Dumme Sache. .. Man braucht den Krieg gewissermaßen um das Vermögen zu investieren – in das, was es vermag, seine Hebelwirkung, nämlich Städte aus der Welt zu hebeln.

Kluge: Sie sagen, daß im März 1945 eigentlich wesentliche Städte noch intakt sind.

Friedrich: Intakt ist weniger das Ruhrgebiet, aber Städte, in denen die Tiefe der deutschen Geschichte wurzelt, wie Paderborn, wo das heilige römische Reich entstand, wie Hildesheim, wie Würzburg, das Barockkunstwerk Balthasar Neumanns, Nürnberg, Soost, Halberstadt – es sind die von weit hergekommenen Städte, die gewandert sind durch die Jahrhunderte, die Schauplätze älterer Geschichte, die als Ziele des Bombercommands nicht unmittelbar rüstungswirtschaftliche Bedeutung hatten. In denen auch nicht mehr als 50 oder 100 000 Menschen wohnten. Das hatte man zuvor ignoriert. Da waren die großen Häusergebirge von Hamburg, von Berlin, von Köln, von Dortmund, das ganze Ruhrgebiet eine einzige Stadt, war ergiebiger. Man konnte das im Übrigen auch leichter finden. Da ist der Rhein, und da kann man das gut entdecken, aber so das Harzvorland ist schon komplizierter zu finden.

Also lernte man im Lauf des Krieges, diese Nester zu finden, und sie entpuppten sich als die eigentlichen und fabelhaften Bombenziele. Sie waren im Grunde die Entsprechung dessen, was Bombercommand und die 8.amerikanische Luftflotte zu diesem Zeitpunkt konnte. Sie waren die idealen Versuchsobjekte.

Feuerwehr

Kluge: Das ist das eigenartige, daß ein Krieg eine bestimmte Leistungsstärke hervorbringt. Und wenn der Krieg fast vorüber ist, ist die Zeit der Höchstleistungen erreicht.

Friedrich: Also diese Bomberwaffe wird gebaut von de Mitte der zwanziger Jahre bis zum beginn des Krieges, diese riesigen viermotorigen Maschinen.- Das Einzige, was man nicht bdacht hat, ist wie schwer es doch sein mag, die Stadt zu finden. Wie finde ich eigentlich Essen, wie finde ich Duisburg, wie finde ich Nürnberg und wie unterscheide ich Nürnberg von Augsburg? Am Tage, bei Sonnenschein, da mag das noch möglich sein. Aber da werd ich ja abgeschossen. Also geh ich in die Nacht. Dort werde ich nicht gesehen – aber ich seh auch nichts! Erst recht nicht eine Stadt, die unter den Wolken liegt. Das heißt, die Radartechnik, das heißt, der Strahl, der mich ans Ziel leitet, der überhaupt Waffe und Ziel in Verbindung bringt, daran hatte man vor 1939 gar nicht gedacht. Man dachte, der Bomber kommt durch, da ist Köln, ds oben fliegt die Maschine. Man läßt die Bomben runterfallen, Köln kaputt. So ist das gar nicht. Köln ist verteidigt durch einen Wald von Flakgeschützen und von Eudeln von schneller, aggressiver fliegenden Jagdmaschinen, und bevor überhaupt ein Bomber seine Zerstörungskapazität entfalten, also auch nur eine Klamotte fallen lassen kann, ist er selber schon weg. „Fliegende Särge“, sagt der Witz dazu.

Jagdflugzeug

Das heißt der empfindlichste, der sensibelste, der verletzliche Platz im ganzen Bombenkrieg ist der Bomber. Das merken die aber erst, als sie drin sitzen. Sie sind eher kaputt als die Stadt.

Flak

Bomber-Explodiert

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Kluge: Das ist zunächst, das ist im Anfang und das ist jetzt im März, April 45 gewiss nicht mehr so.

Friedrich: Man hat gelernt in der Nacht zu fliegen. Man hat gelernt die Wolkendecke durch die Augen des Radarsystems zu durchdringen, und man findet die Orte, auch wenn sie versteckt sind, auch wenn sie nicht an markanten Bodendetails zu erkennen sind, wie Köln am Rhein … Köln ist doch darm über zweihundert mal angegriffen worden, weil der Rhein so plastisch ist. Das findet man! Und nun kann man diese Soost, diese Paderborns finden.

Kluge: Man kann sie aber jetzt auch bei Tag angreifen, da die Jagdwaffe an diese Bomberpulks ja gar nicht mehr herankommt.

Friedrich: Nein, man hat nebenbei militärisch außerordentlich Nützliches gemacht: manb hat die Treibstoffversorgung der Deutschen unterbrochen, indem man die Hydrierwerke in Pölitz bei Stettin und in Leuna zerstört hat…

Kluge: Diese Dinge und nicht die Angriffe auf die Zivilbevölkerung, die sind kriegsentscheidend.

Friedrich: Wissen Sie, es gibt aus dem Ruhrgebiet, was ja der Versorger des ganzen Krieges für die Wehrmacht war, achzehn Eisenbahn-Ausfallstrecken sternförmig aus dem Ruhrgebiet heraus in die Verarbeitungsgebiete etwa in Mitteldeutschland. Und der sogenannte Ruhrplan, den man im Februar 1945 fasste: Wir zerstören nichts anderes, als diese 18 Adern, die die Wehrmacht verbinden mit den Rüstungsschmieden, – und dann sitzt die trocken ! Das hat funktioniert.

Das hat funktioniert, aber es ist nicht theatralisch. Es ist nicht das Fanal. Es ist nicht die Sinnfälligkeit der Niederlage und des Untergangs. Es ist das, was die amerikanischen Generale zu dem Luftkrieg der letzten Wochen uind Monate, nämlich im Februar und März 1945 sagen.

Das ist der stellvertretende Stabschef der Operationsabteilung der Alliierten in Frankreich, ein General Fredric Anderson sagt: „Diese Städte vernichten, hat mit dem Krieg überhaupt nichts mehr zu tun, sondern es ist eine Erziehungsmaßnahme. Hier soll der Sohn vom Vater erfahren, was die Konsequenz dessen ist, einen Krieg zu beginnen, sich einer Partei, einer politischen Bewegung anzuschließen, die es wagt, ander Völker, andere Staaten anzugreifen. Hier wird eine Lektion gelernt. Und der Erfolg des Bombenkrieges simd gar nicht die zerstörten Städte, sondern sind Sie und Ich. Wir haben etwas gelernt.

Wir sind also die Umerziehungsprodukte dessen, daß eine Welt, daß ein Land, daß eine Heimat untergehen kann: Das kommt davon.

Wohnlockknacker

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„Im Grunde ist der Bombenkrieg der große Umerzieher“

Kluge: Gleich für den Kalten Krieg, der kommen wird, noch mit. Es ist eine Vorwarnung, nicht, eine theatralische Vorwarnung des künftigen Gegners, Rote Armee, Sowjetunion, kann es so auch gemeint sein?

Friedrich: Ja, die kriechen mühsam vom Kaukasus bis an die Oder, überqueren Sümpfe, überqueren Flüsse und Wälder. Und haben eine Spitzengeschwindigkeit, fabelhaft, von 30 Kilometern am Tage auf dem Wege von der Weichsel zur Oder. Unbegreifliche Geschwindigkeit. Und zur gleichen Zeit fliegt Bombercommand nach Dresden mit 350 Kilometern pro Stunde. Und zerstört innerhalb von 20 Minuten eine Stadt von einem Ende bis zum anderen.

Kluge: Das Furchtbare ist jetzt, daß Sie sagen, das ist gleichzeitig theatralischer Natur. Das ist nicht Krieg, in dem Sinne, wie Clausewitz sagt, also Zweikampf, Überwindung des Gegners, sondern es ist gewissermaßen Herstellung von öffentlichen Bilderm. Erziehung, wie Sie gesagt haben, aber Sie sagen:

„Terror ist theatralisch“

…etwas, das im 21.Jahrhundert genauso gilt, wie 1945. Ist das richtig?

Friedrich: Es ist ein Theater des Schreckens. Und die Akteure ist die Leidensfähigkeit des Menschen: Was halte ich aus? Auf diesem Theater wird gefoltert. Und die Gefolterten schreien. Und entscheidend ist, wann sie Schreien aufhören. Und ihnen werden die Folterwerkzeuge solange präsentiert und ihre Mitspieler, die Leiden ihrer Geschwister, ihrer Kinder, ihrer Eltern werden so zum Exzess getrieben, bis die Leute das Handtuch werfen. Das heißt, sie bedürfen des Augenscheins. Die eigene Qual traumatisiert mich. Sie schließt mich ab. In dem Moment, wo ich sie erleide, ist nur noch ich und mein Körper. Ich spüre eigentlich nicht einmal einen Schmerz.

GerdaBäthe

Kluge: Das heißt, das dirkte Leiden, ich werde verletzt, gar nicht besonders motiviert, bewegt, sozusagen zum Sieg des Gegners im theatralischen Sinne beiträgt. Aber wenn ich erlebe, daß die Liebsten von mir gefoltert werden, dann ist das die eigentliche Zwangsmaßnahme. So ist das doch gemeint?

Friedrich: Der Leidende steigt aus dem Spiel aus, denn er ist nicht mehr aktionsfähig. Er kann auch nicht reagieren. Er kann sich auch nicht verhalten. Der Betrachter des Leidens, das er auf sein eigenes bezieht, kann noch agieren. Das Theatralische ist das Foltern des Liebsten. Das ist das wahrlich Unerträgliche.

Und diese Theatralik der Folter ist die Verhaltenspsychologie des Bombenkrieges: Ich muß etwas sehen, was ich nicht mehr ertragen kann. Das mag der Untergang der Katedrale sein, in der meine Familie seit Jahrhunderten gebetet hat, getraut und konfirmiert wird, der Untergang meines Gymnasiums, der Untergang meines Marktplatzes. Es ist da, wo das Dasein das Da verliert. Da bin ich.

Kluge: Dadurch wird das Selbstbewußtsein der gegnerischen Seite verletzt und letztlich absorbiert. Die Zerstörung von Selbstbewußtsein. Das ist der Theatereffekt der Bombardierung.

Friedrich: Zerstörung von ‚Selbst‘, es bleibt nur noch ein Bewußtsein über. Ich, der selbige, bin der, der in Halberstadt wohnt und wurzelt. Das definiert mich. So definier ich mich auch. Das wird mir geraubt. Das heißt, ich führe Menschen auf den Zustand von Ungeziefer zurück: fir können atmen, die können krabbeln, die können japsen, aber sie haben keinen Ort mehr, sondern sie sind in jedem Erdloch angesiedelt.

Da, wo ich mein ‚Da‘, ich der Kölner, verliere… Köln wird abgeräumt. Was übrig bleibt sind noch Existenzen aber keine Kölner mehr. Es gibt keine Kölner ohne Köln. Das heißt: Köln wird dem Kölner genommen.

Kluge: Man kann also sagen, egal ab jetzt der Bombardierte Recht oder Unrecht hat, ob er sich verschuldet hat oder nicht verschuldet hat, ist dieses Verhältnis von Strategie von unten und von Strategie von oben dadurch gekennzeichnet, daß es asymetrisch ist. Das kann man doch sagen?

Friedrich: Ja. ..Schuld und Strafe ist ein Äquivalententausch und kann immer nur zwischen Personen stattfinden…. (Ausgleich gleichen Maßes)

Das Gespräch kann als Video angehört werden direkt:
http://www.dctp.tv/filme/heim-zur-hoelle-friedrich/
oder bei: http://www.dctp.tv der Seite von Alexander Kluge.
Diese Seite ist aber mit adobe-flash -player gebaut, sodaß sie nicht in allen Browsern aufzurufen geht.
Dort ist oben links ein Kreis: „Grosse Themen“ wo man blättern muß, bis zu
„Deutschland im Bombenkrieg“ dort: „Heim zur Hölle“- außerdem sind vielleicht interessant „Zootiere im Bombenkrieg“, (Dresden),

„Jorg Friedrich: Ich wollte zeigen, das war ein Krieg, nicht gegen eine Partei, eine Nazi-Bevölkerung.. das war gegen die Kreatur !“

und Videos: „Halberstadt“ und Minutenfilme, wie über die Feuerwehr vielleicht noch.

Wohnblockknacker4

{Die Bilder sind aus dem Videofilm und anderen Minutenfilmen bei dctp hier abgebildet}
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Professor Freeman Dyson, ein Physiker im Operational Research Zentrum des berüchtigten Bomber Command schrieb 1984 diese Zeilen, die ganz klar den geplanten und durchgeführten Massenmord an deutsche Zivilisten belegen:

“ Ich habe mich krank gefühlt von dem was ich wußte. Ich habe mich viele Male dazu entschlossen, daß ich die moralische Pflicht hatte, auf die Straße zu rennen, um dem britischen Volk zu sagen, welche Dummheiten in seinem Namen begangen wurden. Aber ich hatte nicht den Mut dazu. Ich saß bis zum Ende im Büro und kalkulierte, wie man auf die wirtschaftlichste Weise weitere 100000 Leute ermordet.“

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Weitere Zitate und Internet-Adressen – bitte auf folgender Seite schauen:
https://einedeutscheweise2.wordpress.com/2014/01/31/bombenkrieg-heim-zur-holle/

Written by einedeutscheweise

24. Februar 2012 um 18:00

2 Antworten

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  1. […] Die Gruppe “Vergißmeinnicht” um Jürgen Hösl, Zittau, hat sich nun einen anderen Weg ausgedacht, um das Gedenken des Dresdner Untergangs zu ermöglichen, ohne Gewalttaten herauszufordern. Sie setzte eine Anzeige in das Wochenblatt Junge Freiheit, deren Wortlaut hier folgen soll. Denn Adelinde unterstützt diese sinnreiche, friedfertige, würdige Luftballon-Aktion: http://www.adelinde.net/7420/geforderte-und-bekampfte-gedenktage-in-deutschland Siehe auch hier, etwas weiter unten in der Liste eingeordnet, den folgenden Artikel und die Sammlung zum Thema: “Bombenkrieg gegen Deutschland” https://einedeutscheweise.wordpress.com/2012/02/24/bombenkrieg-heim-zur-holle/ […]


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